Wie gefährlich sind Fisteln in der Steißbeinregion?

    Hallo,


    ich hatte im dezember 2009 das erste mal eine steißbeinfistel. Diese hat sich so entzündet, dass ich sie aufschneiden lassen musste (keine operation, nur ambulant).


    die fistel ging immer wieder zu, wurde wieder dicker und entleerte sich dann wieder (manchmal habe ich auch ein bisschen nachgeholfen)


    so... diese fistel ist mittlerweile mehr oder weniger inaktiv. sie stört mich nicht mehr wirklich. es tritt nur fast jeden tag etwas sekret aus. aber nicht viel.


    heute. 6monate später bemerkte ich eine weitere schwellung etwas weiter unten an der pobacke und eine ca. 2 cm über dem penis. an der pobacke bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine fistel ist. bei der anderen nicht.


    jetzt sind meine fragen:


    1. wie gefährlich ist es wenn ich die fisteln nicht operieren lasse?


    2. gibt es jemanden hier im forum, der die operation umgehen konnte?


    3. was kann ich tun? wenn ich zum arzt gehe, will der mich sowieso gleich operieren.


    über antworten würde ich mich sehr freuen, bin nämlich gerade am verzweifeln. auch wahrscheinlich weil ich totale panik vor der op habe. die kommt für mich quasi nicht in frage.


    danke im vorraus


    wer die gleichen oder ähnliche probleme hat, der kann sich gerne bei mir in icq melden. würde mich freuen (191-503-365)


    gruß markus

  • 31 Antworten

    Hallo Suggi,


    vielleicht überlegen Sie mal, ob Sie zu einem Naturheilkundler oder Heilpraktiker gehen, der die Ursache mit einer unblutigen Therapie angeht, welche in einer Vergiftung oder Übersäuerung liegen könnte.


    Frdl. Gruß


    Kurt Schmidt

    Hallo Markus,


    dass die "Steißbeinfistel" (die ihren Namen davon hat, dass sie in der Steißbeingegend liegt, mit dem Steißbein selbst aber nicht zu tun hat) nicht vollkommen abgeheilt ist, sondern fortgesetzt näßt, ist ein Zustand, der nicht akzeptabel ist. Das müsste ein darin erfahrener Operateur endgültig ausräumen.


    Ob die neuen Eiterherde mit der ursprünglichen Fistel zusammenhängen, kann nur der untersuchende Arzt entscheiden. Es liegt aber sehr nahe. Umso wichtiger ist eine korrekte Ausräumung des gesamten erkrankten Gewebes. Sonst werden Sie das Leiden u.U. nie ganz los.


    Zu Ihren Fragen


    1. die Gefahr liegt in der fortschreitende Ausbreitung.


    2. eine Stärkung der Abwehrkräfte ist sicherlich nicht falsch, wird das Problem aber nicht lösen.


    3. einen kompetenten Arzt suchen, der mit Fistelleiden vertraut ist.


    Frdl.Gruß


    Ultimus

    achja nochwas. viele haben geschrieben die entzündung wurde so groß, wie ein hühnerei... bei mir ist das viel kleiner gewesen, eher wie ein großer pickel... komisch, oder? also ist es bei mir garnicht so schlimm??

    ist 87 dein geburtsjahr?


    also bei ner fistel geht nichts um den arzt rum. heilpraktiker fände ich auch ne interessanten ansatz.


    ist das dein einziges problem derzeit? fistel hat man häufiger bei morbus crohn. als wenn du häufigen durchfall hast, würd ich auch daraufhin mal den arzt ansprechen.

    Zitat

    gibt es denn jemanden der auch fisteln hat und und das herauszögert? oder herausgezögert hat

    Ich hatte bereits 2 Steißbeinfistel-Ops und bin froh, diese gemacht zu haben.


    Wenn Du das Ausräumen per Op hinauszögerst (man kann ja den "Hubbel" ab und zu mal öffnen und alles abfließen lassen), verhindert das aber nicht, dass sich die Fistelgänge weiter durch Deinen Körper buddeln. Diese führen dann irgendwann, wenn man Pech hat, bis ran an den Darm und andere innere Organe, was logischerweise nich ungefährlich ist.


    Es gibt auch hufeisenförmige Fisteln (wie Du sie wohl hast), die bereits mit einem Loch nach außen enden, wodurch Eiter etc abfließen kann und die Beule nicht so groß wird.


    Wenn man es also nicht ausräumt, verursachen diese mindestens immer wieder Entzündungen und im schlimmsten Fall infiziert es eben auch das Blut, und dass ne Sepsis durchaus tötlich sein kann, das weißt Du sicher ;-)

    @ scarsick

    ja 87 ist mein geburtsjahr.


    ja das ist derzeit mein einzigstes problem. aber durchfall habe ich keinen.

    @ chante

    angst daran zu sterben nicht... eher angst vor der op. und davor dass es vllt noch weitere ops geben wird.


    vor allem is man dann erst mal ne zeit lang krank geschrieben und des passt mir überhaupt nicht.

    @ miss_rohrspatz

    da fängts doch schon wieder an^^ 2mal...?? wieso musste es bei dir 2 mal gemacht werden??


    wie lang warst du jeweils krank geschrieben?


    und wie war es? =)


    ich weiss, dass es tödlich sein kann... ich denke aber das ist sehr unwahrscheinlich.

    Zitat

    @ miss_rohrspatz

    da fängts doch schon wieder an^^ 2mal...?? wieso musste es bei dir 2 mal gemacht werden??

    Weil es wiederkam. Es gibt Leute, die bekommens nie, andere 1x, und wieder andere bis zu 20x im Leben.

    Zitat

    wie lang warst du jeweils krank geschrieben?

    ne Woche.

    Zitat

    und wie war es? =)

    Super. Nach der Op endlich ohne Schmerzen wachzuwerden war eine Riesenerleichterung. Die täglichen Verbandswechseln waren zwar nervig, aber absolut keine große Sache.

    Zitat

    ich weiss, dass es tödlich sein kann... ich denke aber das ist sehr unwahrscheinlich

    Naja, dann... probiers eben aus, wenn Du auf Risiko stehst