Ist ja auch einfach lächerlich. Was wird als nächstes gefordert? Die Flughäfen bombardieren, Schiffe versenken und dann eine Mauer um Afrika ziehen? Und das wird uns dann hier als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme verkauft, oder wie? Wo soll das sonst hinführen? Angst vor terroranschlägen mittels entführter Ebolakranker aus Afrika?


    Ja, ich übertreibe bewusst.


    Ja, Ebola ist eine schreckliche Krankheit und ich kann verstehen, dass man sich nicht zu 100% sicher fühlt, selbst wenn es mir anders geht. Aber man muss bei all der Angst auch einfach mal etwas auf dem Teppich bleiben.


    Wo soll das denn sonst hinführen? Angst vor Terroranschlägen mittels entführter Ebolakranker aus Afrika?


    Mir tun die Menschen da unten nur noch leid und solche Diskussionen sind einfach ein Schlag ins Gesicht derer, die ernsthaft gefährdet sind. Gott sei dank müssen die sowas da unten nicht lesen. :|N

    Zitat

    Gott sei dank müssen die sowas da unten nicht lesen. :|N

    "Da unten" hat man durchaus schon Internet, nicht in den Slums, aber es gibt ja nicht nur Slums. Klar lesen auch viele Leute aus den Krisenregionen den Schwachsinn, der im Internet verzapft wird.

    In dem Parallelfaden (acht Helfer erschlagen oder so ähnlich) hat man vorgeschlagen, einen Zaun (wahlweise eine Mauer) um die drei westafrikanischen Länder zu bauen. Man könnte sicher noch einen Schritt weitergehen und ergänzen "und dann einen mit Benzin getränkten Lappen drüber schmeißen".


    Wenn man liest, was manche so von sich geben, bei denen man (ich!) das nie erwartet hätte, kann man anfangen zu zweifeln :(v

    Zitat

    Egoistisch? Sicherlich; aber auch menschlich nachvollziehbar. Genauso wie das kollektive Sich-in-die-Hose-scheissen, das man jetzt auf vielen Webseiten erleben kann.


    Jezebel

    Viel schlimmer ist ein hysterisches Herunterspielen der ganzen Sache. So wie du es zum Beispiel tust. Das ist besonders gefährlich und gleichzeitig nicht nachvollziehbar.

    @ Shojo

    Zitat

    "Da unten" hat man durchaus schon Internet, nicht in den Slums, aber es gibt ja nicht nur Slums. Klar lesen auch viele Leute aus den Krisenregionen den Schwachsinn, der im Internet verzapft wird.

    Vermutlich hast du recht. Ich käme mir als Betroffener oder Gefährdeter ziemlich verarscht vor.

    Zitat

    In dem Parallelfaden (acht Helfer erschlagen oder so ähnlich) hat man vorgeschlagen, einen Zaun (wahlweise eine Mauer) um die drei westafrikanischen Länder zu bauen.

    Den habe ich nicht verfogt. Wundert mich jetzt aber auch nicht arg. Bei der ganzen Panikmache war so eine Aussage nur eine Frage der Zeit. %-|

    Zitat

    Viel schlimmer ist ein hysterisches Herunterspielen der ganzen Sache. So wie du es zum Beispiel tust. Das ist besonders gefährlich und gleichzeitig nicht nachvollziehbar.


    Kytta

    1. ist es für mich nachvollziehbar


    2. besonders gefährlich – warum?

    Anstatt sich darüber klar zu werden das Pandemien wie HIV/Ebola und Influenza GLOBALE Phänomene sind die eigentlich dazu führen sollten, das wir als Spezies uns gemeinsam den Arsch aufreißen um den betroffenen Menschen und Ländern zu helfen verfallen also viele wieder in die Vogel-Strauß Taktik und denken, das wenn sie einen Virus ignorieren.. er sie nicht finden kann.


    Im gegensatz zu vielen Menschen kennen Viren keine Ethnische Herkunft, keinen Rassismus und keine kulturellen und Gesellschaftlichen Grenzen..


    Das macht sie schon fast ein klein wenig Sympatisch im gegensatz zu einigen Mitmenschen.

    Zitat

    Anstatt sich darüber klar zu werden das Pandemien wie HIV/Ebola und Influenza GLOBALE Phänomene sind die eigentlich dazu führen sollten, das wir als Spezies uns gemeinsam den Arsch aufreißen um den betroffenen Menschen und Ländern zu helfen verfallen also viele wieder in die Vogel-Strauß Taktik und denken, das wenn sie einen Virus ignorieren.. er sie nicht finden kann.

    Ist das Dein Schluss aus den bisherigen Beiträgen hier im Faden (und wenn ja, aus welchen denn, welche Position kritisierst Du damit? Das geht daraus nämlich nicht hervor)? Oder ist das etwas, was Du so empfindest und gern zu ansatzweise thematisch passenden Anlässen äußerst? Oder etwas, das Du bei so empfindest, wenn es um Ebola geht? Ich hatte beim Lesen Deines Beitrags so ein leises Klirren wie von einer aufspringenden Schublade im Ohr. "Ist doch egal, uns kann Ebola nix" hat hier nämlich, glaube ich, noch keiner geschrieben.

    @ Jezebel

    Zitat

    Egoistisch? Sicherlich; aber auch menschlich nachvollziehbar.

    Sehe ich anders. Für mich ist auch keine Massenpanik, bei der Personen totgetrampelt werden, menschlich nachvollziehbar. Und in dem Fall hier war es unheimlich offensichtlich, wie sehr die Interessen der Mehrheit die des Einzelnen bzw. einer Familie überwiegen. Ganz wichtig: Die Person konnte sich ein Flugticket leisten und hatte damit sehr wahrscheinlich hinreichenden Zugang zu den Medien.

    Zitat

    Und in dem Fall hier war es unheimlich offensichtlich, wie sehr die Interessen der Mehrheit die des Einzelnen bzw. einer Familie überwiegen. Ganz wichtig: Die Person konnte sich ein Flugticket leisten und hatte damit sehr wahrscheinlich hinreichenden Zugang zu den Medien.


    DoN_

    eben deswegen sprach ich von egoistisch, damit meine ich den infizierten.


    ich empfand in als egoistisch


    nach diesem Artikel hier empfinde ich allerdings für noch mehr egoistisch als gestern:


    zitat:


    Der Chef der liberianischen Flughafenbehörde erklärte, der Mann sei bei der Ausreise gefragt worden, ob er Kontakt mit Ebola-Opfern gehabt oder Symptome der Krankheit habe. Auf alle diese Fragen habe er mit Nein geantwortet.


    Nach Informationen der liberianischen Zeitung "Front Page Africa" hat der Mann auf einem Kontrollformular am Airport von Monrovia angegeben, er sei in den zurückliegenden drei Wochen nicht mit Ebola-Kranken in Berührung gekommen. In Wirklichkeit habe der Mann unter anderem fünf Tage vor seinem Abflug in die USA wissentlich einer an Ebola erkrankten schwangeren Frau bei der Suche nach einem Krankenhaus geholfen. Die Frau sei wenig später gestorben.


    Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf sagte in einem Interview des kanadischen Senders CBC, sie sei "sehr verärgert" darüber, dass der Mann in dem Bewusstsein in die USA gereist sei, zuvor Kontakt mit Ebola-Infizierten gehabt zu haben. Dies sei unentschuldbar. Sie lasse Möglichkeiten einer strafrechtlichen Verfolgung wegen des Belügens von Regierungsbehörden durch die Falschangaben auf seinem Ausreise-Fragebogen prüfen. zitat ende


    http://www.dw.de/ebola-l%C3%BCge-bei-gesundheitskontrolle/a-17972257

    Zitat

    nach diesem Artikel hier empfinde ich allerdings für noch mehr egoistisch als gestern:

    Joa, ganz im Gegensatz zu den Forderungen, doch den Menschen kollektiv die Ausreise zu verbieten oder gleich eine Mauer um das Land zu ziehen %-| Wer im Glashaus sitzt und so.