• Grippeimpfung wegen Corona gefährlich oder ok?

    Hallo Hoffe das Unterforum passt halbwegs und gleich vorweg ich will keine Corona Diskussion anfangen. Frage ganze simpel: Grippeimpfung jetzt wegen Corona sinnvoll? Es hieß ja mal das sich die Sterblichkeit dadurch herhöhen würde. Diese Studie wurde aber später wieder einkassiert. Gibt es da Infos zu? Ist die Impfung sinnvoll. Ich bin an sich jung und…
  • 27 Antworten
    Monsti schrieb:

    Ich lasse mich ganz sicher nicht gegen Influenza impfen, u.a. weil wir durch die Maskenpflicht in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens etwas geschützt sind. Ich habe übrigens noch nie so wenig Leute mit grippalem Infekt erlebt wie seit der Corona-Krise. Die Masken wirken also. Somit wirken sie auch gegen eine Ansteckung mit der echten Grippe.

    Ob die Grippe allerdings seltener in Deutschland war, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand sagen, da nicht mal alle Personen in den letzten Monaten getestet worden sind, wenn potentiell leichte Corona Symptome vorhanden waren (alleine im Bekanntenkreis mehrfach erlebt das der Hausarzt nur empfohlen hat sich auszukurieren und sollte es schlimmer werden, schaut man halt mal). Auch bei der Grippe könnte die Dunkelziffer höher sein als vermutet.

    Was aber auffällig ist, ist das seit einigen Wochen die Rhinoviren (also Schnupfen) wieder stark zunehmen (für die Jahreszeit normal). Diese werden ebenfalls über Tröpfchen übertragen und hätten durch die Masken eigentlich abgehalten werden müssen. Werden sie scheinbar aber nicht und das stellt die Masken wieder etwas in Frage.

    Monsti schrieb:

    Ich lasse mich ganz sicher nicht gegen Influenza impfen, u.a. weil wir durch die Maskenpflicht in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens etwas geschützt sind. Ich habe übrigens noch nie so wenig Leute mit grippalem Infekt erlebt wie seit der Corona-Krise. Die Masken wirken also. Somit wirken sie auch gegen eine Ansteckung mit der echten Grippe.

    Wieso wird sie dann aktuell so empfohlen? Die meisten Ärzte raten dazu, jetzt mehr als die Jahre zuvor. Verstehe ich nicht, wenn es so ist, wie du sagst.

    marmai schrieb:

    Ob die Grippe allerdings seltener in Deutschland war, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand sagen, da nicht mal alle Personen in den letzten Monaten getestet worden sind, wenn potentiell leichte Corona Symptome vorhanden waren

    Eine Grippe haut übrigens auch nicht immer voll rein, auch eine echte Influenza-Infektion kann harmlos und sogar komplett sympomfrei verlaufen.Genau genommen ist nur ein Drittel so stark, dass man es als "typisch echte Grippe" wahrnimmt:


    Zitat

    Als Faustregel gilt: Etwa ein Drittel der Infizierten erkrankt mit den genannten Symptomen, ein Drittel zeigt eine mildere Symptomatik (wie bei Erkältungs­krank­hei­ten) und ein Drittel entwickelt gar keine Symptome.

    Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html


    Die meisten (zwei Drittel) Influenza-Infektionen fühlen sich also entweder an wie eine Erklältung oder man merkt sie überhaupt nicht.

    Fiona. Woran genau war derjenige denn nach der Grippe erkrankt?

    Meine Mutter hat sich auch mal kurz nach einer Grippeimpfung eine deftige Erkältung eingefangen. Vermutlich im Wartezimmer von jemandem angesteckt worden. Das war aber keine Grippe. Heutzutage sollte soetwas nicht mehr passieren - die Wartezimmer werden nicht mehr so vollgestopft und alle tragen Maske.

    Danach hat sie sich zwei Jahre nicht mehr zur Impfung getraut, aber mittlerweile geht sie seit Jahren wieder zur Impfung und verträgt sie gut. War wohl ein unglücklicher Zufall.


    Bisher kenne ich nur Leute, die mit einer Grippeerkrankung richtig heftig flach lagen und unterschiedlich lange gebraucht haben, bis sie wieder fit waren.

    Bis auf meinen Vater mit damals Ende 50 waren es stets junge Leute um die vierzig.

    Eine Freundin einer Nachbarin ist nach der Grippe, die sie nicht richtig auskuriert hatte, an Diabetes erkrankt. Eine andere Bekannte hat ebenso vor Jahren ihre Influenza nicht richtig auskuriert, was Ursache für eine Autoimmunerkrankung ist, ein Rheuma, das sich durch Schmerzen in den Gelenken, Ekzeme und Haarausfall äußert.


    Man muss einfach abwägen, wovor man mehr Respekt hat. Für mich ist es klar.

    Ich möchte selber auf keinen Fall krank werden, habe auch so schon genug, was ich eigentlich nicht brauche - und ich würde mich auch mehr als schrecklich (!) fühlen, wenn ich meine mittlerweile rund 80jährigen Eltern mit irgendetwas anstecken würde, das sie sicherlich nicht überleben würden.

    mnef schrieb:

    Eine Grippe haut übrigens auch nicht immer voll rein, auch eine echte Influenza-Infektion kann harmlos und sogar komplett sympomfrei verlaufen.Genau genommen ist nur ein Drittel so stark, dass man es als "typisch echte Grippe" wahrnimmt:


    Wenn eine Grippe symptomlos verläuft, dann wird sie doch sicher trotzdem ansteckend sein, denke ich? Danke für den Hinweis, mnef, das ist nochmal ein gutes Argument pro Impfung.

    Eine Grippeimpfung wird gerade wegen Corona auch von der Ärztekammer empfohlen, ich selbst weiß nicht ob ich mich impfen lassen werde. Viele Leute möchten zur Zeit auch gar nicht zum Arzt gehen deshalb.

    Die Impfung wird auch empfohlen, damit sich die Leute nicht beides einfangen. Ein von der Grippe geschwächter Körper hat Covid19 nicht viel entgegenzusetzen. Andersrum ebenso.


    Ich habe auch sehr, sehr viele Erkältete in meinem Umfeld und war ja auch selbst krank. Ich frag mich schon, woher das kommt. Denn ich halte mich an alle Richtlinien und Vorgaben und unsere Kontakte sind, wie seit dem Frühjahr, sehr reduziert. Ebenso alle Tätigkeiten außer Haus. Und natürlich tragen wir Masken, etc etc. Dennoch war mein gesamtes Umfeld erkältet. Nuja.

    Die Impfung wird auch empfohlen, damit sich die Leute nicht beides einfangen. Ein von der Grippe geschwächter Körper hat Covid19 nicht viel entgegenzusetzen. Andersrum ebenso.


    Ich habe auch sehr, sehr viele Erkältete in meinem Umfeld und war ja auch selbst krank. Ich frag mich schon, woher das kommt. Denn ich halte mich an alle Richtlinien und Vorgaben und unsere Kontakte sind, wie seit dem Frühjahr, sehr reduziert. Ebenso alle Tätigkeiten außer Haus. Und natürlich tragen wir Masken, etc etc. Dennoch war mein gesamtes Umfeld erkältet. Nuja.

    chi schrieb:

    Die Impfung wird auch empfohlen, damit sich die Leute nicht beides einfangen. Ein von der Grippe geschwächter Körper hat Covid19 nicht viel entgegenzusetzen. Andersrum ebenso.

    genau so hat es meine Ärztin auch gesagt.

    Ich habe mich impfen lassen, weil eine Doppel-Infektion echt übel werden könnte. Außerdem kommen bei Herden-Immunität weniger Grippekranke ins Krankenhaus, was Platz für Coronakranke schafft.

    Wenn die Influenza mit milder Symptomatik verläuft, ist der Patient trotzdem ansteckend. Ich lasse mich jedes Jahr impfen, mein RLS reicht mir als Erkrankung völlig aus. Diese Erkrankung wünsche ich NIEMANDEM.

    • Neu
    marmai schrieb:

    Ob die Grippe allerdings seltener in Deutschland war, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand sagen, da nicht mal alle Personen in den letzten Monaten getestet worden sind, wenn potentiell leichte Corona Symptome vorhanden waren (alleine im Bekanntenkreis mehrfach erlebt das der Hausarzt nur empfohlen hat sich auszukurieren und sollte es schlimmer werden, schaut man halt mal). Auch bei der Grippe könnte die Dunkelziffer höher sein als vermutet.

    Was aber auffällig ist, ist das seit einigen Wochen die Rhinoviren (also Schnupfen) wieder stark zunehmen (für die Jahreszeit normal). Diese werden ebenfalls über Tröpfchen übertragen und hätten durch die Masken eigentlich abgehalten werden müssen. Werden sie scheinbar aber nicht und das stellt die Masken wieder etwas in Frage.

    Die Grippe verläuft jährlich den Jahreszeiten folgend saisonal einmal um den gesamten Erdball.

    das bedeutet, Australien kommt ein halbes Jahr vor uns in die Grippesaison. Die Grippewelle in Australien ist dieses Jahr komplett ausgeblieben, und das wird sehr wahrscheinlich auch hier so sein.

    Zitat

    Weil man Down Under so konsequent gegen Covid-19 vorgeht, sank die Zahl der Influenza-Toten um 90 Prozent

    https://www.derstandard.de/sto…auch-zahl-der-grippetoten


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    Rhinoviren werden hauptsächlich über Schmierinfektion übertragen da hilft die Maske natürlich wenig.


    Zitat

    Eher selten findet die Infektion durch die Übertragung von Viren in Tröpfchen verschiedener Körperflüssigkeiten, die beim Niesen oder Husten von bereits infizierten Menschen ausgeschleudert werden und dann über Tröpfcheninfektion auf einen anderen Menschen übertragen werden, statt, da die Rhinoviren in trockener Luft durch Trocknung in wenigen Minuten inaktiviert werden. In 80 % feuchter, 20 °C warmer Luft bleiben sie zwar stundenlang aktiv (Halbwertzeit 14 h); da die größeren Tröpfchen aber schnell zu Boden sinken, nimmt die Virenkonzentration in der Luft nach einem Niesen dennoch schnell ab. Weitaus häufiger ist die direkte Übertragung, z. B. über kontaminierte Hände, oder die indirekte über Gegenstände (Schmierinfektion). Infiziert werden besonders oft Menschen, deren Abwehrkräfte geschwächt oder – wie bei Babys und Kleinkindern – noch nicht gegen die über 100 verschiedenen Rhinoviren ausgebildet sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rhinovirus