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    Zja, nach welchen Kriterien soll denn mal geschaut werden, ob alles seinen geordneten Gang geht beim Kind und seiner Erziehung?

    Meinst du denn, das wird dadurch abgesichert, dass man jährlich die U kontrolliert? Was passiert denn an den übrigen 364 Tagen im Jahr? Zumal es Kinderärzte gibt, bei denen der Spaß keine 5 Minuten dauert – es müsste dann erstmal ein Verfahren entwickelt werden, worauf der Kinderarzt überhaupt zu achten und wann er was zu melden hat. Mein Sohn sieht im Moment aus, als sei er vor kurzem unter ein Auto geraten: Blaue Flecken überall vom Toben, ein Veilchen, weil er gegen den Schrank gelaufen ist... Ich möchte den Kinderarzt sehen, der innerhalb von wenigen Minuten hier eine Entscheidung darüber treffen will, ob Misshandlung oder nur normales Spielverhalten die Ursache ist.

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    Der Staat (bzw. in diesem Fall das Bundesland) engagiert sich, um sicherzustellen, dass ALLE Kinder ab und an beim Arzt vorstellig werden. Damit Unregelmäßigkeiten auffallen.


    Das ist doch wohl in Ordnung!

    Und das geht nur auf diese Art und Weise? Also unfreundlich und einschüchternd? Was spricht denn dagegen, eine freundliche, erklärende Erinnerung zu schicken und den bösen Brief dann eben nur den Eltern, die den Besuch bei der U nicht nachgewiesen haben? Kann ja auch nicht so viel mehr Aufwand sein, wenn doch angeblich 96 Prozent der Eltern ihrer "Pflicht" nachkommen.

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    ABER: Wie man sich darüber aufregen kann unter Generallverdacht zu stehen, nur weil man ein Kind hat.

    Wie man sich darüber aufregen kann? Ist das denn für dich normal, jemanden aufgrund seiner Elternschaft erstmal potentiell eine Kindeswohlgefährdung zu unterstellen? ":/

    Vijo

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    Dann landet der Brief auf meinem Schreibtisch bis ich einen Termin ausgemacht habe.

    Dann müsste der Brief hier noch bis November liegen.

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    Da der Kinderarzt sein eigenes Formular direkt zu dem Amt oder Uniklinik (keine Ahnung, wohin die Bestätigung muss) schickt, kommt das Schreiben bei mir in den Müll. Das war´s.

    Tja, wenn es hier so wäre, dann würde mich das Schreiben vielleicht auch weniger nerven. Die U-Termine stehen hier übrigens auf dem U-Heft und eine Erinnerung gibt es auch von der Krankenkasse. Außerdem weiß ich, wann die Us stattfinden, so kompliziert ist das mit den Abständen ja nicht. ;-)


    Dann sollen die den Mist doch an die Krankenkassen bzw. die Praxen übertragen. Die Kassen "kontrollieren" ja gewissermaßen auch, für welches Kind wann welche U fällig ist, ansonsten bekäme ich von denen ja nicht auch noch eine Erinnerung. Sollen die doch die Ämter informieren, wenn bei einem Kind keine U im fraglichen Zeitraum in der Abrechnung auftaucht. Ich finde diesen Schrieb halt einfach überflüssig. Eltern, die ihre Kinder misshandeln, werden dadurch doch davon auch nicht abgehalten. In meinen Augen machen sich die Behörden da selbst was vor und ich vermute mal ganz stark, dass Hinweise von Nachbarn oder Lehrern eine viel stärkere Aussagekraft haben, nur wird diesen erstaunlicherweise wesentlich weniger akribisch oder nur extrem verzögert nachgegangen.

    @ Emma_Peel

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    Die U-Termine stehen hier übrigens auf dem U-Heft und eine Erinnerung gibt es auch von der Krankenkasse.

    Bei meiner zweiten Tochter steht es leider nicht auf dem Vorsorgeheft. Ja, von der Krankenkasse bekomme ich auch noch mal eine Mitteilung. Also, versäumen kann man das eigentlich nicht.


    Wieso man doppelt informiert wird, frage ich mich auch. Da könnte definitiv gespart werden.


    Ich hoffe, dass Du es bald etwas lockerer sehen kannst. Wenn ich mich recht erinnere, bist Du ja wieder schwanger (oder hast Du Dein Mädel schon?) und dann wirst Du diese Schreiben ja noch zu Hauf bekommen ;-)


    Wünsche Dir alles Gute @:)

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    Es liest sich nicht wie eine Einladung, sondern viel eher wie eine Vorladung

    DAS dachte ich auch, als ich dieses Schreiben bekam und im nächsten Moment habe ich genau so reagiert:

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    Als es das erste Mal hier ankam, bekam ich einen riesigen Schrecken dachte, ich hätte etwas fürchterlich falsch gemacht, dass man mir so drohen müsste

    (Heike ich hab beim Lesen sofort an dich gedacht und musste am Ende deines Textes, als ich deinen Namen gelesen hab, echt schmunzeln ;-D – ach und Petition find ich sehr gut :)^ )


    Emma_Peel


    Du stellst dich mMn nicht an! Ich finde die Form, in der das Schreiben aufgesetzt ist, absolut unmöglich und dermaßen bürgerunfreundlich.


    Natürlich gibt es leider diese Eltern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen und die sicher eine solche "Erinnerung" an die U brauchen. Aber ich fühlte mich nach dem Lesen des Schreibens mit denen auf eine Stufe gestellt. Und genau DAS ist es, was mich stört!

    Diese Untersuchungen sind nicht verpflichtend. Hier gibt es solche Schreiben auch nicht, daher kann ich den Ton nicht beurteilen. Allerdings finde ich das gerade bei freiwlligen Leistungen grundsätzlich erstmal höfflich angefragt und informiert werden sollte, wenn man die Eltern gleich so anmacht hat man ja schon gar keine Lust mehr hinzgehen. ":/ ":/


    das Gesundheitsamt vorbeizuschicken wenn man an einer freiwilligen Untersuchung nicht teilnimmt finde ich etwas drastisch, anders wäre es wenn die Untersuchungen verpflichtend wären. ":/


    Ich fühle mich unter Generalverdacht seit ich zur Geburt ein ziemlich unfreundliches Schreiben bekam das ich als Alleinerziehende besser sofort die Hilfe des Jugendamts in Anspruch nehme. %-| %-|

    Ich finds auch zum Kotzen.


    Bei uns gibt es auch noch das Angebot eines "Familienlotsen", das ist wohl jemand, der in jungen Familien hilft, jedenfalls in manchen, die Schreiben werden per Zufallsauswahl verschickt, und wir gehörten zu den Glücklichen. Mittendrin im Stillen, Quaken, Überleben bekamen wir einen Brief mit einem Termin, wann die Lotsin vor der Tür stünde. Fall er nicht passe, sollten wir bitte absagen. Der Brief war nett, aber ich habe das als massive Nötigung empfunden. Mir war nämlich nicht danach, jemanden anzurufen, und ich habe auch nicht sofort jemanden erreicht. Ich hatte null Nerven dafür - noch weniger aber darauf, dass irgendwer an der Tür klingelt, wenn vielleicht der Lütte gerade pennt. Sich sozusagen selbst einzuladen fand ich höllisch daneben - habe aber, als ich die endlich erreicht habe, offenbar nicht erklären können, was mich daran stört. So ist das mit diesem ganzen krampfhaften Kinderbeschützen an falscher Stelle und mit der Effektivität einer Kerze am Grund eines Tümpels ... ist ja alles so lieb gemeint, dass man kaum was dagegen sagen kann, zugleich aber so neurotisch und aufdringlich und übergriffig, dass die mich allesamt kreuzweise am Arsch lecken können.


    Ich schicke übrigens den Schrieb zurück. Lektoriert und mit Anmerkungen und einer kurzen Notiz. Und ich glaube, genau so, wie ich den zurückschicke, nur eben mit unkenntlich gemachten persönlichen Daten, stelle ich das nächste Ding auch ins Netz. Die ticken nicht ganz sauber.

    Wir hatten heute auch so ein Schreiben in der Post. Bin das schon gewohnt, denn irgendwie bekommt unsere KiA-Praxis das nicht auf die Reihe, die Untersuchungsergebnisse rechtzeitig weiterzuleiten. Allerdings hat sich auch der Ton geändert. Während das allererste Schreiben mir fast einen Herzinfarkt bescherte, weil es so drohend verfasst war, wird mittlerweile in recht freundlichem Ton geschrieben.


    Wir wohnen in NRW und hier sind die U´s (noch) nicht Pflicht.


    Die Briefe wandern bei mir direkt in den Müll. Das JA hat sich noch nie mit uns in Verbindung gesetzt.


    Im Schreiben wird immer erwähnt dass auf rechtlicher Grundlage die Gemeinde informiert wird. Frage mich nur, wo die die rechtliche Grundlage hernehmen, wenn keine Untersuchungspflicht besteht.


    Das JA hereinlassen musst du übrigens nicht.

    Shojo


    Meine Güte, das ist ja eine Unverschämtheit. Es wäre ja auch möglich einem die Information zu schicken das es sowas gibt und das man dort und dort anrufen kann falls man Hilfe braucht. Wieso muss man gleich so übergriffig werden?

    Also wenn ich ehrlich bin, dann habe ich noch nie eines der Schreiben gelesen. |-o


    Ich klaube den Wisch raus für die Kinderarzt und werfe den Rest ungelesen ins Altpapier.


    Der Termin steht eh schon vorher fest, das machen wir immer sehr zeitig mit dem KiA aus.


    Immerhin hab ich mir so den Ärger erspart. ;-D

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    Dann sollen die den Mist doch an die Krankenkassen bzw. die Praxen übertragen. Die Kassen "kontrollieren" ja gewissermaßen auch, für welches Kind wann welche U fällig ist, ansonsten bekäme ich von denen ja nicht auch noch eine Erinnerung.

    Wir erhalten keine solchen Erinnerungen der Krankenversicherung.


    Bei uns ist der Ton der Einladungen sachlich gehalten und wir handhaben es im Übrigen wie bellagia. Was mich jedoch rein linguistisch an jeder "Einladung" reizt, ist die Tatsache, das die Us durch die (Eltern des) Patienten mittels der KV teuer bezahlt werden müssen und mein Baby eben NICHT EINGELADEN wird.

    Wußte ich (NRW und ohne Kind) noch gar nicht, dass es jetzt Zwangsuntersuchungen für Kinder gibt, die regelmäßig mit Feldwebelton schriftlich eingefordert werden.


    Würd mich auch stören. Finde ich irgendwie ....äh...pervers.


    Obwohl ich es andererseits wieder gut finde, dass die Untersuchungen für die Kinder nicht nur in den Händen der Eltern liegt, da es ja wirklich vernachlässigte Kinder gibt, die bei ihren Eltern krank in der Ecke vergammeln würden, wenn sich niemand von außen kümmern würde. ":/