Hallo Panik 69!


    Ich finde es nicht so gut, dass du diese Sache so harmlos darstellst, denn es ist nun einfach mal Fakt, das auch eine Herpesinfektion einen selbst sehr belasten kann. Und es gibt Menschen die sich auf Grund dessen sich von ihrem Partner der mit dem Virus infiziert ist trennen, nicht weil sie ihn nicht lieben, sondern als Schutz für sich selbst, was ich wiederum ok finde. Jetzt nicht unbedingt prima und jeder sollte sich deswegen von seinem Partner trennen, aber ich empfinde es als einen guten Grund. Denn jeder ist sich selbst am nächsten Lieber.


    Zudem können zu Herpesinfektionen Komplikationen auftreten. Vielleicht nicht bei einem Mann, aber bei uns Frauen. Denn wir können den Virus auf unsere Kinder übertragen. Sogar Behinderungen des Kindes oder Todgeburten können passieren.


    Ganz ehrlich, wenn ich ein Kind bekomme und eins der eben genannten Situationen passiert, könnte ich mir selbst das nie verzeihen.


    Zudem bin ich der Meinung, dass wenn man den Herpes auf die zu leichte Schulter nimmt, wird man unvorsichtiger und setzt so anderen Menschen in die Situation sich bei einem anzustecken und selbst das könnte ich nicht ertragen, dass jemand wegen mir, sich mit Herpes G. angesteckt hat.


    Sei froh, wenn du es nicht hast.


    Zu den Ärzten will ich noch eines sagen. Ich war bei meinem Arzt und wollte ein Aufklärendes Gespräch und dieser hat mich mit meinen offenen Fragen stehen gelassen. Es war ihm egal wie es mir geht. Ich habe vor diesem Arzt geheult, weil es mir so schlecht ging und es war ihm dennoch egal.


    Also ganz ehrlich, vielleicht lag es auch nur an diesem Arzt, aber unter einer ordentlichen Sprechstunde stelle ich mir etwas anderes vor.


    Deswegen bin ich so dankbar für diese Forum, wo es Menschen gibt, denen man nicht egal ist und denen man sich anvertrauen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Auch wenn wir keine Ärzte sind, stehen wir trotzdem im Austausch und helfen uns so untereinander.


    Und an dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an Spülmaschine21


    Also Paniker69, denk noch einmal über dein "großes Gemeckere" nochmals nach.

    Hm ich habe mal eine Frage. Ich hatte auch Herpes im Intimbereich, ca. 2 Jahre immer wieder Ausbrüche. Seit ca. 3 Jahren nix mehr. Und habe das eigentlich schon so gut wie vergessen. Bei mir wurde aber Herpes Zoster diagnosziert. Wurde auch mit Aciclovir immer behandelt. Das hört sich aber alles genauso an wie Herpes genitalis. Ich mein gelesen zu haben, dass das aber eine Geschlechtskrankheit ist und Herpes Zoster das selbe wie man auch an der Lippe bekommen kann. Oder wo liegt der Unterschied? ???

    Habe mal eben gegoogelt, aber finde nicht wirklich eine Antwort. So wie ich das verstanden habe, hat man das Herpes Zoster Virus in sich wenn man die Windpocken hatte und es kann ausbrechen wenn das Immunsystem geschwächt ist. Und Herpes genitalis wird durch Geschlechtsverkehr übertragen. Und so wie ich das gelesen habe bilden sich bei beidem diese Bläschen und beides wird mit dem selben Wirkstoff behandelt. Hm..

    Hallo Alexa1


    Also wie ich das verstanden habe, gibt es zwei Typen von Herpes. Einmal Typ 1 und einmal Typ 2. Warum das jetzt so eingeteilt ist und was die verschiedenen Typen jetzt beudeuten weiß ich auch nicht, außer das Typ2 schlimmer ist als Typ 1. Ich glaube das du mit dem Herpes Zoster im Typ 1 Bereich liegst.


    Ich glaube es ist auch gut zu wissen, das ca. 90% aller Menschen einen Herpes Virus in sich tragen, oder kommen damit in Berührung.


    Auch sollte man wissen, das Windpocken und die Gürtelrose auch zu der Art von Herpes gehören. Wobei man Windpocken nur einmal im Leben bekommt.


    Die Gürtelrose kann jedoch häufiger auftreten. Die Regel, das wenn man mal Windpocken hatte keine Gürtelrose mehr bekommen kann und und umgekehrt auch, stimmt nicht.


    Die Gürtelrose kann sogar öfter auftreten. Dees passiert manchmal bei Menschen deren Psyche kurzzeitig gestört ist, das heißt mit großen emotionalen Problemen zu kämpfen haben.


    Jedoch sollte man immer beachten, das jede Art von Herpes anstecken ist, ob es nur eine harmlose Infektion wie die Windpocken oder schlimmer die Art von Herpes Genitales ist.


    Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

    Danke lilalaunebiene.


    Und wenn man Herpes Zoster hatte, sollte man das seinem Partner auch sagen? Hatte das beim letzten Partner nicht gemacht, weils ich mir darüber gar keine Gedanken mehr gemacht hatte.

    Danke lilalaunebiene.


    Und wenn man Herpes Zoster hatte, sollte man das seinem Partner auch sagen? Hatte das beim letzten Partner nicht gemacht, weils ich mir darüber gar keine Gedanken mehr gemacht hatte.

    Also ich bin der meinung, dass man so etwas immer seinem Partner sagen sollte. Mein letzter Freund erzählte es mir zum Beispiel nicht und daher habe ich mich angesteckt, hätte er es mir vorher gesagt wäre ich viel vorsichtiger gewesen und hätte mich eben nicht angesteckt.


    Denn im eingentlichen Sinne schadest du einem anderen Menschen, wenn du so etwas verheimlichst.

    Hallo Ihr!


    Ich glaube, da habt ihr etwas ein bißchen durcheinander gewürfelt mit diesen ganzen verschiedenen Herpes-Viren.


    Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Herpes-Viren, das ist quasi eine Familie mit unterschiedlichen Unterarten, die zum Teil aber ähnliche Symptome machen.


    HSV1 und HSV2 stehen für Herpes simplex Virus. Diese beiden Stämme unterscheiden sich nur geringfügig, wenn man den einen in sich trägt, ist man aber trotzdem nicht immun gegen den anderen und machen Lippen- und Genitalherpes. Soweit ich weiß ist mittlerweile raus, dass beide Arten beides machen können, je nach Infektionsweg halt. HSV1 ist viel häufiger als HSV2 (je nach Land unter Erwachsenen 80-90% vs. 20-30%).


    Windpocken werden auch durch eine Unterart der Herpesviren verursacht (VZV = Varizella Zoster Virus). Wie lilalaunebiene schon sagte, Windpocken kann man nur einmal in seinem Leben bekommen. Die Viren können aber anschließend, eben wie bei HSV auch in den Spinalganglien (so ne Art Nervenknoten) persistieren und bei schlechter Immunlage (anderen Krankheiten, bestimmten Medikamenten, Stress,...) eben zu einem Herpes Zoster (=Gürtelrose) wieder ausbrechen.


    Vom Prinzip her ist das ähnlich wie beim HSV. Es sieht auch ähnlich aus, in Gruppen stehende Bläschen mit klarer Flüssigkeit gefüllt, die dann aufbrechen. Nur ist es eben meist an anderen Stellen des Körpers.


    Gürtelrose hat also nichts mit gestörter Psyche (es sei denn Stress ist eine psychische Störung) zu tun. Ob Gürtelrose auch genital auftreten kann weiß ich nicht genau, könnte theoretisch aber schon sein. Aber wenn man mal eine Gürtelrose/Herpes zoster hatte, muss man das nicht jedem Partner sagen. Denn das müsste dann jeder tun, der als Kind einmal Windpocken hatte.


    Ich hoffe, ich konnte ein bißchen Licht ins Dunkel bringen ohne als Oberlehrer auftreten zu wollen ;-)

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    Zitat

    Ganz ehrlich, wenn ich ein Kind bekomme und eins der eben genannten Situationen passiert, könnte ich mir selbst das nie verzeihen.

    Aber wenn du ein Kind erwartest, sagst du deinem Arzt ja wohl hoffentlich, sofern er es noch nicht weiß, dass du Herpes hast. Und hast du, wenn das Kind kommt, einen Ausbruch, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Dazu gibt es hier im Forum auch Fäden.


    Zu der generellen Beziehungsproblematik muss ich sagen, dass mein Freund mich da total überrascht hat. Er hat mich weder verstoßen, noch sich geekelt, noch irgendwas. Wir haben viel darüber geredet und er war total verständnisvoll. Er nimmt das Ganze leichter als ich. Aber das ist vermutlich normal, keine Ahnung. Ich hab seit vier Jahren Herpes, und wir sind seitdem eben sehr, sehr vorsichtig. Glücklicherweise habe ich aber, wenns hoch kommt, zwei Mal im Jahr einen Ausbruch.

    Zitat

    Ich wünsche mir immer, mir einmal keine Sorgen wegen Herpes machen zu müssen.

    Der Moment kommt. Sich keine Sorgen machen, heißt ja nicht, unachtsam zu werden. Aber der Moment, an dem das Selbstmitleid endet, der kommt. :)*

    Wow Anialel, danke für deine aufbauenden Worte. Es ist immer schön zu hören, dass trotzdem eine Partnerschaft funktionieren kann. MIt viel Verständniss und Akzeptanz.


    Auch den letzten Satz, dass der Moment kommt, wo das Selbstmitleid endet, hat mir viel Hoffnung gegeben und ich hoffe inständig, dass dieser Moment bald auch zu mir kommt. Ich stelle es mir als ein Gefühl der Erleichterung vor.


    Danke

    Die Sache ist halt die: Ich hatte auch oft Gedanken, so wie: Warum ich? Gerade jetzt wollte ich unbeschwert mein Leben genießen und nun das. Niemals wird das jemand akzeptieren, etc. etc.


    Aber Tatsache ist: Das ist nicht so. Herpes ist nervig und die Pest am Arsch, auf gut Deutsch gesagt. Und ich kenne einige Leute, die wirklich ständig mit dem Scheiß zu kämpfen haben. Aber: Fakt ist auch, dass Herpes auch durch Stress bedingt ausbrechen kann. Sich also ständig Gedanken zu machen und sich zu sorgen, ist kontraproduktiv. Es dauert ne Weile, bis man aufhört, sich ständig, ständig Gedanken zu machen - aber das ist ja wohl nur mehr als selbstverständlich. Wer sich nach dieser Diagnose keine Gedanken macht, ist nicht normal... (sag ich jetzt mal so) In jedem Fall: Herpes ist nicht der Weltuntergang.


    Also, Daumen hoch, Mädels und Jungs :)^:)^:)^:)^:)^ Ab jetzt wird positiv gedacht! ;-)

    ;-D;-D;-D;-D;-D;-D Hahaha! Jetzt hast du das ganze Forum beendet!!! Durch deine Positiven Gedanken, gibt es keinen Grund mehr zu Disskutieren!!!;-D;-D;-D;-D;-D;-D


    Das find ich gut.;-D;-D;-D;-D


    Danke;-D;-D;-D;-D;-D


    :)_