Welche Ursachen hat PAP IIId Befund?

    Hallo,


    bei mir wurde vor kurzem PAP IIId diagnostiziert. Mein Gynäkologe hat mich leider nicht aufgeklärt und informierte mich nur, dass dieser Befund sehr häufig sei und ich mich nicht sorgen müsse. Allerdings mache ich mir trotzdem große Sorgen. Ich war im letzten halben Jahr extrem stark eingespannt und übermäßig strak belastet. Dadurch war mein Immunsystem bestimmt geschwächt. Eine Blutuntersuchung ergab einen hohen Leukozytenwert, ich habe innerhalb kurzer Zeit 7 Kilo zugenommen, einen Bauch (als sei ich schwanger) bekommen, obwohl ich weiterhin normal gegessen habe, mich bewegt und ich nehme für gewöhnlich bei Stress ab und nie zu! Bei einer Kontrolluntersuchung wurde nun PAPIIID diagnostiziert. Bereits vor 5 1/ 2 Jahren hatte ich schon mals einen auffälligen Befund PAP II k. Zu dieser Zeit war ich noch Jungfrau, hatte also keine sexuellen Kontakte. Ich hatte vor ein paar Jahren meinen ersten Freund und mit ihm meinen ersten Geschlechtsverkehr, immer Kondome verwendete. Mein ehemaliger Freund hatte, wenn er mich oral befriedigte keine Schuztzmaßnahmen getroffen, umgekehrt aber immer nur mit Kondom. Ich habe ihm vertraut, wir waren uns sehr nah, verwendeten hin und wieder die gleiche Zahnbürste, küssten viel. Gegen Ende unserer Beziehung hatte ich (je nachdem wie tief er eindrang) Schmerzen und später leichte Blutung. Ich weiß nicht inwieweit das imZusammenhang steht. Zu meiner Familie: meine Mutter wuchs in einem Heim auf, auf Vorsorge und Aufklärung legte sie wenig wert. Mein Vater war sexuell anscheined sehr liberal (Bordellbesuch, Affären, ect.). Ein paar Monate nach meiner Geburt hatte meine Mutter Gebärmutterhalskrebs (zu dieser Zeit konnte man glaube ich noch keine HPV Infektion nachweisen), es könnte also sein, dass meine Mutter den HPV in sich trug und das nicht einmal wusste. Sie hatte auch Ausschabungen und ein Myom. Leider kann ich die Krankheitsgeschichten mütterlicherseits eben nicht nachvollziehen, da meine Mutter ihre Eltern nie kennegelernt hat. Meine Frage: welche Ursachen kann PAP IIId Befund haben? Da ich bislang nur mit einem Mann geschlafen habe, könnte ich mich nur bei ihm angesteckt haben? Oder trug ich dieses Visrus in mir? Danke für Antworten! Viele liebe Grüße, Victoria-Maria

  • 12 Antworten

    Ich hatte auch schon mal einen solchen Befund und hab dann viel im Internet dazu gelesen. Solange dir hier kein Mediziner antwortet (dann wahrscheinlich auch mit einem Link auf irgendeine Seite), würde ich das an deiner Stelle auch tun.

    Zitat

    und informierte mich nur, dass dieser Befund sehr häufig sei und ich mich nicht sorgen müsse.

    Sowas Ähnliches hat mein Gyn damals auch gesagt. Zusätzlich hat er aber gesagt, dass das nach einer bestimmten Zeit (ich glaube 3 Monate) nochmal getestet werden soll, außerdem hat er einen HPV-Test gemacht. Der HPV-Test war negativ und soweit ich mich erinnere bereits der nächste PAP-Test unauffällig. Das ist jetzt ein paar Jahre her und es gab seither keinen positiven PAP Test mehr.

    Es kommt immer darauf an, ob es PAP IIID a oder b ist. Bei a wird nach 3 Monaten kontrolliert, bei b nach 6 Monaten.


    Die PAP-Abstriche können ungenau sein. Falsche oder nicht auswertbare Ergebnisse kommen relativ häufig vor.


    Ich hatte auch schon einen IIIDb Befund und war nach 6 Monaten wieder II.


    Die Ursachen können körperlicher als auch psychischer Natur sein, auch auch viele Geburten, hormonelle Verhütungsmittel etc. können einen schlechten PAP-Befund zur Folge haben.


    Mit HPV sind knapp 98% aller Menschen infiziert. Deshalb ist ein HPV-Test ein IGEL. Man könnte auch für 50€ testen, ob du zwei Augen hast - was ja offensichtlich ist.


    Wer Sex hat, wird sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit HPV infizieren. Ab einem PAP II Befund kannst du eigentlich schon davon ausgehen, dass du mit HPV infiziert bist. Kondome schützen übriigens nicht vor HPV.

    Zitat

    Ab einem PAP II Befund kannst du eigentlich schon davon ausgehen, dass du mit HPV infiziert bist.

    Kannst du das mal näher erläutern, wie du darauf kommst? Denn einen Pap 2 kann man auch einfach haben, wenn gerade ein Vaginalpilz oder eine bakterielle Infektion vorliegt- ohne dass HPV die Ursache ist.

    Ich hatte schon mit 18 PAP IIId - ohne jeglichen sexuellen Kontakt. Meine Gyn erklärte damals, dass dies einfach vorkommen kann. Es zog sich dann auch über einige Jahre, mit 3monatigen Kontrollen, Versuch der Elektroverödung, Betupfungskuren (5x die Woche zum Gyn...). Es gab 2 Ausschabungen. Als dann die Konisation anstand (mit 22), verbesserte der Befund sich schlagartig. Das ist jetzt 20 Jahre her. Seither immer mal wieder PAP II und beim Abstrich eine ziemliche Blutungsneigung.


    Lass' engmaschige Kontrollen durchführen, damit man ggf. frühzeitig weiter handeln kann. Ggf. liegt einfach auch eine Veranlagung vor. Weiß Dein Gyn vom Gebärmutterhalskrebs Deiner Mutter? Diese Info sollte er haben.

    Zitat

    Mit HPV sind knapp 98% aller Menschen infiziert. Deshalb ist ein HPV-Test ein IGEL. Man könnte auch für 50€ testen, ob du zwei Augen hast - was ja offensichtlich ist.

    Bei 1x PAPIIID hätte ich den HPV-Test vielleicht noch nicht machen müssen, also in dem Moment war das vielleicht ein IGEL. Aber ich hab das so in Erinnerung dass es dann HPV low risk und HPV high risk gibt, und bei high risk ist dann eine Maßnahme nötig. Ich hatte dann aber weder high noch low, war aber sexuell durchaus aktiv. Ich hatte nicht den Eindruck dass man das mit 2 Augen vergleichen kann.

    Meines Wissens nach werden low risk und high risk gleich oft beobachtet. Hast du eine Quelle dafür?


    Selbst die Zertiva, die sich speziell mit Erkrankungen von der Zervix beschäftigt und von der Uni Klinik Tübingen ins Leben gerufen worden ist, gibt an, dass bei einem high risk Befund, also auch einem IIID "nur" in 6 Monaten erneut kontrolliert werden sollte.

    Zitat

    Bei positivem Nachweis von High-risk-HPV-DNA sollte der Abstrichbefund alle 6 Monate kontrolliert werden und eine weitere Abklärung mittels Kolposkopie erfolgen.

    http://www.zervita.de/diagnost…untersuchung/hpv-test.php


    Dass es kontrolliert werden sollte, ist jedoch eine Selbstverständlichkeit. Die GKV übernimmt die Kosten aber trotzdem bei meinem auffälligen Befund. Mein Arzt ist zum Beispiel der Meinung, dass ein HPV-Test überflüssig sei aus eben diesen Gründen. Der Meinung bin ich auch. Das zieht den Frauen nur unnötig das Geld aus der Tasche. Wenn man schon igelt, dann sollte man ab 25 für das Geld lieber ein Chlamydienscreening machen.

    Zitat

    Aber was machst du aus dieser Erkenntnis? HPV kann nicht behandelt, nur beobachtet werden. Wird der Befund nicht besser, kann nur konisiert werden.


    Das heißt, das Wissen nützt dir letztendlich nichts.

    Ich hab mich damals zB mit der Frage behandelt ob ich jemanden anstecken kann (kann mich aber leider nicht mehr an das Ergebnis erinnern). Außerdem war ich schlicht und einfach beruhigt als die Analyse "kein HPV" ergab, und bei "low risk" wäre ich beruhigter gewesen als bei "high risk". Bei high risk, so habe ich es in Erinnerung, stünde zu gegebener Zeit eine KOnisation im Raum, und das wollte ich für mich einfach ausschließen. Insofern hat mir das Wissen, dass ich kein HPV habe/ hatte sehr viel genützt.