Nur weil einer mit bspw. Fieber noch in die Arbeit geht, kann man nicht von sich auf andere schließen, und das gleiche von anderen erwarten.


    Jeder hat seine ganz individuelle Verfassung, seine Schmerzgrenze, bei dem einen ist sie höher, bei dem anderen niedriger.

    Es kommt wohl auch ganz auf den Beruf an. Als Sprengminenentschärfer sollte man mit Erkältung sicher nicht am Zünder fummeln (und dann plötzlich niesen!). Aber in 95% aller Berufe dürfte eine etwas geringere Leistungsfähigkeit aufgrund einer Erkältung wohl keine schwerwiegenden Auswirkungen haben.


    Und Medikamente heilien natürlich keine Erkältung (was auch wohl niemand ernsthaft glaubt), aber sie lindern die Symptome wirksam, sodaß man einigermaßen gut den Arbeitstag übersteht. Ich nehme seit über 20 Jahren bei Erkältungen Aspirin, Nasenspray, ACC und auch mal ein Kombipräparat. "Verschleppt" habe ich da wohl nie etwas, und "Rückfälle" hatte ich auch noch nie. Meine Erkältungen dauern immer etwa eine Woche, und dann ist es gut. Ab und zu ist mal eine Nacht Fieber dabei, aber das geht mit Aspirin dann auch wieder weg. Ich habe 2-3x pro Jahr eine Erkältung, also völlig normaler Durchschnitt. Und gehe immer damit arbeiten. Dann beißt man eben mal ein, zwei Tage die Zähne zusammen, und dann geht es meist wieder besser.


    Kann gut sein, daß es manche andere schlimmer trifft als mich, sodaß die echt nicht arbeiten können. Aber oft sehe ich meine lieben krankgeschriebenen Kollegen munter beim Einkaufen, und die schleppen sich da keineswegs rum, sondern wirken ganz normal. Auch wundert mich, wenn einen Tag vor der Krankmeldung noch alles normal war (keine erkältete Stimme, kein Husten), und am ersten Arbeitstag schon wieder völlige Gesundheit herrscht. Ich würde meinen, daß man an den "Randtagen" doch noch Symptome haben müßte, wenn es einem doch so unglaublich schlecht geht. Kann man also nur vermuten, daß sich manche beim ersten Halskratzen den gelben Zettel holen und auch erst wieder auftauchen, wenn sie nach überstandener Erkältung nochmal 2 oder 3 Tage ausgeruht haben. Und das finde ich unmöglich.

    Es muss ja nicht immer ein Halskratzen sein.


    Gerade heute spielt doch auch der psychische Aspekt ein große Rolle, weshalb man sich krankschreiben lässt.


    Ich selber würde da niemanden etwas unterstellen, man kann nie reinschauen, wie es einem geht.

    Es ist durchaus möglich, durch eine verschleppte Grippe was am Herzen zu bekommen. Kenne mindestens einen Fall.


    Also im Zweifelsfalle krankschreiben lassen und nicht zur Arbeit. Völlig egal, was Arbeitskollegen, der Chef und die "Ich geh aber arbeiten, wenn ich krank bin"-Fraktion hier im Forum denken. Gesundheit geht vor, die gibt einem keiner mehr zurück, wenn sie erst weg ist.

    Zitat

    Aber in 95% aller Berufe dürfte eine etwas geringere Leistungsfähigkeit aufgrund einer Erkältung wohl keine schwerwiegenden Auswirkungen haben.

    Ziehen wir davon noch 40% noch ab, dann passt das schon.

    Zitat

    "Verschleppt" habe ich da wohl nie etwas, und "Rückfälle" hatte ich auch noch nie.

    Woher willst du das wissen? Hast du dich jemals dahin gehen gründlichst untersuchen lassen?

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    Dann beißt man eben mal ein, zwei Tage die Zähne zusammen, und dann geht es meist wieder besser.

    Dann hast du ein gutes Immunsystem, aber ich z.B. habe da eine ganze Zeit (mehrere Wochen) lang meine Freude daran.

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    Aber oft sehe ich meine lieben krankgeschriebenen Kollegen munter beim Einkaufen, und die schleppen sich da keineswegs rum, sondern wirken ganz normal. Auch wundert mich, wenn einen Tag vor der Krankmeldung noch alles normal war (keine erkältete Stimme, kein Husten), und am ersten Arbeitstag schon wieder völlige Gesundheit herrscht. Ich würde meinen, daß man an den "Randtagen" doch noch Symptome haben müßte, wenn es einem doch so unglaublich schlecht geht.

    Oh man, wer dich als Kollegin hat, der braucht keine Feinde mehr. Du hast nicht das geringtste Recht dir auch nur Ansatzweise ein Urteil darüber zu bilden wem es schlecht geht und wem nicht und es dann wahrscheinlich noch munter weiter zu tratschen. So ein verhalten über andere zu tuscheln und zu lästern ist das aLLERLETZTE UND zeugt von einem nicht besonders Großem Selbstbewusstsein.

    Kommt auf die Arbeit und den Arbeitsplatz an. Wenn du im Service arbeitest, mit Kunden/Patienten zu tun hast oder etwas sehr anstrengendes ausübst, beziehungsweise die Qualität 100% stimmen muß, würde ich auf keinen Fall in die Arbeit gehen. Es ist ausserdem nicht so optimal wenn du mal schön alle Kollegen im Büro ansteckst (falls das bei dir gegeben ist). Hatten wir erst und es war nicht schön. Führte letztendlich zu einem Ausfall von 4 Leuten in einer wichtigen Projektphase, was den AG viel mehr kostet und das Projekt gefährdet. Deshalb hier den Harten zu spielen ist wirklich nicht ratsam finde ich.

    Wo arbeitet man denn heute noch ohne Kundenkontakt? Außer man ist Förster im Wald?!

    Zitat

    Es ist ausserdem nicht so optimal wenn du mal schön alle Kollegen im Büro ansteckst

    Und genau das verstehen die jenigen nicht, die krank weiter zur Arbeit gehen und das ganz toll finden und sich als Helden feiern. Auch wenn man Medis schluckt ist man noch sehr ansteckend.

    Ich kenne zwei Fälle (beide sind leider nicht mehr unter uns) ... gerade weil sie sich mit einer starken Erkältung in die Arbeit geschleppt haben, nicht zum Arzt sind... Sowas sollte man wirklich ernst nehmen. Kollege ist nach Feierabend heim (ihm ging es nicht gut, war stark erkältet) und konnte am nächsten morgen leider nicht mehr auf der Arbeit erscheinen... :-/ Soviel zum Thema "Grippe kann sich aufs Herz legen" :-/

    Zitat

    Wo arbeitet man denn heute noch ohne Kundenkontakt?

    In zig Bürojobs?


    Man sollte wohl unterscheiden zwischen einer simplen Erkältung und einer richtigen Grippe...letzteres sollte man natürlich ernst nehmen, aber ich finde man kann's auch übertreiben. Eine Erkältung bleibt immer noch eine Erkältung – lästig, aber wohl kaum lebensbedrohlich. Und zumindest ich hab es bislang noch nichtmal geschafft, die Menschen in meiner nächsten Umgebung anzustecken, da sollten die Kollegen wohl erst recht sicher sein.

    Zitat

    In zig Bürojobs?

    Und du gehst mit einer dicken Erkältung ins Büro? Da hast du trotzdem genug Kontakt mit Gesunden um eine Epidemie auslösen zu können um es mal ganz krass ausdrücken zu können, wenn du unbermerkt etwas hoch ansteckendes hättest.

    Zitat

    Eine Erkältung bleibt immer noch eine Erkältung – lästig, aber wohl kaum lebensbedrohlich.

    Völlig, völlig falsch. Und wie das lebensbedrohlich werden kann. Nicht nur eine Grippe kann bspw. das Herz u.s.w. angreifen sondern auch eine starke Erkältung.

    Zitat

    Und du gehst mit einer dicken Erkältung ins Büro?

    Nicht an den schlimmsten 2 Tagen, da ich dann wirklich völlig arbeitsunfähig bin (hab ich aber weiter vorne schon geschrieben). Erkältungen sind in der Hinsicht so mit das schlimmste, was ich an normalen Alltagskrankheiten kriegen kann. Meine Augen schwellen an und tränen den ganzen Tag wie blöde, da ist nix mit konzentrieren am PC oder so. Aber sobald sich das wieder normalisiert hat, kann ich auch wieder arbeiten. Bei uns waren schon oft Kollegen erkältet bei der Arbeit – wären die alle zuhause geblieben, wäre die Firma wahrscheinlich schon zusammengebrochen.

    Zitat

    Da hast du trotzdem genug Kontakt mit Gesunden um eine Epidemie auslösen zu können um es mal ganz krass ausdrücken zu können, wenn du unbermerkt etwas hoch ansteckendes hättest.

    Und was sollte das sein?

    Zitat

    Völlig, völlig falsch. Und wie das lebensbedrohlich werden kann. Nicht nur eine Grippe kann bspw. das Herz u.s.w. angreifen sondern auch eine starke Erkältung.

    Quellen?

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    Man sollte wohl unterscheiden zwischen einer simplen Erkältung und einer richtigen Grippe...letzteres sollte man natürlich ernst nehmen, aber ich finde man kann's auch übertreiben. Eine Erkältung bleibt immer noch eine Erkältung – lästig, aber wohl kaum lebensbedrohlich. Und zumindest ich hab es bislang noch nichtmal geschafft, die Menschen in meiner nächsten Umgebung anzustecken, da sollten die Kollegen wohl erst recht sicher sein.

    Seh ich genauso. Mit einem Schnüpfchen und Hüstchen kann man sehr wohl arbeiten gehen.


    Fieber ist immer ein Indikator für mich, dass ich das ganze lieber mal drei Tage auf der Couch kuriere. Aber ich hab nicht sehr häufig engen "Kundenkontakt" und kann mir meine Zeit selbst einteilen. Wobei ich denke, dass man sich so eine stinknormale Erkältung überall holen kann – da müssen die Kollegen nicht mal verrotzt sein, es reicht schon den Einkaufswagen im Supermarkt anzufassen – wenn man anfällig ist.


    Also besser vorbeugen und das Immunsystem unterstützen.

    Zitat

    Und zumindest ich hab es bislang noch nichtmal geschafft, die Menschen in meiner nächsten Umgebung anzustecken, da sollten die Kollegen wohl erst recht sicher sein.

    Die Aussage das du andere Personen nicht anstecken kannst finde ich bedenklich. Ich finde es rücksichtslos wenn man 8h mit einem Kranken in einem Büroraum verbringen MUSS. Das setzt nämlich auch die gesunden Arbeitnehmer unter Druck und vergiftet das Betriebsklima. Mitarbeiter nehmen sich nicht mehr die Zeit um sich auszukurieren und das Burn-Out Risiko steigt.

    Zitat

    Ich finde es rücksichtslos wenn man 8h mit einem Kranken in einem Büroraum verbringen MUSS.

    Mit mir muss überhaupt niemand 8h in einem Raum verbringen, ich hab mein eigenes Büro :=o

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    Das setzt nämlich auch die gesunden Arbeitnehmer unter Druck und vergiftet das Betriebsklima.

    Achso, ja, wenn sie die Arbeit sämtlicher Erkälteter zu ihrer eigenen noch dazu machen müssen, setzt sie das bestimmt nicht unter Druck :=o

    @ TE

    Das ist alles übrigens nicht auf dich bezogen. Dir scheint es wirklich schlecht zu gehen und natürlich ist es vollkommen in Ordnung und vernünftig, dann zuhause zu bleiben. Ich habe hier nur bei einigen den Eindruck, dass sie finden, man könne und solle wegen jedem Wehwehchen guten Gewissens zuhause bleiben.