Chronisch stark Abgeschlagen... Brauche dringend Hilfe!

    Hallo Zusammen,


    Ich bin 29 und habe ein großes Problem.


    Seit ca 10 Jahren fehlt mir irgendwas, aus irgend einen Grund haben sich zunehmend Beschwerden, welche ich mir nicht erklären kann, manifestiert.


    Nach einigen Arztbesuchen habe ich es dann halt hingenommen, es wurden immer nur Symptome nicht die Ursachen behandelt.


    Doch nun kam was kommen musste, da ich eine Zeit lang (3 Monate) irgendwo in mir dachte den Grund (eine unklare Raumforderung) durch Zufall beim Ertasten meines Oberschenkels für meine Beschwerden gefunden zu haben.


    Ich war natürlich sehr besorgt und habe dann wohl daraus eine heftige Panikstörung entwickelt.


    Nun hat sich das ganze als etwas gutartiges herausgestellt, mein Gehirn hat das aber wohl noch nicht verstanden.


    Mittlerweile bin ich an einem extremen Tiefpunkt angelangt, durch die Panikstörung ist alles zur absoluten Hölle geworden eine starke Unruhe und Schmerzen aus dem Nichts und vieles mehr... quälen mich tag ein tag aus, deshalb bin ich gezwungen herauszufinden was mich denn Jahre lang plagt.


    Mir kommt es nun so vor als würde mein Körper und meine Psyche sich gegenseitig schwächen.


    Ich habe aber nur auf die Psyche Einfluss, dass macht es sehr schwer.


    Deshalb möchte ich auf beiden Seiten etwas tun, sonst werden die Leiden sich weiter gegenseitig hochschaukeln.


    Habe einen Pilz, Bakterien, Viren, Umweltgifte oder Autoimmunerkrankung in Verdacht, könnte aber auch einfach nur ein starkes Ungleichgewicht oder irgend ein Mangel sein. Der Candida ist ja erhöht soll Leute geben bei denen sich da in vielen Beschwerden zeigt. Hab da leider niemand der sich da auskennt und mir helfen könnte.


    Das Psychische auch vor allem jetzt mit einfließt ist mir natürlich klar, deshalb habe ich die Symptome auch abgegrenzt.


    Hier mal die Liste meiner Symptome:


    Chronische Beschwerden seit ca. 10 Jahren:


    ständig starke Müdigkeit und viel Schlafbedarf,


    Grippegefühl trockener Hals und verstopfte Nase nach dem Aufwachen,


    Konzentrationsschwierigkeiten,


    Verschwommen sehen,


    Nachtschweiß phasenweiße sehr stark dann wieder weg,


    stark schwitzende Füße,


    Heißhunger Attacken nachts,


    trockene juckende Haut,


    trockene Augen vor allem im beim längerem Liegen,


    juckende immer wiederkehrende Pickel vermehrt am Kopf,


    juckender Gaumen/ Hals (rechte Mandel stark geschwollen)


    juckende Ohren,


    chronisch entzündete Augen mit ausfallenden Wimpern,


    Gelenkschmerzen,


    Sodbrennen und Gastritis,


    Verdauungsstörungen,


    häufiges Wasserlassen,


    Unruhe welche sich bei leichten Tätigkeiten wie lesen verstärkt,


    leichtes Zittern der Hände,


    leicht einschlafende Gliedmaßen und Ulnarisrinnen-Syndrom


    Physische Symptome seit der ersten Attacke 17.08.2015:


    Herzstolpern vermehrt abends im Bett, hält mich stundenlang wach (große Beeinträchtigung)


    Herzjagen während Entspannung und Aktivität


    Hörsturz für 20 Stunden rechts danach Tinitus beide Seiten


    Leichte bis starke lang anhaltende Übelkeit (77 kg auf 72 kg Gewichtsabnahme geführt)


    Arme und Beine schlafen ständig ein bei sehr leichtem Druck


    Muskelzuckungen am ganzen Körper


    Innerliches Zittern / Beben


    Stechen im Kopf


    Hände und Füße schwitzen verstärkt


    Beklemmung mit Enge in der Brust und Atemnot


    Stark erschöpft


    Angespanntheit


    starke Verspannungen


    Verschwommen Sehen


    Hitzewallungen


    Grippegefühl und Gliederschmerzen ohne Fiber


    Nachtschweiß


    Polyneuropathien (Bestimmte Stellen am Körper ziehen, stechen und schmerzen immer wieder vor allem Muskeln und Gelenke, Kribbeln und Ameisenlaufen, Nervenbrennen vor allem Oberköper links)


    Psychische Beschwerden seit der ersten Attacke 17.08.2015:


    Gefühl wie nach erhöhtem Koffeinkonsum


    Starke Unruhe / Nervös


    Ständiger Schwindel nach dem Aufstehen/Essen wird beim Liegen besser


    Derealisierung / Depersonalisierung


    Total vergesslich und verpeilt


    Unterschwellige Angst


    Sehr starke Angstphasen ca. 30 min


    Abgeschlossene Untersuchungen:


    Blutbild Untersuchung (TSH,FT3,FT4,TROThs): Keine Auffälligkeit


    Blutzucker: 86-116 mg/dL


    Lumbalpunktion: Keine Auffälligkeit


    Echokardiografie: Keine Auffälligkeit


    24h EKG: Extrasystolen im Normbereich


    Borrellien: Negativ


    HIV: Negativ


    MRT Schädel: Keine Auffälligkeiten


    Ohr Untersuchung: Keine Auffälligkeiten


    HWS: Keine Verschiebungen auf Röntgenbild


    5-Hydroxyindolessigsäure i. Urin: 8,50 mg/g (Ref. 0,6-6,3 mg/g)


    Histaminintoleranz: Diaminooxidase-Konzentration 23,3 U/ml (Normalwert über 10 U/ml)


    Darmflora:


    Candida species: 1x10^4 (erhöht) (Normwert < 1x10^3)


    Enterobacter species: 3x10^5 (erhöht) (Normwert < 1x10^4)


    Sonstiger Befund:


    Schwanom rechter Oberschenkel Innenseite


    Was wäre denn noch sinnvoll abzuklären bzw. welchen Arzt könnte ich aufsuchen um


    meine Ungewissheit zu stillen?

  • 10 Antworten

    Hi,

    Zitat

    Candida species: 1x10^4 (erhöht) (Normwert < 1x10^3)

    ist man dem schon weiter nachgegangen? Ich hatte zufällig letztens ein Buch darüber in der Hand und musste beim Lesen Deiner Liste daran denken. Auch nach dem, was dort stand (und wie Du schreibst), kann so eine Kandidose wohl diverse Beschwerden verursachen (oft setzen sich dann erstmal die Schleimhäute im Darm mit dem Pilz auseinander und sind gereizt, daher sind dann auch andere Schleimhäute im Körper gereizt => z.B. verstopfte Nase etc.). Das Immunsystem leistet u.U. enorm viel, um den Pilz unter Kontrolle zu halten, was dann ermüdet usw. Naja, soweit, was ich gelesen habe.


    Nachdem Du schwarz auf weiß einen Laborwert dazu hast, würde ich mich nicht ins Bockshorn jagen lassen, bis das ordentlich abgeklärt ist - wenn sich in Deiner Gegend keine Praxis dafür recherchieren lässt, könnte man in verschiedenen Praxen anrufen und fragen, ob die damit Erfahrung haben. (Ist nur das, was ich machen würde - vielleicht hat hier ja noch jemand konkretere Informationen.)


    LG,

    Das Candida Hypersensitivitätssyndrom ist ein Mythos und keine echte Krankheit. Es ist vorallem Geldmacherei. Daher wirst du auch kaum einen Mediziner finden, der das behandelt. Nicht immer alles glauben, was man auf irgendwelchen quellenlosen Seiten so liest.


    Meine Candida Werte sind übrigens auch erhöht ;-)

    Ich kann Paroli mit einer ähnlichen Liste liefern, jedenfalls zu 80% habe ich ebenfalls Deine Symptome und keine Hilfe. Ärzte brachten mich nicht weiter. Ich tüftel also selbst an den Dingen herum, bei vielen Symptomen mit null Erfolg.


    Ich werde diesen Faden mal verfolgen. Viele der Symptome verhindern auch meinen Schlaf, das ist besonders übel und kräfteraubend. {:(

    Vitamin D Mangel, Vitamin B 12 Mangel habe ich nicht testen lassen aber mir mal vorsorglich als Tabletten geholt. Schildrüßenwerte sind OK und Ultraschall hat man auch gemacht, Hashimoto ist bei mir ausgeschlossen. Wegen den Panikattacken bin ich leider noch auf der Warteliste für eine Psychosomatische Behandlung.


    Die Psychiater verschreiben umstrittene Pillen und wollen nix mehr von dir hören. Habe mich da auch schon dumm und dämlich gesucht leider keine zufrieden stellende Lösung gefunden.


    Bei einigen scheint es tatsächlich einen Zusammenhang mit Nikotin und Panikattacken zu geben.


    Sehe ich bei mir auch der Rauchstopp hat meine Belastbarkeit in den Keller getrieben, dann eine Rückfallszigarette und die erste Panikattacke war da.


    Denke auch ständig dass ich Nikotin brauche um das Gleichgewicht der Neurotransmitter wieder herzustellen aber möchte nicht umbedingt wieder anfangen zu rauchen. Damit wäre ja auch nicht alles gelöst, das chronische Leiden war zuvor schon da.


    Als ich meinen Hausarzt auf Candida ansprach wollte er nix machen, erst bei einer stärkeren Erhöhung. Finde es merkwürdig, dass da nicht klar festgelegt werden kann ob da Behandlungsbedarf besteht oder nicht. Die Hauptanwärter bei meinen Symptomen auf die ich immer wieder gestoßen bin sind ganz klar: Hashimoto, Candida, Neuroborreliose, V B12 Mangel und Histaminintoleranz viele sind da fündig geworden aber dann wird's langsam immer exotischer...


    Das mit dem Schlaf ist mir auch ein Rätsel irgendwie fährt mein Körper da in einen Ultraenergiesparmodus vor lauter Erschöpfung beim aufstehen gehts mir schlecht Augen und Hals ausgetrocknet fühlt sich wie eine Grippe an. Dann entweder durchbeissen oder ne Portion Schlaf drauf diese ist dann erst erholsam und wache ohne Grippe Symptome auf.


    Aber Mittlerweile durch die ganzen Symptome ists mit dem Schlaf auch kaum was mehr...

    Zitat

    Als ich meinen Hausarzt auf Candida ansprach wollte er nix machen, erst bei einer stärkeren Erhöhung. Finde es merkwürdig, dass da nicht klar festgelegt werden kann ob da Behandlungsbedarf besteht oder nicht.

    Es ist ganz klar festgelegt. Die Existenz dieser Art von Candida Erkrankung konnte seit über 40 Jahren nicht nachgewiesen werden, d.h. es gibt keinen Hinweis dafür, dass es mehr ist als eine wilde Theorie.


    Hashimoto und V B12 Mangel sind glücklicherweise ganz einfach nachweisbar und behandelbar. Aber ansonsten denke ich, dass das hier

    Zitat

    Wegen den Panikattacken bin ich leider noch auf der Warteliste für eine Psychosomatische Behandlung.

    deine beste Option ist :)^

    Zitat

    Vitamin D Mangel, Vitamin B 12 Mangel habe ich nicht testen lassen aber mir mal vorsorglich als Tabletten geholt.

    Hast Du dich mit der richtigen Dosierung von Vitamin D beschäftigt? Bei einem starken Mangel kann durchaus eine Anfangsdosis im Bereich von, grob gesagt, 300.000 IE (dreihunderttausend IE, das sind 7,5 mg) nötig sein. Viele Präparate, z.B. aus Drogeriemärkten, enthalten aber nur zwischen 200 und 1000 IE. Ein einigermaßen guter Vitamin-D-Spiegel im Blut wird damit unter Umständen erst nach Monaten - oder auch gar nicht - erreicht.


    Falls Dein Vitamin-D-Spiegel wirklich noch nicht bestimmt wurde oder der Messwert schon alt ist, sollte das jetzt nachgeholt werden. Bei deutlichem Mangel kann Dir der Arzt ein hoch dosiertes Präparat verschreiben, evtl. sogar auf Kosten der Krankenkasse.

    Danke für die Ratschläge :)


    Man klammert sich halt aus Verzweiflung an alles Mögliche...


    Im Moment bin ich krankgeschrieben, bekomme teilweiße vor Morgengrauen kein Auge zu da alles sticht brennt, verkrampft und schmerzt {:(


    Einzig nach dem Aufstehen geht es einigermaßen, je länger der Tag desto schlechter wird das Ganze.


    Das so etwas denn überhaupt durch zu viel Stress/Angst möglich ist hätte ich nie gedacht, ich wäre jetzt ja schon mit einer leichten Verbesserung zufrieden welche es mir einigermaßen erträglich macht.


    Ich werde am Montag mal meinen Arzt auf Vitamin D ansprechen, wäre schon möglich, dass damit einiges besser wird.