COVID-19: Signifikant weniger Tote durch Vitamin D

    Ich hatte vor 4 Monaten auf eine spanische Studie zu diesem Thema hingewiesen.


    Mittlerweile wurden mehrere weitere Interventionsstudien veröffentlicht, bei denen es um die Behandlung von COVID-Patienten mit Vitamin D geht. Eine Übersicht und aktuelle Metaanalyse findet sich hier: https://vdmeta.com


    Kurzes Zitat: "Conclusion: Vitamin D is an effective treatment for COVID-19. (...)"


    Wobei es anscheinend am besten hilft, wenn man es schon früh im Verlauf der Erkrankung einnimmt bzw. verabreicht. Aber auch bei späterer Anwendung ("Late Treatment") zeigten sich noch positive Effekte durch ausreichend hohe Vitamin-D-Dosen.

    Ebenfalls kann und sollte man sich vorbeugend um einen guten Vitamin-D-Status kümmern.


    Zu den Studien mit hoher Teilnehmerzahl gehörte eine in Großbritannien (mehrere Krankenhäuser).

    Kurze Übersicht: https://c19vitamind.com/ling.html

    Gesamter Text: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7763301


    Hier also eine um rund 80% niedrigere Sterblichkeit durch "cholecalciferol booster therapy". Wobei die verabreichten Dosen bei der überwiegenden Zahl der Patienten nicht mal so sehr hoch waren (z.B. 40.000 I.E. pro Woche).

  • 24 Antworten

    Nun ja, gehen wir mal davon aus, dass Menschen in Äquatornähe oder zumindest mit stabilem Sonnenschein dann weniger betroffen sein müßten. Weil sie automatisch höherer Vit. D Werte haben dürften als Menschen im Norden hier.



    Ist aber nicht so, siehe Brasilien, Südafrika, wo im Moment sogar Sommer ist.

    BenitaB. schrieb:

    Nun ja, gehen wir mal davon aus, dass Menschen in Äquatornähe oder zumindest mit stabilem Sonnenschein dann weniger betroffen sein müßten. Weil sie automatisch höhere Vit. D Werte haben dürften als Menschen im Norden hier.

    Ist aber nicht so, siehe Brasilien, Südafrika, wo im Moment sogar Sommer ist.

    Da können Unterschiede im Verhalten eine Rolle spielen. Gerade heute z.B. gelesen:

    https://www.rnd.de/panorama/tr…2ASVBE24ZZCKN2DYA3XI.html


    Die Ergebnisse von (Interventions-)Studien werden durch Vermutungen über unterschiedliche Vit.-D-Spiegel nicht widerlegt.

    Ich denke es ist schwierig Länder zu vergleichen. Die Verhaltensweisen und Lebensumstände sind völlig anders. Das medizinische System ist anders, i.d.R. schlechter usw. usf.

    Daher sind eigentlich nur Studien geeignet einen Einfluss von bestimmten Faktoren (in diesem Fall von Vitamin D) zu beurteilen.


    Grüße

    Zumindest kann man festhalten, dass Vitamin D bei Corona in "untoxisischen" Mengen nen Versuch wert ist. Ich mein was besseres gibts ja immer noch nicht.


    Im Oktober hatte ich ein österreichisches Behandlungsblatt in der Hand, da hieß es man gibt zur Frühbehandlung bei Corona:


    Zink (75.g bis 150mg pro Tag)

    Quercetin (500mg bis 1500 mg am Tag)

    Bromhexin (50mg mis 75mg am Tag)

    Vitamin C (1000 mg)

    Vitamin D (4000u/T)


    Also schon damals in Österreich Gang und Gebe und das wahrscheinlich auch in Deutschland. Inwieweit sich die Behandlung inzwischen verbessert hat, weiß ich natürlich nicht.

    Sylphide schrieb:

    abwarten ... man kann noch nicht abschließend etwas bewerten / eine Aussage treffen

    Das Vitamin und das Virus: Hilft Vitamin D gegen das Coronavirus? - Spektrum der Wissenschaft

    Danke für den Link. Im Abschnitt "Vitamin-D zur Therapie" nennt der Spektrum-Artikel leider nur 2 Studien, darunter die von Murai et al. (Brasilien). Auf vdmeta.com sind hingegen mittlerweile 14 Therapiestudien (Treatment studies, Interventionsstudien) verzeichnet, von denen die Murai-Studie als einzige keinen positiven Effekt einer Vitamin-D-Gabe ausweist.


    Die Autoren von vdmeta kommentieren: "[Murai] is a very late stage study (mean 10 days from symptom onset, with 90% on oxygen at baseline), with poorly matched arms in terms of ethnicity, diabetes, and baseline ventilation, all of which favor the control group."

    Sagen wir mal so: ausreichend Vitamin D = besseres Immunsystem

    Viele Leute sind aber NICHT ausreichend versorgt; vielleicht noch kein Mangel im medizinischen Sinn aber es könnte halt besser sein. Wird gerne verharmlost mit "Im Winter ist halt nicht so viel Sonne"

    Aus der Sicht kann ich mir schon vorstellen, dass man eine Covid-19-Infektion besser wegsteckt, wenn man Vitamin D Tabletten nimmt.


    Allerdings...


    Zitat

    Wobei die verabreichten Dosen bei der überwiegenden Zahl der Patienten nicht mal so sehr hoch waren (z.B. 40.000 I.E. pro Woche).

    Ahem - das ist eine sehr hohe Dosis !!!

    Ansiga9999 schrieb:

    Ahem - das ist eine sehr hohe Dosis !!!

    Sicher nicht, wenn sie nur für relativ kurze Zeit (einige Wochen max.) eingenommen wird. 40.000 IE pro Woche entspricht weniger als 6.000 pro Tag.


    Aus der Packungsbeilage der rezeptpflichigen Kapseln Dekristol 20 000 I.E.:

    "Bei Erwachsenen mit normaler Funktion der Nebenschilddrüsen liegt die Schwelle für Vitamin-D-Vergiftungen zwischen 40.000 I.E. und 100.000 I.E. pro Tag über 1 bis 2 Monate."

    Bemerkenswerter Weise empfiehlt neuerdings sogar die DGE Vitamin D zum Schutz

    vor "akuten Atemwegsinfektionen": Link


    Nur ist die von der DGE empfohlene Dosierung (800 IE pro Tag) etwas niedrig.

    GreenVelvet schrieb:

    Nö. So sehr hoch ist die nicht. Die übliche Auffüllung findet mit 20.000 I.E. am Tag statt.

    Pro Woche.

    Ansiga9999 schrieb:
    GreenVelvet schrieb:

    Nö. So sehr hoch ist die nicht. Die übliche Auffüllung findet mit 20.000 I.E. am Tag statt.

    Pro Woche.

    Kenne ich jedenfalls so.


    Zitat

    "Bei Erwachsenen mit normaler Funktion der Nebenschilddrüsen liegt die Schwelle für Vitamin-D-Vergiftungen zwischen 40.000 I.E. und 100.000 I.E. pro Tag über 1 bis 2 Monate."

    Das heißt in meinen Augen, wenn ich einen Monat lang täglich 40000 i.E. zu mir nehme kann ich mich vergiften.