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    Sofia34

    Zitat

    fiel ihr das lesen schon immer leicht bzw. hatte sie da keine besondere Schwierigkeiten oder ist es eher so wie

    sie hatte nie Probleme mit lesen lernen, ich muß da auch mit ihr nicht üben oder fördere sie in der Richtung.


    Das flüssige schnelle lesen und Rechtschreibung ist eigentlich ihr stärkstes Fach

    das hört sich doch sehr gut an!!


    ich frag deswegen weil meine mutter mir mal erzählt hat, da ich selber sehr schnell und sehr leicht lesen gelernt habe als ich klein war und auch nie Probleme mit dem lesen hatte.meine Mitschüler in den ersten Schuljahren taten sich jedoch schwer damit erzählte meine Lehrerin meiner mutter. und ich hatte keinen unterdurschnittsiq wie ich 10 jahre später erfuhr.


    wenn sie also damit keine Probleme hat mit dem lesen ist es doch schon mal ein gutes zeichen.

    Zitat

    ja sie hat Montags Turnen im Verein, und Freitags Tanz AG in der Schule.

    das ist schon mal sehr gut

    Ich persönlich habe eine leichte (!) Dyskalkulie (auch getestet) und es geht da nicht nur um Schule oder Schulleistuingen, wobe das natürlich auch eine Rolle spielt,


    beispielsweise konnte ich in Mathe gerade noch so den Vierer halten (aber meist 5) , obwohl ich für kein anderes Fach (!) gelernt habe, da Mathe am Tag bei mir in der Oberstufe circa 4 - 5 Stunden pro Tag Zeit verschlungen hat.


    Ich kann:


    - mir keine Kartenspielregeln merken, sie ergeben auch keinen Sinn


    - habe keine Begriffe von Beziehungen von Größen zueinander


    - kann mit meinen Kindern nur mühsam neue Brettspiele spielen,


    weil ich die Anleitung nicht verstehe (erst das, dann das ....)


    etc..

    Ui, klingt nach mir in meiner Schulzeit.


    Ich kann dir leider nich direkt helfen, aber ich finde es GUT, dass ihr euch die Mühe macht, euer Kind zu diagnostizieren und zu helfen.


    Bei mir hat sich die Mühe keiner gemacht.


    Wichtig ist: gib deinem Kind NIEMALS das Gefühl, dass es dumm sei.


    Das ist ein unglaublich beschissenes Gefühl und macht einen fertig.

    @ benutzerin

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    Bei mir hat sich die Mühe keiner gemacht.

    ich denke Dyskalkulie ist allgemein hin weniger bekannt als z.b. Legasthenie.


    Dyskalkulie ist erst seit gut 25 Jahren bekannt.


    Legasthenie wurde hingegen schon im 19 Jahrhundert (damals Wortblindheit) quasi entdeckt, und die Forschung begann bereits in den 1940er Jahren.


    Und selbst heute noch wird man belächelt , wenn man als Mutter meint sein Kind könne nicht rechnen.


    Belächelt im Sinne von: quatsch, das Kind kann doch rechnen , das kommt schon noch ,ist halt ein Spätzünder.


    Aber als Mutter hat man ja eh keine Ahnung, und man wäre hysterisch und würde da überreagieren.


    Es kann einfach nicht sein das man seit der 1. Klasse redet und redet und einfach nicht ernst genommen wird.


    Ne frühe Diagnostik hat besser Aussichten als eine späte.


    Und das was jetzt passiert kann ja auch nicht normal sein,


    Jetzt hab ich es schwarz auf weiß gesehen das das Kind ne Rechenstörung hat, und steh trotzdem wieder allein da.


    Denn die Klassenwiederhohlung wird uns nix mehr bringen als ein bißchen mehr Zeit.


    An dem Matheproblem wird sich nix ändern. Außer noch mehr Lernblätter neben den Hausaufgaben.

    Ich habe mir das alles nochmal durchgelesen und würde ich wirklich weiter ermuntern, eine Zweitmeinung einzuholen.


    Was du von ihren Rechenfähigkeiten schreibst, klingt doch sehr nach Dyskalkulie finde ich. Die Frage ist, wie man die anderen Ergebnisse des Tests wertet und welchen Schluss man daraus zieht. Und dazu ist eine weitere Meinung / Diagnostik vermutlich gut.

    sehe es wie Apyrena zweitmeinung


    übrigens hab ich es richtig verstanden daß sie im Schulhof nicht schüchtern usw. ist und da mit ihren Klassenkameraden ganz normal spielt und tobt und selbstbewußt, nichtschüchter ist usw. nur halt vor der tafel und im Klassenraum kein selbstbewußtsein hat usw.?


    ich kenne mich mit dyskalkulie nicht aus aber scheint eine rechenschwäche zu sein, sehe es aber wie die te daß klassenwiederholung nur wohl nichts bringt, zusätzlich denke ich daß die kleine genervt und gelangweilt wäre, wenn sie alle fächer wo sie ja 1, 2 und 3 er noten schreibt nochmals alle im neuen Schuljahr durch die Wiederholung der klasse durchkauen müßte obwohl sie die alle kapiert hat usw.


    :-/


    da schaltet sie bestimmt total ab bei den anderen fächern bei einer Wiederholung der klasse :)D

    @ sofia

    Zitat

    übrigens hab ich es richtig verstanden daß sie im Schulhof nicht schüchtern usw. ist und da mit ihren Klassenkameraden ganz normal spielt und tobt und selbstbewußt, nichtschüchter ist usw. nur halt vor der tafel und im Klassenraum kein selbstbewußtsein hat usw.?

    richtig, sie hat viele Freunde ,sie hat auch keine Probleme auf andere Kinder zuzugehen.


    Erst heute stand sie mit einer Klassenkameradin die neu in der Klasse ist vor der Tür und berichtete , die beiden seien jetzt Freunde und fragten ob sie heute zusammen spielen dürfen.


    Auch die Lehrerin hat in den Bericht für den Arzt geschrieben das dieses Kind im Klassenraum ein völlig anderes ist als in der Pause.


    Sie hat bei der Psychologin im Gespräch mal angegeben das sie Probleme hätte vor Gruppen zu sprechen,sie gab dabei an das eine Gruppe ab 4 Personen ein Problem wäre.


    Aber halt nur dahingehend wenn sie etwas vortragen oder erzählen müßte und sie alle anschauen und still sind.


    Zu mir sagt sie immer sie hätte Angst das sie ausgelacht wird.


    Es gibt dahingehend aber keinen wirklichen Grund, sie ist in einer wirklich tollen Klasse ,und wird durch ihre Mitschüler sagar eher bestärkt sich zu trauen.


    Auch sagte die Klassenlehrerin das sie sogar von ihren Mitschülern gelobt wird wenn sie sich wirklich mal überwinden kann.

    Zitat

    aber scheint eine rechenschwäche zu sein

    die Rechenstörung ist ja schon bestätigt durch den Test, wird nur nicht anerkannt als solche weil der IQ Test zu niedrig ausgefallen ist.


    In der Auswertung des Mathetests liegt sie im untersten Bereich -> Rechenstörung sicher.

    ich hab grad nochmal gegoogelt :


    Zur Diagnose muß beim Intelligenztest 70 erreicht werden.


    Also kann ich davon ausgehen das mein Kind ein IQ von etwa 67-69 hat.


    Das hab ich noch dazu gefunden, das schrieb auch glaub ich schon jemand hier.

    http://www.dyskalkulie-hendrik-simon.de/html/dysk_eltern.htm


    Die Frage ist ja jetzt warum weiß das keiner da?

    Ach und nochwas.


    Von der Lehrerin aus würde eine Rückversetzung nicht veranlaßt werden, weil es notentechnisch nicht nötig ist.


    Sie ist ja noch nicht mal versetzungsgefährdet.


    Ich bin noch mit mir selbst am kämpfen.


    Ich möchte sie ungern aus ihrer jetzigen Klasse rausreißen.


    Mir gehts mehr um den Aspekt Zeit(zur erneuten Diagnostik) und ihr die Chance zu geben ihre mündliche Mitarbeit zu verbessern.


    In der 4 wird nochmal ordentlich angezogen, und sie wird es nicht packen, weil ich ihr nicht helfen kann.

    Hallo spooky,


    Dyskalkulie und Intelligenz sind genauso zwei Paar Schuhe wie Legasthenie und Intelligenz.


    Ich selbst habe das Asperger-Syndrom. Als ich in der 4. Grundschulklasse war, wurden mehrere Intelligenztests durchgeführt. Bei mir kamen IQ-Werte zwischen 132 und 138 (je nach Schwerpunkten der Tests heraus) UND eine ausgesprägte Dyskalkulie. Also hochbegabt, rechnen kann ich aber bis heute nicht. |-o Ohne Taschenrechner wäre ich aufgeschmissen. Trotzdem habe ich mühelos das Gymnasium geschafft und später erfolgreich studiert. Rechnen können ist das eine, Mathe das andere. Später, als Geometrie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Vektorrechnung u.a. angesagt war, konnte ich wieder mithalten. Mit den konkreten Zahlen habe ich es halt nicht.


    Bei mir war die Diagnose Dyskalkulie wahrscheinlich deshalb so problemlos möglich, da ich in den IQ-Tests ansonsten weit überdurchschnittlich abgeschlossen hatte und die Diskrepanz zu meinen Rechenfähigkeiten extrem war. Dies entspricht weitgehend dem o.g. Zitat.


    LG

    Liebe spooky,


    ich gehe eher nicht davon aus, dass dein Kind einen IQ unter 70 hat. Das würde bereits in den Bereich einer geistigen Behinderung fallen.

    Zitat

    Zur Diagnose muß beim Intelligenztest 70 erreicht werden.

    Dies allein reicht nicht für eine Diagnose. Das Entscheidende für das Vorliegen einer Teilleistungsstörung (blöder Begriff, ich weiß) ist, dass es einen Unterschied zwischen der Begabung (dem IQ) und der fachlichen Leistung (also Leistung in Mathe) geben muss (mind. 12 T-Wertpunkte) und der IQ dabei höher sein muss als die fachliche Leistung.


    Trifft das zu, spricht man von einer Teilleistungsstörung (also Rechenstörung oder Lese-Rechtschreibstörung). Liegen auch die Begabungswerte unter dem Durchschnitt, so muss man eher von einer allgemeinen Lernschwäche ausgehen. Deshalb trifft das:

    Zitat

    die Rechenstörung ist ja schon bestätigt durch den Test, wird nur nicht anerkannt als solche weil der IQ Test zu niedrig ausgefallen ist.

    auch nicht zu. Von was du allerdings wirklich ausgehen kannst, ist eine Rechenschwäche. Diesen Begriff kann man ganz unabhängig von der Begabungsleistung benutzen.


    Der HAWIK ist ein guter Test, er besteht aus mehreren Untertests, die das Sprachverständnis, das logische Denkvermögen, das Arbeitsgedächtnis und die Verarbeitungsgeschwindigkeit testen. Im Bereich Sprachverständnis geht es unter anderem darum, sprachliche Gemeinsamkeiten zu finden, den Wortschatz zu testen, im Bereich des wahrnehmungsgebundenen logischen Denkens darum, Bilder zu ergänzen, logische Reihen (Muster) fortzuführen usw. Ganz unabhängig von ihrer Rechenschwäche, müsste deine Tochter doch dann in diesen Bereichen um einiges besser abschneiden als deine eingezeichnete rote Linie anzeigt. Ist dies nicht der Fall, so spricht doch einiges gegen eine Rechenstörung. Oder aber es gibt Gründe, weshalb sie am Test-Tag ein so schlechtes Ergebnis abgeliefert hat (Befinden, Nervosität/Angst...)?

    @ Manna

    Zitat

    weshalb sie am Test-Tag ein so schlechtes Ergebnis abgeliefert hat (Befinden, Nervosität/Angst...)?

    nein eigentlich nicht,


    das einzige was mir die gute Frau gesagt hat, das sie sehr oft die Ergebnisse kontrolliert und dadurch Zeit verliert.


    Noch dazu traut sie sich selbst nix mehr zu , weil sie Angst hat das sie Fehler macht.


    Wenn sie sich unsicher ist macht sie ehr dicht.




    mir ist es letztendlich Schnuppe ob mein Kind lernbehindert ist oder Dyskalkulie hat oder weiß der Geier.


    Fakt ist das sie keine Förderung bekommt , in keinem Bereich.


    Und das, weil sie ein zwei Punkte unter der IQ Grenze ist.


    Also mal salopp gesagt , das Kind ist eh zu blöd , warum also noch Geld verschwenden.

    Zitat

    Ganz unabhängig von ihrer Rechenschwäche, müsste deine Tochter doch dann in diesen Bereichen um einiges besser abschneiden als deine eingezeichnete rote Linie anzeigt.

    Gegenfrage : Warum hat mein Kind lerntechnisch nur in Mathe ein Problem?

    Zitat

    richtig, sie hat viele Freunde ,sie hat auch keine Probleme auf andere Kinder zuzugehen

    das ist ja schon mal sehr gut

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    Sie hat bei der Psychologin im Gespräch mal angegeben das sie Probleme hätte vor Gruppen zu sprechen,sie gab dabei an das eine Gruppe ab 4 Personen ein Problem wäre.


    Aber halt nur dahingehend wenn sie etwas vortragen oder erzählen müßte und sie alle anschauen und still sind.


    Zu mir sagt sie immer sie hätte Angst das sie ausgelacht wird

    dann scheint sich das ja auf dieses vortragen des stoffs zu beschränken, na ja ist ja kein wunder schon als erwachsener hat man ja bammel vor anderen etwas vorzutragen und als Kind ist es für manche noch schlimmer, ging mir damals auch so daß Problem ist nur allgemein und war bei mir so, daß die mündliche note mitzählt und wenn man sich nicht oft meldet schlechter benotet wird trotzt guter schriftlicher note, aber das ist ja nicht das primäre Problem erstmal, das wichtigste


    ist ja erstmal das rechenproblem daß man dir nun erklärt wie du jetzt da am besten vorgehen sollst


    die arme kann da nicht weitere jahre da rumhocken und sich rumquälen mit mathe wenn sie es nicht versteht ist ja der reiste Horror für sie.


    zum glück hat sie so eine mutter wie dich die der Ursache und lösung des Problems nachgehen möchte. :)^

    Zitat

    Dem Kind droht eine seelische oder faktische Behinderung durch die Dyskalkulie. Die Folgen einer unbehandelten Dyskalkulie können nicht durch das Umfeld des Kindes aufgefangen werden

    !!!!


    (zitat aus deinen link)


    also dran bleiben!!


    (zusätzlich zur gruppenangst etwas vortragen, hat sie ja bestimmt voll die komplexe wegen mathe weil sie nichts kapiert denkt sie sie ist dumm und ds verstärkt ihre gruppenangst bestimmt noch mehr und kein wunder daß sie angst hat daß sie ausgelacht wird wenn sie denkt daß sie dumm ansich ist wegen mathe, kannst ihr ja erklären, daß es nur ein Teilbereich ist mathe, daß es kinder gibt die nicht dumm sind und dafür lesen und schreiben nicht können, aber sonst gut in allen fächern sind und auch super in mathe und nur lesen und schreiben nicht können, und bei ihr ist es eben der Teilbereich mathe, aber das


    bedeutet nicht, daß sie dumm ist, evtl. hilft ihr diese Erklärung etwas)

    Zitat

    Ich überlege nun sie in einem spezialisierten Zentrum in Düsseldorf testen zu lassen, da die Tests dort umfangreicher sind haben wir zuerst die örtliche Einrichtung aufgesucht

    gute Idee würde ich machen


    :)^

    Hier mal eine Einschätzung der Noten zur Leistungsfähigkeit und zum späteren Übertritt:


    Relevant sind die Noten in den Fächern Deutsch, Mathe, Heimat-Sach-Unterricht.


    Mit den Noten 1 und 2 ist ein Kind gymnasialfähig. Ein Übertritt mit den Noten 2,2,2 gilt als bedenklich. Diese Kinder tun sich am Gymnasium oft schon schwer.


    Ist ein Kind im Notenbereich 2, und ab und zu eine 3, gilt es als realschulfähig. Zu viele 3er dürfen nicht dabei sein.


    Mit Noten, die überwiegend im 3er Bereich sind, gehört ein Kind auf die Mittelschule.


    Daran rüttelt auch nach wie vor NICHT die freie Eintscheidung der Eltern, ihr Kind dort einzuschulen, wo es ihnen Spaß macht. Die Realität zeigt ganz schnell was Sache ist.


    Es ist auch richtig, dass bereits in der dritten Klasse angezogen wird und in der vierten die Daumenschraube massiv zugeht.


    Eine entsprechende Förderung ist daher so früh wie möglich anzustreben. Ebenso eine Gesamteinschätzung der Leistungsfähigkeit. Wenn die Schule von einem Psychologen die entsprechenden Atteste bekommt ist sie auch gezwungen zu reagieren.

    Bei Noten im Bereich 3 oder schlechter in den Fächern Deutsch, Mathe, HSU ist dann (wie ja teilweise schon erfolgt) genaueres Hinschauen erforderlich, um die Ursachen auszumachen, denn dann steht schon eine drohende Lernbehinderung im Raum.


    Dazu ist aber außer einer umfangreichen fachlichen Testung und Diagnostik das Gesamtgefüge zu beachten: Persönlichkeit des Kindes, Umgebungsbedingungen, Lehrerverhalten, Schülerverhalten, Elternverhalten etc. Erst dann kann man eine gute Aussage machen und Fördermöglichkeiten ableiten.


    Nur mit einem Test und einer lapidaren Aussage geht das nicht und ist ganz schön fahrlässig.

    Ich habe morgen früh nochmal einen Termin beim Kinderarzt und werde das nochmal alles mit ihm besprechen und ihm auch sagen das ich das nicht so hinnehmen werde.


    Mein Kind hat aktuell einen Gesamtnotendurchnitt von 2,8.


    Welcher wahrscheinlich noch besser wäre wenn sie die Redeangst nicht hätte.


    Soziale Angst wurde ausgeschlossen, doch auch in der Richtung gabs keine Lösungsvorschläge.


    Angst vor der Gruppe zu reden kann man ja nicht therapieren,so die Aussage.