Enkopresis (einkoten) bei 6-jährigem Jungen

    Der 6jährige Sohn meiner Freundin leidet an einer ausgeprägten Enkopresis (Einkoten), die bereits von klein auf besteht. Er war noch nie richtig "sauber" und bekam zeitweise Einläufe. Der Junge vermeidet es, unterwegs in Kindergarten und jetzt Schule zur Toilette zu gehen und verhält den Stuhl bis er zu Hause ist (oft erfolglos). Der Stuhl selbst ist neuerdings extrem verhärtet.


    Der Junge und auch die Mutter schämen sich – das Kind entschuldigt sich ständig für seine "Unfälle".


    Der Kinderarzt hat ein Pulver verschrieben, das aufgelöst getrunken werden muss damit der Stuhlgang weicher wird.


    Die Mutter vermutet organische Ursachen, wobei ich hier auf Grund Kenntnis der Situation Zweifel habe. Aus meiner Sicht könnte ein Zusammenhang bestehen zu vermutetem ADHS (wird z. Zt. untersucht) oder einem traumatischen Erlebnis im Zusammenhang mit einer für den Jungen äußerst schmerzhaften, aber andererseits schon länger zurückliegenden Untersuchung im Genitalbereich im Alter von ca. 4 Jahren.


    Denkbar wäre auch, dass es in Folge der schon sehr lange bestehenden Problematik nun zu einer organischen Schädigung (Schließmuskel) kam, was die Sache seit einiger Zeit verschlimmert.


    Wer hat Erfahrungen mit lange bestehender Problematik Einkoten (Enkopresis) ohne sicher erkennbare psychische Ursachen?


    Wie kann sich die Mutter verhalten und wo findet sie Rat und Hilfe?


    Mia

  • 22 Antworten

    hm

    zu einer enk. kann es kommen wenn z.b. entwicklungsverzögerungen, konfliktsituationen oder chron. verstopfungen vorliegen.


    bei letzterem besteht eine chron verstopfung wobei der flüßige oder weichere stuhl unwillkürlich an der verstopfung vorbei nach außen läuft.


    es sollte versucht werden eine verstopfung zu beseitigen (falls vorhanden) z.b. durch:


    - spieltherapie


    - physiotherapie (bauchmassage sprich kolonbehandlung, beckenbodentraining, bewegung)


    - ernährungsumstellung


    wenn familiäre, entwicklungsverzögerungen oder konfliktsituationen die ursache sind müssen sie behandelt werden durch den kinderarzt, physiotherapie, ergotherapie usw und einer kinderpsychologin evtl einer familientherpie!


    gruss

    Ich hab jetzt mal eine ganz doofe Frage:

    Zitat

    Der Stuhl selbst ist neuerdings extrem verhärtet.

    Wie kann der Junge sich denn dann überhaupt einkoten? Ist es nicht so, dass ganz harter Stuhl eher drin bleibt anstatt zu früh rauskommt?


    Wenn mein "Sohn" Verstopfung hat, bleibt er meist länger drin als uns lieb ist und kommt nur mit diversen "Nachhilfeaktionen" überhaupt raus.


    Man kläre mich bitte mal auf...

    Das Etwas

    Zitat

    bei letzterem besteht eine chron verstopfung wobei der flüßige oder weichere stuhl unwillkürlich an der verstopfung vorbei nach außen läuft.

    Man nennt so etwas auch "Überläufer".Der verhärtete Stuhl bleibt drin,ist ja klar.Aber der nachfolgende Stuhl kann/ist weicher/sein und somit läuft er an dem harten Zeugs vorbei und es passiert eben trotzdem.


    Aber das ist nur meine Überlegung dazu.Weiß nicht, ob Hyperion noch ne andere dazu hat.

    @etwas

    du musst dir das so wie ein rohr-bzw eine waschbeckenabflußverstopfung vorstellen. das rohr sitzt dicht und nur noch ein bischen läuft durch:-)