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    Bevor ich mit Hashi Immunsuppresiva nehmen würde, würde ich mir die SD entfernen lassen. Dafür findest du vermutlich auch eher einen Arzt. Danach nimmst du einfach nur ein Tablettchen, die ganzen up und downs sind weg, fertig. Hätte man mir das vor 6 jahren angeboten, ich hätts gemacht. Hashi kann echt ne bitch sein.

    @ Silbermondauge:

    Zitat

    Und bist du sicher dass mit etwas mehr LT nichts mehr geht ?

    Es wurde schon auf 100 erhöht, aber zur Zeit ändert sich nicht viel an meinem Befinden. Die Werte schwanken seit einigen Monaten erheblich, weil ich immer wieder größere Schübe habe. Ich bin nie wirklich optimal eingestellt.

    Zitat

    Oder mit Thybon dazu ?

    Was könnte Thybon bewirken?

    @ chi:

    Zitat

    Bevor ich mit Hashi Immunsuppresiva nehmen würde, würde ich mir die SD entfernen lassen. Dafür findest du vermutlich auch eher einen Arzt.

    Eine SD-Op ist bei mir sehr riskant, da meine Sauerstoffsättigung während der Narkose sehr schnell nach unten fällt! Außerdem ist sie sowieso nur noch 5 ml groß, da lohnt sich keine Op mehr. Das Problem ist, dass die Immunreaktionen im Körper bleiben und sich nach Auflösung der Schilddrüse über ein anderes Organ hermachen können. Und dann müsste man sowieso ein Immunsuppressivum einsetzen.

    Zitat

    Eine SD-Op ist bei mir sehr riskant, da meine Sauerstoffsättigung während der Narkose sehr schnell nach unten fällt! Außerdem ist sie sowieso nur noch 5 ml groß, da lohnt sich keine Op mehr. Das Problem ist, dass die Immunreaktionen im Körper bleiben und sich nach Auflösung der Schilddrüse über ein anderes Organ hermachen können. Und dann müsste man sowieso ein Immunsuppressivum einsetzen.

    Ne, denk ich nicht. Die SD ist in der Regel irgendwann ausgebrannt und dann is auch mal gut. Meine hat noch 3,5ml und macht grad die letzten Zucker.


    Jemand, der Hashimoto hat (oder hatte, wenn die SD halt durch is), KANN eine weitere Autoimmunerkrankung entwickeln, MUSS es aber nicht. Ich finde, du siehst das auch zu dramatisch.


    Ich hatte wirklich, wirklich schlimme Entzündungsschübe, hätte größtenteils nicht mehr Auto fahren dürfen in meinem Zustand. Ich weiß, was Hashi alles anrichten kann, meine SD war 4 Jahre lang nicht einstellbar. Ich weiß aber auch, dass das vorüber geht. Es dauert und ist schrecklich und die halbe Welt nimmt einen nicht ernst, i know, aber es geht wirklich rum. Sie zu, dass du so gut wie möglich eingestellt wirst und - mein ganz persönlicher Tipp - stell dich nach deinem Befinden ein, halte aber die Dosis auch über einen Schub konstant, damit das Loch hinterher nicht ZU groß wird.

    Zitat

    Das Problem ist, dass die Immunreaktionen im Körper bleiben und sich nach Auflösung der Schilddrüse über ein anderes Organ hermachen können.

    Das kann nach einer Schilddrüsenentfernung auch passieren.


    Aber die Schübe hättest du dann nicht, würde dein Leben durchaus erleichtern.


    Geht es dir denn, wenn du keinen Schub hast, mit 100µg LT gut ? Und was machst du wenn du einen Schub hast ? Ganz absetzen oder auf 50µg reduzieren ? Beides ziemlich drastisch...


    Nur Vervollständigung:


    Ich nehme übringens 200 µg L-Thyroxin. Es gibt diese Dosis, also wird es auch einige Leute geben die diese Dosis nehmen.


    L-Thyroxin ist T4. Thybon ist T3, also das "Endprodukt". Es gibt Thybon als Einzelmedikament oder als Kombi-Präparat (Novothyral oder Prothyrid). Manchen Leuten gibt das den Extra "Kick", nicht im Sinne von Aufputschmittel sondern im Sinne von "jetzt gehts mir richtig gut".


    Manche Leute brauchen auch eine krumme Dosis, wie 62,5 oder 112,5 µg. Aber Ärzte empfehlen so oft Steigerungen oder Senkungen um 25 µg.

    Zitat

    Das Problem ist, dass die Immunreaktionen im Körper bleiben und sich nach Auflösung der Schilddrüse über ein anderes Organ hermachen können. Und dann müsste man sowieso ein Immunsuppressivum einsetzen.

    Und selbst WENN du noch eine weitere Autoimmunerkrankung entwickeln würdest, dann muss man nicht unbedingt ein Immunsuppressivum einsetzen. Kommt auf die Krankheit drauf an.


    Entschuldigt bitte das -zigfach-Posting, ich hatte mit dem Handy geschrieben und das spinnt manchmal.

    @ chi:

    Zitat

    Jemand, der Hashimoto hat (oder hatte, wenn die SD halt durch is), KANN eine weitere Autoimmunerkrankung entwickeln, MUSS es aber nicht. Ich finde, du siehst das auch zu dramatisch.

    Es gibt bei mir im Körper schon einige Anzeichen (teilweise auch schon medinisch nachgewiesen), die für weitere Autoimmunerkrankungen sprechen. Und mein Krankheitsbild ist um einiges heftiger als bei anderen Hashimoto-Betroffenen. Außerdem hatte mein Urgroßvater einen ganz ähnlichen Verlauf mit den gleichen Symptomen und er ist mit 50 gestorben. Gut, das waren andere Zeiten, aber Autoimmunerkrankungen sind ja bis heute nicht heilbar und kaum zu behandeln.

    Zitat

    Ich hatte wirklich, wirklich schlimme Entzündungsschübe, hätte größtenteils nicht mehr Auto fahren dürfen in meinem Zustand. Ich weiß, was Hashi alles anrichten kann, meine SD war 4 Jahre lang nicht einstellbar.

    4 Jahre ist eine sehr lange Zeit. Wie bist du in dem Zustand durch den Alltag gekommen? Hast du viel im Bett gelegen?

    Zitat

    Ich weiß aber auch, dass das vorüber geht. Es dauert und ist schrecklich und die halbe Welt nimmt einen nicht ernst, i know, aber es geht wirklich rum.

    Es sollte aber schon so sein, dass man noch die notwendigsten Dinge im Alltag erledigen kann: Die Lebensmittel kommen nicht angeflogen, meine Katze kann sich ihre Dosen leider immer noch nicht selber öffnen und die Wohnung putzt sich nicht von alleine. ;-) Das und noch einiges andere habe ich in den letzten Monaten noch so gerade eben geschafft. Noch schaffe ich das alles, aber wie sieht es in ein paar Jahren aus...? Deshalb wird es Zeit, jetzt etwas zu unternehmen.

    Zitat

    halte aber die Dosis auch über einen Schub konstant, damit das Loch hinterher nicht ZU groß wird.

    Das habe ich schon ausprobiert, geht bei mir aber nach hinten los. :-| Der Hormonüberschuss ist dann zu groß und da die Schübe inzwischen monatelang andauern, kann ich sie nicht so lange im Zustand der Überfunktion aussitzen!

    @ Silbermondauge:

    Zitat

    Geht es dir denn, wenn du keinen Schub hast, mit 100µg LT gut ? Und was machst du wenn du einen Schub hast ? Ganz absetzen oder auf 50µg reduzieren ? Beides ziemlich drastisch...

    Ich habe eigentlich immer Schübe - mal kleinere und zeitweise sehr große! Es gibt fast keinen Tag mehr, an dem ich so optimal eingestellt bin, dass es mir wirklich gut geht. Ich bin schon glücklich, wenn ich mal ein paar Wochen nur kleinere Schübe habe. Damit kann ich ganz gut leben.


    Wenn ich merke, dass ich wegen eines Schubes in die Überfunktion "rutsche", reduziere ich die Dosis zunächst nur um 5 Mikrogramm und warte ab, was passiert. Wenn sich dann nichts an meinem Zustand ändert, gehe ich immer weiter runter, so lange bis es mir besser geht. Im letzten Sommer musste ich einmal ganz absetzen, weil ich dieses Abführmittel zwecks Darmspiegelung trinken musste, das mir wegen des Salzgehaltes so zugesetzt hat. Ich hatte danach einen so heftigen Schub, dass nur noch ein radikales Absetzen der Schilddrüsenhormone geholfen hat. Ich hätte die Wände hochgehen können..... %:| {:( (Das wusste ich aber vorher, dass so etwas passieren würde, in so fern war ich darauf vorbereitet)

    Zitat

    L-Thyroxin ist T4. Thybon ist T3, also das "Endprodukt". Es gibt Thybon als Einzelmedikament oder als Kombi-Präparat (Novothyral oder Prothyrid). Manchen Leuten gibt das den Extra "Kick", nicht im Sinne von Aufputschmittel sondern im Sinne von "jetzt gehts mir richtig gut".

    Wie müssen denn die T3-Werte aussehen, damit man Thybon verschrieben bekommt?

    Zitat

    Manche Leute brauchen auch eine krumme Dosis, wie 62,5 oder 112,5 µg. Aber Ärzte empfehlen so oft Steigerungen oder Senkungen um 25 µg.

    Ich hatte schon oft eine krumme Dosis - richte mich da ganz nach meinem Wohlbefinden. Egal, was die Ärzte dazu sagen. 25 ug mehr oder weniger können manchmal schon zu viel auf einmal sein.

    Zitat

    Wie müssen denn die T3-Werte aussehen, damit man Thybon verschrieben bekommt?

    Das liegt weniger an den Werten als am verschreibenden Arzt. Manche Ärzte verschrieben nie Thybon, andere erst, wenn fT3 aus der Norm ist, mit wieder anderen kann man auch schon vorher reden.


    Nimmst du eigentlich Selen? Ich hatte auch lange massive Probleme und konnte nicht richtig eingestellt werden. Seit ich Selen nehme, geht es mir 1000 mal besser und ich habe kaum noch Schübe und wenn, sind die echt überschaubar. Empfohlen werden oft 200 mg am Tag; da aber die Wirkungsweise noch nicht ganz geklärt ist, erst recht nicht auf lange Zeit, und mögliche Folgen wie Vergiftungen und Diabetes im Raum stehen könnten, nehme ich nur 100 mg, reicht auch. Selen wirkt sich auch positiv auf die Umwandlung von T4 zu T3 im Körper aus.


    Was noch hilft ist Stressvermeidung bzw. -reduktion.


    Mein Buch "Das Hashimoto Selbsthilfeprogramm" (zu empfehlen!) empfiehlt gegen den Entzündungsprozess folgende Teemischung:


    Arnikablüten, Johanniskraut, Kamillenblüten, Queckenwurzelstock, Schafgarbenkraut, Weidenrinde (wobei Weidenrinde nur in Maßen konsumiert werden sollte - wirkt ähnlich wie Aspirin)


    Immunsuppressiva sollten nur die letzte Möglichkeit bleiben.

    Ich kann dir eh empfehlen, die ärztliche Behandlung alternativmedizinisch zu unterstützen. Das kann das Wohlbefinden massiv zum Positiven hin beeinflussen und man fühlt sich der Krankheit auch nicht mehr so ausgeliefert.


    Bei Symptomen der Überfunktion hilft mir immer ganz gut Melissentee, der beruhigt sehr. Bei Müdigkeit und Symptomen der Unterfunktion soll Schafgarbenkaut und Queckenwurzelstock helfen.

    Zitat

    Müdigkeit, Schlafstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Schmerzen an den Halslymphknoten/Lymphbahnen, Muskelschmerzen, Gefühlsstörungen in beiden Armen und Beinen, Kreislaufprobleme, Lebensmittelunverträglichkeiten, Druckschmerz an den Schläfen und Ohren, trockene Schleimhäute, trockene Haut, trockene Haare, Infektanfälligkeit, fehlende Belastbarkeit, "Puddingbeine" beim laufen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen, phasenweise Angststörungen (hat sich komischerweise in den letzten Monaten gebessert). Und mein Gedächtnis ist auch wieder besser geworden.


    Aber die anderen Symptome sind so heftig geworden, dass sie mich inzwischen völlig in meinem Tagesablauf einschränken.

    Also, ich finde schon das du dezent dramatisierst. Diese Symptome habe ich z.B. auch und leben noch... ich kämpfe seit Jahren dagegen an, habe noch 2 Kinder und einen Alltag. Am meisten belastet mich diese bleierne müdigkeit... auch die Infektanfälligkeit ist sch*** (teilweise 12mal im Jahr). Aber ich käme nie darauf zu denken, ich wäre ein schwerer Fall oder bekäme sogar Todesängste... ich nehme inzwischen nur noch 88µg L-T. Hatte auch schon Dosen von 146 genommen - keinerlei Veränderung...




    Was ist mit anderen Werten?


    Ferritin


    Vitamin D und B12


    Selen