Die Pharmalobby würde an erkrankten Menschen wesentlich mehr Geld verdienen, als an geimpften, denn die Kohle kommt durch die wahnsinnig teure Behandlung der Krankheiten rein.


    Dank den Impfkritikern ist vor ein paar Wochen ein Junge in Spanien an Diphterie gestorben. Diptherie, eigentlich ausgerottet dank Impfungen breitet sich jetzt wieder aus. Bei anderen Kindern wurden die Bakterien auch gefunden, aber da sie geimpft waren, sind sie nicht daran erkrankt und können weiterleben. Ein ganz aktueller Fall. Die Medizin für den inzwischen toten Jungen wurde übrigens eigens aus Russland eingeflogen, weil nur dort noch welche bezogen werden konnte. Was die Pharmalobby wohl daran verdient hat, bei dem Versuch, diesem Jungen, der nicht geimpft war, weil die Eltern den Impfkritikern glaubten, das Leben zu retten.


    Diphterie wird übrigens in Kombination mit Tetanus geimpft.

    Man kann genauso gut reihenweise Fälle anführen, wo Leute durch unnötige Behandlungen geschädigt worden sind.. das hilft alles nicht weiter.


    ich sag ja auch nicht, dass irgendeine Partei pauschal Recht hat. Das Thema ist komplex und das letzte was da hilft sind pauschalisierende Sichtweisen. Leider gibts aber anscheinend fast nur solche, und sehr wenig differenzierten Umgang damit.

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    Die Pharmalobby würde an erkrankten Menschen wesentlich mehr Geld verdienen, als an geimpften, denn die Kohle kommt durch die wahnsinnig teure Behandlung der Krankheiten rein.

    Aber nur dann, wenn ohne Impfung auch signifikant viele Leute krank werden würden, was aber nicht der Fall zu sein scheint.

    Weil der Herdenschutz noch greift. Er wird löchrig, deswegen haben wir auch seit Jahren die ersten Masern - und nun - Diphterie-Fälle. Dafür sind die Behandlungen SO dermaßen auffällig teuer, dass es klar sein muss, dass diese ominöse Lobby an kranken Menschen viel mehr verdient, als an gesunden. Okay, impfen wir nicht mehr gegen Polio (ist auch in der Tetanus-Kombiimpfung). Dann gibt es halt wieder Kinderlähmung, so what.


    Das Problem ist, dass die Angst vor der Impfung heute größer ist, als die Angst vor der Krankheit. Wer einmal Menschen leiden sehen hat, an Krankheiten, die man ganz leicht impfen lassen kann, der wird keine Impfung mehr verpassen. Es ist schrecklich, jemand mit Kinderlähmung durchs Leben zu begleiten (allein kommt man damit nur schwer zurecht). Es ist grauenvoll, dass ein unschuldiger kleiner Junge wegen einer Fehlentscheidung seiner Eltern gestorben ist (die Geschwister wurden dann übrigens noch geimpft). Erlebe einmal ein Kind an SSPE verrecken - ich schreib das absichtlich, denn es ist kein schlichtes "sterben" und es ist tot, nein, man darf dem Kind noch monatelang zusehen, wie die Bakterien im Gehirn die Zellen vernichten, bis es dann nach einem Koma irgendwann erlöst wird, vom Tod.

    Zitat

    10-20% Todesrate einer Sache, die bei 80 Millionen Leuten 15 Mal im Jahr auftritt, ist wirklich nicht besonders viel..

    Vielleicht liegt es ja an der Hitze und ich kann grad nicht richtig denken, aber irgendwie ist diese Aussage doch nicht richtig, oder? Du gehst bei deiner Rechnung davon aus, dass alle Einwohner in Deutschland ungeimpft sind. Das kann also so nicht stimmen. Natürlich sind die Erkrankungen trotzdem selten, aber das Risiko möchte ich trotzdem nicht eingehen.

    C. tetani ist etwas, dass sich nicht in OPs finden sollte - wenn das dein Bedenken ist. Sonst würde ich die Impfung nach der OP durchführen lassen. Wenn du gesund bist - nicht bereits, wenn du aus dem OP entlassen wurdest.

    Die Gefährlichkeit einer Tetanus-Erkrankung ist deswegen in Vergessenheit geraten, weil


    1. die meisten Menschen geimpft sind, und


    2. durch eine gute Notfallversorgung die Wundtoilette, sprich die Erstversorgung von Wunden heutzutage gegeben ist


    3. wir hier nicht im Krieg sind wo es laufend zu Schußwunden kommt.


    Warum Schusswunden? Alle Wunden die in die Tiefe gehen und SCHNELL OBERFLÄCHLICH wieder zuwachsen, sprich, wo der Luftabschluss schnell vonstatten geht, sind tetanusgefährdet und ebenso gasbrandgefährdet. Gasbrand gehört in dieselbe Gruppe, nämlich zu den sporenbildenden Clostridien.


    Auch Stichwunden sind gefährlich, Bisswunden auch, aber dies alles nur, wenn man sie nicht ärzlich versorgt...und das tut heute so gut wie jeder, zusätzlich ist fast jeder geimpft...deswegen die Seltenheit der Erkrankungen.


    Aber Jan, geh in den Garten.....nimm eine Gabel, wühl damit in der Erde, danach stichst du dir die Gabel in den von mir aus Unterarm....ruhig etwas tiefer...danach gehst du dann aber nicht zum Arzt, sondern wäscht es nur etwas ab, und machst noch nPflaster drauf...wenn du Glück hast, bekommst du's gleich im Doppelpack: Gasbrand und Tetanus...viel Spass dabei!!!!


    Das seltene Vorhandensein von Tetanus und Gasbrand sollte nicht zu dem trügerischen Schluss führen, dass es die Erreger nicht gibt weil sie ausgerottet wären wie z.B. die Pocken...nein, sie sind da wie ehh und je, direkt vor deiner Haustür. ]:D

    (juhu, endlich mal wieder ein inhaltlich konstruktiver Beitrag)

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    Du gehst bei deiner Rechnung davon aus, dass alle Einwohner in Deutschland ungeimpft sind. Das kann also so nicht stimmen.

    Nein.. aber gehen wir mal davon aus, dass 3-5% der Leute niemals geimpft werden. Dazu kommen mit Sicherheit etliche (es würde mich nicht wundern wennns über 50% der Bevölkerung sind), die das Thema völlig vergessen und vernachlässigen und die Auffrischung seit Jahrzehnten nicht gemacht haben. Ergo, de fakto dürften in Deutschland große Teile der Bevölkerung ohne ausreichenden Impfschutz sein. Trotzdem gibt es keine signifkanten Mengen an Fällen.

    Zitat

    Alle Wunden die in die Tiefe gehen und SCHNELL OBERFLÄCHLICH wieder zuwachsen, sprich, wo der Luftabschluss schnell vonstatten geht, sind tetanusgefährdet und ebenso gasbrandgefährdet.

    Genau das denke ich auch. Gasbrand ist ja auch der pure Horror, was die Natur sich da teilweise ausgedacht hat, stellt SAW und co ja weit in den Schatten...


    Es ist schon wichtig, differenziert zu betrachten, wann überhaupt ein Erkrankungsrisiko besteht.

    Zitat

    nimm eine Gabel, wühl damit in der Erde, danach stichst du dir die Gabel in den von mir aus Unterarm....ruhig etwas tiefer...danach gehst du dann aber nicht zum Arzt, sondern wäscht es nur etwas ab, und machst noch nPflaster drau

    Genau diesen Fehler darf man nicht machen, und würde ich auch nicht.

    Zitat

    dass es die Erreger nicht gibt weil sie ausgerottet wären wie z.B. die Pocken...nein, sie sind da wie ehh und je, direkt vor deiner Haustür.

    Genau das spricht sogar gegen Impfung. Der Erreger ist allgegenwärtig, trotzdem passiert so gut wie nie was, obwohl (s.o.) sicherlich sehr viele Leute keinen Impfschutz haben.


    Andere Frage - ist das Immunsystem da eigentlich blind/wehrlos, und es findet gar kein "natürlicher Angriff" auf diesen Keim statt?

    Ich wollte schon LÄNGST meinen Impfstatus aufgefrischt haben - allerdings kommt da die Faulheit zum Tragen:


    Wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt.


    Dann bin ich aber krank und kann nicht geimpft werden.


    Wenn ich gesund bin, vergesse ich wieder dass ich mal zum Arzt zum impfen müsste.


    Denn wer geht schon zum Arzt wenn es "augenscheinlich" nicht nötig ist....


    Also meinst Du VOR der OP macht es keinen Sinn?


    Dass ich alles nach der OP, wenn ich wieder fit bin KOMPLETT auffrischen muss, das weiß ich. Und das werde ich wohl auch in Angriff nehmen...... meine Bedenken waren im Moment, ob ich durch die OP (Schlüsselloch OP, Gebärmutter wird ausgelöst und unten herum raus gezogen.... *igitt, ich weiss....gefällt mir auch nicht der Gedanke....) Wundstarrkrampf an der OP Wunde (innen) bekommen könnte....

    @ steph-Bounty

    Zitat

    Wundstarrkrampf an der OP Wunde (innen) bekommen könnte....

    Das das völlig überzogen und irrational ist, wurde dir ja schon gesagt:

    Zitat

    C. tetani ist etwas, dass sich nicht in OPs finden sollte

    Warum fragst du nochmal? Wir haben jetzt ja mitgekriegt, dass du ne vaginale Hysterektomie bekommst... zzz :)D

    @ Jan

    Zitat

    Andere Frage - ist das Immunsystem da eigentlich blind/wehrlos, und es findet gar kein "natürlicher Angriff" auf diesen Keim statt?

    Hmm keine Ahnung....ich könnte es mir so erklären: In der Erde lebt clostridium tetanii unter Luftabschlus fröhlich vor sich hin. Dann kommst du mit der Gabel und beförderst es zutage. Bakterium "igelt sich ein" und wird zur Spore, weil die Lebensbedingungen..sprich die Luft in diesem Fall....ungünstig geworden sind. In diesem Zustand der Spore macht clostridium tetanii nix..wie im Winterschlaf..aber, ihm kann auch niemand etwas anhaben. So sitzt es also nun in deiner Fingerwunde mit Luft als Spore und tut nix...die weissen Blutkörperchen können ihm nix anhaben. Aber, sobald die Wunde zugranuliert ist, ist die Luft weg und c. tetanii wacht aus seinem "Winterschlaf" auf und wird von der inaktiven Spore wieder zum tödlichen Bakterium ;-D Das Immunsystem hat ihn aber schon erfolglos versucht zu bekämpfen, vielleicht reagiert es deswegen nicht mehr effektiv auf die "erwachte" Spore...ich weiss es nicht, ist nur ne Theorie.


    Dasselbe bei gasbrand..allerdings gibt es dagegen ja nicht mal ne Impfung. Gasbrand kommt ja hin und wieder mal vor...geht rasend schnell und ist echt auch richtig Scheisse. Auch dieselben Wundarten, ohne Wundtoilette.

    Aber nur Luftabschluss reicht doch gar nicht aus. Gute Durchblutung ist auch nicht "anaerob", oder? Ansonsten würde die Spore ja in jeder zugranulierten Wunde wieder erwachen, was ja offensichtlich nicht der Fall ist.


    Zusammengefasst sind für diese "netten" Infektionen also notwendig als Bedingung:


    - Wunde mit abgestorbenem, verletzten, nicht mehr durch blutetem Gewebe


    - dazu noch Luftabschluss


    richtig?


    Was meine Eingangsfrage, ob einen jeder Kratzer nervös machen muss, klar verneint.

    ich hab mich vor nem Monat auch damit beschäftigt. Hab mich an einer Dose geschnitten und bin seit 13 Jahren nicht geimpft. Der Hausarzt wollte keinen Titer bestimmen und meinte, dass der Schutz ja nicht sofort nach 10 Jahren weg ist... also soll ich impfen kommen, wann ich möchte. Wenn man so Mitte 40 ist, würde ich es machen... Mitte 20 oder 30 ist das Immunsystem und der geimpfte Schutz bestimmt auch bei Verletzung groß genug.


    ich weiß aber auch nicht wie man es machen soll. Bei kleinen Schürfwunden denke ich, ist die sorge unbegründet, aber weiterhelfen kann einem da keiner. Alle Ärzte sagen Impfen... vor allem weil sie auch keine Zeit haben sich mit jeder Impfung so ausführlich zu befassen.

    Zitat

    Aber nur Luftabschluss reicht doch gar nicht aus. Gute Durchblutung ist auch nicht "anaerob", oder?

    Ja, schon richtig...aber, es gibt auch Gewebe, welches schlecht durchblutet ist von Haus aus....und Sauerstoff vom Blut reicht nicht aus...würde ich mal behaupten...nicht umsonst werden diese Pat. in Überdruckkammern mit 02 behandelt.


    Sicherlich leisten nekrotische Areale dem Ganzen Vorschub...wie z.B. die nekrotisierende Fasciitis...auch total geil...wenn du sowas hast.....Gerne bekannt als Fourniersches Gangrän....hab ich schon 2x gesehen und.....gerochen...wirklich abartig.


    Hier ein Film des Fournierschen Gangräns..aber Vorsicht: Heftig...nicht schauen, wenn zart besaitet...


    .https://www.youtube.com/watch?v=G29ralssSew


    Also, was ich damit sagen will...das.......ist keine Vorraussetzung für Tetanus :=o

    Also Jan, "Butter bei die Fische"..... ;-D


    lass dich impfen gegen Tetanus....dann bist du auf der sicheren Seite...ob das Immunsystem ausreicht oder nicht, wie und überhaupt.....wenns dich erwischt isses echt Scheisse.

    Ja wie gesagt, demnächst eh Termin beim Hausarzt, da will ich das ansprechen; aber mir halt vorher auch ein vernünftiges Bild und eine eigene Meinung bilden. Ich bin da ja gar nicht so anti eingestellt, aber auch noch nicht fest überzeugt.