Besuch eltern die zur Risikogruppe gehören

    Guten Tag, weiß nicht ob ich hier im richtigen thread bin... ich möchte demnächst meine eltern (71, 79 Jahre) besuchen. Habe sie seit beginn des corona lockdowns nicht mehr gesehen. Mittlerweile sind die ausgangsbeschränkungen aufgehoben (wohne in Österreich) und ich bin mir jetzt unsicher was den besuch meiner eltern betrifft:


    sie haben ein haus mit garten- wäre es besser sich nur im garten unter Einhaltung des mindestabstands aufzuhalten inklusive mundschutz oder kann dieser entfallen?

    hätte kurz auch was im haus zu erledigen, ist das möglich wenn sich dabei meine Eltern in einem anderen Raum aufhalten?

    Darf ich ihre toilette benutzen oder besteht auch hier ansteckungsgefahr?

    sollte ich bei ihnen essen, natürlich unter einhaltung des mindestabstandes, können dann mögliche viren durch den geschirrspüler abgetötet werden oder wäre es ratsamer nicht mit meinen eltern zu essen?

    ich selbst habe zwar keine Symptome, bin auch seit 7 wochen daheim und gehe nur zum einkaufen und spazieren Raus, mache mir aber trotzdem sorgen dass ich mich eventuell angesteckt haben könnte oh e es zu wissen und damit meine eltern gefährden könnte. Sie haben beide vorerkrankungen (herz, Bluthochdruck ), sind jedoch fit.



    Vielen dank!



    mit freundlichen Grüßen

    Silvia

  • 4 Antworten

    Ich kann dir sagen wie wir es machen. Treffen hauptsächlich im Garten. Gestern das erste Mal im Haus, weil ich über mein Bruder bei Dingen helfen mussten. Mein Vater hielt Abstand (gefährdeter).


    Geschirrspüler entfernt alles, keine Sorge. Toilette, notfalls mit einem Stück Papier an den Fingern spülen, auch wenn ich nicht so vorsichtig wäre.

    Ich würde sagen - im Garten treffen, ruhig was Essen, zur Toilette gehen, im Haus aber auf jeden Fall Mundschutz (wenn du hast würde ich Desinfektionsspray mitnehmen und nachher Spulknopf und Brille, sowie Türklinken die du berührt hast desinfizieren.)


    Im Garten würde ich wirklich möglichst mindestens zwei Meter Abstand halten (eventuell ruhig auch mehr) , dann aber ruhig auch ohne Mundschutz.


    Generell wäre ich eher vorsichtig.


    Wie ist es mit deinen Eltern. Tendieren sie zur Vorsicht oder könnten sie alles nicht sooo eng sehen und dich zur Begrüßung unbedingt in den Arm nehmen wollen?


    Meiner Mutter (84) ist es anfänglich äußerst schwer gefallen das Ganze nicht für doch etwas übertrieben zu halten. Sie war richtig schockiert als sie verstand dass das nicht nur eine fixe Idee von ihrer Tochter war.

    Ich bin auch Jahrgang 79. Und lebe mit gut 150/250 km zu meinen jeweiligen Eltern in einer anderen Stadt.


    Letztes Wochenende habe ich meine Mutter (Anfang 60) und Stiefvater (Mitte 70) getroffen.

    Wir haben uns auf einem Waldparkplatz getroffen und sind ne große Runde gelaufen und haben Geocaches eingesammelt. Und haben im Wald was leckeres gegessen.


    Dieses Wochenende meinen Vater (Mitte 60) und seine Frau (auch so in dem Alter). Wir sind ein paar Stunden in einem Park spazieren gegangen und haben ein schönes Picknick gegessen.


    Mein Angebot, dass man sich auch mal in den Arm nimmt, haben alle herzlich gern angenommen. Keiner hat da einen Mundschutz getragen. Jeder muss seinen Weg mit dem ganzen finden, auch abhängig von der individuellen Situation (Symptome, Risiken, persönliche Bewertungen und Ansichten, Bundesland und Region/Stadt/Dorf und Kontaktfreudigkeit der Menschen), das oben ist meiner.


    Auf der psychischen Ebene hat uns das allen sehr gut getan, sich wirklich mal wieder zu sehen.

    Ich denke auch - wir müssen lernen mit einem gewissen Restrisiko zu leben! Paranoia hilft niemandem...

    Wir sind hier zu fünft - unter anderem auch meine 80jährige Mutter, die ist zwar eigentlich fit...aber eben doch 80. Wir sondern und hier im Haus NICHT voneinander ab, auch nicht von Mama. Hätte ja doch keinen Sinn!

    Sie selber geht so gut wie nicht aus dem Haus - Einkäufe erledige ich, bei Arztterminen begleite ich sie. Durchs kaum aus dem Haus gehen fehlt ihr nämlich völlig die Routine mit Maske, Händedesinfektion und Verhaltensregeln. Also steuere ich da mit....

    Wir Anderen schützen uns so gut es eben geht um nichts einzuschleppen. Ich selber habe in der Arbeit keinen Kontakt zu anderen Menschen, mein Mann war erst mal zuhause, jetzt arbeitet er wieder - aber nur zu zweit mit immer dem selben Kollegen im Freien ...

    Ein Sohn arbeitet im Handel - so weit wie möglich geschützt durch Maske und Hygiene, der Andere ist zuhause weil die Lebenshilfe Werkstätte noch zu hat.

    Besteht das Risiko etwas heimzuschleppen?

    Ja, ich denke schon! Riskiere ich etwas Unnötiges? Nein!

    Das Leben muss weitergehen! Wenn uns unter diesen Umständen doch etwas passiert dann sollte es wohl so sein! @:)*:)