Zitat

    ADHS ist leider auch eine Art Modeerscheinung.

    Sicherlich mag es Menschen geben, die sich das einfach machen und ihre Probleme auf ADS schieben, obwohl sie gesund sind. Aber es ist doch wohl nicht abzustreiten, dass diese Erkrankung existiert und den Betroffenen eine Menge Probleme bereiten kann, sowohl schulischer/beruflicher, als auch sozialer Natur. Das als Modeerscheinung abzutun, finde ich aber unglaublich!

    Geht das denn so einfach???Einen anderen Arzt aufsuchen?Meine KK hat mir gesagt das ich diese Diagnostik nur einmal beanspruchen kann .


    Das nächste ist eine Verhaltenstherapie hatte ich auch schon da war sie 6 Jahre alt.Das ging ungefähr fünf Stunden und dann wollte man das ich mein damaligen Kleinen Sohn knappe sieben Monate alleine lasse...nur mal zur Info ich hatte keine Möglichkeiten Ihn irgendwo abzugeben.Da hat mir die Therapeutin erklärt ich wäre unkooperativ und das ganze abgebrochen.


    Ich bin echt am verzweifeln...:°(:°(:°(:°(

    sunny80

    Zitat

    Das habe ich schon bei uns gibt es grundsätzlich nur Tee oder Wasser mit Geschmack.Limonade oder gar Cola schon gar nicht.Ich finde das nicht nur ungesund sondern hatte damals auch schon selber festgestellt das meine Grosse da komplett hochfährt und nicht zu bremsen ist.Das gleiche ist auch bei Süssigkeiten jeglicher Art ...klar darf sie mal naschen dann aber nur "dosiert"

    :)^ Du hast also schon erkannt, dass das auch eine Rolle spielt.


    Bedenke aber trotzdem, das "Cola" und "Schokolade" hier nur als Beispiele zu verstehen waren. Versuche doch z. B. in einer gemeinsamen Ferien/Urlaubszeit, wo deine Tochter fast nur zu Hause isst, mal genau zu beobachten. Oder sogar Tagebuch zu führen.


    Grundsätzlich muss ich Shelly schon recht geben. Einem Kind (bzw. einer Person), das unter seinem ADHS leidet, dessen Welt dadurch total aus den Fugen gerät, sollte eine medikamentöse Behandlung nicht verweigert bekommen. Doch ich verwehre mich ganz klar gegen DIE Ärzte, die ihre Patientengespräche im 3 - 6 Monate-Rhytmus abhalten und einfach Ritalin und co. verordnen. Eine begleitende Therapie (Verhaltenstherapie, Bewegungstherapie, Elterntherapie - je nach Problem-Schwerpunkt) muss für mich zwingend dabei sein. Und ich bin sogar absolut überzeugt, dass dadurch viele medikamentöse Behandlungen mit der Zeit sogar unnötig werden.

    @ bjelka

    Zitat

    bei einer verhaltenstherapie darfst du dein kind nicht mitnehmen ?vorallem so klein das stört doch nicht.


    ich würd mir eine andere verhaltenstherapeutin suchen.

    Nein durfte ich nicht...er lag zwar immer nur dabei aber sie war der Mei nung er stört und es müsste doch möglich sein ihn auch mal 2x die Woche für ich glaube 45 min woanders unter zu bringen.War es mir aber nicht.Mal ganz davon abgesehen das ich es nicht verstanden habe warum ich mein zweites Kind abschieben sollte.Er machte ja nicht weiter ausser krabbeln und spielen ...meistens sogar schlafen.


    Und ich würde mir gerne auch eine andere Therapeutin suchen aber die KK weigert sich weil die ander ja abgebrochen ist.

    Shelly

    Ich möchte niemandem "sein" ADS oder ADHS absprechen. Wie schon gesagt, ich bin selbst betroffene Mutter und mein Sohn erhält eine entspechende medikamentöse Behandlung.


    Doch ich habe mir die Entscheidung dafür nicht leicht gemacht. Für ihn und damit auch für mich sind die Medikamente im Schulalltag vielmehr das geringere Übel.


    Ich habe unzählige Bücher/Berichte und dergleichen zu diesem Thema gelesen, habe Patientenveranstaltungen besucht, Therapeutengespräche mitgemacht und eben alles was sonst noch so dazu gehört.


    Trotzdem und vielleicht gerade deshalb sehe ich ADS mit oder ohne H. auch als Problem unserer Zeit. Früher gab es ADS auch schon. Doch die betroffenen Personen fielen bei weitem nicht so aus der Rolle wie heute. Für meinen Sohn war es zum Beispiel unglaublich wichtig, dass eine Bezugsperson für ihn da war. Er war gerade in einer Zeit, als er im Schülerhort untergebracht war, weil ich berufstätig war, besonders auffällig.


    In der Familie früher war es unüblich, dass Kinder in Schülerhorten, Ganztagesschulen und dergleichen "aufgeräumt" wurden, damit die Eltern beide arbeiten konnten. Damals war entweder die Mutter selbst oder die Großeltern für das Kind da. Die Kinder mussten meist schon früh daheim auch gewisse Aufgaben erfüllen, anstatt wie heute ihren Popo wie heute überwiegend in der Schule, am Schreibtisch, vor dem Computer oder dem TV platt zu sitzen.


    Meinem Sohn geht es deutlich besser, wenn er körperlich ausgelastet ist, also viel Sport treibt oder sich auch mal durch körperliche Arbeit auspowert (neulich war er mit Bekannten beim Holz machen).


    Ein Hobby, in dem die betreffende Person richtig gut ist, wo sie dann auch die notwendige Bestätigung erfährt ist, ist fast das Allerwichtigste. Das Wissen eben "Ich bin gut".


    Aber sorry, wenn ich mir Sendungen wie diese "Super-Nanny" anschaue, dann müsste ja fast jedes Kind, mit dem die Eltern nicht zurechtkommen, ADS haben.


    Doch das wäre ja wohl etwas zu einfach... :=o bzw. gerade nicht.


    Die Therapeutin meines Sohnes z. B. machte uns auf Auffälligkeiten in seinem Verhalten aufmerksam, die eindeutig darauf hindeuteten, dass er gewisse Verlustängste hätte, weil er instinktiv spürte, dass in meiner Ehe nicht alles zum besten stand :-o. Ich möchte bezweifeln, dass das ADS hierbei die entscheidende Rolle spielte, wenn auch ADS-Kinder auf solche Probleme noch sensibler reagieren als "normale" Kinder.


    Es ist nunmal einfacher zu sagen "Mein Kind hat ADS" als auch mal das eigene Verhalten zu durchleuchten.


    Doch auch wenn es tatsächlich ADS ist, gehört das unweigerlich dazu. Die Auseinandersetzung mit der Diagnose hieß nicht nur "Was kann der Arzt für mein Kind tun?", sondern auch "Was kann ich tun?". Das bedeutet halt auch zu erkennen, dass das eigene Verhalten das Kind negativ beeinflussen kann und daran zu arbeiten. Doch darauf müssen sich die Eltern einlassen wollen, denn das ist sehr schwer.


    Doch es lohnt sich. Denn in Ferienzeiten und am Wochenende kommt unser Sohn nahezu problemlos ohne Medis aus. Und das lässt mich doch immerhin auf die Zeit nach der Schule hoffen, wenn er nicht mehr gezwungen ist, sich in ein Schema zu pressen, sondern sich einen Beruf aussucht, der seinen Neigungen entspricht. Das hoffe ich jedenfalls :=o

    Zitat

    Geht das denn so einfach

    sunny80

    ? Seltsam das Ganze.


    Wir waren zunächst bei einer Ärztin, mit der ich auch unzufrieden war. Wir haben dann gewechselt. Der neue Arzt hatte bei der Ärztin die Unterlagen angefordert, die wie durch ein Wunder dann nicht auffindbar waren %-|. Also musste mein Sohn alle Tests und dergleichen noch einmal machen. Probleme mit der KK hatte ich deshalb allerdings nicht.

    Ich werde jetzt auf alle Fälle nochmal versuchen das ich erstmal irgendwo anders HIlfe herbekomme.


    Weiss zwar noch nicht wie ich das anstellen soll aber als erstes werde ich die KK anrufen.Und dann nochmal meine KÄ.


    Danke euch erstnmal für die Tipps

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    So habe die KK angerufen.Die meinen ich soll zur Familienhilfe gehen.Total überfordert die Dame dort :(

    *hirnfass:|N


    ruf mal morgen früh-mittag an, da erreichst du vielleicht einen anderen der kompetenter ist.

    such dir eine selbsthilfegruppe aus einem der großen adhs-verbände, nimm kontakt auf und frage nach kompetenten diagnostikern in deiner wohnortnähe. so lange keine ordentliche diagnostik von einem fachmann erfolgt ist, hilft alles spekulieren nichts....;-) von den selbsthilfegruppen bekommst du auch adressen von geeigneten therapeuten, die sich mit der thematik auskennen.


    eine ordentliche diagnose dauert mehrere stunden und wird bei kindern auf 2-3 tage mit jeweils 2-3 stunden verteilt, dazu kommen diverse untersuchungen (eeg, ekg, blutwerte....etc...) um andere ursachen ausschliessen zu können.


    sollte ads/ adhs festgestellt werden, ist ein multimodaler therapieansatz am wirkungsvollsten. dieser besteht aus:


    1. heilpädagogischer entwicklungstherapie unter verhaltenstherapeutischen prämissen / oder adhs-spezifischer verhaltenstherapie


    2. adhs-elterntrainingkursen


    3. wenn 1+2 nicht ausreichen und/oder das kind schwer betroffen ist, medikation


    das bereits genannte "adhs-anderswelt-forum" ist in ordnung, dort kannst du bedenkenlos rumstöbern.


    selbsthilfegruppen findest du z.b. hier www.ads-ev.de und hier: www.adhs-deutschland.de


    alles gute@:)

    nichts zu danken@:)


    im zuge einer gründlichen diagnostik werden andere dinge, wie z.b. epilepsie, schilddrüsenfehlfunktion, bestimmte allergien, aber auch z.b. hoch- oder minderbegabung als ursache für die symptome ausgeschlossen. spätestens wenn das thema medis im raum steht, sollte auch ein blutbild gemacht werden und die leberwerte bestimmt (und auch regelmässig überprüft!) werden.


    je nachdem, wie gut sich die diagnostiker auskennen, fällt die diagnose mehr oder weniger gründlich aus. daraus resultieren dann leider die vielen fehldiagnosen und vorurteile wie z.b. "jedem zappeligen kind wird gleich adhs angedichtet"%-| oder ähnliche...


    und die kinder und familien, die WIRKLICH betroffen sind, dürfen sich dann ewig rechtfertigen und mit den vorurteilen rumärgern...


    wünsche dir gute nerven und alles gute und wenn du noch fragen hast, dann frag einfach *:)