Ständig am Rumkränkeln

    Moin!


    In diesem Thread soll es um eine Sache gehen, die mich schon länger stört. Immer mal wieder treten bei mir Erkältungssymptome auf. Mit Erkältungssymptomen meine ich in erster Linie Niesen und Schnupfen. Heute, bei fast 30°, ist es wieder so weit, von daher denke ich, dass ein Post in diesem Forum überfällig ist. Ich bin 25 Jahre alt und männlich.


    Zunächst möchte ich darauf eingehen, in welchen Situationen die Symptome vermehrt auftreten. Einerseits beobachte ich das Niesen und Schnupfen, wenn ich verhältnismäßig wenig Kleidung trage. Zum Beispiel kann ich ziemlich sicher sein, dass die nächsten Nieser nicht lange auf sich warten lassen, wenn ich ein T-Shirt, eine lange Jogginghose und ein Paar Socken zu Hause trage (für die meisten Leute wahrscheinlich das Normalste auf der Welt, so herumzulaufen, für mich allerdings nicht), auch jetzt im Sommer. Andererseits bemerke ich die Symptome, wenn ich draußen bin (was ehrlicherweise nicht sonderlich oft vorkommt), unabhängig davon, wie stark ich bekleidet bin. Zum Beispiel kommt es durchaus vor, dass nach 2 Stunden auf der Terrasse bei 18° Schnupfen aufkommt.


    Ich möchte auch noch darauf eingehen, was mir hilft, die Symptome wieder loszuwerden. Eine Sache ist, vermutlich wenig überraschend, mehr Kleidung tragen. Aktuell sitze ich zum Beispiel mit Pulli über dem T-Shirt, langer Jogginghose und einem dicken Paar Socken über einem dünnen Paar in meinem Zimmer. Tee trinken ist auch immer gut. Etwas dicker bekleidet ins Bett zu gehen und nachts ein wenig schwitzen hat sich auch als gutes Mittel bewährt. Manchmal verschwinden die Symptome mit diesen Methoden noch am selben Tag, spätestens nach 1-2 Tagen werde ich nicht mehr von Niesen und Schnupfen geplagt.


    Jetzt werdet ihr euch sicher denken, dass ich einfach jederzeit einen Pulli und 2 Paar Socken tragen soll und alles ist gut. Das kann aber auch ganz schön nervig sein, vor allem bei Temperaturen, die dafür sorgen, dass man nach 15 Minuten Hausarbeit komplett durchgeschwitzt ist.


    Ob die beiden Erkältungssymptome auch wirklich im Zusammenhang mit einer Ekältung stehen, ist für mich fraglich, da die Symptome immer sehr unmittelbar auftreten (siehe 2. Absatz) und relativ schnell bei entsprechendem Haneln verschwinden können (3. Absatz). Das ist eher unüblich bei Erkältungen, oder wie seht ihr das?


    Trotzdem habe ich natürlich gegoogelt, was man gegen Erkältungen machen kann, und bin zum Schluss gekommen, dass die Symptome vermutlich weniger mit meinem Lebensstil zu tun haben, denn

    - ich treibe regelmäßig Sport (3 Mal pro Woche Hanteltraining zu Hause; bei gutem Wetter zusätzlich 2-3 Mal pro Woche Joggen)

    - meine Ernährung sollte passen (ich bin weit davon entfernt, übergewichtig zu sein, esse täglich reichlich Obst und Gemüse und nehme nicht viel Süßzeug zu mir)

    - ich schlafe ausreichend (ungefähr 7 Stunden im Schnitt)

    - ich rauche nicht (zumindest seit 3 Monaten; in meinen Teenagerjahren habe ich viel Wasserpfeife geraucht, in meinen Zwanzigern immer mal wieder Phasen gehabt, in denen ich 1-5 Zigaretten am Tag geraucht habe)

    - ich gehe regelmäßig in die Sonne (eigentlich bin ich die meiste Zeit im Haus, aber seit einigen Wochen gehe ich immer mal wieder für 10-20 Minuten zum Vitamin-D-Tanken in die Mittagssonne)


    Entschuldigt diesen langen Text. Ich wollte meine Situation möglichst genau schildern, weil ich dachte, je mehr Informationen ich preisgebe, desto bessere Antworten kann ich erwarten.


    Ich hoffe, jemand hat eine Idee, warum sich mein Körper so eigenartig verhält. Ich freue mich über jede Antwort.

  • 14 Antworten

    Erkältungssymptome ohne Erkältung haben wohl in der Regel an Ursachen


    - Allergien

    - Histaminintoleranz


    aber eine Krankheit, die dazu führt, dass man solche Symptome bei etwas knapperer Kleidung bekommt und nach wärmer anziehen verschwinden sie prompt wieder, existiert eigentlich nicht.. schon ziemlich seltsam.

    Ich habe auch schon überlegt, ob das Ganze eine psychische Komponente hat. D.h., irgendwo tief in meinem Unterbewusstsein sitzt die Überzeugung, dass ich krank werde, wenn ich zu lange Zeit nur im T-Shirt rumlaufe. Etwa so, wie Menschen, die jahrelang Schmerzen haben, welche nach Einnahme von homöopathischen Mitteln plötzlich verschwinden. Der Schnupfen und die Nieser sind aber real. Fraglich, ob man das mit genug Überzeugung provozieren kann.

    Was ist von der Idee zu halten, einfach mal alle Pullover und dicken Socken im Schrank liegen zu lassen? Evtl. kann es hilfreich sein, meinem Körper abzugewöhnen, ständig gut eingepackt sein zu müssen?

    Wenn mir kalt ist beginne ich zu niesen. Wenn ich ins Bett gehen sollte ist meine Nase zu. Ich nehme es einfach an, gibt schlimmeres, und das Niesen zb tritt auf bevor mir zu kalt wird und mich nicht mehr so schnell erwärme, daher durchaus praktisch.

    Nach 2 Stunden auf der Terrasse bei 18 Grad, in leichten Klamotten ohne Schal, bekomme ich aber auch Symptome. Das ist wohl einfach so. Das ist halt einfach schon zu kalt.

    Aber du meinst mit leichten Klamotten vermutlich T-Shirt, kurze Hose und Sandalen und nicht Pullover, lange Hose und Sneaker, oder?

    Bei den meisten Leuten in meinem Umfeld würden in so einer Situation nicht mal im Ansatz derartige Symptome aufkommen. Sind wir einfach nur extrem sensibel in der Hinsicht?

    Davidian Cronenberg schrieb:

    Ich hoffe, jemand hat eine Idee, warum sich mein Körper so eigenartig verhält.

    Es wurde ja schon einiges geschrieben, deshalb mal eine andere Betrachtung von mir.


    Nach meinem Eindruck handelst Du, was deine Bekleidung betrifft, überwiegend falsch.

    Sind die Aussentemparaturen zu kühl oder stark gesunken, ziehst Du zuwenig an, der Körper kühlt zu sehr aus.


    In der Wohnung oder zur Nachtzeit ziehst Du dir Socken und Pullover an, was für den Körper eine Belastung bedeutet. Entweder die Heizung um ein Grad höher stellen oder den Rücken schützen mit einer Weste, wenn es dir zu kühl wird. Leichte Socken sind auch ok, weil der Körper meistens friert, wenn die Füsse kalt sind.


    Im Bett nur leichte Bekleidung, evtl. eine Wärmflasche mitnehmen. So wird der Körper nicht überhitzt und kann die eigene Temperatur besser regulieren. Schwitzen kann auch bedeuten, dass der Körper überfordert ist.


    Ansonsten mal im Wechsel duschen, eine Sauna aufsuchen. Dadurch wird der Stoffwechsel angekurbelt und könnte zu einem besseren Körpergefühl führen.

    Dein Immunsystem wird es dir auf jeden Fall danken.

    HasiX schrieb:

    Mal an Heuschnupfen gedacht?

    Ja, würde ich aber tendenziell ausschließen, da das Auftreten der Symptome vor allem mit den Außentemperaturen und meiner Kleidung zusammenhängt.

    Ich ziehe mich in der Wohnung meist dicker an, wenn ich merke, dass es mir im T-Shirt zu kalt ist oder ich anfange zu niesen. Wenn es etwa 10° kälter ist als heute, tendiere ich dazu, den Pullover einfach die ganze Zeit zu tragen, weil ich ihn alle 30 Minuten an- bzw. ausziehen müsste, wenn ich ihn nach meinem Temperaturempfinden tragen würde. Das Schwitzen in der Nacht empfinde ich als positiv, weil ich mich am nächsten Morgen oft besser fühle, nachdem ich mich abends vor dem Schlafengehen angeschlagen fühlte.


    Wechselduschen könnte ich ausprobieren. Sauna ist momentan wahrscheinlich schwer, kann ich mir aber für die Zukunft merken.