Zöliakie- wer kennt sich aus?

    Hallo zusammen,*:)


    Ich habe ja jetzt doch eine recht lange Krankheitsgeschichte hinter mir. Die erzähle ich aber nur ganz knapp.

    Ich war ja ständig krank, und hatte Infektketten (Ärzte haben aber nie was gefunden)- vor zwei Jahren sind wir umgezogen und dann wurden die Infektketten weniger und milder, dafür war mir dann oft schlecht.

    Meiner ganzen Familie war oft schlecht und wir hatten regelmäßig Margen Darm- Infekte, bis wir endlich gemerkt haben, das wir eine Wurminfektion hatten. Die Geschichte mit den Würmern hat sich über gute 2 Jahre hingezogen..... Trotz Wurmkur, Putzen wie die Blöden, Dampfreiniger und Tiere entwurmen.

    Im März waren wir dann richtig schlimm krank (später sollte sich herausstellen, das es Corona war). Wir haben es ohne Krankenhaus überlebt und die Kinder, haben sich vollkommen erholt, aber mein Mann und ich haben nicht die Energie von vorher Alles ist anstrengend, bei körperlicher Aktivität bekommen wir oft Luftnot, und alles ist zu viel. und wieder ist uns schlecht.....Außerdem leide ich bei solch langen Zeiten mit Übelkeit und Unwohlsein an Stimmungsschwankungen mit depressiven Tendenzen.

    Wir haben mittlerweile den Arzt gewechselt (den 4. oder so...) der hat jetzt eine Stuhlprobe auf Zöliakie untersuchen lassen. Und der Befund ist positiv. Also Gluten weglassen hat er gesagt.


    Den eigentlichen Termin habe ich erst Freitag- aber der Arzt war so freundlich mir vorher den Befund zu sagen- damit ich nicht noch 5 Tage länger mit Übelkeit beschäftigt bin. Und jetzt kommen meine ganzen Fragen:


    Gestern war ich glutenfrei einkaufen- Muss alles ein Glutenfrei Zeichen haben, oder reicht es, wenn in den Zutaten nichts mit Gluten aufgeführt ist? Weil Remoulade ist dann Glutenfrei?


    Warum ist es meinem Mann dann auch schlecht?

    Als wir im Urlaub waren,( an der Ostsee, )habe ich mich nur von Dinkelbrötchen ernährt, da ging es viel besser. Aber in Dinkel ist doch auch Gluten.... War es, weil man im Urlaub weniger Stress hat?


    Können Würmer eine Zöliakie auslösen?

    Kann Covid 19 eine Zöliakie auslösen, oder hatte ich es schon vorher?


    Am Freitag habe ich meinen Arzttermin- manchmal ist mein Arzt etwas ähm überfordertX-\- er hat viele schwierige Patienten.%:| Was muss er unbedingt machen? auf was sollte ich hinweisen?

    Ich habe gelesen, das Familienangehörige auch getestet werden sollten- wegen Vererbung und so.

    Habe ich ein Recht auf eine Ernährungsberatung?


    Ich habe jetzt den 2. Tag glutenfrei hinter mir (oder sagen wir mal glutenarm- weil möglicherweise esse ich was, wo es nicht offensichtlich ist, das welches enthalten ist)- und es geht soweit ganz gut - schlecht ist mir nicht. Aber ich habe das Gefühl mich drückt was am Kehlkopf... ab und zu. und ich bin jetzt leider auch nicht von einem auf den anderen Tag super fit geworden... Wie lange dauert es, bis es jemanden nach einer Ernährungsumstellung spürbar besser geht?


    Und kann es sein, dass alle meine Symptome auf Zöliakie zurück zu führen sind?


    Oh Mann super langer Text. Vielen Dank fürs lesen und danke schon mal für eure Antworten


    Bis bald*:)

  • 24 Antworten

    Das ist doch ganz einfach. Alles, was Getreide ist , ist glutenhaltig.


    Reis, Quinoa, Buchweizen gehört nicht dazu. Darf man essen.

    In deinem Alter dürfte die Zöliakie erworben sein. Der Sohn meiner Freundin hat schon als Baby ganz furchtbare Probleme gehabt, Gott sei Dank fand man das dann schnell heraus.


    Inzwischen ist der junge Mann 19 und jegliche Begegnung mit Getreide verursacht heftigste Bauchkrämpfe, Blähungen und der Stuhl stinkt zum Gotterbarmen.

    Ich esse kein Getreide, bin auch getestet, man konnte nichts nachweisen, aber ganz sicher lebe ich ohne Darmprobleme, wenn ich Getreide völlig weglasse.

    Heinrichknäcke schickt lecker, auch ein Sodabrot, wo kein Getreide vorkommt, Leinsamenbrote mit Ersatzmehlen...


    Wenn man auf die gekauften Sachen schaut, kriegt man gerne das Gruseln, was da alles drin ist. Möchte ich jedenfalls nicht essen. Teuer obendrein.

    Ich backe keine Kuchen, aber meine Freundin backt sehr viel, meist ist viel Kartoffelstärke drin oder Maizena. Bei Chefkoch wird man da fündig und außerdem lohnt es sich, in Büchereien mal ein paar entsprechende Koch- und Backbücher auszuleihen. Dann kann man, was gefällt, auch kaufen.


    Ich verwende auch gerne Kartoffelfasern (gibt es leider z. Zt. nur im Internet) als Füllstoff, wenn ich denn überhaupt einmal Kuchen backe.

    Man braucht ein wenig Zeit, um sich da einzufuddeln. Aber irgendwann geht das in Gewohnheit über.

    Auswärts essen wird schwierig. Jedes panierte Schnitzel könnte Probleme machen, der Italiener ist wegen Pasta und Pizza auch nicht gerade der Hit, ich esse dort nur bestimmte Sachen wie Carpaccio und Antipasti (Gemüse).

    Man muss das Ganze lebenslang praktizieren, aber wenn man es drauf hat, kann man wunderbar schlemmen. Reine Gewohnheitssache...

    Ruf bei der Krankenkasse an. Die haben oft Ernährungsberater dafür.


    Ich dachte immer Zöliakie kann man nur durch eine Darmspiegelung diagnostizieren?

    Ich wäre mit dieser Diagnose auch sehr skeptisch. Mir wurde gesagt, dass Zöliakie nur per Spiegelung diagnostiziert werden kann. Man sieht das an den Darmzotten.

    Ich kann mir nicht vorstellen wie das per Stuhlprobe gehen soll. Ist der Arzt zufällig ein Heilpraktiker? ]:D

    Es gibt noch Glutensensibilität, das ist was völlig anderes. Da macht es die Menge an Gluten aus. Vielleicht fragst du da nochmal genau nach beim Arzt.

    Nein, mein Arzt ist Allgemeinmediziner. Er ist auch tatsächlich ganz gut glaube ich.... Ich frage ja grade deswegen hier im Forum, damit ich Freitag bei meinem Arztgespräch, weiß, was ich sagen bzw fragen sollte.

    1. Frage wäre dann: ich habe gelesen, Zöliakie kann nur über eine Magenspiegelung mit Biopsie nachgewiesen werden.?

    darkwillow schrieb:

    Nein, mein Arzt ist Allgemeinmediziner. Er ist auch tatsächlich ganz gut glaube ich.... Ich frage ja grade deswegen hier im Forum, damit ich Freitag bei meinem Arztgespräch, weiß, was ich sagen bzw fragen sollte.

    1. Frage wäre dann: ich habe gelesen, Zöliakie kann nur über eine Magenspiegelung mit Biopsie nachgewiesen werden.?

    Sichere Diagnose der Zöliakie nur über Spiegelung und Biopsie :)z

    Normalerweise so kenne ich es aus der Praxis, kann dies nur über eine Biopsie und der schon genannten Spiegelung feststellen.

    Man muss dann sein restliches Leben auf Glutenhaltige Produkte gänzlich verzichten. Macht man es nicht, kommt es zu einer Zottenatropie d.h. das sich die Dünndarmschleimhautzotten sich zurück bilden. Dann kann der Darm keine Nährstoffe mehr aufnehmen und es kommt zu div weiteren Erkrankungen. Vitam B Mangel ect.

    Zu Gluten gehören auch der Dinkel, denn Dinkel ist die Urform des Weizen und Grünkern, das ist der unreife Dinkel

    Man kann durch eine Stuhluntersuchung nicht ganz genau eine Zöliakie feststellen, sondern nur, daß man Gluten eben schlecht verträgt und das entsprechend schlecht verdaut wird.

    Also so, daß man vielleicht gar keine totale Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie hat, sondern eben „nur“ empfindlich auf größere Mengen Gluten reagiert.

    Daß du Dinkelbrötchen gut vertragen hast, spricht bei Dir für das letztere.

    Aber um das noch mal genau abzuklären, wäre eine Darmspiegelung für dich auf jeden Fall wichtig...

    Glutenfrei sind übrigens außer den genannten auch noch Mais und Hirse. Die meisten glutenfreien Brote enthalten Maismehl, was pur etwas langweilig schmeckt. Buchweizen (kein Weizen, sondern ein Knöterichgewächs) hat auf jeden Fall mehr Geschmack, und eignet sich auch gut für Pfannenkuchen.

    Hafer enthält etwas Gluten, aber längst nicht so viel wie Weizen oder Roggen.


    Im Biomarkt kann man inzwischen übrigens auch alle möglichen glutenfreie Mehle, Grieß und Körner bekommen. Natürlich sind die alle teurer als normale Getreidesorten, da muß man dann schon sehr rechnen, und wenn möglich viel selber backen.


    Aber eine Darmspiegelung solltest du besser machen, denn nur so kann eine Zöliakie zu 100% festgestellt werden...

    Hallo


    Ich habe Zöliakie und weiß,das die Diagnose nur mit einer Magenspiegelung mit Gewebeprobe zu stellen ist.

    Symptome sind ständige Durchfälle, Müdigkeit , Magen oder Hautprobleme !


    Danach bekommst du eine Ernährungsberatung .

    Du musst deine Ernährung umstellen. .

    Es gibt gute Vereine mit zahlreichen Informationen !

    Ich würde das bei Facharzt für Magen Darm Problem abklären lassen .


    Alles gute

    Gruß rubyfee

    Das Vertragen von Dinkel spricht eigentlich gegen eine Zöliakie.


    Und bitte bis zur Darmspiegelung NICHT glutenfrei essen, das kann das Ergebnis nämlich verfälschen.

    YaHbb schrieb:

    Das Vertragen von Dinkel spricht eigentlich gegen eine Zöliakie.

    Genau das glaube ich auch.

    Bei Menschen, die zwar überempfindlich gegen Gluten sind, aber keine Zöliakie haben, ist das nämlich typisch, daß die Symptomatik im Urlaub besser wird, und bei Streß, Problemen und schlechter Stimmung sich dann wieder verschlechtert.

    Ist z.B. bei Histaminintoleranz teilweise auch so, außer vielleicht bei richtig schweren Fällen.


    Außerdem kann sich diese Überempfindlichkeit auch irgendwann wieder bessern, mit viel Glück sogar ganz verschwinden. Bei Zöliakie ist das wohl nicht so, oder?


    @TE

    Ich kann mir vorstellen, daß bei Dir die Wurmbehandlung und dann die Corona-Erkrankung bei deinem Magen und Darm Spuren hinterlassen hat.

    Hast du während deiner Coronaerkrankung auch noch Antibiotika bekommen?

    Das wäre ja zum Schutz vor zusätzlichen bakteriellen Infektionen auch völlig richtig, aber hat deine Verdauung wohl noch mehr geschädigt.

    So eine erworbene Glutenunverträglichkeit kommt wohl selten von ganz alleine, sondern meistens durch irgendwelche andere Magen-Darm-Erkrankungen wie z.B. Gastritis, aber eben auch durch Infektion mit Parasiten wie bei Dir...

    Hi, vielen Dank für eure vielen Antworten. Ich war Freitag beim Arzt, und habe jetzt meine Ergebnisse vorliegen.

    Stuhlprobe.

    Anti-Galladin AK- normal

    Anti-Transglutamitase Ak - grenzwertig erhöht


    Ich habe in zwei Wochen einen Termin beim Gastroenterologen mit dem rede ich wegen der Magenspiegelung. Und dann kann mal ja auch gleich Heliodingsda testen. Da es mir mit ohne Gluten viel viel besser geht, bleibe ich vorläufig dabei. Allerdings sind meine Beschwerden nur besser und nicht weg.

    Letztlich erklärt es ja dann auch nicht die ähnlichen Symptome, die mein Mann hat....


    Antibiotika haben wir während der Covid Infektion nicht bekommen- (wie auch .. wir waren ja nicht mehr in der Lage einen Arzt zu rufen)

    darkwillow schrieb:

    Antibiotika haben wir während der Covid Infektion nicht bekommen- (wie auch .. wir waren ja nicht mehr in der Lage einen Arzt zu rufen)

    Die Antibiotika helfen bei Viren ja auch nicht und Corona gehört zu den Viren. Da gehören antivirale Mittel zu.

    Bin gespannt wie es weiter geht, hat dein Arzt dir schon eine Biopsie vorgeschlagen?

    Alles Gute für dich

    Klimarose66 schrieb:
    darkwillow schrieb:

    Antibiotika haben wir während der Covid Infektion nicht bekommen- (wie auch .. wir waren ja nicht mehr in der Lage einen Arzt zu rufen)

    Die Antibiotika helfen bei Viren ja auch nicht und Corona gehört zu den Viren. Da gehören antivirale Mittel zu.

    Ja, natürlich helfen ABs nicht gegen Viren.

    Aber manche Corona-Patienten haben im KKH trotzdem auch Antibiotika bekommen, um eine zusätzliche Infektion durch Bakterien zu vermeiden.

    Und Antibiotika können ja die Darmflora ganz schön verändern, wenn man Pech hat...

    Aber das ist ja bei der TE nicht so gewesen.

    Die TE sollte für eine genauere Diagnose am besten eine Magen-und-Darmspiegelung machen. Dadurch könnte man sicher mehr feststellen, als durch eine Stuhlprobe...

    Wie gesagt in zwei Wochen habe ich ein Gespräch mit dem Gastroenterologen, wegen der Magenspiegelung, damit entschieden werden kann wie dringend es ist....