Ständig schlapp, kraftlos, Gefühl von Fieber

    Vorab: Ich habe erst zum Ende des Textes gemerkt wie lange er wird. Das tut mir leid und ich hoffe der ein oder andere ließt ihn sich durch. Ich wollte mein Anliegen nur so ausführlich wie möglich beschreiben.


    Hallo zusammen.


    Ich habe bis jetzt den Schritt in ein Forum vermieden, da ich eher der Mensch bin der dem Profi (Arzt) seine Gesundheit anvertraut.


    Aber dabei ist bis jetzt wenig befriedigendes rum gekommen ist, versuche ich es jetzt doch hier.


    Vielleicht bringt mich jemand auf den richtigen Weg und das drüber reden macht es vll. auch ein wenig besser.


    Also zu meiner Geschichte:


    Ich hatte im März diesen Jahres einen kleinen Spontan-Pneu auf der Linken Seite.


    Dieser wurde via Thorskopischer Bullaresektion entfernt.


    Im KH wurden ingesamt 6 Röntgenbilder und ein CT gemacht.


    Es bestehen keine weiteren Emphysem in der Lunge und das Emphysem durch das der Pneu entstanden ist, scheint angeboren zu sein.


    Lungenkrebs oder andere Lungenkrankheiten wurden durch Röntgen, CT und Hystologische Untersuchung des entnommenen Gewebes ausgeschlossen.


    Die OP habe ich sehr gut überstanden, nach 1 Woche durfte ich nach Hause und nach insgesamt 5 Wochen war ich wieder im Dienst (ich bin Polizist).


    Zu Hause ging auch alles super von statten. Nach 1 Woche habe ich keine Schmerzmittel mehr gebraucht und bei der Nachkontrolle durch Pneumologen war auch alles Piano.


    Einzig und alleine die Tatsache des rumsitzen hat schon sehr an meinem Nervenkostüm genagt.


    Nun war ich eine Woche im Dienst. Ich versprach mir sehr viel davon endlich wieder arbeiten zu können und auf andere Gedanken zu kommen.


    Während dieser Woche meinte jeder meiner Kollegen darauf Hinweisen zu müssen das ich abgenommen habe und hat sich auch dazu berufen gefühlt mir Tipps zu geben wie man zunehmen kann.


    Insoweit kein Thema, da ich das seit 6 Jahre, in denen ich in dieser Behörde bin, immer höre.


    Normal geht das zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.


    So habe ich es auch jetzt versucht, klappt nur leider irgendwie nicht mehr so gut... ich denke dauernd drüber nach ob ich wirklich abgenommen habe.


    Ich bin ein sehr schlanker Mensch, schon mein Leben lang.


    Mein Vater und meine Brüder sind genau solche Hungerhaken wie ich, nur sind die etwas größer, was den subjektiven Eindruck etwas abmildert.


    Ich halte im Moment meine 60kg bei 171cm, sehr wenig Fett, aber relativ viel Muskelmasse.


    Mit dieser physischen Kondition wurde ich auch bei der Pol. eingestellt.


    Ich trainiere normal 2x die Woche Kraft-Ausdauer und gehe 2x die Woche laufen, die 2000 Meter schaffe ich in knapp 9:20 Minuten.


    Am Tag nehme ich ca. 2500 kcal zu mir.


    An meinem ersten freien Wochenende (Samstag) waren wir auf einem Konzert, bei dem wir 5 Stunden im Regen standen.


    Direkt am nächsten Tag übelste Erkältungssymptome, ich dachte mit mir geht es zu Ende. Sprich Fieber, extreme Abgeschlagenheit, ganz böser Husten.


    Bereitschaftsarzt gerufen und nach kurzer Untersuchung meinte er "Erkältung, Virus bedingt".


    Da ich zum Glück (wollte nach 5 Wochen Krankenschein nicht noch mal einen Gelben abgeben) dann Urlaub hatte bin ich am Montag zu meiner Hausärztin. Nach kleiner Untersuchung meinte sie "klassische Erkältung, Virus bedingt".


    Also Aus sitzen. Meinen Urlaub verbrachte ich dann auf der Couch und nach ca. 1 Woche ging es mir dann auch etwas besser.


    Meine Freundin hat im übrigen auch eine böse Erkältung davon getragen, bei ihr ging es aber noch mehr auf die Bronchien und sie hat, im Gegensatz zu mir, noch ordentlich mit den Nebenhöhlen zu kämpfen.


    Nun hatte ich aber extreme Schmerzen auf der Rechten Seite, zwischen den Rippen, bekommen.


    Da ich nicht differenzieren kann ob es von Innen kommt oder von den Rippen oder woher auch immer, gingen nach meiner Pneu-Geschichte erst mal die Alarmglocken bei mir an.


    Also wieder ab zu meiner HÄ und gefragt was das sein kann. Sie hat mich abgehört und meinte das Lunge gut belüftet ist und keine Geräusche zu hören sind.


    Sie schickte mich mit dem Verdacht auf Intercostalneuralgie zum Orthopäden.


    Der hat das ganze auch bestätigt, da ich durch die 5 Wochen Schonhaltung eine kleine Bänderverkürzung davon getragen habe. Wäre aber ohne Probleme mit leichtem Rückentraining wieder zu korrigieren.


    Außerdem hat wohl der schwere Husten die Nerven zusätzlich gereizt.


    Nun hab ich gemacht was mir gesagt wurde und ein wenig meinen Rücken trainiert.


    Es wurde auch ein wenig besser und mein Urlaub neigte sich dem Ende.


    Von der Erkältung war nicht viel übrig, außer ein kleiner Husten. Die Schmerzen zwischen an den Rippen haben sich auch etwas abgemildert.


    Ich bin wieder in den Dienst gekommen und das Spiel mit den Kollegen ging wieder von vorne.


    "Man bist du dünn geworden!" – Diesen Spruch hab ich von jedem zweiten gehört.


    Außerdem wurden die Schmerzen im Funkwagen, wenn ich sitze immer mehr und ich hatte das Gefühl schlecht Luft zu bekommen. Ich habe immer wieder versucht ganz bewusst tief einzuatmen, was mir nur bei jedem dritten Atemzug gelang.


    Ich habe 3 Nächte gemacht und einfach die Zähne zusammen gebissen, der Schmerz ist nicht angenehm aber aus haltbar, etwa so als würde jemand einen Kneifen. Es ist nur extrem zermürbend.


    Wenn ich nicht drüber nachgedacht habe und mit Arbeit beschäftigt war, hatte ich auch kaum Schmerzen und keine Probleme mit dem Atmen.


    Ich Rindvieh habe dann angefangen Dr. Google zu befragen was das sein könnte.


    Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Rippengegend, Abgeschlagenheit: Lungenkrebs! Oh mein Gott! Ich bin tot geweiht!


    Ich habe das ganze meiner Freundin (Krankenschwester) erzählt und sie meinte das das Quatsch ist, die haben mich ja im KH auf Grund des Pneus auf den Kopf gestellt und Hystologisch untersucht und da ist nichts.


    Gleicher Meinung war auch meine HÄ'in und objektiv kann ich das ganze ja nach vollziehen.


    Nur der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Schließlich sagen ja auch alle Kollegen das ich abgenommen habe... mir ist Ständig der Gedanke im Kopf rum das da etwas schlimmeres sein könnte in der Birne herum gegeistert.


    Da es mir dann zu doof wurde und ich gemerkt habe das ich mich langsam aber sicher verrückt mache, bin ich Nachts, an meinem freien Tag in's KH gefahren, schlafen konnte ich ja eh nicht.


    Nicht das ich meiner HÄ'in nicht vertraue, aber sie kann auch nur hören und tasten, rein gucken kann sie nicht.


    Dort habe ich der Ärztin mein Problem geschildert und sie hat sehr viel Verständnis aufgebracht.


    Also ein mal, des Nächtens, volles Programm: Körperliche Untersuchung, Abhören, Abklopfen, Röntgen der Lunge, Blutbild (wusste gar nicht das die so etwas auch in der Nacht machen), EKG.


    Blutbild vollkommen okay, einzig die Entzündungswerte sind minimal erhöht, aber auch nur um 5 Punkte. Ärztin meinte das könne von der Erkältung kommen.


    Herz schlägt rhythmisch und der Herzton ist rein.


    Röntgenbilder haben sie in ein anders KH geschickt, zu einem Radiologen der Dienst hatte: Raumforderung (Tumor), Pneumothorax, Lugenentzündug ist ausgeschlossen.


    Laut Ärztin bin ich klinisch Gesund und nach dem ich das gehört habe, war auch auf einmal meine Kurzatmigkeit weg.


    Die Ärztin bestätigte den Verdacht auf Intercostalneuralgie, außerdem ist vermutlich die Kurzamtigkeit durch meinen ständigen drang zu prüfen ob ich tief einatem kann entstanden (Hyperventilation).


    Sie hat mir eine Tavor mit gegeben, da ich ihrer Meinung nach sehr angespannt wirkte.


    Außerdem hat sie mir Antibiotika verschrieben, da sie meinte das ich immer noch eine leichte Bronchitis habe.


    Nach 3 Stunden bin ich dann wieder nach Hause und mir ging es echt relativ gut.


    Am nächsten Abend ging ich wieder auf die Arbeit. Es hat nicht lange gedauert bis ein Kollege ankam und mich fragte: "Hast Du abgenommen?" und Ratschläge zum zunehmen gegeben hat.


    Ich hab mich mit dem Kollegen darüber unterhalten.


    Nach dem Gespräch wurde ich richtig schummerig auf den Beinen und mir hat es extrem den Magen umgedreht, so arg das ich erbrechen musste.


    Ich hab dann Magentropfen genommen und es ging ein bisschen besser.


    Mit meiner Kollegin, mit welcher ich in dieser Nacht gefahren bin und auch privat Kontakt pflege, habe ich mich in einer kleinen Zigarettenpause drüber unterhalten und während des Gesprächs wieder das gleiche, mir wurde so schlecht das ich kotzen musste.


    Nach diesem Nachtdienst bin ich dann nach Hause und habe Gestern und Heute frei.


    Ich fühle mich schon wieder richtig abgeschlagen, müde, kraftlos, wenig Appetit (Esse eher weil ich mir sage das ich muss) und so als hätte ich Fieber, wenn ich messe bin ich aber konstant bei 36.6°C.


    Ich nehme im Moment nur die Antibiotika. Physisch habe ich nur ein ganz klein bisschen Husten, Erkältung hat vor 13 Tagen begonnen. Eben nur die oben beschrieben Symptome.


    Als ich mich gestern zum Einkaufen hoch ringen konnte waren für die Zeit des Einkaufs auch die Abgeschlagenheit weg und nach dem Einkauf sind wir dann zu Freunden gefahren und dort habe ich mich auch relativ fit gefühlt.


    Heute stehe ich auf und bin direkt nach dem Aufstehen wieder Müde und Kraftlos.


    Ich weiß einfach nicht mehr was es noch sein kann. Ärzte sagen ich bin Gesund, aber ich fühle mich nicht so.


    Ich weiß nicht ob ich mich Morgen krank melden soll oder arbeiten gehen, weil Doktores sagen ja ist alles gut nur, wie gesagt, ich fühle mich gar nicht so.


    Hat jemand von euch eine Idee.

  • 1 Antwort

    hallo goey. zuerst mal möchte ich sagen, dass ich dieses gefühl

    Zitat

    Doktores sagen ja ist alles gut nur, wie gesagt, ich fühle mich gar nicht so.

    sehr gut kenne.


    es ist mehr als "blöd" für einen, wenn man körperliche symptome hat und nichts gefunden wird. ich fände es besser, es gäbe eine diagnose, wo man das übel anpacken kann. wirklich weiterhelfen kann ich da aber leider nicht.


    evtl. werden es auch noch nachwirkungen deiner op sein, ein eingriff ist ein eingriff und so eine pneu ist ja auch nicht ohne. aber ich bin kein arzt...


    ich weiß nur, dass sicher auch ein wenig "angst" mit reinspielt, dass evtl. das ganze nochmal auftritt bzw. was wesentliches übersehen wurde. das sind jedenfalls meine erfahrungen. ich sage mir dann in solchen momenten (die sich auch ein wenig nach einer kl. panikattacke anhören)...du anetti, du hast nix. es wurde alles untersucht, alles i.o. versuche ruhig zu atmen und es geht mir dann wirklich langsam besser. wie ist denn dein blutdruck, kann der evtl. zu niedrig sein? dann hat man auch diese symptome wie abgeschlagenheit, schummriges gefühl, beklemmungen beim atmen ect.


    ob du morgen zur arbeit gehst, kannst nur du entscheiden, wie du dich fühlst. wirst ja sehen, wie es ist. ablenkung hilft in der regel. gefällt dir dein job und das arbeitsklima? da es ja meist jetzt auf arbeit aufgetreten ist ???