also während meiner Ausbildung hat ein Kinderarzt (absoluter Impfbefürworter, der wollte am liebsten alle Mütter aufhängen die auch nur skeptisch sind, das war schon krass) es genau damit erklärt... möglichst wenig termine für die Eltern machen, sonst erwischt man nie alle und es gäbe genug impfmüde Leute, da würde man die so "fangen" und am besten schön kombiniert mit U untersuchungen, damits keine Extrawege gibt etc.... ;-D


    Der war mri auch zu extrem

    Das finde ich auch absolut schwachsinnig, damit erkennt man den Eltern doch ab, dass die sich Gedanken über die Gesundheit ihres Kindes machen und das machen doch die Meisten denke ich oder lebe ich da in so einer Märchenwelt gedanklich?


    Außerdem ist es ja auch in der Regel nicht so, dass ein Kind als Baby zu den Untersuchungen geht und dann niiiie wieder zum Arrzt bzw bis es dann erwachsen ist.


    Es ist auch hinterher noch so viel Zeit zur Aufklärung und Zeit sich Gedanken zu machen, ob man so eine Impfung möchte oder nicht.


    Als Mädchen wird man auch später vom Frauenarzt nochmal beraten und ich wurde mit 15 j. von meinem Hausarzt angesprochen, ob ich diese Impfung denn gerne haben möchte und habe mich dann selbst dafür entschieden.


    Ich weiß nicht wie es aktuell in den Schulen so abgeht, aber als ich noch in der Untestufe war, gab es bei uns auch 1 mal im jahr oder so einen Arzt, der den Impfausweis kontrolliert hat usw.

    naja frauenarzt da gehen viele unter 20 gar nicht hin (ehrlich gesagt wozu auch wenn sie keine pille wollen und keine schmerzen haben?) und oh doch es gibt verdammt viele die nur zur U untersuchung gehen oder bei akuter krankheit, wo man ja nicht impft... wieviele muss man schon per erinnerung zu den Us heranziehen und dann direkt mit Konsequenzen drohen wie es mein Bundesland nun macht...


    Es gibt solche Eltern und leider mehr als man denkt, da bin ich desillusioniert.

    Das ist echt sehr traurig :(v .


    Heute war mir erst danach einen Thread über die ja nun wieder in der Diskussion stehende Impfpflicht zu eröffnen.


    Aber evtl. können wir uns ja hier ein wenig austauschen, wenn das okay ist?!


    Was denkt ihr darüber?

    eigentlich find ich den Eingriff in die Rechte zu hart... was tut man dann wenn man wirklich richtige Impfschäden bekommt... sagt der staat dann "pech gehabt!" ?


    Auf der anderen Seite find ich auch schlecht wenn nicht geimpfte quasi schwangere die leider non-responder sind super gefährden oder kleine Babys beim Kinderarzt etc...


    hab da ne echt gespaltene Meinung zu....

    Zitat

    Ich weiß nicht wie es aktuell in den Schulen so abgeht, aber als ich noch in der Untestufe war, gab es bei uns auch 1 mal im jahr oder so einen Arzt, der den Impfausweis kontrolliert hat usw.

    Aber nur in der Grundschule. danach wird nur noch überprüft vor eine Klassenfahrt, ob eine tetansuimpfung vorliegt. Hat ein Kind keine Tetanus Impfung, muss man als Elternteil zustimmen, falls es was passiert, das man da handeln darf

    Zitat

    Bloß wo kommen jetzt die pööhsen Masern wieder her, wo wir doch soviel Hygienereiniger in Bad und WC verwendet haben. Müssen wohl doch mehr mit Domestos gurgeln

    ja wo kommen sie denn bloss her, wenn doch immer noch soooo viel geimpft wird :-o


    Aber vielleicht hast du mal ein paar statistische Zahlen dazu?

    Zitat

    Heute war mir erst danach einen Thread über die ja nun wieder in der Diskussion stehende Impfpflicht zu eröffnen

    Die Rechtsabteilung, die dann entstehen müsste, wird der BRD etwas zu teuer werden.


    Daher kann man wohl nicht davon ausgehen.

    OMG mir fehlen mal wieder die Worte bei dieser "Diskussion". Die Meinungen einiger (zum Glück weniger) sind ja obrigkeitshörig bis zum Geht-nicht-mehr. Trennung von Geimpften und Nicht-geimpften, am besten mit schön deutlicher Kennzeichnungspflicht: Zum Kotzen! Das weckt in mir ganz üble Assoziationen, die ich nicht aussprechen darf, ohne hier jemanden zu beleidigen.


    Wenn Beettlejuice hier dann neben der ganzen Polemik noch Impfschaden als "kurzweiliges Problem" (d.h. unterhaltsam) dann ist das für mich ein echter freud'scher Verschreiber und spiegelt die wahre Haltung des Nutzers wieder.


    Was die StIKo mit der 6-fach Impfung rät ist imho Blödsinn und grenzt an Anstiftung zur Körperverletzung. Rechtlich gesehen ist eine Impfung Körperverletzung und darf nur nach Aufklärung und Einwilligung (der Erziehungsberechtigten) durchgeführt werden. Ich weiß von Fällen, wo das Kind schon die Nadel drin hatte, bevor die Mutter einmal "Aber" sagen konnte.


    Wie jemand seine Kinder impfen lässt hängt ganz von der Situation jedes Einzelnen ab; das Infektionsrisiko von einem Kind, das nicht in die U3 Betreuung geht ist wohl deutlich geringer. TD, Polio, Masern zur richtigen Zeit sind für mich ausreichend. Weitere Aspekte sind welchen Umgang das Kind mit Risikogruppen hat und ob und wie lange gestillt wird.


    Den richtigen Zeitpunkt erkennen aufgeklärte Eltern wohl am besten selber. Für welche Kinder eine viermalige 6-fach-Impfung ab dem dritten Monaten sinnvoll ist will sich mir nicht erschließen:


    Tetanus


    1) Bakterien, die sich in tiefen Wunden (unter anaeroben Bedingungen) vermehren


    2) Nachträgliche Impfung möglich.


    => Wie soll sich ein Baby eine so tiefe Wunde zuziehen und wenn es passiert? Siehe 2


    Diphterie


    In Deutschland sind von 1997 bis April 2007 sieben Fälle von "klassischer" Diphtherie dokumentiert, in der Mehrzahl der Fälle war die Erkrankung nach Kontakt zu Personen aus Epidemiegebieten aufgetreten. Quelle


    => Das Risiko gehe ich erstmal ein. Es gibt wohl größere Gefahrenquellen wie ungeeignete Kindersitze im Auto, die wohl mehrere 100 schwere Verletzungen oder Tote im Jahr fordern


    Polio


    Betroffen sind überwiegend Kinder ab 3 Jahren


    => Warum ist ein Impfschutz ab 3 Monaten notwendig


    Keuchhusten


    Zugegeben kann es hier zu unschönen Spätfolgen kommen; aber vor Allem ist Keuchusten für Kinder unter 6 Monaten gefährlich


    => Hier sollte sich jeder die Frage stellen, wie vielen Risikokontakten das Baby bis zum 6 Monat ausgesetzt ist. Bei unserem Kleinen hielt sich das in Grenzen.


    HIb


    1) Es wird nur gegen einen Stamm geimpft! (ca 30% der Fälle werden damit abgedeckt)


    2) Ab dem erstem Lebensjahr ist nur 1 Impfung notwendig. Nach StIKo wird ab dem 3. Monat vier mal geimpft


    => Für mich macht somit in den meisten Fällen nur eine Impfung ab 1 Jahr Sinn


    Hepatits B


    Wie infiziert man sich noch gleich? Ach ja: Durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten eines Infizierten!


    => Wie wahrscheinlich hat Ihr Kleinkind Sex mit einem Infizierten, braucht eine Blutkonserve oder kommt sonstwie mit den Körperflüssigkeiten eines Trägers in Kontakt?


    FAZIT


    Jetzt bleibt die Frage, wer die StIKo dazu angeregt hat, die Empfehlungen so auszusprechen wie sie momentan Stand der Dinge sind? Oder anders welche Lobby ist stärker, die von aufgeklärten Eltern und Kinderärzten oder z.B. der Pharmaindustrie?

    alterHelveticus


    danke für deinen Bericht :)^


    hab nix hinzuzufügen


    Ausser eins noch:


    Die Einen gehen das Risiko der Krankheit ein und die anderen möchten eben lieber das Impfrisiko eingehen.


    Risiken gibts auf beiden Seiten.


    Das eine Risiko kommt von der Natur, das andere von der Pharmaindustrie

    @ kattilein

    Ja du hast Recht, das ganze Leben ist ein Risiko, dass es sich lohnt einzugehen.


    Für mich ist es auch OK, wenn jemand sechsfach impfen will, aber warum das als Empfehlung ausgesprochen wird und Eltern mit anderer Meinung z.T. verteufelt werden (war vor ein paar Jahren noch viel schlimmer) verstehe ich nicht.


    Es müsste eine objektive Aufklärung geben, vielleicht wird dann der Druck größer, dass es bessere alternative Konzepte und Impfkombinationen gibt.

    Zitat

    Es müsste eine objektive Aufklärung geben, vielleicht wird dann der Druck größer, dass es bessere alternative Konzepte und Impfkombinationen gibt

    das wäre sicherlich eine gute Lösung für sogenannte "Impfmüde" .


    Aber solange hier nur die Lobby am Werk ist, sind wir leider davon noch weit entfernt...

    Nein Helvetikus ich trenne Impfschäden und die Kurzweiligen Impfreaktionen und das sehr strikt. Musst schon genau lesen ;-)

    @ Caiomhe:

    Wie das passieren konnte? keine ahnung, frag die Babys... nee im ernst, die sind erstickt, wurden dann intubiert, sind mehr oder weniger schon blau eingeliefert worden, evtl zu spät... Medizin kann helfen aber eben nicht immer.


    Meine Chefin damals bekam Pertussis mit 50... frührentnerin, Lunge für immer am Arsch...

    Das kann man so echt nicht stehen lassen. Eine Wunde als Eintrittspforte für Tetanus muss nicht tief sein. Ein Minikratzer reicht. Tetanuserreger können schon in der Blumenerde sitzen, in der Krabbelkinder gern mal buddeln. Da so eine Bagatellverletzung nicht immer bemerkt wird, ist auch die aktiv/passive nachträgliche Impfung nicht die Lösung.


    Ich finde, mann kann über Sinn und Unsinn vieler früher Impfungen debattieren, aber Tetanus nicht zu impfen ist Wahnsinn.