Ständig krank und Arzt findet keine Ursache - Was ist nur los?

    Guten Morgen,


    ich bin nun seit längerem immer wieder aufs neue krank. Mittlerweile auch nicht mehr einfach nur ein paar Tage sondern Wochen.


    Früher war ich zwar auch schneller und häufiger krank wie andere, aber dann immer nur ein kurzer Infekt und nach ein paar Tagen wieder fit.


    Mittlerweile zieht es sich - trotz Schonung - über Wochen.


    Das erste Mal so lange krank war ich vor 1 Jahr, damals für 4 Wochen krankgeschrieben laut Arzt gripaler Infekt, dann nach einigen Tagen Arbeit ein Kreislaufkollaps und nochmal 2 Wochen krank.


    Und nun seit Anfang des Jahres / Frühjahr bin ich fast ständig krank. Aktuell wieder die 3. Woche krankgeschrieben.


    - Fühle mich total krank


    - Schlapp


    - Abgeschlagen


    - Müde


    - Nase zu, Kopfschmerz


    - Ab und zu Gliederschmerzen


    - Einige Tage hatte ich totale Schmerzen in den Beinen und der rechten Flanke


    - zwischendrin Durchfall


    - Ständiges starkes schwitzen


    - Bin bei Anstrengungen wie Treppensteigen, Putzen etc. ziemlich schnell kaputt. Nicht dass ich Luftnot oder so bekomme aber finde es einfach anstrengend und bin danach total abgeschlagen und auch währneddessen fält es mir schwerer.


    Zwischendrin hatte ich eine ganze Weile ständig Probleme mit Schwindel und auch häufigem Herzstolpern sowie nächtlichem Herzrasen. Kardiologische, Neurologische und HNO-Untersuchung bliebt aber ohne Befund.


    Nun weiß ich einfach nicht mehr weiter ???


    Meine Ärztin fing schon nach der 1. Woche an mich auszufragen über Arbeit und Umfeld, was nun bei jedem Termin kommt. Sie sucht also die Ursache in der Psyche bzw. seelischen Belastungen bzw. unglücklich sein auf der Arbeit etc.


    Dazu muss ich sagen, dass ich KEINEN Stress habe, meinen "Traumjob" seit 6 Jahren habe, sehr glücklich auf der Arbeit bin, eine glückliche Beziehung führe, so sehr ich auch suche, ich finde in meinem Leben keine psychischen oder seelischen Belastungen oder Probleme. Meiner Meinung nach ist hier nicht die Ursache.


    Was kann das denn sonst sein? Wenn das Blut völlig unauffällig ist, wie kann ich dann ständig krank sein? Was kann ich denn noch machen? So kann es nun echt nicht weiter gehen, abgesehen davon, dass es sicher auf Dauer Ärger mit dem Arbeitgeber gibt ist das auch wirklich kein Leben mehr bzw. eins das nur vom krank sein beherrscht wird.


    Danke für eure Tipps.

  • 8 Antworten

    Lass am besten auch mal deinen Vit.-D-Wert bestimmen. Am besten auch noch die Vit.-B-Werte.


    Hast du mal auf deine Ernährung geachtet, ob es da durch irgendetwas ausgelöst werden könnte?


    Sonst probier doch mal ein paar Sachen aus: Zwei Wochen lang alle Produkte mit Milch vermeiden, dann zwei Wochen alles mit Getreide (Gluten) vermeiden, dann zwei Wochen komplett auf Obst und Zucker verzichten.


    Ich vermute/hoffe auf Alkohol verzichtest du momentan ohnehin und du rauchst nicht?

    Hallo, in jedem Fall sollte ein großes Blutbild gemacht werden, d. h. Schilddrüsenparameter, Eisenwerte incl. Ferritin, Leber-, Nierenwerte etc. Wichtig ist natürlich in jedem Fall ein gesunder Lebensstil, d. h. ausreichend Schlaf und Entspannungsphasen, eine gesunde vitalstoffreiche Vollwerternährung bzw. Mittelmeerkost, nicht Rauchen, auf Alkohol möglichst verzichten, tägliche Bewegung an der frischen Luft bei Wind und Wetter (wichtig für die Vitamin D-Bildung!). [...] Zink hat sich zudem bei Erkältungen bewährt und ist wichtig für die Schleimhäute. Die Darmflora ist ebenfalls für die körpereigene Abwehr von großer Bedeutung. Sie kann z. B. mit Kanne Brottrunk, Naturjoghurt (Bio), Sauerkraut etc. gestärkt werden. Gegebenenfalls kann auch ein Kombpräparat aus Prä- und Probiotika aus der Apotheke hilfreich sein. Auf Borreliose sollte ebenfalls untersucht werden.


    Gute Besserung!

    Danke für eure Antworten. Hier noch ein paar Antworten auf eure Fragen:


    Blutbild wurde gemacht, sogar 2x und ich glaube es ist ein großes. Alles im grünen Bereich. TSH wurde bestimmt, 3,02 bzw. 3,58 also auch im Referenzbereich.


    Alkohol trinke ich seit Monaten keinen Tropfen, Rauchen seit 6 Jahren nicht mehr.


    Ernähren tu ich mich eigentlich relativ gesund. Im Moment zwar weniger wie sonst (durch die Abgeschlagenheit / KRankheit oft zu faul zum kochen), abera nsonsten schon.


    Heute war ich beim Kardilogen, da mein HA Verdacht auf Myokarditis hatte da ich die letzten Tage verstärkt total außer Atem bin und Belastungen sehr schwer fallen wie Hausarbeit z.B. Aber nach EKG und Ultraschall konnte laut Kardiologe eine Ursache am Herz ausgeschlossen werden.


    Er gab mir noch den Tipp auf Mononukleose untersuchen zu lassen.


    Auf Pilze etc. wurde meines wissens nicht untersucht. Wie gesagt bisher eigentlich nur Blut + Urin, außerdem halt Kardiologisch und Neurologisch.

    Dem Rat von muhkuh würde ich mich anschließen. Vitamin-D-Mangel ist in unseren Breiten wirklich häufig. Die Probleme, die dadurch auftreten können, stehen z.B. hier und hier.


    Der zu bestimmende Blutwert heißt 25-Hydroxy-Vitamin-D (wofür es in der medizinischen Literatur und auf den Laborblättern noch ein halbes Dutzend verschiedener Abkürzungen gibt...). Ob die GKV diesen Test zahlt, ist leider ungewiss, aber mit ca. 30 bis 35 € ist er für die meisten Leute bezahlbar.

    Zitat

    tägliche Bewegung an der frischen Luft bei Wind und Wetter (wichtig für die Vitamin D-Bildung!)

    ... wozu doch noch angemerkt werden muß, daß Vit. D nicht aus Luft oder Wind gebildet wird. ;-) Entscheidend ist die Menge an UVB-Strahlung, die auf der Haut ankommt. Bei nachgewiesenem Vit.-D-Mangel, sowie zur Vorbeugung bei fehlender Besonnung des Körpers, ist die Einnahme von Vitamin D in angepasster Dosierung zu empfehlen.

    Zitat

    Blutbild wurde gemacht, sogar 2x und ich glaube es ist ein großes. Alles im grünen Bereich.

    So manches (z.B. Vit.-D-Mangel oder einen nicht allzu ausgeprägten B12-Mangel) sieht man weder im kleinen noch im "großen" Blutbild. Das sind spezielle Messwerte. Der Begriff "großes Blutbild" wird oft missverstanden in dem Sinne, daß da "alles" mit dabei wäre - was aber keineswegs der Fall ist!


    Am besten lässt man sich eine Kopie/Ausdruck aller Laborwerte geben, dann sieht man, was untersucht wurde (oder eben nicht).


    Was den TSH-Wert angeht, gibt es unterschiedliche Ansichten zur korrekten Obergrenze des Referenzbereichs. Werte über 2,5 sind durchaus nicht ganz unverdächtig... siehe z.B. die Beiträge von zwack44 im SD-Forum, etwa hier.