Lupus? Wenn ja, systemisch?

    hallo, ich bin 22 jahre alt, männlich, und war am montag beim hautarzt, aber erstmal langsam...


    alles begann im letzten winter, als ein kleiner roter fleck auf meiner wange war, als dieser dann nicht wegging dachte ich mir, mh naja vielleicht nach dem winter, dann irgendwann zum hautarzt (anderer als am montag!), dieser entnahm eine probe nachdem es mit prednitop salbe nicht wirklich wegging, diagnose seborrhoisches ekzem (mein vater hat das ebenfalls, eine mischung wohl aus dem ekzem und auch rosacea)! mal wird es besser, mal schlechter, so ist das halt, meinte der, ich dachte mir na gut, hauptsache nichts schlimmes, eine weitere betroffene rote stelle, direkt neben dem rechten auge, leicht schuppig, etwas anders aussehend als auf der wange, aber wohl schon durch die gleiche ursache ausgelöst... dann nach dem heißen sommer wurde das ganze immer stärker, meine wange ist total rot, andere wange auch etwas betroffen (hier aber mehr wie akne), anderes auge gleich wie rechts, zudem an der augenbraue ein paar rote stellen, am körper im sommer an ellenbogen und knie stellen mit schuppung dazu gekommen (dafür habe ich schon salbe bekommen montag, diagnose wohl die schuppenflechte)... das ganze sieht im moment so aus, nur nicht so lila, eher rot, das bild kommt bei google bei rosacea, es geht minimal in die richtung schmetterlingserythem, aber eine verbindung des ganzen besteht nicht, vielleicht ist es auch mittlerweile einbildung: http://chic.com.mt/wp-content/uploads/2014/01/rosacea-CHIC-copy.jpg


    hatte ich andere beschwerden? kaum zu erwähnen, kein deutlicher leistungsknick, keine bestehene krasse müdigkeit (nur ein wenig zur heuschnupfenzeit vielleicht), kein fieber (außer einmal von freundin angesteckt)... etwas geschwollene lymphknoten vielleicht (habe ich aber denke ich schon immer), vielleicht mal 2 wochen komische gelenkbeschwerden an hand und knie, die aber nicht so krass waren und auch wieder verschwunden sind (da war das ekzem oder was es auch immer ist noch nicht allzu sehr ausgeprägt), mikrohämaturie bei urinuntersuchung, so und nun habe ich mir wirklich mühe gegeben dinge aufzulisten, die ich dieses jahr so hatte, alles ja eher kleinigkeiten, und nichts davon wurde schlimmer oder war konstant ein problem! 2014 hatte ich im sommer meine letzte blutabnahme, keine auffälligkeiten (wurde damals aus borrelien negativ getestet)...


    nun zum hautarzt, diese frau meinte jetzt dass es für sie nicht nach seborrhoischem ekzem, sondern nach rosacea (zuerst erwähnt) oder lupus aussieht, ich fragte dann, aber etwas bäsartiges nicht? "etwas bösartiges sieht anders aus"...so weit so gut, auch sie will im oktober eine probe entnehmen, weil ich nun aber doch wissen wollte, was mit diesem lupus gemeint ist, google... natürlich gleich mal ein schock, weil primär der systemische erwähnt wird! (auch wenn dieser ja scheinbar auch gut zu behandeln ist) ... nun frage ich mich seitdem, ist das bei mir der diskoide hautlupus, oder können diese kleinen problemchen da oben für einen systemischen sprechen, obwohl ich zudem auch männlich bin? (kommt ja wirklich sehr selten vor)... oder ist es vielleicht doch nur rosacea? allerdings waren bei mir keine äderchen oder so zu sehen, diese stelle kam und das ganze verbreitete sich immer mehr, auch keine schübe oder ähnliches, eher chronisch zunehmend eben! sieht ein diskoider hauptlupus so aus wie bei mir, oder variiert das stark? bildet sich dieses typische schmetterlingserythem über wenige tage? oder kann es auch so wie bei mir fast ein jahr dauern bis das diese typische form annimmt? und kann die schmetterlingsform auch beim harmlosen hautlupus auftreten??


    fragen über fragen, tut mir leid, aber vielleicht bekomme ich ja hier hilfe und vielleicht kann mich (hoffentlich) jemand beruhigen, dass ein systemischer lupus sich zB schon ganz anders hätte geäußert...danke schon mal

  • 4 Antworten

    Beim Hautlupsus findet man meist keine antinukleären Antikörper (ANA). Zu den Hauterscheinungen können Gelenkschmerzen hinzukommen. Eine Diagnose wird da meist durch eine Hautbiopsie gestellt, weil spezifische Blutwerte fehlen. Beim systemischen sind i.d.R. ANA und auch andere Antikörper zu finden. Diese Arten können auch die Organe angreifen. Niere zu checken, war schon mal gut, denn jeder zweite Patient mit einem systemischen Lupus hat mehr oder weniger Probleme mit den Nieren. Ansonsten ist ohnehin eine ganze Reihe von Untersuchungen nötig, um eine Diagnose zu stellen.

    hallo nochmal, es ist jetzt doch noch einiges passiert, und zwar bin ich ende september nach tübingen in die uniklinik, hier meinte eine ärztin und 2 oberärzte, dass es wohl schuppenflechte zusamnen mit rosacea ist, zur sicherheit hat man blut abgenommen...


    nach 3 wochen von einnahme von oraycea und soolantra (creme), keine wirkliche besserung und zudem der kleine schock der blutwerte, titer 1:1280 (letztes jahr war doch noch alles okay?), irgendwas von feingranulärem muster, gpt leicht erhöht und thrombozyten leicht erniedrigt...


    jetzt möchte man weitere tests machen (anti-ro, anti dsdna und anti-la)... ich habe große angst vor lupus, habe aber auch gelesen und gehört, dass dieser gut zu behandeln ist! trotzdem finde ich es total seltsam, dass ich mich sonst fit fühle, ein paar ganz wenige gelenkprobleme gab es die letzten wochen, aber das ist nicht der rede wert... in einem anderen forum meinte man dass SLE bei meiner harmlosen symptomatik doch immernoch eher unwahrscheinlich ist? vielleicht bekomme ich ja hier hilfe.... danke

    Wie alle rheum. Erkrankungen tritt der Lupus meist in Schüben auf. Man kann auch lange Zeit zwischen den Schüben beschwerdefrei sein. Die Krankheit kann auch von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Manche haben nur wenige Krankheitszeichen. Warte erstmal ab, was die Untersuchungen ergeben. Möglicherweise steckt auch eine andere Kollagenose dahinter, die mit dem Lupus verwandt ist. Eine Mischkollagenose verläuft meist milder und greift seltener oder auch gar nicht irgendwelche inneren Organe an.

    @ themaster90:

    Hallo! Hast Du nun etwas Neues rausgefunden?


    Bei mir wurde vor ca. 2.5 Jahren SLE diagnostiziert. Aber die ganze "Leidensgeschichte" fing vor etwa 13 Jahren an, meisten mit Gelenkschmerzen und Ekzemen, die auch von 3 versch. Hautärzten nicht genau kategorisiert werden konnten. Bei mir gab es allerdings nie das typische Schmetterslingsexanthen. Zusätlich wurde jedoch noch das Antiphospolipidsyndrom, Gerinnungsstörungen, etc. diagnostiziert. Seitdem ich aber medikamentös behandelt werden, bin ich praktisch beschwerdefrei.


    Also, schreib doch mal was jetzt bei Dir rausgekommen ist......


    LG


    Nadja