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    Liebe Te,


    ich bin da ganz bei August und würde Kaugummis kauen und Bonbons lutschen empfehlen. Ich denke, je öfters man Bus fährt, umso mehr stellt sich eine Gewohnheit ein und ich würde mir da ehrlich gesagt vorher keine Gedanken machen. Eventuell hat sie es bis zum Schulantritt ja verwachsen. Ansonsten gibt es auch alkoholfreie Kreislaufmittel, die auch bei Übelkeit wirken. Vielen Kindern hilft auch, wenn sie vorne sitzen dürfen. Akupunktur und Homöopathie bringt auch einiges.

    @ taps:

    Tja, ich sitze eben nicht den ganzen Tag zu Hause. Komisch, ich arbeite auch in den neuen Bundesländern und da wird in der 1. Klasse nicht mehr geschlafen. Warum verallgemeinerst du? Oder kennst du alle Grundschulen?


    Im weiteren hat die TE hier niemand provozieren wollen. Fakt ist nun mal, dass eine tägliche Busfahrt über so lange Zeit für ein Kind mit Übelkeit kein Spaziergang ist. Da sie sich aber bereits entschlossen hat, ist es indiskutabel Alternativen zu besprechen. Da geht eben nichts, außer gut gemeinten Ratschlägen.


    Ich würde die Strecke an Stelle der TE auch vorher mehrmals über die Monate verteilt abfahren und dann schauen wie es sich entwickelt. Nur weil der Kleinen beim Auto fahren schlecht wird, heißt es ja nicht, dass es beim Busfahren auch immer so ist.


    Übelkeit ist auch bei Kindern, die Bus fahren nicht ungewöhnlich. Als ich eine dritte Klasse regelmäßig beim Schwimmen begleitet habe, hatten wir auch 2 Kinder dabei, die regelmäßig mit ihren Tüten vorne saßen. Viel Erleichterung hat es gebracht, wenn sie dann in der ersten Reihe sitzen konnten oder alternativ. Nach 3 Monaten hatten sie sich irgendwann auch daran gewöhnt und mit der Zeit hat es sich verwachsen.


    Und wie ich schon sagte, würde ich meine Angst auch nicht unbedingt an das Kind heran lassen. Wenn ich mit dem Kind Auto fahre und dann 10 Mal frage, ob ihm schlecht ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es dann wirklich in sich rein hört. Soll kein Vorwurf sein. Nur so ein Gedanke.

    Und zu meinem jungen Leben, taps. Dass ich im Hort arbeite, schrieb ich in mehreren Fäden. Abgesehen davon, bin ich so jung auch nicht mehr und ab dem 16. Lebensjahr darf man sich auch ganz legal ein paar Euro dazu verdienen. Mittlerweile bin ich weit über 20 ;-)

    Zitat

    Wart ihr beim HNO und habt Ihr wirklich eine organische Ursache ausschließen können? Manchmal wird so eine Reiseübelkeit wirklich durch Probleme im "Gleichgewichtsorgan" beeinflusst, die man beheben kann. Und manchmal ist eine vermeintliche Reiseübelkeit auch gar keine. Dass Nahrungsunverträglichkeiten auch zu Übelkeit führen können (wegen der Bauchempfindlichkeit deiner Tochter) ist dir sicher bekannt.

    Naja wir sind 1/2 jährlich beim HNO, aber wegen einer anderen Problematik (Stimmknötchen). Die Reiseübelkeit hab ich da noch nicht angesprochen. Wir sind im März wieder bestellt. Da kann ich das mal ansprechen.


    Und wegen der Bauchempfindlichkeit, ist zwar off topic, aber auch das haben wir abklären lassen,weil sie ne Zeit lang immer wieder über Bauchweh klagte....es gab 2 Ultraschalls (Ultaschalle?? Wie ist ist die Mehrzahl von Ultraschall? ;-D ),Blutentnahme und beim Urologen waren wir auch. Alles OK. Der Kinderarzt hat auch auf Nahrungsmittelallergien getestet. Ich weiß jetzt gar nicht, ob er Unverträglichkeiten auch getestet hatte. Hab mir im Endeffekt nur gemerkt, dass organisch alles OK ist.


    Aber im Grunde war sie als Kind schon sehr empfindlich auf dem Magen. Sie hat als Baby viel gespuckt und auch später noch....gerade wenn sie sich aufregt (reinsteigert, sehr doll weint....) dann fängt sie an zu würgen und dann eben auch zu erbrechen. Das hat sich zwar stark gegeben, aber hin und wieder macht sie das immer noch...wobei ich denke, dass sie das sehr wohl selbst provozieren kann. >:(

    PS. wir wohnen übrigens auch in Sachsen Anhalt und es ist bei uns so, dass sie im Kiga mittags schlafen müssen und in der 1.Klasse nicht mehr. Aber das ist sicher von Kiga zu Kiga und von Schule zu Schule anders...wobei ich jetzt aus dem Freundes- und Bekanntenkreis keine Schule kenne, wo die Erstklässler noch schlafen. Ich selbst kenn es aber schon noch...wir mussten in der 1.Klasse noch schlafen und haben es gehasst!

    taps, und wie konnte das bei deinem Kind behoben werden? Mir graut ja auch schon vor Klassenfahrten bzw Klassenausflügen. Bisher hab ich mir darüber nie Gedanken gemacht. Meine Große hat die Probleme nicht und die Kleine macht im Kiga noch keine großen Ausflüge mit Bus... die sind bisher nur gewandert :-/ aber stimmt schon, so was wird alles auf uns zukommen :-/

    Zitat

    Und wie ich schon sagte, würde ich meine Angst auch nicht unbedingt an das Kind heran lassen. Wenn ich mit dem Kind Auto fahre und dann 10 Mal frage, ob ihm schlecht ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es dann wirklich in sich rein hört. Soll kein Vorwurf sein. Nur so ein Gedanke.

    machen wir nicht und haben wir nie getan. Die Grundausstattung wie Handtücher, Feuchttücher und Wechselsachen sind seit geraumer Zeit im Kofferraum und Vomex kullert auch schon ewig in meiner Handtasche rum, sodass das also keine "Zeremonie" ist, wenn wir mal wegfahren. Ich versteh aber, was du meinst....im Urlaub hat sie mir mal schön auf die Handtasche geko*** und auf alle geschriebenen und schon frankierten Urlaubskarten %:| ....da hab ich dann schon bei jeder weiteren Fahrt gesagt, sie möge bitte bitte bitte rechtzeitig sagen, wenn Papa anhalten soll. Dabei wars im Grunde meine Schuld...die Handtasche hätte ich nicht im Fussraum liegen lassen sollen (zumindest nicht vorn bei ihr) und sie hatte auch mehrfach gesagt, dass ihr kotzübel ist...aber wir wollten zu Karls Erdbeerland und es war nicht mehr weit...wir hatten auch bereits mehrere Mal angehalten und sind ausgestiegen und iiiirgendwann will man ja auch mal ankommen...so 100m vor Karls hat sie dann schön meine Lederhandtasche eingeweiht {:( %:|

    Ich kann dich und deine Situation sehr gut nachvollziehen und muss ehrlich sagen, dass du mir da leid tust. Besonders dein Kind.


    Ich hatte als Kind wie schon gesagt selbst eine Freundin, die sich auf Klassenfahrten regelmäßig übergab und bei mir als jemand, der sich nicht übergab, hat das aus Empathie selbst Brechreiz ausgelöst. Sprich:Mir wurde dann ebenfalls schlecht.


    Ich erinnere mich selbst in der 10. Klasse bei der Klassenfahrt nach Italien noch jemanden neben mir gehabt zu haben, der sich übergab. Kurz vorm Hermsdorfer Kreuz war es dann leider zu spät.


    Sie saß dann vorn beim Busfahrer und danach wurde es besser.


    Wenn ich du wäre, würde ich vielleicht Akkupunktur oder Homöopathie probieren. Ob es funktioniert: Keine Garantie. Meine Migräne wurde besser.


    Ich hatte das gleiche Problem mit Kreislaufzusammenbrüchen. Mussten wir lange stehen oder dergleichen, bin ich eine Zeit lang ständig umgekippt. Beim Sportfest, in der Pause etc.


    Es war mega peinlich und ich musste jedes Mal abgeholt werden. %:| Aber es half nichts. Es dauerte 2 Jahre und etliche Ärzte, bis man heraus bekam, dass es Wachstum und ein zu niedriger Blutdruck sind.


    Den niedrigen Blutdruck habe ich heute noch.


    Ich denke, jeder Mensch hat irgendwo seine Schwachstellen. Der eine mit der Blase, der nächste mit dem Kreislauf, der übernächste hat Probleme mit Übelkeit.


    Schlimm ist in diesem Fall ja nur, wenn 2 schlechte Bedingungen aufeinander treffen.


    Mir hat geholfen, dass ich eine gute Freundin und meinen Bruder dabei hatte, wo es etwas vertrautes gab. Die sich dann um mich gekümmert haben.


    Hat deine Tochter so jemanden? Ich würde, wenn sich der Extremfall zeigt und sie es nicht verträgt auch die Hortner einweihen und die Lehrer.


    Und immer vorne und in Fahrtrichtung sitzen.


    Ich glaube, das Schlimmste was du machen könntest, wäre das Kind jedes Mal mit Tabletten zudröhnen. Darauf unbedingt verzichten.


    Hab jetzt extra nochmal recherchiert und man empfiehlt, dass man Kindern die Zeit mit Hörspielen vertreiben soll, damit die akustischen Reise die brechauslösenden überdecken. Ist natürlich so eine Sache, wenn sich das Kind dann morgens als Einzige ein Hörspiel anhört.


    Akkupressurbänder sollen wohl auch effektiv sein.


    Wir nehmen die Kinder wenn wir zum schwimmen fahren oder zu Ferienfreizeiten mit dem Hort immer ganz vorn zu uns. Nette Unterhaltungen und Ablenkung haben da schon Wunder gewirkt.


    Du wirst sehen, in zehn Jahren lacht ihr darüber. Das wird schon :)*

    Ich hab das mit dem zehn Mal fragen übrigens deshalb geschrieben, weil ich mal eine Mutter auf der Ferienfreizeit dabei hatte, die ihre Tochter alle paar Minuten nach der Befindlichkeit fragte.


    "Ist dir jetzt auch wirklich nicht schlecht? Bist du dir sicher, dass dir nicht schlecht ist?"


    %:|


    Mit der armen Kleinen wollte dann keiner was zu tun haben und meine Kollegen und ich haben zwei Wochen gebraucht, um bei den Kindern zu schlichten und klar zu stellen, dass M.s Mutter einfach besorgt war.


    Die Mutter hat dann auch überbesorgt alles an Süßigkeiten verboten. Während der ganzen 3 Tage Ferienfreizeit.


    Das Ende vom Lied war, dass sich das Kind nicht wegen Reiseübelkeit übergab, sondern davon, dass es sich heimlich mit zwei Packungen M und Ms vollgestopft hat.


    Man muss auch als Hortner aufpassen, dass das nicht negativ bei den anderen ankommt und man eben vermittelt und den Kindern erklärt, dass jeder Mensch individuell ist und seine Schwachstellen hat. Übelkeit ist da immer noch mit Ekel verbunden.

    An sich hast du bei jeder Altersstufe typische gesundheitliche Probleme.


    Während du bei Kitakindern öfters mit Durchfall oder Viren oder Windpocken und ähnlichem zu kämpfen hast, sind es bei Grundschulkindern eher Übelkeit oder eben auch mal Läuse.


    Bei den Mädels hast du in Klasse 5 und 6 nochmal arge Probleme, weil dann die erste Periode einsetzt und der Körper sich zu rasch entwickelt.


    Kreislaufzusammenbrüche, Bauchschmerzen, Migräneanfälle.


    Solange es die Betreuer und Lehrer aber wissen, finde ich das alles noch machbar. Schlecht wird es dann, wenn du Pädagogen hast, die sich so gar nicht dafür interessieren und das Kind noch anschnauzen, dass es sich übergeben muss.


    Wichtig ist ja auch, dass die Kinder merken, dass das nichts schlimmes ist und sie sich gut aufgehoben fühlen.

    Zitat

    Besagte Freundin übergibt sich zwar heute nicht mehr, hat aber eine Emathopie entwickelt, also eine Angst vor Erbrechen. (Diana489)

    Emetophobie

    Zitat

    Und die Kotzerei auf keinen Fall als schrecklich darstellen.

    Ich glaube, die TE hat das ganz gut im Griff. (Diana489)

    Ich habe einige beleidigenden Beiträge gelöscht und bitte die Teilnehmer, ruhig und sachlich an die Problematik heranzugehen.


    Etwaige Animositäten sollten außerhalb dieses Fadens geklärt werden.