wo kein kläger ist.. ;-)


    das problem ist einfach, dass diese dinger ne zulassung aus den 50'ern besitzen.. & sowas aufzuheben ist sehr schwer bzw. langwierig.


    es gibt auch eben immer noch genug leute, die ihre kinder gerne wie kühe markieren lassen.. :=o

    Ich schließe mich dem allgemeinen Tonus an: Wenn das Kind es selber möchte und va die Tragweite dieser Entscheidung versteht. Das ist mMn mit 3 Jahren noch nicht der Fall, zusätzlich gibt es hier dann noch die Verletzungsgefahr beim Toben. Natürlich ist die später auch noch gegeben, jedochsehe ich da schon einen Unterschied, ob das Kind jetzt 3 oder 7 ist.


    Meine wurden mir mit 6 Jahren beim Juwelier geschossen (ich weiß gar nicht, ob Piercingstudios damals schon in dem Maße existierten wie heute-wohl eher nicht). Ich hatte sie mir zum Schulanfang gewünscht und habe dann auch fleißig darauf geachtet, dass sie gut verheilen

    Zitat

    Was bin ich froh, mit 18 war der Trend bei mir nämlich vorbei und ich bin froh weder Piercing noch Tattoo zu haben.

    Da musste ich gerade schmunzeln, war bei meinen Eltern genau dasselbe. Und rest gestern beim Saunabesuch im Schwimmbad war ich glücklich zu den 2% ohne Tatoos und dergleichen zu gehören-da ist man ja schon eine echte Ausnahme ;-).

    Meine Tochter hat ihre Ohrlöcher erst mit 5,5 Jahren machen lassen. Sie hat sich das schon sehr lange gewünscht und ich habe ihr immerwieder erklärt, dass wir darauf warten, dass sie alt genug ist! Und das die meisten Geschäfte das erst ab 6 Jahren machen! Ich habe ihre Ohrlöcher leider schießen lassen! Ich wünschte ich hätte es stechen lassen. Ich wusste nicht, dass es Alternativen gibt, da meine Ohrlöcher auch geschossen wurden.


    Es hat ihr höllisch wehgetan, und es hat fast 3 Monate gedauert, bis sie sich mal die Ohrringe wechseln ließ. Zum desinfizieren hat sie sich nur mit sehr viel überredungskunst an den Ohren anfassen lassen.


    In den Jahren davor habe ich manchmal Klebeohrringe gekauft :-) Die gabs ne Zeit lang bei ... ich weiß garnicht, ob man das hier schreiben darf, aber da es die Dinger zur Zeit so oder so nicht gibt, kann es ja keine Werbung sein:


    Es gab sie mal bei C&A. Vielleicht kommen die Dinger mal wieder? Es waren kleine Aufkleber, sahen richtig hübsch aus :-)

    Meine Tochter (oder mein Sohn, je nachdem was ich mal bekomme und wie sie sich entwickeln :-) ) darf sich gaaaanz vielleicht mit 16 Ohrlöcher stechen lassen, und auch das nur mit großem Widerwillen weil ich den himmelhohen Unterschied zwischen durchstochenen/durchschossenen Ohrläppchen und zB. einer durchstochenen Lippe nicht sehe. Am liebsten wäre es mir allerdings wenn Piercings & Co. erst mit 18 interessant werden, vielleicht hab ich ja Glück.


    Ich bin übrigens nicht grundsätzlich gegen Piercings, ganz im Gegenteil, hatte selbst schon einige :) Und mit keinem einzigen hatte ich so viele Probleme wie mit den geschossenen Ohrringen.


    Bin der Meinung, dass die eigenen Wünsche meiner kleinen Kinder zu vernachlässigen sind sobald es um Körperverletzung geht :=o Wenn es in unserem Kulturkreis nicht so "normal" und gesellschaftlich gern gesehen wäre, schon Säuglingen die Ohren zu stanzen, würden wahrscheinlich mehr Leute finden wie blöd das eigentlich ist. Aber ich glaub, darüber denkt man in unseren Breitengraden nicht mal großartig nach weil es ja "immer schon so war".


    Aber das ist nur meine Meinung, soll jeder machen was er für richtig hält.

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    Wenn es in unserem Kulturkreis nicht so "normal" und gesellschaftlich gern gesehen wäre, schon Säuglingen die Ohren zu stanzen, würden wahrscheinlich mehr Leute finden wie blöd das eigentlich ist. Aber ich glaub, darüber denkt man in unseren Breitengraden nicht mal großartig nach weil es ja "immer schon so war".

    Also ich persönlich bin ziemlich schockiert, dass hier so völlig normal davon gesprochen wird, Kleinkindern die Ohren piercen zu lassen. Ich kenne gerade eine Mutter, die das bei ihrer Dreijährigen hat machen lassen und das fanden alle im Bekanntenkreis sehr befremdlich.


    Meine Schwester hat sich mal einen Ohrring ausgerissen (da war sie 17) - und das war ein riesiger Klunker, sondern ein kleiner Stecker. Dennoch: blöd hängen geblieben und das Teil war raus. Das war vielleicht ein Gezeter - wieviel größer ist die Gefahr bei einem Kleinkind.


    Ich find den Gedanken, einem Kleinkind einen dauerhaften bodymod (in diesem Falle muss man ja sagen) zuzufügen gerade zu .. ich weiß auch nicht :-/ Jedenfalls löst es eher Schauer und Befremden bei mir aus.

    Zitat

    Körperverletzung. Na klar. %-| weil ja soviel kaputt geht %-|

    da kannst du so viel mit den augen rollen wie du willst ;-) es ist de facto eine körperverletzung. deshalb muss man auch immer so lustige zettel unterschreiben, dass man dem piercer das erlaubt.

    Zitat

    ich frag mich, ob manche Eltern hier ihre Kinder auch erst ab 16 ihre Kinder impfen (stechen) lassen, wo eine Nadel viel weiter in die Haut und dann auch noch ins Muskelgewebe dringt... %-|

    Würdest du es auch als gleichwertig zu einer Schutzimpfung empfinden, wenn der Arzt dem Kind "per Gaudi" mit der Nadel einfach so in den Arm sticht? Und warum nicht? Vielleicht weils keinen Sinn macht, unnötig weh tut, etc.? %-|

    Zitat

    Körperverletzung. Na klar. %-| weil ja soviel kaputt geht %-|

    Stellst du dich unwissend, oder bist du es wirklich?

    Das Kind ist mit 6 noch nichtmal ansatzweise geschäftsfähig. Es ist schlicht noch nicht in der Lage weitreichende Entscheidungen zu treffen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen abzuwägen.


    Daher ist es an den Eltern sowas zu entscheiden. Und auch dazu stellt sich mir die Frage: wozu braucht ein Kleinkind Ohrringe die ein potentielles Verletzungsrisiko sind?

    Meine Güte, soll doch jeder mach was er will. Als Riesenkörperverletzung seh ich das nun wirklich nicht an. Das ist ein kleiner Stich, mehr nicht. Wie mans nur so übertreiben kann.


    .


    Nur weil ich anderer Meinung bin, heißt es nicht, dass ich unwissend bin. Ich verstehe unter Körperverletzung nun eben gravierendere Dinge. Wenns richtig gemacht wird und nicht unter Zwang geschieht schadet es niemanden.

    Nö, ich seh nur nicht das Risiko es nicht zu tun ;-)


    Oder wieviele Mädchen sind durch Ohrenstechen entstellt oder starben, wenn man es richtig stechen lässt und die Wunde danach gut versorgt?


    Man sollte schon die Kirche iwo im Dorf lassen.


    Ich bin von einem Fahrrad gefallen als kleiner Junge, hab mir beide Knie und ein Ellenbogen aufgeschürft, Streugut steckte im Fleisch. Ich glaube im Verkehr bin ich bei weitem einem höherem Risiko ausgesetzt.


    Kleine Frage nun: Wann bringt ihr den Kindern das Fahrradfahren bei? auch ers mit 16 oder gar mit 18? %-|


    Verhältnismäßigkeit ist das Stichwort.

    Zitat

    Und wem schadet es, wenn es das Kind wirklich will? Keiner Sau.

    Doch, und zwar dem Kind selbst, das zudem die Konsequenzen nicht abschätzen kann. Was denkst du, warum dem Kind keiner einen Ohrring stechen würde, wenn kein Erziehungsberechtiger anwesend ist? Weil es die Folgen nicht abschätzen kann und aus diesem Grunde auch nicht selbst entscheiden darf.