Corona-Warn-App

    Hallo! Wer von Euch hat schon die Corona-Warn-App oder will sie sich downloaden?


    Ich werde sie nicht benutzen, weil

    1. trage ich mein Smartphone nicht ständig mit mir rum oder es ist ausgeschaltet.

    2. Nach meiner Information übertrifft das benötigte Blutooth in den meisten Fällen die maximal zulässige SAR-Strahlung deutlich Handystrahlung

    3. Es nützt nichts, wenn ein Erkrankter (positiv Getesteter) keine Corona-Warn-App benutzt oder diese nicht auf "Corona positiv" eingestellt hat.

    4. Ich halte das Risiko nicht für ausgeschlossen, dass andere - sei es der Staat, das Gesundheitsamt oder Fremde - so mein Smartphone abhören oder sonstigen Unfug machen können.

    5. Was den Gesundheitsschutz bzw. die Nachverfolgbarkeit von Infektionen betrifft, halte ich es für einen Skandal, dass die besten der Experten 4 Monate gebraucht haben, um festzustellen, dass der Entzündungshemmer Dexamethason die Sterblichkeit bei Coronainfektionen mit Lungenentzündung um 30 Prozent reduzieren kann. Das wären über 100.000 Tote weniger gewesen ! Todesopfer Corona

    P.S. ich bin negativ getestet.:)D

  • 487 Antworten

    Ich halte von der App gar nichts. Das hat aber nicht mit Misstrauen in Sachen Datenschutz zu tun, sondern:


    Ich installiere nur absolut notwendige Apps, der Akku ist so schon schnell genug leer


    Blutooth habe ich immer aus, außer ich muss ein Gerät/Headset connecten


    zusätzlich habe ich gelesen, manche haben es geschafft sich zum Spaß als positiv da einzutragen und um jetzt Chaos zu stiften, die Fehlquote ist immens, wenn es nur ein paar gelingt ohne Code/mit Fake-Codes sich als positiv einzutragen.


    Generell führt das ganze in meinen Augen eh nur zu Panik, dass man eng an eng mit jemand infiziertem irgendwo war (gerade draußen), sagt in wenigen Sekunden gar nix aus...Ich warte jetzt aber erstmal ab, was man die nächsten Wochen dazu hört ;)

    Ist es denn nicht notwendig, dass wir Corona in den Griff kriegen? Merkwürdige Auffassung von Notwendigkeiten.

    Ich hab die App installiert und bin froh, dass es diese gibt. Ich nehme sonst nicht ständig mein Telefon überall mit hin. Jetzt tue ich das aber, eben weil ich denke, dass es Sinn macht. Allerdings nur, wenn ausreichend Menschen mitmachen, ansonsten müssen wir eben alle wieder evtl. in den Lockdown.

    Oder Familienmitglieder verlieren.......hauptsache, man muss nicht so oft laden oder eine Powerbank anstecken. ;-)

    Mein holdes Weib hat noch ein Handy ohne Internet und ich wollte die APP runterladen aber mein Smartphone ist wohl zu alt. Beide werden wir keine neuen Telefone kaufen. Ansonsten - ich hätte es gemacht...

    onodisep schrieb:

    Ich werde sie nicht benutzen, weil

    1. trage ich mein Smartphone nicht ständig mit mir rum oder es ist ausgeschaltet.

    Selbst wenn Du es nur einmal die Woche dabei hast, könntest Du anschließend falls Du ein paar Tage später Coronadiagnostiziert wirst, wenigstens ein paar Leute warnen die Du an diesem Tag angetroffen hast.


    Zitat

    2. Nach meiner Information übertrifft das benötigte Blutooth in den meisten Fällen die maximal zulässige SAR-Strahlung deutlich Handystrahlung

    Bluetooth ist nicht neu im Handy, das Gerät dürfte nciht auf dem Markt sein wenn das so wäre.


    Zitat

    3. Es nützt nichts, wenn ein Erkrankter (positiv Getesteter) keine Corona-Warn-App benutzt oder diese nicht auf "Corona positiv" eingestellt hat.



    Sagen wir "nur" 50% der Leute benutzt die App.

    a) Deine Chance egwarnt zu werden ist dann zwar nicht 100% aber 50% oder immernoch mehr als 0%.

    b) Du kannst zu 100% alle warnen, die die App verwenden.

    Zitat

    4. Ich halte das Risiko nicht für ausgeschlossen, dass andere - sei es der Staat, das Gesundheitsamt oder Fremde - so mein Smartphone abhören oder sonstigen Unfug machen können.

    Du kannst das Risiko ausschließen. Einerseits gibts den Quellcode auf github, hier könnte man sagen: der code muss nicht mit der gebauten App im Appstore/Playstore übereinstimmen. Es gibt aber noch die möglichkeit, dass Du Deine installierte App von deinem Handy runterziehst und analysierst. Und falls Du kein Entwickler bist, gibts genug andere die genau das bestimmt tun werden. Allen vorran Securityforscher.

    Zitat

    5. Was den Gesundheitsschutz bzw. die Nachverfolgbarkeit von Infektionen betrifft, halte ich es für einen Skandal, dass die besten der Experten 4 Monate gebraucht haben, um festzustellen, dass der Entzündungshemmer Dexamethason die Sterblichkeit bei Coronainfektionen mit Lungenentzündung um 30 Prozent reduzieren kann. Das wären über 100.000 Tote weniger gewesen ! Todesopfer Corona


    Das hat mit der App nichts zu tun.

    Gerade im Netz entdeckt:


    Zitat

    Peter Petersen auf Facebook:


    „Ich lasse mich doch nicht verarschen!


    Diese Corona-App werde ich niemals installieren!


    ICH LASSE MICH NICHT AUSSPIONIERN!!“



    Facebook so:


    Oh, Peter Petersen,


    35-40Jahre alt,


    männlich,


    wohnt in „Sydney“,


    loggt sich normalerweise in Wuppertal und Umgebung ein,


    politisch eher konservativ,


    katholisch,


    798 Kontakte ersten Grades,


    6712494 Kontakte zweiten Grades,


    Name vermutlich korrekt, da in den Adressbüchern der Freunde so vorhanden,


    hat 2 Kinder mit „Petra Petersen“ die in 2 Monaten Geburtstag hat und sich aktuell in einer Beziehung mit „Lurchi Mommsen“ befindet,


    mag Musik von den Flippers, Andrea Berg und Mötley Crüe, hat gestern Abend auf Netflix „Suits“ geschaut,


    war danach auf Pornhub, Stern, und TAZ um Artikel über Reisen zu lesen,


    bevorzugt Reiseziele in Bergregionen,


    hat in 4 Tagen Geburtstag,


    kauft eher impulsiv und online,


    interessiert sich für hochpreisige Marken,


    hat BMW, Ferrari und Glashütte Uhren abonniert, Haushaltsnettoeinkommen ca 30-50.000 Euro,


    hat 1999 an der Kalle Grabowski Universität Unna einen Abschluss in Literaturwissenschaft gemacht,


    wohnt weit entfernt von den Eltern,


    hat in letzten 4 Jahren mindestens 4 Beziehungen gehabt,


    ist aktuell Single,


    wird vermutlich demnächst ein Auto der Marken Mazda oder Honda kaufen,


    ist technisch interessiert, aber eher skeptisch,


    gilt als „late adopter“,


    hat gerade einen neuen Post verfasst:


    //Ich lasse mich doch nicht verarschen!!1!


    Diese Corona-App werde ich niemals installieren!


    ICH LASSE MICH NICHT AUSSPIONIERN!!//


    Geschrieben mit der Facebook App Version X.X


    in der Nähe Marktplatz Wuppertal,


    auf einem Apple Iphone X, 256GB,


    IOS ältere Version,


    Gerätesprache Deutsch


    Akkustand 23%


    Netzbetreiber Telekom


    Das speicher ich gleich mal auf meinen Servern in den USA, Deutschland, Norwegen, Dänemark, .........


    Völlig unbeteiligte Corona-App von Betatester,


    auch auf dem Marktplatz in Wuppertal:


    Oh. 221h273bd77 hat gerade 5 Minuten unter 2m entfernt von 23882bdw810 gestanden.


    Wenn in zwei Wochen keiner von denen gemeldet hat, dass positiv getestet wurde, lösche ich diese Info wieder.


    Sonst bekommt die jeweils andere ID eine Nachricht, dass ein Test empfohlen wird.


    Quelle: unbekannt

    ]:D

    Das Zitat hat irgendwie nicht geklappt....


    onodisep schrieb:

    2. Nach meiner Information übertrifft das benötigte Blutooth in den meisten Fällen die maximal zulässige SAR-Strahlung deutlich Handystrahlung

    Deine Information ist a) falsch, b) geht sie aus dem Link auch gar nicht hervor, c) benutzt die App den Bluetooth LE (Low Energy)-Standard.


    Wenn du Strahlung vermeiden willst, benutze kein Handy und schalte zuhause das WLAN ab. Aber ob irgendwo Bluetooth LE mit einer Reichweite von wenigen Metern funkt, macht im Strahlungsrauschen definitiv keinen Unterschied.


    onodisep schrieb:

    4. Ich halte das Risiko nicht für ausgeschlossen, dass andere - sei es der Staat, das Gesundheitsamt oder Fremde - so mein Smartphone abhören oder sonstigen Unfug machen können.

    Du hast schon verstanden, dass die App nach dem "Open Source"-Prinzip herausgebracht wurde? D. h. der Code kann von unabhängigen ITlern geprüft und die Vergleichsanwendung zur Kontrolle selbst gebaut werden. Mehr Vertrauen kann man in eine Anwendung nicht schaffen.


    onodisep schrieb:

    5. Was den Gesundheitsschutz bzw. die Nachverfolgbarkeit von Infektionen betrifft, halte ich es für einen Skandal, dass die besten der Experten 4 Monate gebraucht haben, um festzustellen, dass der Entzündungshemmer Dexamethason die Sterblichkeit bei Coronainfektionen mit Lungenentzündung um 30 Prozent reduzieren kann.

    Der Skandal, den du erzeugst, ist in Wirklichkeit keiner. Dexamethason steht schon lange auf der Behandlungsliste, genauso wie Remdesivir. Nur sind nun die Behandlungserfolge auch langfristig überprüft und Dexamethason hat es in die öffentliche Wahrnehmung durch die Presse geschafft.


    Davon abgesehen hat das aber nichts mit dem Sinn der App zu tun, Menschen das Leben zu retten. Sondern die Pandemie einzudämmen, dass wir nicht 10000 neue Patienten pro Tag haben. Der Krankheitsverlauf ist ja nicht das eigentliche Problem.

    Ich habe die App installiert, verspreche mir in meinem Alltag aber nicht allzu viel davon. In Ballungsgebieten und dem ÖPNV zum Beispiel erscheint mir die Nutzung durchaus sinnvoll, aber hier im ländlichen Raum kann ich meine "Risikokontakte" über zwei Wochen auch ohne App an einer Hand abzählen. Da ich allerdings bald verreisen möchte, finde ich es schon praktisch, wenn erfasst wird, ob die mir unbekannten Menschen in meiner Nähe positiv getestet wurden und natürlich auch, dass sie im Fall der Fälle gewarnt werden, wenn ich infiziert sein sollte.


    Ich kann aber auch nachvollziehen, wenn jemand die App nicht nutzen möchte, deshalb bin ich sehr froh, dass die Nutzung freiwillig ist. Ich selbst mache mir da weniger Gedanken über Datenschutz und Co, weil ich durch mein Nutzungsverhalten des Smartphones schon jahrelang genug preisgebe. Ich bin zwar nicht auf Facebook und Co vertreten, aber ich nutze regelmäßig Fitness- und Trackingapps, die meine Laufwege aufzeichnen und trage auch ein Smartband. Bluetooth und GPS sind bei mir dauerhaft aktiviert. Von daher können div. Unternehmen schon jetzt auf meine Bewegungs- und z.T. sogar Gesundheitsdaten (Gewicht, Puls, Blutdruck) zugreifen. Das ist ein Preis, den ich bewusst zahle, indem ich den Komfort solcher Apps und Smart Wear nutzen möchte und die Vorteile für mich überwiegen.


    Ich denke, dass vielen tatsächlich nicht bewusst ist, welche Daten div. Apps schon heute sammeln und dass Smartphones theoretisch jederzeit abgehört werden können, aber trotzdem möchte ich deshalb niemanden verpflichten, sich bewusst eine Tracing App zu installieren, wenn ihm der Gedanke Bauchschmerzen bereitet.

    Wobei meiner Beobachtung nach auch viel Unwissen darüber herrscht, wie die App genau funktioniert, siehe:

    Zero2k4 schrieb:

    Generell führt das ganze in meinen Augen eh nur zu Panik, dass man eng an eng mit jemand infiziertem irgendwo war (gerade draußen), sagt in wenigen Sekunden gar nix aus...

    "Kontakte", die nur wenige Sekunden angedauert haben, werden doch auch gar nicht erfasst. Die App warnt Menschen im Nachhinein, die sich mindestens 15 Minuten in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

    Lis Boa schrieb:

    "Kontakte", die nur wenige Sekunden angedauert haben, werden doch auch gar nicht erfasst. Die App warnt Menschen im Nachhinein, die sich mindestens 15 Minuten in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

    Eben. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn die Leute sich erstmal informieren würden, als irgendetwas anzunehmen, was überhaupt nicht so ist.

    Das ärgert mich inzwischen wirklich, dass so viele meinen es auf jeden Fall besser zu wissen, aber sich noch nicht eine Sachinfo dazu durchgelesen haben.

    Ich habe mir sie auch schon runtergeladen und finde kein Nachteil daran, außer die Tatsache, dass so viele sich davor sträuben sie zu nutzen.


    Es ist ein gutes Hilfsmittel, vielleicht nicht perfekt, aber wenn es mir auch nur ein bisschen dabei hilft zu wissen ob ich in der Nähe von einem erkrankten war, dann stecke ich ja vielleicht auch schon einen Menschen weniger an, nur weil ich einen Tag früher in Quarantäne gegangen bin. Das reicht mir um die 2 Minuten zu investieren.