Seit 3 Jahren ständig krank

    Hallo zusammen.


    Ich möchte hier gerne einmal meine Leidensgeschichte erzählen, in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann.


    Kurz zu meiner Person: Ich bin männlich, 26 Jahre alt, wiege 90kg bei 1,92m, arbeite im Büro, ernähre mich durchweg gesund bzw. versuche es und fahre im Sommer gerne Fahrrad bzw. geh das ganze Jahr über ins Fitnessstudio – wenn es die Gesundheit zulässt, was leider selten der Fall ist.


    Zu meinem Problem / Symptomen:


    Ich werde seit 3 Jahren immer wieder regelmäßig krank mit jeweils ähnlichen Symptomen. Diese sind denen einer sich anbahnenden Grippe / Erkältung sehr ähnlich. Ich fühle mich im allgemeinen sehr schlapp, habe keine Kraft, ein verschnupftes Gefühl im Mund/Rachenraum, gerate sehr schnell ins Schwitzen z.B. beim Treppensteigen, bin allgemein nicht mehr leistungsfähig und an Sport ist gar nicht zu denken. Auch durchweg habe ich den Eindruck, dass ich sehr anfällig für Erkältungskrankheiten bin. Diese Zeiträume in denen ich mich so fühle, können sich über einige Tage, bis zu mehreren Wochen hinstrecken. Dazwischen gibt es aber auch Phasen, in denen ich mehrere Wochen oder Monate einigermaßen fit bin und Sport treiben kann usw. bis plötzlich vom einen auf den anderen Tag wieder diese Symptome eintreten und dann für einige Wochen wieder nichts geht. Das Ganze geht nun schon 3 Jahre lang und ich kann einfach nicht mehr. Ich kann jedenfalls nicht von mir behaupten, dass ich in den letzten 3 Jahren zusammen mehr als 4 Monate gesund war.


    Krankheitsverlauf:


    Alles Begann mit einer Mandelentzündung vor 3 Jahren. War an sich nichts schlimmes, da ich sowas eigentlich jedes Jahr ca. 1x hatte. Nur diesmal war es richtig schlimm und ich lag für ca. 2 Wochen komplett flach. Antibiotika haben überhaupt nicht angeschlagen. Nach einiger Zeit wurde es langsam besser, aber so richtig auskuriert hatte ich mich nicht, da ich immer noch leicht verschnupft war über Wochen hinweg. Irgendwann folgte dann die nächste richtige Erkältung, bei der Antibiotika ebenfalls nicht mehr halfen. Die Mandeln waren ab diesem Zeitpunkt eigentlich dauerhaft angeschwollen und vernarbt. Der linke Lymphknoten am Hals ist seit dieser Zeit bis heute durchgehend leicht bis mittel angeschwollen. Mein Hausarzt schickte mich daraufhin zu einem Onkologen, dessen Befund aber negativ war. Auch Besuche bei diversen HNO-Ärzten (inkl. Abstriche von den Mandeln, Durchleuchten der Nasennebenhölen, usw.) brachten kein Ergebnis. Es wurde dann vermutet, dass die Mandeln eine Art Bakterienherd darstellen und daher die ständigen Erkältungen kommen. Im Oktober letzten Jahres wurden mir die Mandeln schließlich operativ entfernt – und tatsächlich: Das darauffolgende viertel Jahr ging es mir annähernd gut. Bis ich eines Tages wieder eine Erkältung bekam und die Beschwerden von vorne los gingen. Nach einigen Wochen war es überwunden, bis ich wieder krank wurde. usw. Es ist ein ständiges hin und her.


    Mein Umfeld ist teilweise schon genervt bzw. denkt das ich simuliere, wenn ich sage, dass ich schon wieder krank bin bzw. mich nicht wohl fühle. Es kommen dann immer so Aussagen, wie "so oft kann man doch gar nicht krank sein usw.".


    Ich weiß jetzt wirklich nicht mehr weiter. Ich habe schon versucht meine Ernährung umzustellen, esse viel Vollkornprodukte, gehe viel an die frische Luft, trinke meine 3 Liter Wasser / Tee am Tag, habe Nahrungsergänzungsmittel über Monate hinweg genommen, Wechselduschen usw. aber es hilft alles nichts! Es ist ein ständiges hin und her zwischen Phasen in denen ich wochenlang krank bin und Phasen in denen es wochenlang "ok ist". Dazu die ständige Anfälligkeit was Erkältungen angeht.


    Hat hier irgendjemand eine Ahnung, was ich tun könnte? Eine Krankheit die meinen Symptomen entspricht? Ich kann und will so nicht mehr weiterleben. Es frustriert mich so dermaßen, wenn ich sehe wie fit alle anderen sind und vielleicht 1-2 Erkältungen im Jahr haben und nicht 50-70% wie ich krank. Ich will mich einfach wieder fit fühlen und meine Lebensfreude zurück gewinnen, ohne jeden Tag damit beschäftigt zu sein, diese Symptome irgendwie zu mildern.


    Ich wäre für Hilfe jeglicher Art sehr sehr dankbar und beantworte natürlich alle Fragen so gut es geht!! Vielen vielen Dank.

  • 67 Antworten

    Hallo Antares1337,


    du bist absolut nicht alleine mit diesem nervraubendem Problem.Mir geht es seit gut 5 Jahren schon so. Bei mir fing alles mit urplötzlichen sehr, sehr hohem Fieber an und höllischen Gliederschmerzen. Nach einer Woche kam ein hartnäckiger Reizhusten dazu, der monatelang anhielt. Nach einigen Monaten war ich den Husten los und lag keine 4 Wochen später wieder komplett flach. Serit dem zieht sich das bei mir durchs Leben. Ich habe im Jahr durchschnittlich 5-6 mal schwere Bronchitis die jeweils 3-4 Wochen und länger anhalten. dazu kommen dann immer noch kleinere Infekte, Mandelentzündung und im letzten Jahr auch 3 mal Nasen-Neben-Höhlenentzündung und eine chronische Stirnhöhlenentzündung.


    Auch Ich bekomme öfters mal Kommentare zu höre, alla so oft kann man gar nicht krank sein etc.


    Das Problem bei mir ist auch, das ich sobald Ich mal richtig Stress habe ruckzuck krank werde. Genauso wenn andere krank sind mit denen Ich zu tun habe, dann stecke ich mich oft in Null komma nichts an.


    Ich bin übrigens gerade mal 23.


    Bisher habe Ich noch keinen arzt gefunden, der mich wirklich mal gründlichst durch checkt. Allerings versuche ich es inzwischen meistens einfach ohne Arzt auszustehen.


    Wurdest du denn mal durch gecheckt?

    Bis jetzt habe ich ich noch nicht "komplett durchchecken" lassen.


    Ich war bei diversen Ärzten und habe denen das geschildert wie hier im Forum, wurde dann aber meistens eher belächelt bzw. abgetan mit einem etwas zu schwachen Immunsystem nach dem Motto "das wird schon wieder".


    Irgendwann wird es einem dann auch zu blöd und man kauft sich irgendwas in der Apotheke... Aber es hilft alles nichts.


    Ich finde es auch schlimm, dass ich bei den meisten Ärzten hin gehen muss um DENEN dann vorzuschlagen was man vielleicht haben könnte und ob sie das mal überprüfen können.


    Ich hab keine Ahnung, welche Krankheiten auf meine Symptome zutreffen könnten, deshalb dachte ich, dass hier vielleicht der ein oder andere etwas dazu beitragen kann.


    Es muss doch irgend etwas sein, warum ich mich ständig krank und schlapp fühle :(

    Hallo,


    was Deine Symptome angeht, kann ich Dir leider auch nicht weiter helfen. Aber ich würde Dir empfehlen, es mal mit Orthomol zu probieren. Das wurde speziell für Leute mit Immunschwäche entwickelt. Ich habe auch ein eher schwaches Immunsystem und mir geht es mit Orthomol besser. Ich fühle mich auch öfter mal schlapp und kurz davor krank zu werden. Mit Orthomol fühle ich mich dann meist innerhalb von zwei bis drei Tagen merklich besser. Ist zwar relativ teuer, aber es lohnt sich. Im Internet kann man es außerdem ein bisschen günstiger bekommen. Würde zunächst mal die Wochenpackung für 7 Tage ausprobieren und wenn es hilft die Monatspackung kaufen.

    Sowas in der Art hat mir mein Arzt auch verschriebn, Aber das Zeug bringt außer der Pharmaindustrie niemanden etwas. Du kannst dein Immunsystem natürlich tunen, aber auch bei dir sollte vielleicht mal nach der Ursache geschaut werden. Wenn man nix findet kannst du dich immer noch zudröhnen.

    Eine Sache fällt mir doch noch ein. Vielleicht könnte ja auch eine Autoimmunerkrankung wie Zöliakie die Ursache sein. Nur etwa 30 % der Betroffenen haben die typischen Magen-Darm-Beschwerden. Viele haben untypische oder auch gar keine Beschwerden. Ich habe auch schon Menschen getroffen, die "nur" unter Mitgräne oder auch Mundgeruch litten. Unter www.zoeliakie-treff.de und www.dzg-online.de findest Du Informationen. Sofern alle anderen Ursachen ausgeschlossen wurden, würde ich das mal in Betracht ziehen.

    Hallo Antares1337,


    ich bin kein Arzt, aber bei mir fing es ähnlich an. Hatte ständig das Gefühl "ich bekomme eine Erkältung". Bekam eigentlich keine, fühlte mich nur ständig schlapp, krank, mal leichtes Fieber, Müdigkeit, plötzliche Hustenanfälle etc.


    Nach vielen Jahren erst fand man heraus, das es Sarkoidose ist.


    Vielleicht hilft Dir das weiter.


    Gruß


    Thommy56

    Danke für die Antworten.


    Ich werde am Montag erstmal Blut nehmen lassen und auf EBV und Borreliose testen lassen. Die Ergebnisse kann ich dann ja mal hier mitteilen.


    Sollte da auch nichts bei rauskommen, werd ich es wohl mal mit Heilpraktikern usw. versuchen (obwohl ich davon bisher nicht viel gehalten habe).

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    Erstmal danke für die Antworten.


    Ich glaube nicht, dass es etwas mit Vitamin-D3-Spiegel oder falscher Ernährung zu tun. Ich bin vorletztes Jahr, seeehr sehr viel an der frischen Luft gewesen – entweder durch Spaziergänge oder Fahrradtouren. Auch meine Ernährung habe ich schon mehrmals umgestellt bzw. verbessert und es hat alles nichts gebracht. Ich rauche auch nicht, trinke keinen Alkohol usw.


    Ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst, weshalb ich ein so schwaches Immunsystem haben könnte (außer zu wenig Sport im Moment, was aber krankheitsbedingt ist). In Phasen in denen ich mich gut fühl, treibe ich ja auch regelmäßig Sport bzw. versuche es zumindest ohne es zu übertreiben.


    Anbei meine Blutwerte! Habe leider erst nächste Woche die Gelegenheit mit dem Arzt darüber zu sprechen, aber vielleicht könnt ihr ja schon etwas dazu sagen?! Wurde nur erwähnt, dass die Leber- und Cholesterinwerte etwas erhöht sind. Aber daran kann es ja auch nicht liegen, dass ich ständig krank bin (aktuell fühl ich mich durchgängig seit Anfang November 2011 schlaff und "erkältet").


    http://www.abload.de/image.php?img=blutwerteixzjr.jpg

    Hallo,


    Du sprichst von Deiner Empfindlichkeit gegen Erkaeltung etc. mit dauerndem Lymphdruesenschwellung: wie steht es denn um die anderen PDF Symptome ?


    Mein Fall dauert jetzt auch schon gut 3 Jahre an http://www.med1.de/Forum/EBV/611561/ und ich habe eine ganze Palette an Symptomen. Habe bislang noch keine Diagnostik absolviert. Hoffe dazu hier im Forum kompetente Ratschlaege zu finden (Vollstandigkeit der erforderlichen Untersuchungen, Unnoetiges vermeidend).


    Habe gerade dieses Forum vor ein paar Tagen gefunden. Das ist das erste Mal das die Symptome von mehreren konkreten Leuten beschrieben werden. Was die Aerzte betrifft - gleiche Erfahrungen. Man wird teilweise eher mit Skepsis abgewimmelt. Sei's drum.


    Druecke die Daumen,


    allen Betroffenen, inkl. mir selbst ;-)

    Hallo Leute,


    schön zu wissen, dass man nicht alleine damit ist. Aber es kann doch einfach nicht sein, dass kein Arzt hier weiter helfen kann.


    Ich habe meinen Beitrag heute auch hier reingestellt. Unter Immunsystem (Lymphknoten angeschwollen seit über einem Jahr - Streptokokken)


    Leidensgenossen können ja mal durchlesen was ich alles schon probiert habe, vllt hilft es jemandem!! (Glaube das Bronchovaxom habe ich in dem Beitrag gar nicht erwähnt. Soll oft helfen, aber leider nicht mehr in meinem Fall)


    Auch ich hoffe auf weitere Tips und Erfahrungen {:(


    Aller liebste Grüße


    GesundSeinWill

    Weisst du, ich habe beim Lesen deines Erstberichtes nach ein paar Sätzen abgebrochen.


    Ich glaube nicht, dass man positive Energie dadurch erzielen kann, indem man alle Unfälle aufzählt.


    Besinne dich auf die guten Seiten deines Lebens.


    Wer die Tiefen aufzählt, wäre gut beraten, in der Tiefsee zu forschen. Ein sehr interessantes Thema, wenig bekannt.