Meningitis nach Magen-Darm-Infekt?

    Hallo zusammen!


    Ich hatte am vergangenen Wochenende einen Magen-Darm-Infekt. Also die typischen Dinge, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Meine Eltern hatten es in den knapp 2 Wochen nacheinander gehabt.


    Nach etwa 2 Tagen war das Schlimmste wieder vorbei. Seit ungefähr gestern kann ich wieder fast normal essen, wobei ich mich an zu fettige Sachen noch nicht ganz ran traue.


    Ich hatte auch Kopfschmerzen gehabt, aber das eigentlich nur am Wochenende während der Hochphase und auch meist nur wenn ich mich nach vorne gebeugt habe.


    Was mir jetzt Sorgen bereitet ist, dass ich seit etwa Montag so einen Druck in oder an meinen Kopf verspüre. Er ist nicht wirklich schmerzhaft, eher unangenehm, aber doch deutlich spürbar.

    Auch ist er nicht am ganzen Kopf sondern eher oben, also ab der Stirn und dann nach hinten schwächer werdend.


    Meine Sorge ist jetzt einfach, dass ich gelesen habe, dass so eine Infektion auch eine Hirnhautentzündung zur Folge haben kann. Ich weiß, dass es eher selten ist aber vorkommen. Wie schlimm diese dann sind weiß ich eben nicht.


    Ich hatte mich natürlich am Wochenende ausgeruht, aber da wir gerade verreist waren wo es passiert ist, war ich auch etwas auf den Beinen nachdem das Schlimmste vorbei war.


    Jetzt mache ich mir nur Gedanken, dass die Erreger eben auch woanders eine Entzündung ausgelöst haben könnten.


    Werde vermutlich auch zum Arzt gehen, aber wollte trotzdem mal nachfragen ob jemand damit Erfahrung hat oder etwas dazu weiß?

  • 12 Antworten

    Google ist immer noch kein guter Berater bei doch eher harmlosen Symptomen. Dass jemand aufgrund eines Magen-Darm-Infekts eine Hirnhautentzündung bekommen hat, hab ich noch nie gehört. Trinkst Du ausreichend?

    Naja ich hatte nur gelesen, dass es in abgeschwächter Form zu so einer Entzündung kommen kann. Dass diese aber in den meisten Fällen von alleine wieder verheilt. Wie sich das dann äußert usw. kann nicht natürlich nicht sagen.


    Ich versuche ausreichend zu trinken, vergesse es aber öfter auch mal. Während der Magen-Darm-Infektion habe ich ja viel Flüssigkeit verloren. Ich dachte aber, das müsste sich mittlerweile wieder normalisiert haben.


    Der Kopf fühlt sich auch irgendwie etwas schwer an, aber nicht so doll als könnte man ihn nur schwer gerade halten oder so.

    Theoretisch ist eine virale Meningitis denkbar, wenn Du zum Beispiel eine Infektion mit Adenoviren gehabt hättest. Die machen halt auch unter anderem Gastroenteritiden und halt auch Meningitiden.

    Therapeutische Konsequenz: Eigentlich keine. Bis auf symptomatische Therapie.

    Virusmeningitiden sind bis auf wenige Ausnahmen meist nicht spezifisch behandelbar und meist auch ungefährlich.


    Wahrscheinlicher ist aber ein parainfektiöser Kopfschmerz als Begleitphänomen.


    Sicher wissen kann man es nur nach ner Lumbalpunktion. Eine leichte Zellzahlerhöhung kann dann eine virale Meningitis sein oder einfach nur ne sogenannte Reizpleozytose

    Danke für die Antworten.


    Ich dachte eben nur, dass sich der Flüssigkeitshaushalt nach ein paar Tagen wieder erholt haben sollte? Habe ja seit Tagen nicht mehr mit Durchfall usw. zu tun.


    An Nachfolgen aufgrund des Erbrechens (Muskeln spannen ja schon ganz schön an) hatte ich auch gedacht. Aber würde dass dann nicht eher weh tun?


    Ist eine Lumbalpunktion ein schwerer Eingriff? Ist mit symptomathischer Therapie gemeint, dass etwas verabreicht dass z.B. gegen Kopfschmerzen hilft? Entschuldigt die vielen Fragen.

    Eine Lumbalpunktion ist für einen Neurologen nichts besonderes und bei fachgerechter Durchführung risikoarm.


    Sympathisch heißt nur auf die Beschwerden bezogen, nicht auf die Ursache. Quasi wie die Behandlung einer Erkältung: Gegen Erkältungsviren gibt es nichts wirkungsvolles.

    Wenn Du nicht nackensteif bist, dich nicht krank fühlst und kein Fieber hast, ist eine gefährliche Meningitis wie bei Meningokokken eher wenig wahrscheinlich.

    Harmlose virale Meningitiden sind oft symptomarm. Wahrscheinlich gibt es die sehr häufig, aber es wird ja nicht jeder Kopfschmerz lumbalpunktiert.

    Ich hatte sowas auch schon im Rahmen von Erkältungen oder Magengeschichten und würde auch auf einen noch ein bisschen gestörten Elektrolythaushalt oder Verspannungen infolge des Erbrechens und vielleicht auch des Herumliegens tippen. Wenn ich mal wirklich krank bin und zwei, drei Tage viel rumliege, bin ich danach oft bis zu einer Woche richtig verspannt und habe auch die von dir beschriebenen Kopfschmerzen an der Stirn und an den Schläfen - nicht richtig schmerzhaft, aber nervend und mein Kopf fühlt sich dann auch immer "schwer" an, man merkt ihn einfach. Nach ein paar Tagen ist es dann meist wieder in Ordnung.