Was viele hier gar nicht ins Kalkül ziehen, ist der Herdenschutz.


    Die jetzt nicht geimpften Kinder profitieren (noch!) von der relativen hohen generellen Impfrate. So treten die Krankheiten seltener auf. Das kann und wird sich mit der Impfmüdigkeit allerdings ändern. Die dann vielleicht schon erwachsenen nichtgeimpften, werden sich bei ihren Eltern bedanken, wenn sie die "Kinderkrankheiten" durchmachen.


    Windpocken hinterlassen übrigens eine Anfälligkeit für Herpes zoster (Gürtelrose). Wer gegen Windpocken immunisiert ist, kann keine Gürtelrose bekommen – wer Windpocken hatte, schon.


    Ein weiterer Gedanke – die Impfungen sollen auch die Kinder schützen, die noch zu klein sind, um geimpft zu werden, oder die wegen Krankheiten nicht geimpft werden können. Ein Säugling, der sich in der Kinderarztpraxis mit Menigistis oder Masern ansteckt – Alptraum für die Eltern.

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    Die dann vielleicht schon erwachsenen nichtgeimpften, werden sich bei ihren Eltern bedanken, wenn sie die "Kinderkrankheiten" durchmachen.

    Erwachsene können sich ja zum Glück selbst impfen lassen, wenn die Eltern ihnen den Schutz versagt haben.

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    Ein Säugling, der sich in der Kinderarztpraxis mit Menigistis oder Masern ansteckt – Alptraum für die Eltern.

    Absolut, ja, das ist ein furchtbarer Gedanke. Aber auch ein möglicher Impfschaden ist ein furchtbarer Gedanke.

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    Wer gegen Windpocken immunisiert ist, kann keine Gürtelrose bekommen – wer Windpocken hatte, schon.

    und da kollidiert die realität mit deiner aussage.


    der herdenschutz ist ein gutes argument, definitiv. aber diese aussage bezüglich herpes zoster ist einfach falsch. ich kenne meine 2stellige anzahl von kindern, die nach der mmr-v einen zoster am hals bekommen haben und dazu noch einige, die impfwindpocken bekamen.


    vielleicht kleinlich, aber ich mag weder vom einen extremen lage rnoch vom anderen an den haaren herbeigezogene argumente.

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    Aber auch ein möglicher Impfschaden ist ein furchtbarer Gedanke.

    Absolut. Deshalb würde ich auch nur die Impfungen befürworten, wo die Spätschäden durch die Infektion häufiger und schlimmer sind, als die auftretenden Impfschäden.


    HPV z.B. kann auch durch konsequentes Nutzen von Komdomen eingegrenzt werden, oder?


    Bei Auffrischimpfungen kann ich übrigend nur JEDEM raten, erst den Titer bestimmen zu lassen.


    Ich habe rund 10 Tage nach einer Kombi von etlichen Auffrischimpfungen plus Reiseimpfungen meinen ersten MS-Schub gehabt. Ist natürlich reiner Zufall :=o

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    Ich habe rund 10 Tage nach einer Kombi von etlichen Auffrischimpfungen plus Reiseimpfungen meinen ersten MS-Schub gehabt. Ist natürlich reiner Zufall

    Woah, will man auch nicht %:| Garantiert nicht als Impfschaden gemeldet, oder? Und das sind die Dinger, die in keiner Statistik auftauchen aber ganz real existieren. Wo bei Windpocken eine Mittelohrenentzündung als "schwerwiegende Komplikation" gehandelt wird, wird MS nach Impfung einfach "vergessen".


    Scheiß Thema, die Impferei. Man kann es ja nur falsch machen.

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    Impfschäden sind aber deutlich seltener als eine Erkrankung und deren Komplikationen (von HPV und Grippeschutzimpfungen mal abgesehen)

    und deswegen ists doch gut, wie es ist, jeder kann selber entscheiden und abwägen.


    ich gehöre z.b. zu den menschen, die kein arzt bei klarem verstand nochmal impfen wird, weil bei mir die nebenwirkungen massiv waren und weit weit über die üblichen blessuren hinaus gingen. bei meinem sohn war ich entsprechend vorsichtig und siehe da: der hat das von mir geerbt und auch ihn würde selbst die kiä, die sehr pro impfen ist, nicht freiwillig über das dringlichste hinaus impfen, weil seine reeaktionen alles andere als pipikram waren.


    wird mein kind geimpft und gehört zu dem promillesatz, das hinterher nur noch toast ist, hilft mir nicht die info, dass das aber seeeehr selten vorkommt. wird es nicht geimpft und gehört zu denen, die schaden von der krankheit davon tragen, hilft mir auch da die info nicht, dass auch das seeeeehr selten ist.


    da eben keiner von uns eine glaskugel hat, hilft nur das aufstellen einer eigenen rechnung und dann das eine oder andere risiko eingehen und hoffen, dass der kelch so oder so an einem vorbei geht.

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    der herdenschutz ist ein gutes argument, definitiv. aber diese aussage bezüglich herpes zoster ist einfach falsch. ich kenne meine 2stellige anzahl von kindern, die nach der mmr-v einen zoster am hals bekommen haben und dazu noch einige, die impfwindpocken bekamen.


    vielleicht kleinlich, aber ich mag weder vom einen extremen lage rnoch vom anderen an den haaren herbeigezogene argumente.

    Ich bin absolut nicht einem extremen Lager anhängig, was Impfen angeht. Ganz im Gegenteil – ich bin sehr skeptisch und hin und hergerissen. Ich sehe einerseits die schlimmen Schäden und Spätschäden der Kinderkrankheiten und andererseits denke ich, dass die Medizin das Abwehrsystem des Menschen kaum bis gar nicht durchschaut und deshalb riskiert man, dass der Körper überreagiert, fehlreagiert,...


    Ich bin allerdings schon erstaunt, über eine so hohe Zahl von Kindern mit Impfreaktionen bei Windpocken. Mehr als zehn Kindern von wieviel dir bekannten Kindern?

    tatua: mea culpa. ich nehme allllllles zurück. @:)


    ich kenne viiiiiiiiile. sagen wir mal so 40. aber hey, die varizellen-impfung ist noch recht neu und ich denke, 2-3 generationen später wird das anders aussehen.


    wir hatten in der ddr noch die polio-schluckimpfung mit lebendimpfstoff und da waren z.b. die nebenwirkungen und schäden deutlich höher anzusiedeln als bei der heutigen polio-impfe. würde heute keiner mehr machen. damals wars stand der technik.

    beetlejuice: naja...fieber, juckende bläschen...nicht so viele wie bei der richtigen infektion...aber: solange es mit flüssigkeit gefüllte bläschen gibt, darf das kind nicht in die kita, so handhaben das die kinderärzte bei uns, weil man eben nicht riskieren will, dass sich andere kinder anstecken.

    Ist ja auch richtig so... und ja auch eine der sxhlimmeren impfnebenwirkung... ein impfschaden jedoch is ne andere Hausnummer. .


    Bin allerdings auch beruflich echt vorbelastet.. gehe täglich mit cmv und Rötel embryopathien um und mit kindereb nach enzephalitis nach Kinderkrankheiten. .ich seh alles was durch nicht impfen passiert täglich vor mir..


    Ein impfschaden ist nicht dabei .. aber natürlich gibts die.. ich behaupte nur... wenigere

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    Und das sind die Dinger, die in keiner Statistik auftauchen aber ganz real existieren. Wo bei Windpocken eine Mittelohrenentzündung als "schwerwiegende Komplikation" gehandelt wird, wird MS nach Impfung einfach "vergessen".

    Mit den Impfschäden ist das ganz komisch... was nicht in der "Liste" der potentiellen Impfschäden auftaucht, ist kein Impfschaden. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfung und einer sagen wir zeitlich dicht folgenden Autoimmunerkrankung kann man kaum beweisen.


    In meinem Fall denke ich auch nicht in der Kategorie "Ursache" sondern ich sehe diese Imfungen als "Auslöser"

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    Impfwindpocken dürften aber zu den echten dann sehr milde ausgefallen sein.. man impft ja keine lebenden viren

    Bist du sicher? Meines Wissens nach ist das ein abgeschwächter Lebendimpfstoff.