Geschwollene LK und komische Knoten...

    Hallo ihr Lieben,


    ich erhoffe mir hier keine Diagnose, würde mich nur gerne mal austauschen und fragen, ob jemand eine Idee hat/sowas ähnliches selbst schonmal hatte oder weiß, zu welchem Arzt ich noch gehen könnte.

    Kurz zu mir: bin 24 und weiblich, Nichtraucher


    Ich fange mal von vorne an:

    Angefangen hat irgendwie alles mit einer Grippe vor 3 Monaten. Nichts schlimmes, war nach 1,5 Wochen Erholung wieder weg. Die nächsten 2 wochen hatte ich dann allerdings immer wieder Episoden von starker Müdigkeit mitten am Tag. Naja, werden halt noch Nachwirkungen sein. An einem Tag ging es mir plötzlich sehr komisch. Ich hab mich sehr schwach gefühlt (ähnlich dem Gefühl von Unterzuckerung), hatte starke Hitzewallungen und Gliederschmerzen. Blutdruck und Blutzucker normal. Naja bestimmt morgen wieder weg. Aber nein- der Zustand hielt 3 Wochen an!! Ich konnte nicht mal mehr Einkaufen gehen und mir ging es sehr schlecht (aber keine Erkältungssymptome sonst). Nach 3 Wochen waren die Muskelschmerzen weg und die Müdigkeit ging wieder einigermaßen.

    Während der ganzen Zeit geschwollene Lymphknoten am Hals. Irgendwann fielen mir auch welche in der Leiste und vor allem ganz viele Knötchen (so groß wie Kidney-Bohnen) im Hüftbereich (also sogar „auf“ dem Hüftknochen, seitlich vom Knochen, im Unterbauch) auf. Diese Knoten sind leicht beweglich und tun immer mal weh. Sie stören auch total beim Schlafen, wenn ich mich auf die Seite (also auf den Hüftknochen) lege bzw enge Hosen trage. Es fühlt sich teils an wie Steinchen unter der Haut.

    Sichtbar sind sie nur, wenn ich die Haut über dem Knochen straff ziehe.


    Bin dann zum Hausarzt (in der Zwischenzeit wurden die Hitzewallungen wieder extrem)

    Der schickte mich zum Frauenarzt wegen der LK in der Leiste und testete mein Blut auf Erreger, die LK anschwellen lassen (EBV, Toxoplasmose etc)- alles sowas von negativ!

    Frauenarzt wusste gar nicht so recht, weshalb ich überhaupt bei ihr war. Hat dann mal die Knoten in der Leiste geschallt (aber nicht die an der Hüfte)- und ja, sind halt da.. alle so ca 2 cm, beidseits. Mehr tat sie dann auch nicht und meinte, die verschwinden schon wieder..

    So. Keine Infektion, aber dicke LK (Leiste und Hals) und seltsame Knoten.

    HA machte nichts mehr. Also ging ich zu einem anderen.

    Dieser tastete sehr lange, war sich aber nicht sicher, ob die an der Hüfte überhaupt LK sind..

    Ultraschall vom gesamten Bauchraum- nichts auffälliges

    Ultraschall von den seltsamen Knoten- hm, sieht eher nicht nach LK aus, liegt iwie eher im Muskel, aber eigl keine Ahnung, was es ist

    Blutbild- alles Top, crp normal, Leukos normal

    Beobachten. Wenn die Knoten größer werden, wieder kommen.

    Innerhalb von 2 Wochen sind auch die LK am Hals nun viel mehr angeschwollen (auch hinterm Ohr) und langsam wird es richtig unangenehm. Diese komische Knoten im Hüftbereich tun manchmal ohne sie anzufassen richtig weh, die Hitzewallungen sind unerträglich und die Muskeln fangen wieder an, wehzutun.

    Da ich mittlerweile richtig Angst vor Lymphknotenkrebs habe, ging ich Anfang der Woche wieder zum HA, um mal über die Option zu reden, einen Knoten aus der Hüfte und villt auch einen vom Hals (da die meiner Meinung nach immer größer werden) zu entnehmen bzw zumindest mal eine weiterführende Diagnostik anzustreben.

    Allerdings wurde ich behandelt, wie der größte Hypochonder!

    Der hals wurde erst gar nicht abgetastet und die Knoten an der Hüfte wären ja nur subkutanes Fettgewebe (sprich Lipome).

    So viele und schmerzhaft?! Hm.

    Mein Blut wäre ja gut und generell ging es mir nicht schlecht genug, um Krebs zu haben.

    Die LK in der Leiste wurdem vom HA generell 0 zur Kenntnis genommen und beim drauf ansprechen heißt es immer nur „LK schwellen schonmal an, da gibt es viele Gründe“

    Naja, die sind aber nun schon 3 Monate durchgängig dick und es kommen mehr hinzu und es sind generell ganz schön viele

    Die anderen Symptome werden mit der Psyche erklärt und ich würde mich ja viel zu sehr selbst beobachten. Mehr wird einfach nicht gemacht.

    Ich halte mich teilweise schon selbst für verrückt, aber die Knoten sind ja da und alles andere auch.

    Ich weiß nicht mehr weiter :( diese Knoten scheinen ja wirklich seltsam zu sein und nichts gängiges, was man irgendeiner Krankheit zuordnen kann

    Noch mysteriöser sind die LK, die mir alle anschwellen, ohne dass ich Entzündungszeichen oder eine Infektion habe.

    Die Hitzewallungen und die Müdigkeit machen mir wirklich sehr zu schaffen und mir geht das lansam alles sehr auf die Psyche und ich fühle mich irgendwie alleine gelassen damit.

    Dabei wäre eine Biopsie doch keine große Sache...

    Kein einziger Knoten ist bisher auch wieder zurückgegangen, es kommen nur immer mehr hinzu oder sie werden dicker.

    Ich habe übrigens keinen Nachtschweiss oder Gewicht verloren (ein weiterer Grund für die Ärzte, warum es nichts schlimmeres sein kann)


    Meine Gedanken bisher waren auch schon, dass es villt etwas rheutmatisches ist? Es soll ja Fettgewebs-Rheuma geben, wobei man Fettknötchen hat, die schmerzen. Aber ich glaube, dafür schmerzen meine nicht stark genug und Übergewichtig bin ich auch nicht.

    Fibromyalgie? Evtl. Aber die Muskelschmerzen sind nicht durchgängig und das erklärt die LK auch nicht...

    Irgendwas stimmt in meinem Körper einfach nicht, ich würde eigl auf was entzündliches Tippen (oder autoimmunes), allerdings besagt der CRP ja was anderes..


    Symptome nochmal zusammengefasst:

    -LK Schwellung Hals, Leiste

    - schmerzende Knötchen unter der Haut im Hüftbereich

    - Starke Hitzewallungen

    - Müdigkeit, Schwäche

    - Trockene Schleimhäute

    - Muskelschmerzen

    - Schwindel


    Untersuchungen:

    - Blutbild super (crp und Leukos normal)

    - Ultraschall Bauchraum unauffällig

    - Ultraschall Lk Leiste: alle um die 2cm

    - Ultraschall Knoten Hüfte: nicht wirklich definierbar

    - EBV, Toxoplasmose...- alles negativ (Borreliose wurde nicht getestet)


    Hat jemand villt eine Idee, was das alles nur sein kann?:( ich bin wirklich am verzweifeln..

    ich fühle mich seit dieser Grippe wie ein anderer Mensch und ich vermisse mein altes Energielevel und möchte einfach diese Knoten nicht mehr haben!

    Oder weiß jemand, zu welchem Arzt ich könnte? Hausärzte scheint das ja nicht wirklich zu interessieren...

    Bin wirklich dankbar für jeden Tipp!

    Und danke für‘s Lesen :)


    Liebe Grüße!

  • 9 Antworten

    Hey,

    Ich hatte Anfang des Jahres (Glück im Unglück) ziemliche Schmerzen im hinteren Rücken. Daraufhin wurde ein thorax ct gemacht. Keiner wusste was es ist, zu sehen waren „Geschwüre“ in der Lunge. ich war auch sehr sehr müde, hatte Ultra schlimme Gliederschmerzen und war einfach nur fertig.

    Bei mir kam eine autoimmunerkrankung raus.. haben sie dich auf soetwas schonmal untersucht? Bei der Sarkoide kann nämlich auch der Knochen Befällen werden, allerdings weiß ich nicht ob man dann Knötchen spürt.

    Ich wurde auch wochenlang (es hat 2 monate gedauert bis sie endlich drauf kamen) behandelt, als hätte ich überhaupt nix und mir ging es von Tag zu Tag schlechter.. würde da aufjedenfall dran bleiben!!

    Hey!

    Ohje, das tut mir leid zu hören. Gibt es da eine Behandlung und geht es dir besser?

    An eine Autoimmunerkrankung dachte ich auch schon und nein, darauf wurde ich nicht untersucht. Alles wird immer nur abgewunken und mit der Antwort „ihr Blutbild (kleines, wohlgemerkt 🙄) ist in Ordnung, da kann es nichts schlimmes sein“, abgetan.

    Das ist natürlich ziemlich quatsch, da man in so einem kleinen Blutbild nämlich gar nicht mal viel sehen kann und besonders ernstere Erkrankungen, sofern sie noch nicht weit fortgeschritten sind oder es sich um Leukämie handelt, erst recht nicht sehen kann.

    Ich finde die Aussage der Ärzte beinah fahrlässlig, da ja bisher nichts groß unternommen wurde, was die Knoten identifizieren könnte! Und um mich „Hypochonder“ loszuwerden, wird halt einfach gesagt, es sind bestimmt Lipome 😤 mittlerweile ist es so, dass mein Unterbauch, also alles von leiste bis zu über Hüftknochen richtig dick geworden ist, weil die Knoten immer dicker werden. Und die fühlen sich gar nicht wie Lipome an (habe zum Vergleich welche am Rücken).

    Werde jetzt auf eine Biopsie bestehen und Druck machen.

    Falls es sich um eine Autoimmunerkrankung handeln sollte, würde mir da (falls es dann doch Lipome sind, was ich nicht glaube) nur Lipomatosis dolorosa („Fettgewebs-Rheuma“) einfallen. Aber dazu passen die Halslymphknoten denke ich auch nicht wirklich :(


    Wünsche dir eine gute Besserung und danke für die Antwort :)

    LG

    Ja ich kenne das. Ich bin aber immer und immer wieder in die Uni und habe auf eine Behandlung bestanden. Bei meinem kleinen Blutbild war aucj alles in Ordnung. Die Entzündungswerte waren erst später extrem hoch. Aber anfangs war auch alles okay. Deshalb vertrösten die einen ständig! Nerv die einfach richtig damit und Jammer jedesmal über extreme schmerzen. Iwie müssen die einen ja ernst nehmen..

    Also ich werde zurzeit mit Cortison (prednisolon) behandelt. Allerdings hat es ne zeitlang gut angeschlagen und jetzt gar nicht mehr. Werde jetzt nochmal ins CT geschoben und muss es dann mit anderen Medikamenten versuchen. Also wirklich gut geht es mir nicht aber deutlich besser als anfangs :-)

    Wünsche dir noch viel Glück und hoffe sie finden bald mal raus was das ist!! @:)

    Nichts ungewöhnliches. So sind Ärzte! "Psyche" ist halt auch der Overkill. Das rechtfertigt schlicht alles.


    Ich will dir jetzt keine Angst machen aber bei meinem Vater begann alles mit einer nicht näher definierbaren Schwellung am Hals. O-Ton Arzt: "Das ist nix wildes, würde ich aus kosmetischen Gründen aber evt entfernen lassen" Naja, aus "nix wildes" wurde dann plötzlich nach pathologischen befunden und x untersuchungen Lungenkrebs...


    Den Ärzten ist das Peng (nicht die Diagnose) eher die Art und Weise wie voreilig mit "ist nix" rumgeschmissen wird! Deswegen ist es immer gut und richtig eine 2t und 3t Meinung einzuholen.

    Freut mich, dass es dir wenigstens etwas besser geht, laurawii1007.

    Aber das ist so ja auch keine optimale Lösung, also hoffe, dass du auf irgendein Medikament dauerhaft anspringst! Gibts da schon Pläne für weiteres vorgehen?


    Habe diese Woche endlich einen weiteren Termin bei einem Internisten bekommen. Hoffe dass dieser sich wenigstens besser auskennt, als die Hausärzte und wenigstens mal irgendwas veranlasst.

    Werde aber auch drauf bestehen, irgendwas muss passieren!

    Psychisch sind Knoten sicherlich nicht, hab noch nie so einen Quatsch gehört


    Das tut mir leid, JohnCrossaint :(

    Aber da hast du leider recht, dass dieses „ist nix“ immer voreilig rausgehauen wird

    Verstehe ich absolut nicht, sollte nicht immer erstmal was ernsteres ausgeschlossen werden, bevor man alles herunterspielt? Irgendwie falsche Reihenfolge...


    Werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und danke für eure Antworten :)

    Zitat

    Aber da hast du leider recht, dass dieses „ist nix“ immer voreilig rausgehauen wird

    Verstehe ich absolut nicht, sollte nicht immer erstmal was ernsteres ausgeschlossen werden, bevor man alles herunterspielt? Irgendwie falsche Reihenfolge...

    Da wird mittlerweile nicht mal mehr in Klassen gedacht. Früher konnteste mit 28 Jahren noch nicht ernsthaft krank sein, weil zu jung. Heute - und das meine ich jetzt nicht böse, kommt Hypochonder Gerd (Name frei erfunden) 3 x wöchentlich in die Praxis, Oma Hilde (Name frei erfunden) nutzt den Arztbesuch um sich im Wartezimmer mit Gleichaltrigen über Gott und die Welt zu unterhalten und dem Doc dann vom Geburtstag der Enkeltochter zu erzählen.


    Die Ärzte haben teilweise schlichtweg keine Zeit. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber ich würde echt nicht täuschen wollen.

    Würde auch eine Sarkoidose für möglich halten.

    Bei Autoimmunerkrankungen ist die BSK oftmals früher auffällig als der CRP-Wert.

    Klar, es ist sicherlich schwierig zwischen den immer mehr werdenden Hypochondern (besonders durchs Internet) und echten Problemen zu unterscheiden

    Auch sind zb geschwollene Lymphknoten gerne etwas, weshalb viele Leute Panik bekommen, obwohl sie erst seit 2 Tagen da sind und am besten ist es dann noch, wenn die Leute sowieso krank sind

    Natürlich sind Ärzte dann ein wenig abgestumpft.

    Allerdings, wie zb in meinem Fall, sind es multiple Knoten unter der Haut die trotz Ultraschall nicht näher identifiziert werden können und Allgemeinsymptome. Plus die schon lange bestehenden Lk schwellungen

    Da sollte man doch zumindest mal den Drang haben herauszufinden, um welches Gewebe es sich bei den Knoten handelt?! Ist ja auch nicht ganz alltäglich sowas..

    aber verstehe, was du meinst...


    Pelztier86, eine Sarkoidose würde evtl von den Allgemeinsymptomen passen, aber die Knoten im Hüftbereich? Scheint bei einer Satkoidose ja eher so zu sein, dass mikroskopisch kleine Knoten in Organen entstehen, nicht aber so groß wie meine und unter der Haut und fühlbar passt auch nicht...

    Erscheinungen auf der Haut (Rötungen, Knubbel) habe ich ebenfalls nicht

    Deshalb ist das ja leider alles so unspezifisch :/ irgendwie passt es zu nichts


    Naja, ich werd‘s euch wissen lassen, falls man was herausfindet :)

    Doch, die Sarkoidose kann auch die Haut betreffen und dort alle möglichen Erscheinungsformen (bspw. eine Panniculitis, die wiederum äußerlich recht unterschiedlich aussehen kann) verursachen.