Infektionsgefahr nach Blutentnahme?

    Hallo und schönen guten Tag.


    Bei mir wurde heute Blut abgenommen und jetzt bin ich etwas verunsichert...


    Ich drehe bei Blutentnahmen meist den Kopf zur Seite, da mir in der Vergangenheit gerne mal komisch wurde... Die Dame die das ganze gemacht hat, hat die Stelle wie gewohnt desinfiziert, kurz gewartet und das ganze dann mit der Hand verrieben. Direkt danach hat sie zu gestochen.


    Da mich das mit dem verreiben verwundert hat, hab ich doch mal runter geguckt und siehe da: Keine Handschuhe!

    Jetzt bin ich extrem verunsichert... Muss ich mir jetzt Sorgen machen das sie mir eventuelle Viren oder Bakterien die an ihrer Hand waren in den Arm injiziert hat? Oder ist diese Sorge absolut unbegründet?


    (Sie hat sich in meinem Beisein auch nicht die Hände gewaschen/desinfiziert und zumindest den Türgriff angefasst)

  • 9 Antworten

    Auf die Art und Weise kann keine Infektion mit irgendwas stattfinden - die Einstichstelle der Nadel ist viel zu klein dafür.

    Auch Handschuhe wären nicht steril, außerdem zieht das medizinische Personal diese zu seinem eigenen Schutz an, nicht zum Patientenschutz. Vermutlich hat sie sich vor Betreten des Zimmers die Hände desinfiziert.

    Aquilia schrieb:

    Vermutlich hat sie sich vor Betreten des Zimmers die Hände desinfiziert.

    Ich weiß nicht ob sie sich die Hände desinfiziert hat bevor sie mich aus dem Wartezimmer geholt hat, aber danach definitiv nicht mehr. Dazwischen hat sie den Türgriff vom Wartezimmer und vom Behandlungsraum angefasst.

    Das Leben ist nicht steril.. also hör mit dem Desinfizierungswahn auf. Man steckt sich bei einer BlutABnahme mit nichts an. Aber Du solltest vielleicht mal ergründen, woher Deine irrationale Angst kommt.

    Ich habe die letzten Jahre viele Blutabnahmen gehabt. Ich kenne absolut niemanden der das Desinfektionsmittel mit der Hand verteilen/verreiben sollte. Warum auch? Dazu wird ein Tupfer genommen. Und warum sollte die MFA unbedingt Handschuhe tragen. Sie fasst definitiv nicht an den vordersten Teil der Nadel, daran würde sie sich ja sonst auch verletzen.


    Seit Corona tragen zumindest in den Praxen, wo ich bin, alle MFAs und Ärzte während der Blutabnahme Handschuhe. Früher war das anders. Bei mir wurden sehr viele Blutabnahmen auch ohne Handschuhe durchgeführt. Die MFAs haben sich immer vorher und nachher die Hände desinfiziert. Das bekommt der Patient aber häufig gar nicht mit.

    denk mal an drogensüchtige, die vielleicht noch wohnungslos sind, unter welchen Bedingungen die sich ihre Nadeln setzen ;) Da kommt es zwar schon immer wieder zu Abszessen, aber das eher durch die schmutzigen, schon mehrmals benutzten Nadeln, den unreinen Stoff, die dreckige Umgebung (und Haut) usw., und auch daran sterben sie eher selten.

    Ist vielleicht ein etwas pietätloses Beispiel, aber ich hoffe es hilft dir zu sehen wie viel schief gehen muss damit vielleicht eine Entzündung entsteht.

    Mir wird auf Grund von mehreren chronischen Erkrankungen andauernd Blut abgenommen. Ich habe weder Angst davor, noch ist bisher je was passiert. Manchmal wird mir komisch, aber das löst keine Angst aus.


    Aber genau deshalb bin ich stutzig geworden, ich weiß wie sich das Trocken wischen mit dem Tupfer anfühlt und der Arm war danach genau so nass wie vorher. Tupfer auf Haut und Haut auf Haut sind zwei komplett unterschiedliche Gefühle.

    el-liberty schrieb:

    denk mal an drogensüchtige, die vielleicht noch wohnungslos sind, unter welchen Bedingungen die sich ihre Nadeln setzen ;) Da kommt es zwar schon immer wieder zu Abszessen, aber das eher durch die schmutzigen, schon mehrmals benutzten Nadeln, den unreinen Stoff, die dreckige Umgebung (und Haut) usw., und auch daran sterben sie eher selten.

    Ist vielleicht ein etwas pietätloses Beispiel, aber ich hoffe es hilft dir zu sehen wie viel schief gehen muss damit vielleicht eine Entzündung entsteht.

    Danke, das ist tatsächlich eine Sichtweise die mich etwas beruhigt! :)


    Ich weiß auch das es eher unwahrscheinlich ist das etwas passiert, aber da ich bisher nie in einer so ungewöhnlichen Situation war, wurde ich unsicher

    Khaleesi2.0 schrieb:

    Mir wird auf Grund von mehreren chronischen Erkrankungen andauernd Blut abgenommen. Ich habe weder Angst davor, noch ist bisher je was passiert. Manchmal wird mir komisch, aber das löst keine Angst aus.


    Aber genau deshalb bin ich stutzig geworden, ich weiß wie sich das Trocken wischen mit dem Tupfer anfühlt und der Arm war danach genau so nass wie vorher. Tupfer auf Haut und Haut auf Haut sind zwei komplett unterschiedliche Gefühle.

    Und dann wurde trotz nasser Haut gestochen?

    Das ist bei mir einmal passiert, dass das Desinfektionsmittel noch nicht komplett eingetrocknet war (wurde noch einmal kurz vor der Blutabnahme eingesprüht, weiß nicht mehr so genau warum) und das hat sehr gebrannt. Das war damals aber ein Versehen. Normalerweise passiert das nie, nur halt durch das erneute Desinfizieren war die Wartezeit zu kurz.