laut tv, eben gelesen, es besteht in den USA ein verdachtsfall Ebola bei einem angehörigen des an Ebola erkrankten der vor kurzem aus Liberia eingereist war, übrigens soll er in brüssel vorher zwischengelandet haben.der verdachtsfall soll aus dem näheren Umfeld des erkrankten stammen.

    @ Hypochondrix

    Zitat

    PS: Hoffen wir alle, daß die Annahmen RICHTIG sind!

    Das sind keine Annahmen, sondern Beobachtungen, die in 20 – 30 Ausbrüchen in 40 Jahren, inkl. diesem, immer wieder gemacht wurden. Gegenteilige Beobachtungen hat man noch nie gemacht. Beruhigt?

    übrigens interessant in dem zusammenhang:


    ZITAT: Die Nachricht vom ersten Ebola-Fall in den USA ließ nachbörslich die Aktienkurse von mehreren Pharmafirmen steigen, die an Mitteln gegen die Seuche arbeiten. Dazu gehörten Tekmira mit einem Plus von 20,6 Prozent, BioCryst mit 14,5 Prozent und Sarepta mit 8,2 Prozent

    das man den Flugverkehr zu diesen 3 ländern nicht unterbindet, also einreiseverbot nach Europa und USA z.b. aus diesen 3 ländern, verstehe ich nicht. normalerweise dürfte nur noch hilfspersonal rein- und rausgeflogen werden für die nächsten Monate.


    damit infizierte nicht in andere kontinente gelangen können. das dies nicht gemacht wird, erscheint mir mehr als merkwürdig.


    das ist unlogisch.


    aus diesem grunde muß ich persönlich davon ausgehen, daß die verantwortlichen z.b. in Europa und in den USA logische zusammenhänge nicht verstehen (was ich mir kaum vorstellen kann), oder sie wollen sie aus welchen gründen auch immer, gewollt, nicht verstehen.

    Zitat

    das man den Flugverkehr zu diesen 3 ländern nicht unterbindet, also einreiseverbot nach Europa und USA

    Wieso sollte man das tun? Was wäre da der erhoffte Effekt? Auch in den betroffenen Ländern gibt es regionale Hotspots... Ist ja jetzt nicht so als ob das quasi wie ein grippaler Infekt umsich greift.


    Mach dir mal die Größe der betroffenen Länder bewusst. Bis Ende September gab es ca 7000 Erkrankungsfälle. In Relation gesetzt ist das nichts. Da ist noch lang kein Bedarf internationalen Reiseverkehr einzustellen.


    Denke viele wissen einfach nicht, was das Virus kann. Oder eben nicht. Aber Hauptsache es ist medienwirksam...

    ich denk auch es wäre mit kanonen auf spatzen schießen, und schadet den eh schon schwachen ländern wirtschaftlich enorm. Da wägt man sicher genau ab ob das nicht nur unsinn ist und panikmache wäre.

    Zitat

    das man den Flugverkehr zu diesen 3 ländern nicht unterbindet, also einreiseverbot nach Europa und USA z.b. aus diesen 3 ländern, verstehe ich nicht.

    Ich dachte, das wäre teilweise schon so gemacht worden. Ich hab letztens im Radio was davon gehört, dass der Transport der Hilfsladungen gar nicht so einfach war, weil extra Maschinen gechartert werden mussten, die dann anschließend sogar desinfiziert werden mussten. Das gilt aber vielleicht nur für bestimmte Städte und nicht gleich das ganze Land... ":/

    Ich glaube da ging es wohl eher darum das.die Technik der Bundeswehr massiv veraltet ist, Flieger sitzen wegen technischer Mängel im Ausland fest etc. Die von der Bundeswehr meinten die würden Passagiermaschinen chartern. Das ginge immer. Aber klar das muss alles desinfiziert werden.

    na ja jeder hat seine eigene Meinung halt


    ich selber halte es für fahrlässig.


    menschen die per schiff unterwegs sind, ok, das dauert sowieso einige Wochen


    (z.b. Südamerika nach Europa z.b. 2 Wochen), aber der Flugverkehr ist was ganz anderes.frachtschiffe dürften wohl auch einige Wochen unterwegs sein vermute ich


    aber das kann doch wohl nicht angehen, daß jemand ende September aus Liberia einfach so über brüssel einreisen kann und dann weiterfliegt nach Europa.


    unfassbar


    entweder einreiseverbote oder 3 Wochen Quarantäne im jeweiligen ankunfsland


    hier ein neuer link zum USA infizierten


    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_71252746/80-menschen-in-texas-wegen-ebola-unter-beobachtung.html


    erst vor wenigen tagen gabs in der schweiz einen Ebola verdachtsfall von einem mann der wenige tage zuvor von Guinea aus nach paris geflogen war und dann in der schweiz landete mit Symptomen, ok der hatte dann kein Ebola wie es sich herausstellte, aber es ist ein Unding daß einfach sich in den flieger setzen konnte.


    das nicht gehandelt wird, gibt mir STARK zu denken


    was soll man davon halten?

    @ sofia34-39 jahre alt

    Zitat

    das man den Flugverkehr zu diesen 3 ländern nicht unterbindet, also einreiseverbot nach Europa und USA z.b. aus diesen 3 ländern, verstehe ich nicht.

    Wenn man diese ohnehin fast kollabierten Länder noch mehr isoliert, forciert man die Probleme nur und macht die Epidemie noch schlimmer, weil Exporteinnahmen verloren gehen, weniger Lebensmittel ankommen, auch Hilfsmaßnahmen schwieriger werden usw. Etliche afrikanische Länder, die sich eine effektive Eindämmung im Ernstfall nicht unbedingt zutrauen, haben dennoch bereits die Beziehungen weitgend abgebrochen, was schon mal viele potentielle Verbreitungswege kappt.


    Dann führ dir mal vor Augen: Diese Länder haben nur einen sehr geringen Anteil am Flugverkehr. Und 95 % der Menschen dort sind so arm, dass sie in ihrem Leben nie in ein Flugzeug steigen werden. Die restlichen 5 % sind besser betucht, und haben ein geringeres Risiko, sich zu infizieren, weil sie nicht in Slums oder Urwalddörfern leben. Insgesamt sind bislang ca. 0,05 % der Bevölkerung erkrankt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Export des Virus ist somit extrem gering, und man geht (zu Recht) davon aus, dass man die wenigen, siolierten Fälle, die es trotzdem geben wird, in jedem leidlich entwickelten Land leicht unter Kontrolle bekommt. Eine totale Quarantäne würde für die betroffenen Länder enorme Probleme bedeuten, für den Rest der Welt nur einen winzigen Nutzen. Das sind humanitäre Abwägungen.

    Zitat

    na ja jeder hat seine eigene Meinung halt


    ich selber halte es für fahrlässig.

    Dass der Flugverkehr nicht komplett gesperrt wird? Da hat dann der Standpunkt, das sei fahrlässig, tatsächlich nur eine Grundlage, wenn man nicht weiterdenkt als ungefähr bis zur eigenen Nasenspitze. Dass der konkrete Umgang mit Reisenden aus den betreffenden Ländern eine gewisse Sorgfalt vermissen lässt, sehe ich allerdings auch so.

    Zitat

    aber das kann doch wohl nicht angehen, daß jemand ende September aus Liberia einfach so über brüssel einreisen kann und dann weiterfliegt nach Europa.

    Als logischen Schluss sollte man dich dann auch mehr als gründlich überprüfen und eventuell unter Quarantäne stellen, wenn du gedenkst deinen Staat zu verlassen. Auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union – unabhängig vom Verkehrsmittel.

    Zitat

    gabs in der schweiz einen Ebola verdachtsfall

    Es gibt immer wieder "Verdachtsfälle" in Europa. Und? Das liegt vor allem daran, dass die anfänglichen Symptome sehr diffus sind und man auf Nummer sicher gehen will. Kein riesiges Trara, paar Tests und bald hat man das Ergebnis, vollkommen unspektakulär. Wer es aber immer wahnsinnig spektakulär macht, sind irgendwelche Sensationsblätter %-|


    Vielleicht ist das noch nicht so ganz rübergekommen, aber ich schreibs nochmal:


    In 6 (!) afrikanischen Staaten gab es ca. 7000 Erkrankungsfälle. Auf die Gesamtbevölkerung dieser Länder ist das, prozentuell gesehen, minimalst. Beginn war Ende März. Es erkranken über knapp 6 Monate 7000 Menschen. Wuuuhu, fürchtet euch, die Apokalypse naht :|N


    In diesem Zeitraum kam es erstmals zu einer (in Zahlen: 1) bestätigten Ebolaerkrankung die außerhalb Afrikas diagnostiziert wurde.


    Allen Anschein nach hatte der Patient, der jetzt in den USA ist, erst kurz nach seinem Eintreffen Krankheitssymptome. Bis dato wurde noch keine Übertragung durch asymptomatische Patienten beobachtet. Sollte jemand tatsächlich an Ebola erkrankt sein, bezweifle ich sehr stark, dass diese Person noch in der Lage ist einen Flug zu tätigen. Geschweigen denn zu einem Flughafen zu kommen.


    Selbst dann, und darauf geht auch das RKI ein, besteht nur niedriges Expositionsrisiko für die direkten Sitznachbarn des (in dieser Annahme bereits erkrankten) Passagiers.


    Ebola ist, im Gegensatz zu anderen Erkrankungen nicht hochinfektiös. Obwohl man gern so tut. Das RKI spricht von hohem Expositionsrisiko in folgenden Fällen:

    Zitat

    perkutane, z.B. Nadelstich oder Schleimhaut-Exposition gegenüber virus-kontaminierten Körperflüssigkeiten


    direkten ungeschützten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten eines Ebolafieber-Erkrankten


    in einem Endemiegebiet (siehe Vorkommen) ohne angemessene Schutzkleidung direkten Kontakt zu einem Verstorbenen hatte

    Eine aerogene Übertragung, sprich durch die Atemluft, ist explizit nicht möglich.


    Diese ganze Debatte über die Medien etc. ist mehr Stammtischgeschwafel als sonst irgendwas. Objektiv setzt sich kaum jemand damit auseinander

    ich finde das verhalten von diesem an Ebola erkrankten mann aus den USA auch ziemlich egoistisch.


    er lebte ja nicht auf dem Mond, er wußte genau was in Liberia los ist und hat in kauf genommen seine verwandte, inkl. mehreren kindern und dessen Umfeld evtl. anzustecken falls er in den drauffolgenden Wochen krankheitssymptome haben sollte.


    zitat:


    In Liberia sei er Mitte September mit einer an Ebola erkrankten Frau in Kontakt gekommen. Der Mittvierziger habe geholfen, eine 19-Jährige mit einem Taxi in ein Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zu bringen. Die junge Frau sei dort abgewiesen worden, weil es nicht genügend Platz gegeben habe. Auf dem Rückweg half Duncan demnach, die im siebten Monat schwangere Frau zu tragen. Später an diesem Abend sei die Frau verstorbenzitat ende


    Troillus


    gegen hilfspersonal und material was gebraucht wird um die Epidemie einzudämmen hab ich ja nichts


    aber welchen Vorteil soll es haben, wenn ein junger mann aus Guinea nach paris fliegt und ein Liberianer über brüssel in die USA?


    Flugzeuge alles die nur Touristen usw. nach Europa, in die USA usw. bringen, wenn solche leute zuhause bleiben oder im ankunftsland 3 Wochen unter Quarantäne verbringen müßen, hat kein Afrikaner in Afrika ein zusätzliches Lebensmittelproblem.

    Zitat

    Und 95 % der Menschen dort sind so arm, dass sie in ihrem Leben nie in ein Flugzeug steigen werden. Die restlichen 5 % sind besser betucht, und haben ein geringeres Risiko, sich zu infizieren, weil sie nicht in Slums oder Urwalddörfern leben

    einige wenige die so eine private Flugreise antreten reichen auch um das Virus zu verbreiten, siehe USA aktuell.


    (und bis her ist auch nur ein einziger gekommen) und schon stehen 80 Personen unter Beobachtung.

    Zitat

    Dass der konkrete Umgang mit Reisenden aus den betreffenden Ländern eine gewisse Sorgfalt vermissen lässt, sehe ich allerdings auch so.


    Shojo

    kann man wohl sagen