Gürtelrose durch Windpocken

    Hallo frage hier noch mal nach da ich in einer anderen diskusion keine antwort auf meine


    frage bekommen habe.


    Also ich hatte kontakt mit kindern die an windpocken erkrankt sind.Meine mutter meint ich hatte als kind schon windpocken.


    Meine frage ist jetzt könnte ich mich bei den kindern mit gürtelrose angesteckt haben?


    es ist ja der gleiche virus.

  • 25 Antworten

    Eine Gürtelrose bekommt man, wenn sich nach einer Windpockeninfektion eine ungenügende Immunität entwicklet hat. Das noch vorhandene Virus führt dann zu einer Entzündung im Nervensegmentbereich. Meist trifft es Leute mit geschwächtem Immunsystem.


    Dass du eine Gürtelrose bekommst, nur weil du Kontakt mit Windpockenkindern hattest, ist mehr als unwahrscheinlich.

    Gürtelrose

    Zitat

    Bei der Gürtelrose (Herpes zoster) handelt es sich um einen Hautausschlag, der durch bestimmte Viren verursacht wird – die Varicella-Zoster-Viren. Diese Viren lösen in der Kindheit normalerweise Windpocken aus. Nach einer durchgemachten Windpocken-Infektion verbleiben sie allerdings im Körper und "schlummern" in bestimmten Nervenzellen des Rückenmarks weiter. Wenn sie wieder reaktiviert werden, lösen sie eine Gürtelrose aus.

    Gürtelrose

    Zitat

    Beschreibung


    Die Gürtelrose (Zoster) ist ein schmerzhafter Hautausschlag, der durch das Varicella-Zoster-Virus hervorgerufen wird. Dieses Virus gehört zur Familie der Herpes-Viren. Beim Erstkontakt verursacht das Varicella-Zoster-Virus Windpocken. Das Virus kann jahrzehntelang in bestimmten Bereichen des Nervensystems überleben. Wird es reaktiviert, entwickelt sich eine Gürtelrose. Auch nach einer Impfung gegen Windpocken kann Gürtelrose auftreten.


    Windpocken und Gürtelrose sind in hohem Maße ansteckend für Menschen, die noch nie mit dem Virus Kontakt hatten. Die Gürtelrose kann alle Altersgruppen betreffen, wird aber meist bei älteren oder immungeschwächten Menschen (zum Beispiel Tumor-Patienten oder HIV-Infizierte) diagnostiziert. Der Erkrankungsgipfel der Gürtelrose liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.

    Zitat

    Das Virus wird häufig bereits in der Kindheit übertragen, und verursacht in dieser Lebensphase die Windpocken. Ein Herpes Zoster ist immer eine endogene Reaktivierung einer früher stattgefundenen VZV-Infektion.

    Quelle: Herpes Zoster


    Soll heißen:


    Gürtelrose entsteht immer aus einer Reaktivierung des eigenen im Körper schlummernden, meistens in Kindertagen aufgeschnappten Windpockenvirus.


    Der neuerliche Kontakt zu einem Windpockenkranken spielt deshalb in Bezug auf den Ausbruch einer Gürtelrose keine Rolle.

    Zitat

    Der neuerliche Kontakt zu einem Windpockenkranken spielt deshalb in Bezug auf den Ausbruch einer Gürtelrose keine Rolle.

    Sicher? ":/ Ich dachte da jetzt, die Reaktivierung passiert durch einen erneuten Kontakt mit Windpocken? Ein Arzt hatte das zumindest mal zu mir gesagt.

    Zitat

    Ich dachte da jetzt, die Reaktivierung passiert durch einen erneuten Kontakt mit Windpocken?

    Nein, man muss keinen Kontakt mit Windpockenpatienten gehabt haben. Das Virus ist im Körper abgelagert und kann sich bei Immunschwäche wieder als Gürtelrose bemerkbar machen.

    Interessant. Wieder etwas gelernt. Da steht etwas zur Reaktivierung:


    Reaktivierung

    Also ich hatte genau das, und mein Doc sagte, dass es durchaus auch durch (Wieder)Ansteckung kommen kann. Das Kind hustet dich im Bus an...


    Die ganze Geschichte war nicht wild, hatte 2-3 Flecken und mein Doc hat mir sofort ne Antiviruskur gegeben. 5 dicke Pillen am Tag oder so. Das hat mich zwar für ne Woche platt gemacht, danach war es aber auch weg.

    Gürtelrose! Und war nicht besonders schmerzhaft, oder langwierig. Allerdings habe ich ne Stelle am Rücken/Nacken von der Gürtelrose, die besonders empfindlich ist.


    Ich weiss wirklich nicht mehr wie das Medikament hieß, aber man muss es wohl relativ zügig nach Wiederauftreten der Infektion nehmen. 48 Stunden oder so. Ich war wohl so ein Glücklicher.