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    ich find es ehrlich gesagt komisch was du schilderst.


    Sag er wäre nach drei Jahren schon von der Grundschule und wäre so sehr gut. Ist dir dann nicht mal aufgefallen, ist ja wirklich sehr früh oder den Lehrern das eine Begabung vorliegt? Also das ging aus dem Text nicht hervor. Jetzt war er bei der Diagnostik? Mit 10, sowas merkt man doch vorher( wenn es so exteme Ausmasse hat) wie du schilderst, oder?

    das war doch nur die kurzfassung. klar ist vorher schon aufgefallen, dass was nicht gepasst hat, aber das wurde eben immer nur damit erklärt, dass ihm halt "langweilig" wäre.


    in wirklich bekam er aber wenig mit, war aber trotzdem clever genug um die grundschule in nur drei jahren zu schaffen, was entweder zeigt, WIE clever er ist oder wie niedrig das niveau der grundschule war.... ]:D

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    Ja wir probieren mal wir er Englisch unter Medis lernt

    find ich gerade in der Versuchs-Phase eine nachvollziehbare Idee. Eltern und Sohn werden da merken, welche Wirkung das Medikament auf die Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer hat.

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    dann kommt mir bei solchen Eltern alles wieder hoch.

    hat wohl mehr mit dem eigenen Schicksal zu tun – das sollte man dann aber nicht doch verallgemeinern.

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    Wollen Sie mir ernshaft sagen, der Sohn nimmt sich ohne Ritalin das Leben oder schwebt ohne in akuter Lebengefahr?

    Die möglichen negativen folgen eines unbehandelten hyper- oder hypoaktiven types kann man hier nachlesen:


    Simchen, H., Die vielen Gesichter des ADS. Begleit- und


    Folgeerkrankungen richtig erkennen und behandeln. 3. Auflage, Kohlhammer


    Verlag, Stuttgart 2010

    Sicher, ihr kann man sich zuschmeissen mit Zitaten und irgendwelchen Dinge, die man im Netz findet, sagte ich bereits. Ich könnte jetzt auch hier kopieren, dass unbehandelte Depressionen mit Suizid enden. Ich denke hier im Interesse des Kindes! Was eben nicht entscheiden kann, ob es Drogen möchte oder nicht!


    Und ich sagte bereits und das kann man nachlesen, dass die Wirkung der besseren Konzentration bei Studentin auch zu finden ist! Aber das mit seinem Kind zu machen ohne zu wissen, dass es normal ist, dass es sofort wirkt nach 20 Minuten find ich gefährlich und auch hat auch eine komischer Nachgeschmack irgendwie.

    @ sonnenbrise wir haben alle verstanden,

    dass die Medis für Dich nicht das Richtige waren.


    Vielen Dank für Deine Erfahrung, wir lernen aus ihr.


    Aber vieles was hier (von Dir) geschrieben wird, ist unnütz und bringt die Betroffenen nicht weiter!


    Wie das bei den verschiedenen Therapieverfahren eben oft so ist: nicht jedes Medikament bringt die erhoffte Wirkung, aber ohne Ausprobieren kommt man nicht voran!


    Auch Dir alles Gute !

    @ Sonnenbrise:

    Ist nicht mein Problem, wenn Dir meine Beiträge zu diesem Thema nicht passen. Ich

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    Du schreibst Unterschied Ritalin und ohne: Diesen Test könnte ich auch bei Studentin machen und sie würden weitaus bessere Leistungen erzielen, egal ob ein ADS vorliegt oder nicht!!!

    FALSCH. Punkt.


    Ich habe bis vor wenigen Wochen Patienten in einer Psychiatrie getestet, wo ein ADHS-Verdacht vorlag. Die mussten eine insgesamt 5stündige Testung über sich ergehen lassen, davon viel nicht beeinflussbare Neuropsychologie. Jeder Patient wurde 1x ohne und 1x mit Ritalin getestet.


    In Kombination mit umfassender Exploration (u.a. Vorlage von Schulzeugnissen, Gespräche mit Eltern auch bei erwachsenen Patienten,...) PLUS oben beschriebene Testung zeigte sich dann:


    ADHS-Patienten werden mit Ritalin besser; Patienten ohne ADHS i.d.R. flattrig und somit SCHLECHTER in ihrer Leistung. Aufgeputscht bedeutet nämlich NICHT bessere kognitive Leistungsfähigkeit. Es bedeutet ggf. WACHER, aber nicht LEISTUNGSFÄHIGER.


    Hier ist NICHTS auswendig gelernt. Das ist meine Meinung nach etlichen Monaten Tätigkeit in einer Psychiatrie, und zwar im Suchtbereich. Wo z.T. Personen nach jahrelanger Abhängigkeit waren, mit x gescheiterten Behandlungen. Die trotzdem "nicht funktionierten" und auch nicht abstinent blieben. Die wenigen (letztlich waren es nicht sooo viele Patienten im Vgl. zu den Verdachtsfällen, wo die Diagnose NICHT gestellt werden konnte), die dann als Erwachsene noch auf Ritalin eingestellt wurden, haben alle mit erstaunlichem Tempo die Kurve bekommen. Das war erstaunlich.


    Das sind meine Erfahrungen, die mich beeindruckt haben.


    Eine gute Freundin von mir arbeitet in der Kinder- & Jugendpsychiatrie. Aus ihren Erzählungen von Suizidversuchen bei 11jährigen ziehe ich ein weiteres Fazit. Wenn es Dir nicht gefällt: Tut mir leid, das ist aktuell meine Sichtweise.


    JA, viel zu viele Kinderärzte verschreiben gerne jedem lebhaften Kind Ritalin. Das ist leichtsinnig bis idiotisch. Aber hier liegt eine umfassende Diagnostik vor und ein Kind, welches an seine Grenzen stößt.

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    . Ich denke hier im Interesse des Kindes! Was eben nicht entscheiden kann, ob es Drogen möchte oder nicht!

    ich höre mir das alles geduldig an, verzeihe auch deinen angriff auf wissenschaftliches arbeiten (hier im forum sind gerade mindestens 2 psychologen aktiv, weißt du das? die arbeiten nun mal mit quellen) – aber gegen den vorwurf, meinem kind ohne sein wissen oder einverständnis drogen zu verabreichen, verwehre ich mich doch auf das entschiedenste.


    1. er hat einen leidensweg durchgemacht


    2. er hat leidensdruck


    3. er war brav in der diagnostik


    4. das ergebnis wurde mit ihm besprochne


    5. die behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt, zu denen AUCH


    6. medikamente als versuchsballon gehören


    7. er läßt sich mit hoffnung auf besserung seiner situation bzw. erhalt des status quo darauf ein und nimmt diese


    8. freiwillig!


    und wegen der nebenwirkungen hat er ja mich zum abschätzen.

    Zitat

    Ja wir probieren mal wir er Englisch unter Medis lernt

    Ist letztlich nichts anderes, was auch bei einer Testung gemacht wird: Verbessert sich die Leistung mit dem Medikament oder nicht?


    Bzw. müsste man korrekterweise schreiben:


    Bessert sich die Symptomatik? Es kann ja auch sein, dass das Kind sich zwar besser konzentrieren kann, aber dennoch eine "Niete" in Fremdsprachen ist und immer bleiben wird.


    Es geht nicht ums Wissen und perfekte Leistungen, es geht um grundlegende kognitive Fähigkeiten: Aufmerksamkeit auf EINE Sache ausrichten, planend & vorausschauend handeln statt impulsiv und unüberlegt. Impulse kontrollieren (statt sofort einem Impuls nachzugeben).


    Dinge, die für Gesunde selbstverständlich sind. An denen ein AD(H)S-Kind aber scheitert. Und so doppelt erfährt, ein "Versager" zu sein.

    @ Inkog-Nito:

    Und Du machst Dir insgesamt zu viele Gedanken und gibst Dir ingesamt zu viel Mühe mit der Förderung, um das Ganze als leichtfertiges "Ruhigstellen" abstempeln zu können.


    Auf Nebenwirkungen hast Du ein Auge.


    Und aktuell seid Ihr offensichtlich dabei herauszufinden, OB ihr überhaupt einen Effekt habt, oder?

    Ich kenne dazu auch andere Auswertungen. Bei meiner Tochter in der Klasse sind 24 Kinder( JÜL Klasse)


    davon sind beim letzten Elternabend 10 Kinder positiv auf ADS oder ADHS getestet worden... Nur mal so zur Info. Sicherlich, ich habe doch nicht die Lebensqualtität angezweifelt oder??? Ich habe nur gesagt, dass die Wirkung nicht so ist, wie einige denken. Das es wie ein Medikament wirkt, sondern das es wie eine Droge wirkt und auch an UNI damit gehandelt wird und es beliebt es nicht nur wegen der längeren Wachphase.