Erschöpft und unkonzentriert nach Anstrengungen

    Hallo,


    ich bin ein 23 jähriger Student aus Mitteldeutschland und kämpfe ca. seit dem Ende meiner Schulzeit mit meiner Gesundheit herum.


    Ziemlich traurig, wenn man bedenkt, dass die Studienzeit eigentlich die beste Zeit des Lebens sein sollte.


    Deshalb versuche ich nach wie vor alles um wieder gesund und fit meine Jugend zu genießen und hoffe ihr könnt mir dabei helfen!


    Das grundsätzliche Problem, welches sich seit dem Abi (mal stärker mal schwächer) durchzieht, ist eine viel zu übermäßige Erschöpfung NACH Anstrengungen insbes. Sport!


    Seit meiner frühsten Jugend war ich ein sehr aktiver Mensch.


    Zwar habe ich nie eine Sportart auf Leistungsniveau betrieben. Dafür habe ich viele verschiedene Sportarten ausprobiert und parallel ausgeübt.


    Die körperliche Aktivität hat mir, als eher zurückhaltenden Typ, immer viel Gelassenheit und Selbstwertgefühl gegeben.


    Als ich mit meinem Zivildienst anfing merkte ich zum ersten mal, dass ich nach dem Sport nicht gelassener, klarer, konzentrierter quasi "erstmal richtig wach" wurde, sondern ganz im Gegenteil.


    Ich wurde im Anschluss an die geringsten sportlichen Aktivitäten (bspw. 30 min Joggen) wie krank!


    Während der Anstrengung die nächsten paar Minuten bis Stunden danach, in denen ich noch angespannt bin, habe ich keine Probleme. Aber dann geht es los.


    Ich werde total unkonzentriert, schlapp, gereizt und müde, bin zu nichts mehr in der Lage und habe an nichts mehr Freude oder Interesse.


    Als würde ich nach dem Sport in eine Depression verfallen, die allerdings darauf gründet, dass ich zu unkonzentriert und müde bin um irgendwas mit Freude zu betreiben. Nicht mal aufs Fernsehen kann ich mich dann einlassen.


    Ich will eigentlich nur noch ins Bett, schlafen.


    Und selbst das klappt oft nicht. Obwohl ich total platt bin und auf nichts Lust habe ist an schlaf nicht zu denken!


    Dieser Zustand hält sich nach größeren Anstrengungen oft über mehrere Tage an denen ich nichts mehr auf die Reihe bekomme.


    Das einzige was dann hilft ist eine ausgedehnte Ruhephase mit sehr viel Schlaf.


    Auch äußerlich macht sich die Anstrengung viel zu stark bemerkbar. Ich bekomme nach dem Sport oft gesagt dass ich total krank und müde aussehe sprich Augenringe habe, blass bin etc.


    Des Weiteren schwitze ich oft stark nach und "glühe" regelrecht im Bett.


    Da ich seit meiner Kindheit Probleme mit Heuschnupfen haben, wogegen ich auch schon hypodesensibiliesiert wurde, führte mein erster Weg zum HNO Arzt.


    Die Allergien wurden nach wie vor festgestellt, vor allem gegen Gräser Roggen, Frühblüher und, was mir neu war, auch gegen Milbenkot.


    Als größeres Problem stellte sich jedoch eine Chronisch polypösen Sinusitis (chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit Polypen) heraus.


    Seit der Hypodes. hatte ich nur noch wenig Heuschnupfenbeschwerden und die Milbenallergie scheint nicht so dramatisch zu sein, da ich auch im Winter keine heftigen allergische Symptome habe.


    Als Grund für meine Beschwerden ausschließen kann ich die Allergien nach wie vor nicht aber ich beschloss erstmal dem Rat der Ärzte zu folgen und mich einer NNH Operation zu unterziehen.


    Nach der OP ging es mir, auch mit dem Sport, eine Zeit lang besser.


    Allerdings habe ich zu diesem Zeitpunkt auch mein Studienfach gewechselt und einen neuen Job an Land gezogen. Es ging also allgemein bergauf.


    Nach wenigen Wochen war allerdings alles wieder wie vorher.


    Ich beschloss die Naturheilschiene einzuschlagen und ging zu verschiedenen Homöopathen, sogar zur Akupunktur und machte alle möglichen medikamentösen Therapien (sinupret, gelomyrtol etc.). Alles half, wenn überhaupt nur vorübergehend.


    Als die ständige Erschöpfung dann auch mein Studium und mein Sozialverhalten in Mitleidenschaft zog beschloss ich zum Psychologen zu gehen.


    Diagnose, wen wundert es: Depression.


    Seitdem bin ich durchgängig in psychischer Behandlung. Verhaltenstherapie, Antidepressiva bis hin zum Klinikaufenthalt über 8 Wochen.


    Nebenbei wird auch die HNO Geschichte einfach nicht besser.


    Nach einer zweiten Operation und mehreren Medikamentösen Therapien haben sich schon wieder Polypen im Stirnhöhlenbereich zurückgebildet.


    Was die wahre Ursache für meine durchgängig anhaltenden Probleme nach Anstrengungen ist wird dabei immer schwammiger.


    Ich schwanke ständig zwischen psychologischen und körperlichen Gründen. Sind es Die Polypen und die dadurch entstehenden Entzündungen, die mich ständig überstrapazieren. Ist die Depression die Ursache oder nur die Folge meiner Erkrankung. Spielen die Allergien eine Rolle. Oder steht einfach alles die ganze Zeit in Wechselwirkung und raubt mir dadurch die Energie!?


    Am wahrscheinlichsten ist letzteres, weshalb ich mich auch nach wie vor auf allen Ebenen behandeln lasse. Allerdings glaube ich weiterhin an eine Ursache allen Übels und werde nicht aufhören sie zu suchen!


    Was haltet ihr davon? Hat jemand ähnliches erlebt, ähnliche Beschwerden und kann einen Tipp oder zumindest seine Erfahrungen mit mir Teilen?

  • 17 Antworten

    Hallo Tschaho,


    eine einfache Erklärung wird es wohl erst mal nicht geben, vor allem nicht über das Internet.


    Was aber auffällig ist, Depression und Sport passen schon mal nicht zusammen. Vor allem nicht NACH dem Sport. Sport ist eigentlich eines der besten Antidepressiva.


    Wenn ich in meiner Praxis, keinen Befund hätte der Deine Symptome erklären kann und in der Therpaie verbessern würde, sollte noch folgendes Abgeklärt werden, Diabetes, chron. Magen-, Darmerkrankungen (Mangel an Zucker bzw. Nährstoffen) und die Leber. Deine Symptome klingen nämlich stark nach einem Mangel, Zucker, Insulin, etc. Ist aber alles sehr schwer über das Internet einzuschätzen.


    Die viel Erfolg bei Deiner Genesung :-)

    Hallo Taschaho,


    habe leider keinen ultimativen Tip, aber ich kann teilen. Und zwar alles, was du an Symptomen beschrieben hast. Was ich darüberhinaus noch versuchen kann ist, das eine oder andere auszuschließen bzw. anderes einzugrenzen.


    An Depressionen glaub ich auch nicht, als ich das das erste mal hatte, war ich bester Dinge und Sport hat erfahrungsgemäß eher die gegenteilige Wirkung auf die Stimmung.


    Übertrieben hab ich den Sport auch nicht, war zwar früher mal Leistungssportler, aber ich hatte nie den Ehrgeiz später noch irgendwas Bewundernswertes zu reißen. Ich bin einfach sehr bewegungsfreudig veranlagt und wollte es gern beibehalten, liebe es zu klettern, zu schwimmen, tanzen und vieles mehr...


    Was ich immer mal in Erwägung gezogen habe, ist die CFS-Diagnose, m.E. eine der wenigen Krankheiten (so man es denn als eine anerkennt...) die dasselbe Symptom der Erschöpfung nach selbst leichtem Sport beschreibt. Aber mir fehlen dazu alle möglichen anderen Erkennungszeichen wie Lymphknotenschwellung, Kopfschmerzen, plötzlicher Beginn nach Infekt...


    Spannend finde ich es daher, dass du - neben der Erschöpfung mit kleiner Zeitverzögerung - ebenfalls über Blässe und Augenringe berichtest. Schwitzen tu ich nicht übermäßig aber der Rest haut zu gut hin. Es ist, als ob mir der Stecker gezogen würde, auch die Gereiztheit und depressive Stimmung kommt dazu.


    Sinusitis und Polypen hatte ich auch, würd ich bei mir als Ursache allerdings fast ausschließen, da abgeheilt... Um noch mehr auszuschließen, würde ich gern biografisch bisschen mit dir abgleichen, wenn du Interesse hast?


    schöne Grüße,


    Axel

    Ich kann dich auch etwas verstehen. Zum einen mit der HNO Geschichte. Ich habe mir 2 x die Polypen rausnehmen lassen. Jedesmal nachgewachsen. was auch manchmal sehr anstrengend und dann erschöpfend sein kann, War dann bei einem Spezialisten der eine ASS Intoleranz festgestellt hat. Das lässt die Polypen wieder nachwachsen, weil man es ja auch nicht meiden kann, da es in fast jedem Lebensmittel drin ist. Nun lebe ich damit.


    Habe letztes Jahr einen Bluttest machen lassen, weil ich auch ständig müde, kaputt und auch ziemlich blass war. Naja, hat nicht wirklich was festgestellt. Jetzt nach einem Jahr hat ein anderer Arzt Blutarmut durch Vitamin B12 mangel festgestellt. Bin jetzt am Anfang der Behandlung, mal sehen ob ich bald wieder fit bin.


    Allergien habe ich auch genug, ich denke die rauben einem auch die Kräfte.

    Hallo,


    ich (27 Jahre alt, männlich, zurzeit Student) bin heute durch Zufall auf diesen Faden hier gestoßen. Auch wenn dieser schon fast ein Jahr alt ist würde ich gerne darauf eingehen, da mir die von "taschaho" geschilderte Situation sehr bekannt vorkommt.


    Ich persönlich klappere bereits seit zehn Jahren die verschiedensten Ärzte ab, in der Hoffnung über eine erfolgreiche Diagnose endlich wieder beschwerdefrei zu werden. Da ich momentan meine Abschlussarbeit schreibe, im Rahmen derer ich oft an meine Grenzen gestoßen bin, habe ich heute mal wieder das Internet durchforstet.


    Ich habe vorerst eine Frage an alle mit ähnlichen Symptomen, hat einer von Euch "Amalgam"-Füllungen?


    Ich bin vor einiger Zeit u.a. auf die Thematik der "Chronischen Quecksilbervergiftung" gestoßen und habe dort auffällig viele Übereinstimmungen bei den auftretenden Symptomen feststellen können. Ich selbst habe schon ewig zahlreiche Amalgam-Füllungen. Allerdings konnte ich mich aus zeitlichen Gründen bisher nicht weiter mit der Sache beschäftigen.


    PS.:Ich bin gespannt ob sich inzwischen bei Euch etwas getan hat und wie es Euch geht.


    Gruß mumphmuffin

    hallo ich bin schon 49 und schlage mich schon jahrelang mit ziemlich demselben problem herum...hab arztmarathon und alternative therapien hinter mir,... keine dauerhafte besserung oder veränderung...mach mal mehr sport mal weniger- detto kein einfluss... auch punkto ernährung und blutwerte... oftmals überfällt mich ein derartiger erschöpfungsanfall und dann bin ich sogar zum schlafen zu kaputt....


    amalgam füllungen habe ich auch, habe dies mal vor geräumer zeit mit meinem zahnarzt besprochen der aber meinte dass eine komplette entfernung noch mehr gifte im körper freisetzen würde als eine ersetzung nur neuer füllungen mit kunststoff. zwei weitere unabhänge zahnärzte haben mir in etwa das selbe gesagt...ob es so stimmt weiss ich auch nicht genau....


    lg tibia

    mir geht es genauso wie euch. bei mir kommt noch großer Durst als Symptom dazu.


    Zur Zeit glaube ich, dass es sich um das "Open Window Symptom" handelt. Meine Allergien, EbV, chronische Sinusitis belasten das Imunsystem scheinbar so stark, dass es sich nach Sport sehr, sehr langsam erhohlt. Hier mal ein Link:


    http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e7071/e7410/e7535/e7538/index_ger.html


    Andreas

    Mögliche Diagnose: Chronic Fatigue Syndrom (CFS), auch bekannt unter dem Namen Chronisches Müdigkeits-Syndrom.


    Dazu passt:


    - Abgeschlagenheit u. Hirnsymptome nach Anstrengung


    - Blässe, Augenringe


    - Durst


    - Allergien u. Unverträglichkeiten


    - Gereiztheit u. depressive Stimmung


    - Erschöpfungsphasen dauern ein paar Tage (sog. "Crash", d.h. ATP ist alle)


    Dazu passt auch:


    - keiner findet was


    - Naturheilkunde hilft nicht oder nur wenig


    - Amalgam, andere Gifte


    Informationsquellen:


    - Wikipedia


    - cfs-aktuell.de


    - cfs-treffpunkt.de


    - fatigatio.de


    - Stiftung Lost Voices (Internet)


    - Bücher von Dr. Bodo Kuklinski


    - Buch von Dr. Joachim Strienz


    - Film In engen Grenzen (Internet)


    - Texte von Prof. Martin Pall (Internet)


    - Selbsthilfegruppen, auch zu MCS, Fibromyalgie, Amalgam


    Ärzte, Kliniken:


    - Charité, Immunambulanz Prof. Scheibenbogen


    - Ärzte, die auf den Fatigatio-Tagungen vortragen


    - Spezialklinik Neukirchen


    - Cellsymbiosis-Therapeuten


    hilfreich:


    - sich selber informieren


    - langer Atem

    danke für die umfangreiche Info-Tabelle zum Thema cfs CarlCraus!


    .....Leider ist genau das oft das Problem, es gibt so dermaßen viele Möglichkeiten der Ursachenforschung, dass man sich am liebsten in 4 Richtungen gleichzeitig bewegen möchte, einige Massnahmen schließen sich gegenseitig auch schon wieder aus, so dass man am Ende 3 Leben bräuchte um alles mal eben auszuprobieren. Nebenbei, wer kann sich alle möglichen Spezialbehandlungen leisten, zeitlich und finanziell.


    Und erzähl mir nix von "sich selber informieren", der "lange Atem" hält im Übrigen schon seit 15 Jahren ;-) Werd mir mal das eine oder andere noch ansehen, da diese Diagnose auch bei mir noch im Raum schwebt. Hast du denn deine eigenen Erfahrungen mit cfs gehabt und die Symptomatik hinter dir gelassen? ...klingt fast so.


    Übertrainingssyndrom und Open Windows Effekt schließe ich für mich aus, Sinusitis ebenfalls, Schilddrüsenwerte sind trotz kalter Knoten soweit (fast) ok und alle sonstigen Standart-Blutwerte unauffällig. Neuronal wurde auch alles durchgecheckt. Antidepressiva haben alle nicht angeschlagen und scheint mir auch nicht ursächlich. Ach ja, und Amalgam ist seit 10 Jahren raus.


    Bleibt noch als "Favorit" bei mir der Reizdarm, sodass evnt. doch einiges nicht richtig verstoffwechselt wird, oder chronischer Stress, der natürlich auch alle möglichen Speicher auf Dauer leer haut.


    Hat jemand z.B. mit Achtsamkeitstraining an der Symptomatik signifikant etwas verändern können? Letzte kleine verspätete Frage hier, vielleicht sollte ich das Forum in Richtung cfs wechseln, ...wenn da nur nicht alles so frustrierend wäre.


    Grüße, Axel

    Hallo zusammen,


    ich habe seit 7 Jahren nach PDF die gleichen Beschwerden, mittlerweile reicht die geringste körperliche "Anstrengung" (Marmeladenglas öffnen!!) als Auslöser. Ich bekomme direkt (bzw. einige Minuten) danach einen starken Puls, ein Ziehen in der linken Brust, trockene Augen, enorme Gereizheit und Mattheitsgefühl was dann auch in eine Entzündung der Nasen-Nebenhöhlen übergeht (Schleim im Rachen, nasales Sprechen, Halsweh) sowie sich in geschwollenen Lymphen am Hals (Verspannungsgefühl und Tinitus) niederschlägt. Das ganze ist nach ~24h vorbei. Ich war bei einer Heilpraktikerin und mache seitdem eine Diät (kein weißer Zucker, kein weißes Mehl, keine Milch, kein Schweinefleisch) was meine Darmbeschwerden behoben hat, die ich seit Jahren hatte. Ich habe meinen Vitamin D Wert testen lassen und hatte 9 (!!!), habe jetzt auf ~90 aufgefüllt und seitdem ist die permanente Müdigkeit weg. Ohne "Anstrengung" bin ich praktisch beschwerdefrei, aber die kleinste Betätigung haut mich wieder raus. Hat noch jmd. eine Idee? Borelliose kann wohl auch eine Rolle spielen habe ich gelesen, da diese auch sehr oft nicht nachgewiesen werden kann und deshalb nicht behandelt wird.


    Ich würde mich sehr über etwas input freuen, habe von den Leuten die sich hier im Thread beteiligt haben leider keine Antwort auf die PNs bekommen.


    Vielen Dank!

    Hallo zusammen,


    ist der Thread noch aktiv? Begonnen 2012 bis Januar 2016 zuletzt.


    Da mir hier eine Menge bekannt vorkommt und ich auch seit vielen Jahren mit der Gesundheit kämpfe möchte ich hier einige Erfahrungen posten. Vielleicht kommt die Diskussion wieder etwas in Gang. Ich selber habe nämlich auch noch eine Menge Fragen und mich würden auch die Erfahrungen von Leuten mit ähnlichen Problemen interessieren.


    Bei mir sind es auch die Schwankungen in der Fitness und Leistungsfähgkeit und damit verbundene Beschwerden.

    @ hunterjoe:

    Ich hatte auch immer wieder Phasen wo die kleinste Anstrengung schon unangenehme Probleme gemachst hat. Schon vor knapp 30 Jahren, da war ich noch keine 30 und teilweise die Leistungsfähigkeit und Feeling eines alten Greis mit über 90 Jahren. Direkt aufklären konnte ich meine Problem bis heute nicht. Ich meine aber dass es u.a. an der Hormonsteuerung liegt. Ich habe auch einen ausgeprägten Biorhytmus, als Mann. Nach sovielen Jahren kann ich sagen, dass körperlich kein direkter Defekt vorlag. Ich wurde nie krank, wo ein bestimmtes Organ sich gemeldet hätte. Generell werde ich nicht so leicht krank. Mein Immunsystem würde ich als recht gut bezeichen.


    Zurück zu damals: Ich hatte mein Studium abgeschlosen und praktisch nur am Schreibtisch gearbeitet 1 Jahr. Nebenbei sehr stark Kaffee und gelegheitsmäßiges Rauchen. Beides hatte ich vorher nicht so gemacht. Ein Zahn ging kaputt. Ich hatte die kaputte Wurzel unbehandelt über mehrere Jahre noch. Die Libido ging weg und ist bis heute nicht mehr so wie früher. Schnelle Erschöpfbarkeit und Tage nach Anstrenung platt. Danach habe ich angefangen zu arbeiten und einige Jahre mal mehr und mal weniger geraucht. Die Fitness war absolut mangelhaft. Alkohol war nie ein Thema bei mir und Drogen auch nicht. Auch keine Medikamente damals. Gewicht 85Kg bis 95Kg bei 1,8m. Beim Essen war die Qualität nicht gut. Fertigprodukte, Weißbrot, usw... Bis heute ernähre ich mich nicht besonders hochwertig. Salat und Obst praktisch nie. Ich trinke aber Vitaminsaft.


    Etwa 7 Jahre später: Amalgam rausmachen lassen. Der Zahnarzt hat nicht allzu sehr aufgepasst wegen Dämpfen meine ich. Von heute auf morgen war mein Heuschnupfen weg. Jährlich im Mai immer. Ganz schlimm wenn die Weizenfelder Blütenstaub hatten. Auch die Augen brannten. Jetzt bestimmt 20 Jahre schon weg. Die kaputte Zahnwurzel wurde behandelt und zwei weitere Zähne (Wurzeln) gingen kaputt beim Algam rausmachen. Seit der Zeit habe ich aber keine Probleme mehr beim Zahnarzt, praktisch kein Bohren. Amalgam hält wohl auch nicht lange.


    Bei der Fitness hat die Amalgamentfernung nicht den Kick gebracht. Ich würde sagen, dass es das nicht direkt war. Amalgam hat mir aber sicher nicht gutgetan über die Jahre. Möglicherweise hat es auch meine Hormonsteuerung geschädigt. Eventuell noch andere Gifte, die neuronal (Hormonsteuerung) Schäden verursacht haben. Das Problem sind nicht unbedingt die Hormonwerte sondern vermutlich in der Art wie sie ausgeschüttet werden, die Regelung. So meine Vermutung.


    Grundsätzlich ist mein Problem der Fitnessverlust der recht schnell geht und der schwierige Aufbau der Fitness. Dazu kommt der ausgeprägte Biorhytmus. Es gibt Tage da habe ich keine Energie trotz Fitness. Das kann eine ganze Zeit anhalten. Ich meine dass das nur hormonell gesteuert sein kann. Libido, Kreativität schanken auch in Rhytmen.


    Vor gut 10 Jahren bin ich dann zum Endokrinologen. Mein Tip: Lasst eure Hormonsteuerung professionell abklären. Ich habe die üblichen Hormone ausprobiert, auch Schilddrüsenhormon. Seit der Zeit nehme ich TestoGel, etwa 20mg am Tag. Ich meine dass dies etwas gegen den Fitnessverlust hilft. Es hat sich seit der Zeit tatsächlich etwas verändert oder verbessert in meiner Leistungsfähigkeit.


    Generell muss ich regelmäßig etwas tun für die Fitness. Ich fahre zur Zeit oft mit dem Rad in die Arbeit, je 5Km hin und zurück. Ansonsten so Phasen, wo ich umbaue. Da habe ich es zeitweise schon wieder zu einer ganz beachtlichen Kondition gebracht. Im Winter und wenn man viel rumsitzt, auch Büroarbeit baut sich das recht schnell wieder ab. Ich bekomme gerne Frühjahrmüdigkeit und muss dann wieder etwas für die Kondition tun. Ansonsten so gesund wie möglich leben. Ich habe noch Jahrelang gelegenheitsmäßig geraucht. Das hat mir auch nicht gutgetan.


    Nach wie vor muss ich nach meinem Biorhytmus leben und versuche die guten Tage bestmöglich zu nutzen und lasse bestimmte Arbeiten und Aufgaben an unpassenden Tagen liegen. Im Büro das selbe. Die Produktivität schwankt sehr stark von Null bis extrem gute Tage. Wesentlich ist aber eine gute Grundkondition, sonst geht gar nichts. Wem geht das ähnlich? Wer hat auch solche Schwankungen?


    Noch ein Thema: Mein Endokrinologe testet mein Blut regelmäßig. Meine Werte sind recht gut. Es gibt aber einige Marker auf Entzündung. Das könnte auch noch ein Thema sein. Eventuell meine beiden alten Zahnwurzeln. Einen wurzelbehandelten Zahn habe ich vor 10 Jahren rausmachen lassen. Keine direkte gesundheitliche Veränderung. Was lässt man nun in so eine Zahnlücke einbauen. Bisher gar nichts. Ich habe die Lücke gelassen und kaue nun mit der Seite nicht mehr viel.


    Noch ein paar Worte zu Vitamin D. Vor drei Jahren ca. hat mein Endokrinologe den Wert gemessen. Er war nicht besonders gut. Er hat mir dann Vitamin D verschrieben. Muss man selber bezahlen auf Privatrezept. Ich meine dass mein Schlafbedarf weniger geworden ist. Ein halbes Jahr danach an Sylvester habe ich bis zum Morgen gut durchgehalten. Ansonsten war das nie solange. Ich habe später schlecht geschlafen, auch beruflicher Ärger. Ich habe dann wieder aufgehört Vitamin D zu nehmen. Es ist ja noch lange gespeichert im Körper und nimmt langsam ab. Auf jeden Fall sinnvoll das auszuprobieren. Es muss aber professionell verschrieben werden. Frei käufliche Präparate haben meist nur geringen Anteil am Vitamin D und wirken angeblich nicht gleichermaßen nach meinen Infos.


    Mit dem Fitnessverlust kommen viele Wehwehchen und Störungen, auch Müdigkeit nach dem Mittagessen und Konzentrationsschwäche. Fehlende Kraft in den Beinen. Nach so vielen Jahren kann ich sagen, dass dies bei mir nie echte körperliche Ursachen hatte. Es hängt, so meine ich mit der Energiebereitstellung des Körpers zusammen, sicherlich auch hormongesteuert.


    Noch ein Punkt. Ich bin ehr introvertiert. Tauche mit meinen Gedanken in ein Thema ein, z.B. am PC. Wenn es sein muss einen ganzen Tag. Ich glaube mitlerweile, dass diese ein anderer Betriebsmodus des Körpers ist von der Energiebereitstellung, im Vergleich zur körperlichen Arbeit. Der Körper stellt sich innerlich darauf ein. Er lernt das. Wenn man dann plötzlich etwas körperlich machen will und rausgeht aus der Wohnung, in Gedanken aber noch introvertiert versunken ist, dann fehlt die höhere Energiebereitstellung. Man muss da erst wieder herauskommen. Für mich ist das so wie in Trance arbeiten, wenn ich geistig in ein Thema eintausche. Wenn ich morgens direkt ohne dies in den Tag starte, klappt das auch besser mit der Energie. Wer hat hier ähnliche Erfahrungen?


    Grüße


    ABC01

    Deine Blutwerte sind o.k? Wurdest du schonmal auf Rheuma getestet? ich habe chronische Polyarthritis und habe oft einen Rheumaschub durch den Sport. gehe regelmäßig im Studio tranieren. Unter Depressionen leide ich wegen meiner chronsichen Schmerzen auch. Beim Sport schütte ich Glückshormone aus, jedoch geht es mir hinterher oft schlecht. Es dauert manchmal tagelang, bis ich mich wieder regeneriert habe.


    Ich nehme zur Zeit Vitamin B12. Ich habe das Gefühl, dass es mir dadurch etwas besser geht. Es fördert die Konzentration, steigert etwas die Leistung.


    Trinkst du denn genug? Ansonsten wirklich nochmal das Blut austesten. Mein Rheuma wurde nicht über das Blut festgestellt, sondern durch ein Szinitigramm. Es ist eine seronegative Erkrankung. Dieses Glühen des Körpers könnte darauf hindeuten. Ist nur so eine Idee!

    Hallo zusammen,


    bei mir lag es an einer ausgeprägten Histaminose, verursacht durch eine geringe Immunität der Darmschleimhaut durch einen chronifizierten Ebbstein-Barr-Virus (sichtbar in der grafischen Lymphozytentypisierung). Quercetin (gibts bei amazon) killt sämtliche Symptome bei mir innerhalb einer halben Stunde. Im Netz (ebay) bekommt man eine Jahrespackung 10.000er Vitamin D für 15€, nehme 20.000 am Tag zur Erhaltung.


    Die starke Verschlimmerung Ende 2015 wurde durch Dekristol ausgelöst. Es enthält Erdnussöl, was bei einer Histaminose reines Gift ist. Da die Verschlimmerung sehr schleichend passierte und ich die besagten Symptome in abgeschwächter Form seit Jahren hatte, hat es etwas gedauert, bis das rauskam.