Wieso? Das sagen Ärzte selbst. Man weiß dann nicht wie das Ergebnis wird. Stichwort mitwachsende Narben zb. Oder wenn nicht klar ist wie groß der Penis wird. Oft sind Schnitte dann schief etc.

    Wer in der heutigen Zeit noch überlegt, ob er sein Kind beschneiden lassen soll, ist in meinen Augen (Und Gott sei Dank in vielen vielen anderen Augen) einfach nur verantwortungslos und ein Sadist mit hinzu, wenn dann noch die Begründung "Tradition" daher kommt.


    Das ist für mich anti-soziales Verhalten! Ganz einfach! Asozial!

    Ich bin auch froh, dass doch viele dagegen sind. Bin mir aber leider sicher, dass so jemand wie der TE, der kaum antwortet und wenn alles mit Tradition begründet, alle genannten Gründe und Fakten ignoriert und seinen Sohn trotzdem beschneiden lässt-leider.

    Ja, ich kann mir schon denken, warum der nicht antwortet. Weil der tief im Herzen weiß, dass man keinem Kind was zu leide tut, auch keine traditionelle Beschneidung.


    Und wenn ich auf Seite 3 die Pro-Liste lese..... dann könnt ich echt kotzen, über so viel Dummheit!


    Ein Ex-Freund hat sich mal beklagt, weil er beschnitten werden musste (aus medizinischen Gründen, es hätte zu einer Infektion kommen können, die tödlich geendet hätte, wenn man nichts gemacht hätte) und so lange Sex hatte, bis es ihm entweder weh tut, weil total überreizt oder er dann einfach abbricht, weil er nichts spürt. Und für mich als Frau, war das auch nicht besonders toll... Nur in den seltensten Fällen ging es "normal".


    Ich, ich... ....ich könnt grad zuschlagen, ehrlich.


    Beim Jugendamt anrufen, und am liebsten ne Adresse mitteilen, von dem Vater hier, der ja so traditionsbewusst ist (Te, Geh am besten wieder weg, dahin zurück, da wo das scheinbar normal ist und tausch dich dort mit anderen Eltern aus, die Spaß dran haben, ihren Kindern so was anzutun!) oder bei der Polizei anrufen und die IP-Adresse durchgeben. Irgendwas.

    Aber gerne reden Menschen wie der TE trotzdem noch davon, wie sehr sie Ihre Kinder lieben.


    Wenn ich mein Kind grundlos einem solchen Szenario aussetze, frage ich mich was das noch mit Liebe zutun hat. Und die Folgen bleiben ein Leben lang, und lassen sich nicht mehr korigieren.


    Ich glaub man wartet deswegen nicht die Volljährigkeit ab, um dem Widerstand aus dem Weg zu gehen. Was würde unter Umständen von der tollen Tradition übrig bleiben, wenn sich einige viele dagegen aussprechen, und die Eltern müssten das den Bekannten, Freunden und Nachbarn erzählen.


    Es ist so viel leichter, sich gegen ein wehrloses Kind durchzusetzen...natürlich mit dem Zusatz:"Ich liebe mein Kind".

    Nicht zu vergessen die Nachbarn, was denken die nur, wenn das Kind nicht beschnitten ist. %-|


    An einen Gott glauben ist das eine, das will ich keinem Gläubigen absprechen. Aber in dessen Namen, nein besser noch im Namen der Tradition an einem Kind ein Skalpell anzusetzen DAS IST KRANKE HINRSCHEISSE!!!! %:|


    Ich führ jetzt auch mal ne Tradition ein: Alle Eltern, die meinen eine Verstümmelung sei eine Ehre, die sollten sich mal wirklich vor deren Gott erklären, warum sie tatsächlich glauben, ihrem Kind so was anzutun und sich selbst mindestens ein Körperglied abhacken. Aber mit einem richtig schön stumpfen Beil. Schöne Tradition, gell?! Weil, ist ja so hygienisch da man sich nicht mehr am Arsch kratzen kann. Und leichter wird's auch, weil ein Körperglied weniger zum waschen da ist.


    Für jedes verstümmelte Kind = 2 Elternteile!


    Ach, nehmt ihm doch gleich noch die Ohren und die Augen weg und den Mund näht ihr eurem Kind am besten auch noch zu! Dann lohnt es sich wenigstens.

    Ich kann mich daran erinnern wie ich mit irgendwann zwischen 2 und 5 mein Ohrlöcher geschossen bekam.


    Ist so ziemlich die erste Erinnerung in meinem Leben.


    Ich kann mich erinnern, wie ich auf dem Stuhl saß, schrie und weinte, wie meine Mutter mir sagte "Stell dich nicht so an". Kann mich erinnern, wie ich sogar festgehalten wurde.


    Ich kann mich nicht erinnern, ob ich das wollte (Kann natürlich sein, aber ich war zu jung).


    Und das waren nur OHRLÖCHER.


    Und das ist über 20 Jahre her.


    Ich habe kein Trauma davon getragen, das will ich nicht sagen und behaupten, aber ich würde das meinem Kind nicht antun, bevor es sich nicht bewusst ist, was es bedeutet.... Schmerzen.


    (Ich denke, ich würde meinem Kind ab 12 erlauben Ohrlöcher stechen zu lassen, wenn ich merke, das Kind will das wirklich, aber das ist ein andres Thema und auch weniger eingreifend als eine Beschneidung. Ich würde aber eben wollen, dass mein Kind bewusst entscheidet für sich und seinen/ihren Körper)

    Also ich halte von solchen Traditionen absolut gar nichts. Ich würde meinem Kind so etwas niemals freiwilig antun und Verwandte geht es grundsätzlich gar nichts an, wie der Junge in seinem Intimbereich ausschaut.


    Wenn das Kind später als Erwachsener selber diese Entscheidung treffen dürfte, würde er mit Sicherheit ablehnen oder dir ganz klar sagen: Papa, ich hätte das nicht gewollt.


    Wenn es nicht aus medizinischen Gründen geschiet, dann ist es Verstümmelung.