@angel

    ich arbeite an einer Sprachheilschule und habe täglich mit solchen Kindern zu tun..


    im Endeffekt ist es tatsächlich von Kind zu Kind abhängig und sollte individuell behandelt werden..spontan fiel mir zum Thema "Störgeräusche wegfiltern" ein: man könnte doch die Mikroportanlagen, die die Kinder mit Hörgeräten bekommen, zweckentfremden und versuchen, auf diesem Weg die Störgeräusche auszublenden..allerdings habe ich keine Ahnung, ob das machbar ist..und ob der gewünschte Effekt erreicht wird


    ansonsten empfehle ich auch Hörtraining, damit das Kind lernt, z.B. seine auditive Fähigkeit zur Figur-Grund-Wahrnehmung zu verbessern


    Wobei der Begriff "Auditive Wahrnehmungsstörung" sehr verwässert ist und für viele verschiedene Symptome genommen wird..von daher ist es tatsächlich von Kind zu Kind verschieden, in welche richtung therapiert wird/werden sollte

    Hallo,


    bei meiner Tochter wurde auch eine auditive Wahrnehmungsstörung festgestellt. Außerdem hat sie noch LRS, was aber häufig zusammen vorkommt.


    Sie geht jetzt in München in die 5. Klasse der Samuel-Heinike-Realschule, Realschule mit dem Föderschwerpunkt Hören. Dort gibt es Extra-Klassen für diese Kinder. Sie werden mit Kopfhörern unterrichtet, so dass kein Störschall mehr möglich ist. Außerdem sind die Klassen sehr klein, zur Zeit 9 Schüler. Und endlich macht Schule wieder Spass und sie hat super Ergebnisse.


    lb. Gr. chaosmum

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Hallo, wir sind ebenfalls eine Familie mit einem Kind , welches auditive Wahrnehmungsstörung aufweist.


    Die Diagnosefindung/Festlegung war von Anfang an sehr schwierig. Vom Kinderarzt hörte ich nur: "Das kommt schon noch! Sie sind viel zu ängstlich! Haben Sie Geduld! Jedes Kind ist anders!" Und das hieß warten und Geduld haben.


    Ich muß dazu sagen, bin Krankenschwester von Beruf und unsere Tochter ist das jüngste Kind von "Dreien" (Jetzt: 24 Jahre, 12 Jahre und 9 Jahre).


    Von Geburt an, war unsere Kleine anders : Ein- und Durchschlafstörungen bis zum 3. Lebensjahr, keine Sprachentwicklung (wo man als Eltern sehnsüchtig drauf wartet) nur "Laute" bis zum Kindergartenalter, dann durch ausgiebige Therapie "3 - 5 Wort-Sätze". Ängstliches und Zurückhaltendes Verhalten gegenüber Dritten (außer direkte Bezugspersonen Geschw. und Eltern!).Artikulieren und Signalisieren nur mit "ihrer Sprache" und "Gesten".


    Mit knapp einem Jahr war sie mit mir zur Kur(sollte Besserung auftreten - leider nicht geklappt). Meine Geduld hatte mit 2 Jahren wirklich ein Ende erreicht -dann bin ich selbst auf "Ursachenforschung" gegangen.


    Habe selbst bei der "Küpper-Schule" in Trier angerufen und die Situation geschildert - und so fing alles an. Es wurde dort ein intensiver Hörtest durchgeführt, anschließend ein ausführlicher Bericht an den Kinderarzt geschickt. Promt fing die Behandlung in der Frühförderung an:"Heilpädagogik, Logo und Ergotherapie, verknüpft mit Gesprächen, Tests usw..."


    Man muß als Elternteil wirklich immer dran bleiben!!!


    So und nun ist unsere Tochter mittlerweile seit 2 Jahren in der "Küper-Schule", intensiver Unterricht in einer kleinen Klasse( zur Zeit 8 Schüler) mit 2 Lehrpersonen. Sie macht unwahrscheinliche Fortschritte, man erkennt sie kaum wieder!!! Klasse!!!


    Sie ist viel sicherer, stärker, selbstbewußter in ihrem Wesen geworden (geht auf "Dritte" zu, hat eine feste Freundin im Dorf)und sie spricht (kurze Sätze, zeitversetzt, antwortet auf Nachfragen)!!! Sie fühlt sich wohl in dieser Schule/Umgebung - sie wird dort akzeptiert, so wie sie ist!!!


    Der Austausch von Lehrpersonen, Schule an sich und den Eltern, Mitschülerin ist gerade zu vorbildlich. Der Zusammenhalt - Arbeit - Spaß - Wissen vermitteln -paßt einfach!


    Wir denken, daß wir unserer Tochter einen guten Start mit dieser Schule für ihr Leben gegeben haben.


    Wir sind aber weiterhin sehr interessiert daran, welche Unterstützungen, Hilfe wir unserem Kind noch geben können.


    Ein intensiver Austausch wäre Klasse.

    Meine Tochter leidet nach Aussage der Ergotherapeuthin und auch der Einschätzung der Lehrerin ebenfalls an auditiver Wahrnehmungsstörung.


    Die beschriebenen Sympthome passen auch voll und ganz auf sie und ihr Verhalten.


    Da es ja hier bereits Einträge älteren Datums gibt würde mich sehr interessieren wie die weitere Entwicklung der anderen Kindern durch die Behandlungen fortgeschritten sind.


    Ich werde mich auf jeden Fall ab morgen direkt mal um eine korrekte Diagnose und eine anschließende Therapie bemühen.

    Mein Sohn hat auch auditive Wahrnehmungsstörungen und LRS, er bekommt nun seit 8 Monaten Ergo und Logo, ich muß sagen, dass er aufmerksamer geworden ist.


    Wir gehen außerdem noch alle 3 Monate zur Osteopathie, was sehr viel bringt.


    Er bekommt oft überhaupt nichts mit, vor allem in der Schule blöd. Aber wenn man das Problem erkannt hat und sich nicht in die ADS-Schiene drücken läßt, schafft schon ein Einzeltisch und bei Arbeiten ein Umsetzen (Flur, Nebenraum) einiges mehr an Ruhe für das Kind. Da müssen dann auch die Lehrer an einem Strang ziehen.

    Hallo,


    bei meinem Kind wurde auch eine auditve Wahrnehmungsstörung diagnostiziert.


    Er ist nun in der Logopädi und ich bin mir nicht sicher ob er dort richtig gefördert wird.


    Wer kann mir helfen und hat Erfahrung?

    Hallo Hase,


    wie war es bei euch bei der Osteopathie? Was genau wird da behandelt?


    Kennst du noch mehr betroffene Kinder?


    Ich bin wirklich etwas verunsichert und möchte nicht alles bei meinem Sohn ausprobieren.


    Wie macht sich dein Sohn nun in der Schule?

    http://Infos zur Osteopathie

    Zitat

    Kennst du noch mehr betroffene Kinder?

    Ich gehen mal davon aus, das sehr viele Kinder diese Problematik haben, gerne werden sie dann in die ADS-Schiene gesteckt, meinem Sohn wollte man auch Ritalin geben, das habe ich dankend abgelehnt. Ich bin dann zum Pädaudiologen, der stellte die Wahrnehmungsstörung fest und meinte, dass er keineswegs ADS hätte.

    Zitat

    Ich bin wirklich etwas verunsichert und möchte nicht alles bei meinem Sohn ausprobieren.

    Das ist wohl wahr, wir machen im Moment auch Pause von den Therapien. Osteopathie ist aber nur eine bis drei Sitzungen, je eine Stunde.

    Zitat

    Wie macht sich dein Sohn nun in der Schule?

    Es klappt ganz gut, wenn man die Lehrer informiert und im Gespräch bleibt. So kann man ihn dann nach vorne, möglichst alleine setzen, dann bekommt er auch alles mit, was wichtig ist.

    In der Schule sitzt er schon ganz vorne.


    Was mir nur zu Bedenken gibt, sind seine kurzen Konzentrationsspannen und dass er für alles so lange braucht.


    Das lesen klappt hingegen schon recht gut.


    Ausser einem normalen Hörtest (beim Kinderarzt) wurde bei uns noch nichts untersucht.


    Er musste einen Einschulungstest machen und dabei fiel das ganze erst auf.


    Meinst du ein differenzierter Hörtest wäre sinnvoll?

    Mein Sohn hat Legasthenie. Da hängt meist noch mehr dran, wenn es grundsätzlich Probleme gibt. Der KIA hat uns zum Pädaudiologen geschickt, weil der "normale" HNO meinte, er könne ja hören, klar kann er das %-|


    Nur kann er sich nichts merken.


    Der Pädaudiologe hat ihm Zahlenreihen nennen lassen, bereits nach der dritten Zahl mußte er passen, er konnte ich das nicht merken. Nun hat der Logo und die Ergo mit ihm trainiert. Seine Merkfähigkeit ist erheblich besser geworden. Man merkt auch, dass er Worte im Kopf sucht (sieht man an der Augenbewegung nach oben).

    Zitat

    Er musste einen Einschulungstest machen und dabei fiel das ganze erst auf.

    Bei dem Test fiel gar nichts auf, K.A, was der Doc da untersucht hat, die Probleme kamen erst, als er in die zweite Klasse kam.

    Danke für deine Info. Ich werde mal den KA besuchen und fragen ob eine Pädaudiologische Untersuchung angebracht ist.


    Mehr als 2 Wörter oder 3 Zahlen kann mein Sohn sich auch nicht merken.


    Wie das mit der Legasthenie ist, kann ich noch nicht sagen. Er hat ja erst ein halbes Jahr Schule hinter sich.


    Reagiert dein Sohn auch oft aggressiv wenn er lernen soll bzw. du ihm etwas erklären möchtest?


    Hausaufgaben machen kostet mich meine ganzen Nerven...

    Zitat

    Reagiert dein Sohn auch oft aggressiv wenn er lernen soll bzw. du ihm etwas erklären möchtest?

    Das kenne ich, glaub mir, ich mache das schon 5 Schuljahre lang mit. Ich lasse ihn mittlerweile selber machen, nur auf seine Anfrage greife ich ein. Auch seine Rechtschreibfehler korrigiere ich nicht, das wissen aber auch die Lehrer, bringt eh nichts ;-)


    Auch wenn schwer fällt, lass ihn machen, wenn er schreit und mault, geh einfach raus und komm erst wieder, wenn er sich beruhigt hat.


    Zur LRS: oft bemerkt man das, wenn er b und d nicht auseinander halten kann, ist ganz typisch und fiel bei uns schon in der ersten Klasse auf.