Krank durch Vitamintabletten?

    Vor ca. 2Wochen beschloss ich etwas gutes für meine Gesundheit zu tun. Daher kaufte ich mir solche A-Z tagesbedarf Vitamintabletten.


    -Seit dem bin ich Erkältet.-


    Niesen, Husten, Fieber etc.


    Als ich an einem Morgen vergaß meine Vitamin- Ration zu mir zu nehmen war ich plötzlich widerhergestellt! Ich konnte es nicht glauben, also probierte ich es erneut. Das Ergebnis war das gleiche....


    Was hat das zu bedeuten? ":/

  • 19 Antworten

    Vitamintabletten tragen in keinster Weise zur Gesundheit bei. Es existiert kein Vitaminmangel bei einigermaßen normaler Ernährung (frag einfach mal deinen Arzt), das wollen uns nur die Unternehmen weismachen, die entsprechende Präparate verkaufen.


    In einigen Fällen kann eine Überdosierung sogar schädlich sein. Ein Beispiel das mir gerade einfällt (wenn ich mich recht erinnere, sind allerdings keine Vitamine) waren Zink und Eisen: Wird vom einen zu viel aufgenommen, kann vom Anderen nicht mehr ausreichend viel aufgenommen werden.


    Wenn du etwas für deine Gesundheit tun möchtest, dann ernähre dich ausgewogen.. das heißt viel frische Nahrung (Obst, Gemüse, auch mal dunklere Brote). Und möglichst wenig industriell produzierte Nahrung (Fertiggerichte).


    Und noch ein anderer Tip: Das Gehirn spielt im Bezug auf die Selbstheilungskräfte auch eine sehr wichtige Rolle... hieß vor Kurzem auch mal, dass die Rolle des Gehirns weitaus größer ist als bisher in der Schulmedizin angenommen. Anders gesagt, die Psyche und die Glaubenssätze und Einstellungen, die man hat, spielen eine große Rolle. Man kann sich "krankdenken", aber in gewissem Rahmen auch "gesunddenken". Auch das Verhältnis zum eigenen Körper spielt eine Rolle... viele Menschen verlieren leider ihren Kontakt zu ihm, empfinden ihn als eine Last und als etwas wogegen man ankämpfen muss (z.B indem man ihn zwingt, abzunehmen oder irgendwelchen Normen zu entsprechen). Das Ganze löst emotionalen Stress aus, der den Körper dann wieder schwächt...


    Aber wie gesagt, die Vitaminpräparate lieber weglassen, das ist gesünder. Und ansonsten halt mal 'nen Apfel essen oder so :)*

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    Hallo,


    habe letztens irgendwo gehört oder gelesen, dass nach einer dänischen Studie bei einer bestimmten Vergleichsgruppe MIT VITAMINZUSATZ mehr Todesfälle "zu beklagen" waren, als bei der Kontrollgruppe.


    Daraufhin sollen in einem Internet-Portal zu Vitaminpräparate die Hinweise "gesund" etc. entfernt worden sein.


    Die Sache mit den freien Radikalen und der "Radikalfängerei" scheint eher BAUERNFÄNGEREI zu sein. Freie Radikale im Körper richten wohl eher keine Schäden an, sondern sind als Botenstoffe dringend notwendig ... (wenn man den Boten fängt, geht die Nachricht verloren ...)


    Ich kann mich daran erinnern, dass in dem Bericht oder der Sendung erwähnt wurde, dass Obst wohl TROTZ Vitaminen gesund ist, eben weil noch viele andere Stoffe enthalten sind, die wohl eine korrigierende Wirkung entfalten.


    Schon bevor ich das zur Kenntnis bekam hatte ich auf "ohne zusätzliche Vitamie" umgestellt.


    Denn ich habe Vitaminpräparate noch nie gut vertragen. Acerola oder Vitamin-C-Pulver ging überhaupt nicht, und die Kapseln mit den Kügelchen musste ich "halbieren", damit es überhaupt erträglich war (habe leere Kapseln gekauft und umgefüllt).


    Zur Zeit versuche ich mit 2 Äpfeln und dem Saft einer 1/2 Zitrone auszukommen.


    (Ab und zu mal etwas Kalzium oder Magnesium scheint nicht zu schaden, aber das sind ja auch Mineralien ...)


    lg.

    oh mein gott, todesfälle???


    Wieso dürfen die sowas überhaupt noch verkaufen!?


    :-o


    Man sollte davor warnen. Ich entsorg jetzt erst mal die Reste... %-|

    Nunja, in unserer Gesellschaft gilt erstmal so ziemlich alles als erlaubt, bis definitiv die Gefährlichkeit bewiesen ist. Gilt z.B. auch für diese "Nano-Partikel", die in letzter Zeit überall auftauchen (in Nahrungsmitteln, aber z.B. auch die "Silber-Ionen", die den schlechten Geruch in bestimmten kleidungsstücken verhindern sollen – hier gibt es Vermutungen, dass die Silberionen (sind Schwermetalle!) vom Körper aufgenommen werden und bis ins Gehirn gelagern, wo sie abgelagert werden und langfristig Schäden anrichten).


    Grundsätzlich gilt: Wer sich auf andere verlässt oder alles glaubt was er hört, hat sehr schnell Pech gehabt. Am Sichersten ist immer noch eine natürliche Lebensweise und die Fähigkeit zu entwickeln, auf seinen Körper zu hören (dder kann einem nämlich sehr gut sagen, wenn ihm was nicht gut tut... oder ihm etwas fehlt. Dafür sind unter Anderem auch die Instinkte da, mit denen manche leider viel zu leichtfertig umgehen...)


    Ich erinnere mich an ein Experiment, wo sie vor Babys verschiedene Nahrungsmittel ausgelegt hatten. Und jedes der Babys ist zu dem gegangen, das für seinen aktuellen Gesundheitszustand am Wichtigsten war... das kränkliche Baby zum Obst/Gemüse (Vitamine mit demw as dazugehört ;-) ), das Baby mit Untergewicht zu Kohlenhydraten, und ein anderes zum Fleisch (weiß nicht mehr, was für einen Mangel dieses hatte, vielleicht war es gerade stark im Wachstum? – aber das Fleisch/Eiweiß war ernährungstechnisch genau die richtige Wahl). Mit Übung und passender Ernährung kann man diese Instinkte wieder trainieren... zumidest zu einem gewissen Grad.

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    @ mnb und bmed

    Ich möchte da doch ein bißchen widersprechen, zumindest was die Vitamine angeht. Es gibt zweierlei Präparate. Die einen erzeugen die Vitamine in der Retorte und tun diese relativ hochkonzentriert in ihren Pillen verkaufen.


    Es gibt aber auch Hersteller, die die Vitamine plus die sekundären Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse gewinnen.


    Ich finde wir sollten hier schon differenzieren und diese Hersteller nicht in einen Topf werfen.


    Desweiteren möchte ich zu bedenken geben, das wir es heute mit auf Optik gezüchtetem Gemüse und Obst zu tun haben. Das, wenn's nicht nach biologischen Richtlinien angebaut wird, mit allerlei Chemie und Tricks zu dem gemacht wird, wie wir es nachher schön präsentiert im Kaufhaus vorfinden. Tomaten aus Spanien, unter Plastikplanen gezogen, zu früh geerntet, folglich konnten die ganzen Vitamine nicht vollständig gebildet werden. Das ist nur ein Beispiel.


    Meiner Meinung nach leben unsere türkischen Mitbürger sehr gesund. Zumindest ist es in meiner Umgebung so, dass Türken ihre dörfliche Lebensweise hierher mitbringen. Wenn es irgendwo Schrebergärten mit Gemüse und Obst gibt, dann sind die überwiegend von Türken bewirtschaftet. Das halte ich für sehr gesund. Selber angebaut und direkt aus der Erde, vom Strauch in die Küche.


    Ich habe heute Abend eine Sendung gesehen, wie sie Sandwiches herstellen und so in Plastik verpacken mit einem speziellen Gasgemisch, dass die Dinger bis zu 15 Tage haltbar bleiben. Die gibt's dann überwiegend an der Tanke zu kaufen.


    Aber ihr warnt hier vor der Einnahme von Vitaminen ohne zwischen den Retorten und natürlich hergestellten Produkten zu unterscheiden.


    Ich empfehle den Kauf von Bioprodukten. Ich bin letztes Jahr und dieses Jahr durchs Vintschgau (Südtirol) gefahren (mit dem Radl). In jedem Hang mit den wunderschönen zukünftigen Äpfeln ein Traktor mit einer Spritze hintendran. Was hat der wohl verteilt? Gift. Also mir vergeht da der Appetit auf nicht Bio.


    Ansonsten gebe ich euch Recht. Mit auf den Körper hören, etc.


    LG

    Hallo

    @ HSP+Delta_t

    ja, ich denke, Du könntest Recht haben, wenn Du den "extrahierten" Präparaten vielleicht etwas positivere Wirkungen zutraut.


    Ansonsten schreibst Du allerdings noch sehr viele andere Dinge, die man eingentlich getrennt diskutieren müsste, was aber in diesem Faden aus meiner Sicht nicht angebracht ist.


    Den Hinweis auf selbst angebaute Produkte finde ich sehr gut.


    Aber auch da habe ich mal gelesen und gehört, dass die bei Schadstoffgehalt oder bei Düngerrückständen je nach Bewirtschaftung auch nicht sooo gut abschneiden (Meine Oma hat öfter mal eine Handvoll "Maria-Hilf" dazugegeben ...)


    Allerdings haben die selbstgezogenen Produkte den Vorteil, dass es nur das gibt, was HIER wächst, und was zu DIESER Jahreszeit wächst.


    Mir hat mal jemand gesagt, egal wie zuträglich Nahrungsmittel sind, diejenigen, die Region und Jahreszeit entsprechen sind am zuträglichsten.


    Dies übertrage ich mal eins zu eins auf Obst, Gemüse und die darin enthaltenen Vitamine.


    lg.

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    Hallo,


    vielen Dank für den Link.


    Huaaaaaa, das ist ja noch genauso schlimm, wie meiner Erinnerung ... :-o


    Was mir noch einfallt, die Firma, die das Patent zur Herstellung von künstlichem Vitamin C hatte, hat es nicht genutzt, bis ein Vertriebsmensch auf die Idee kam, es als gesund zu vermarkten.


    Wer den Link gelesen hat, lässt die Finger weg von irgendwelchen Vitaminzusätzen (Sterblichkeit im Mittel um 5% höher, und je nach Vitamin um bis zu 7% erhöht gegenüber der Kontrollgruppe ... buahh, und das soll gesund sein .... %-| )


    lg.

    @ HSP+Delta_t

    Kann dir da eigentlich voll und ganz zustimmen (ich ernähre mich auch zu einem großen Teil mit Bioprodukten, mag auch gern die Sachen aus dem Garten meiner Eltern ;-) ). Wobei auch hier zu sagen wäre, dass Bio-Produkte die im Treibhaus auf der anderen Seite der Welt wachsen womöglich weniger "gesund" sein können als sorgfältig konventionell angebaute Produkte aus der Region. Der große Pluspunkt ist eben der geringere Schadstoffgehalt von Bioprodukten. Dass sie ganz frei davon sind stimmt leide auch nicht immer (bei manchen Gemüsen usw. ist sogar eine bestimmte Menge an Spritzmitteln explizit erlaubt, z.B. Paprika), dazu müsste man selber anbauen oder direkt beim Bauern, den man kennt, kaufen.


    Das einzige was ich kritisch sehe ist die Aussage mit den Vitaminen plus sekundären Pflanzenstoffen, die als Nahrungsergänzung verkauft werden und deshalb "gesund" sein sollen (zumindest wirkte deine Formulierung so auf mich). Die Zusammensetzung und Konzentration wird trotz allem verändert, sonst hättest du ja am Ende noch das Originalprodukt ;-) Wenn du allerdings z.B. Sanddornsaft meinst, oder getrocknete kalifornische Pflaumen, dann sind das doch einfach die eigentlichen Lebensmittel, auf traditionelle Weise haltbar gemacht. Die seh ich dann wiederum positiv, wenn man sich z.B. dessen bewusst ist, dass eine kalifornische Pflaume keine nennenswerten Vitamine mehr hat, sondern die Antioxidantien und der Zucker als Energieträger hier im Vordergrund stehen. Und hier kommt dann wieder das Körpergefühl und die Instinkte ins Spiel, dass man selber fühlt was einem gerade gut tut :-)

    so weit ich weiß sind als bio-produkte "ursprünglicherweise" nur produkte gemeint, die aus dem inland stammen, also die nicht importiert wurden und somit keine CO2 belsatung in der umwelt begünstigen (wegen den kurzen strecken) irgendwann später erzählte uns die werbung schließlich, das auch käfig haltung und diverse spritzmittel nicht mehr zum einsatz kommen

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    ein richtiger bio-apfel wäre in dem fall einer von diesen riesigen uralt apfelbäumen. Aber eigentlich wird nur noch auf den kleinen modernen gezüchtet, die sind dann so groß wie orangen, so wie wir sie alle kennen. p,s ich bin neben apfelplantagen aufgewachsen (in baiertal, wiesloch/heidelberg)

    Hallo,

    Zitat

    ... wenn man sich z.B. dessen bewusst ist, dass eine kalifornische Pflaume keine nennenswerten Vitamine mehr hat, sondern die Antioxidantien und der Zucker als Energieträger hier im Vordergrund stehen.

    Die meisten Antioxydantien sind eben die Vitamine.


    Und die sind, isoliert gegessen, offensichtlich SCHÄDLICH (oder sogar lebensverkürzend).


    Die Kalifornische Trockenpflaume an sich ... ok ... egal was da drin ist, wird schon nicht sooo schädlich sein.


    Obst in seiner Kombination von Stoffen UND Vitaminen scheint ja einigermaßen bekömmlich zu sein ...


    lg.

    Hallo,

    ich schreib nochmal was dazu.

    Zitat

    Das einzige was ich kritisch sehe ist die Aussage mit den Vitaminen plus sekundären Pflanzenstoffen, die als Nahrungsergänzung verkauft werden und deshalb "gesund" sein sollen (zumindest wirkte deine Formulierung so auf mich).

    Doch ich meine genau diese Produkte. Also wenn die generelle Aussage "Vitamine machen krank und können sogar zu Krebs führen" richtig wäre, dann wäre ich schon lange tod.


    Mir geht es ja gar nicht darum, dass irgend jemand anderes solche Präparate nehmen soll, sondern ich will ledich klarstellen, dass Vitamine nicht gleich Vitamine sind, sondern, wenn man schon vor Vitaminen warnen will, dann sollte man vor solchen Produkten warnen, die lediglich ein, zwei oder drei künstlich hergestellte Vitamine in hohen Dosen enthalten. Das könnte in der Tat nicht gutgehen. Auch finde ich es nicht toll, dass allen möglichen Produkten Vitamine zugesetzt werden. Rein vom Preis der Produkte her werden das auch keine natürlichen, sondern eben wieder jene in großen Mengen und billig produzierte künstlichen Vitamine sein. Da sind wir einer Meinung.


    Im Bezug auf Bio gebe ich euch auch Recht. Man sollte auch die Herkunft beachten. So nah wie möglich produziert. Das ist in der Tat ein Punkt auf den ich nicht hingewiesen habe.


    Ich will euch mal erzählen, wie ich zu meiner Nahrungsergänzung gekommen bin. Vor etlichen Jahren ging's mir ernährungsmäßig nicht gut. Ich hatte ständig Durchfall, Blähungen und andere Probleme. (Und das obwohl ich schon damals viel Bio gegessen habe.) Was gar nicht mehr ging war z.B. Müsli, selbst nicht das selbstgemachte mit guten Biozutaten. Auch gerade das gute Vollkornbrot machte Probleme. Naja ich stellte meine Ernährung um berappelte mich wieder auf einen besseren Stand der weit erträglicher war, aber noch nicht optimal. Zu meinen "Experimenten" in dieser Zeit gehörten auch 2 Eigenblutbehandlungen. Die erste war speziell für den Darm und das Immunsystem zugeschnitten. Die zweite ein Jahr war nicht auf ein spezielles Leiden zugeschnitten. Beide hatten den Effekt, dass ich mich 2 Monate richtig gut, richtig gesund gefühlt habe. Irgendwie wie gedopt.


    Dann hat mir jemand diese Nahrungsergänzung empfohlen. Da ich das bis dahin nicht kannte, sagte ich: Gut ich probier's aus. Wenn's was bringt, dann bleibe ich dabei. Ansonsten wird's halt nicht mehr gekauft. Nach ca. 2 Monaten spürte ich wie bei der Eigenblutbehandlung die Wirkung. Ich fühlte mich besser, richtig gesund. Und bin aus eigenem Interesse dabei geblieben.


    Vielleicht versteht ihr nun, warum ich ein bißchen dagegen halte, wenn Vitamine aus Nahrungsergänzung pauschal verurteilt werden.


    Was ich als Schwachpunkt bei mir herausgefunden habe und vor dem ich eher warnen würde, dann wäre das Industriezucker. (Auch inkl. dem braunen Rohrzucker.) Aber bitte denkt nicht, dass ich deshalb die Zuckerersatzstoffe nehmen würde, die halte ich für ein noch größeres Übel. Die Devise kann nur lauten: Weniger süß essen.


    Gruß

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