Sinken ANA's unter der Therapie?

    Hallo,


    Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Frage hier richtig bin - ich versuche es einfach mal...

    Bei mir wurde 2007 eine PBC diagnostiziert und seitdem auch behandelt.

    Da ich seit ca 2 Jahren wieder unter Beschwerden leide wurden die ANA's wieder bestimmt, diese sind 1:10000.

    Nun meine Frage...Können die ANA's bedingt durch die PBC weiterhin hoch sein ( die Leberwerte sind ok) oder ist es vielleicht ein Hinweis auf eine weitere Autoimmunerkrankung?


    Ich freue mich auf Eure Antworten!

    lamy66

  • 46 Antworten

    Wenn die ANA so hoch sind, stellt sich mir die Frage welche Medikamente Du nimmst, seit wann und welcher FA dich behandelt.


    Die ANA, wobei man immer die gesamten Blutwerte betrachten sollte, sagen für mich aus das deine Entzündungswerte gestiegen sind, deine PBC aktiv ist weil dein Immunsystem gegen den Körper arbeitet. Das muss/sollte auf jeden Fall unterdrückt werden, durch entsprechenden Medikamente.

    Das ist natürlich nur meine laienhafte Erklärung mit meinen Worten.


    Welche Aussagen hat denn dein Arzt gemacht, welche Behandlung wird denn angestrebt?

    Trotzdem sind die Leberwerte alle in der Norm? Das ist krass.

    Was für Beschwerden hast Du?

    Hallo,

    Und danke für die Antwort 😊

    Ich nehme Ursofalk seit 2007, darunter haben sich die Leberwerte auch gebessert. Die ANA's sind dann nicht mehr kontrolliert worden - ging mir auch besser. Bin auch regelmäßig in der Lebersprechstunde.

    In der Zwischenzeit hat sich dann noch ein Hashimoto eingestellt, der auch schon lange therapiert und kontrolliert wird.

    In 2018 ging es mir dann wieder schlechter, Gelenk- Muskelschmerzen, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen. Seitdem sucht man und die ANA's wurden wieder abgenommen und waren so hoch... ende 2018 kamen dann Schluckstörungen dazu.

    Daher meine Frage ob die ANA's wohl in der Zwischenzeit runter waren und die Werte jetzt auf eine neue Aktivität/ Erkrankung hinweisen...

    Hoffe ich konnte es verständlich rüberbringen 🙈

    Viele Grüße

    In welcher Dosis nimmst Du Ursofalk? Grundsätzlich scheint Dein Körper Dein eigenes Gewebe "bekämpfen" zu wollen. PBC ist dann nur eine von vielen möglichen Folgen dessen. Die PBC scheinst du mit Ursofalk im Griff zu haben, sonst wären die Werte entsprechend. Aber die Gallengänge sind ja leider nicht die einzigen Opfer deines eigenen Immunsystems.

    Hast du schon mal Immunsupressiva genommen?

    Ich nehme 3×500 Ursofalk.

    Ich habe im Mai versuchsweise mal Cortison genommen um zu sehen, ob sich die Werte und Beschwerden bessern -was auch der Fall war.

    Aber man hat noch keinen Plan was nun das Problem ist.

    Nun habe ich eine Einweisung in die Rheumaklinik.

    Ich war im Rahmen der Abklärung auch bei einem Rheumatologen, der sagte die Werte passen zu PBC -was mich dann total irritiert hatte. Daraufhin sagt der Hepatologe, die Leber haben wir doch im Griff.

    Und so kam bei mir die Frage nach den ANA's auf.

    Rheuma kann auch die Ursache der Erhöhung sein. Am Ende läuftt es immer wieder auf Autoimmunreaktionen hinaus.

    An deiner Stelle wäre ich auch irritiert wenn der Rheumatologe denn Ball zum Hepatologen schiebt und der wieder zurück.

    Ich bin mir nicht sicher, aber können ANA's nicht auch bei Hashimoto erhöht sein?


    Ich meine die Frage wurde auch schon mal hier im Forum gestellt.


    Vielleicht weiß ja jemand was dazu.

    Hashimoto selbst wir ja nicht therapiert, sondern die daraus resultierende Unterfunktion.


    Aber wie gesagt, genau weiß ich es nicht.

    Ich danke Euch für die Antworten!

    Werde jetzt mal abwarten was in der Rheumaklinik rauskommt.

    Und da werde ich meine Frage auch noch einmal stellen 😉

    Die ANA dürfte niemals so hoch sein. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum deine Blutwerte nicht engmaschig überprüft wurden, mind. 2x im Jahr incl. ANA. Die (jetzigen) Probleme können genau deshalb entstanden sein, weil Du keine Immunsupressiva nimmst.


    Bei mir ist es Cortison, schon seit Jahren, weil alle anderen Medikamente ausgereizt sind, bzw. sie zu Nebenwirkungen geführt haben.


    Wichtig ist, entweder gezielt höher dosiert mit Kortison einzusteigen, langsam runterschleichen und bei einer Erhaltungsdosis bei 4 - 7 mg tägl. zu bleiben. Das unterdrückt dein Immunsystem und die ANA wieder runter. Die ANA wird 1:80 gezählt und dann verdoppelt es sich - 80, 160, 320, 740, 1480 usw. und mit jeder Verdoppelung geht es dir schlechter, weil das Immunsystem deinen Körper zerstört. Deswegen heisst es ja Autoimmunerkrankung.


    Natürlich geben Rheumatologen auch andere Medikamente, nur sollte das jetzt auch nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Dir sollte auch klar sein/werden, das Du ohne Immunsupressiva nicht mehr auskommst. Das bedeutet lebenslange Einnahme und regelmässige Kontrollen.