Gelenkschmerzen, Vitamin D Mangel, Was kann das sein?

    Hallo alle,


    ich weiß nicht recht, wo ich anfangen soll zu suchen, daher bin ich für ein paar "Wegweiser" dankbar.

    Mein Sohn, 5 Jahre alt, klagt schon seit langem regelmäßig über Gelenkschmerzen in den Knien. Eine Verletzung hatte ernicht und eine Zeit lang haben wir das unter dem Stern "Wachstumsschmerzen" beobachtet und dann doch nach einiger Zeit bei einem Arztbesuch angesprochen.

    Bei einem großen Blutbild wurde festgestellt, dass er einen Vitamin D Wert unter 10 hat, also einen gravierenden Mangel. Ansonsten war alles normal, es gab keinen Hinweis auf Borrelien, Stoffwechselerkrankungen oder Rheuma.

    Seit einigen Wochen nimmt er also Vitamin D. Bisher ändert sich aber nichts und die Gelenkschmerzen werden immer schlimmer.

    Sein Bewegungsdrang ist nicht eingeschränkt, aber hat er mittlerweile solche Schmerzen, dass er Abends weint.


    Was könnte das sein?

    Danke schonmal für Ansatzpunkte.

  • 11 Antworten

    Rheuma hat über 200 Erscheinungen. Ich würde eine 2. Meinung einholen, das Kind an eine Unikkinderklinik in eine Ambulanz überweisen lassen, abwarten kann eine äußerst dumme Anweisung des Arztes sein....


    Allein, dass du in einem Forum nachfragst, zeigt doch an, wie unsicher du selbst bist. Zu recht, finde ich.

    Phoenixxx1984 schrieb:

    Seit einigen Wochen nimmt er also Vitamin D

    Darf ich fragen, um welches Präparat / welche Dosis es sich handelt? Und was wiegt das Kind? (Bei der Vit.-D-Dosierung sollte das Körpergewicht immer berücksichtigt werden.)

    Ich würde den Kleinen auch mal bei einem (Kinder-)Orthopäden vorstellen. Einfach beobachten, halte ich für keine gute Idee. Wenn er bereits vor Schmerzen weint, muss man die Ursache finden.

    Unbedingt einen Orthopäden drauf schauen lassen oder mit Kinderarzt sprechen und um Röntgen oder gleich MRT bitten.

    Meine Tochter hatte einen Morbus osgood Schlatter, da war es genauso.

    Im Prinzip kann man nicht viel machen, aber wenn man weiß was es ist kann man viel besser damit umgehen!

    Alles Gute für euch :)*

    Achso....

    Vitamin D Mangel ist im Winter nichts ungewöhnliches. Aber gut, dass es weiter beobachtet wird! Wenn Mitte / Ende des Sommers der Wert wieder in der Norm ist, kannst du das als erledigt abhaken.

    Wahrscheinlich geht jetzt das Vitamin D gleich in "Verbrauch" und daher dauert es bis der Speicher wieder aufgefüllt ist.

    So vereinfacht hat uns das der Kinderarzt erklärt.

    Schau mal ob ihr vitaminhaltige Nahrungsmittel öfter im Speiseplan unterbringen könnt!

    Einem Vitamin-D-Mangel kann man mit viel Bewegung im Freien entgegenwirken - selbst in mitteleuropäischen Wintern. Um genügend Vitamin D zu bilden, genügen im Winter locker ca. 20 min. im Freien. Ansonsten sollte 1-2x wöchentlich fetter Seefisch (z.B. Lachs) auf dem Speiseplan stehen.


    Die Inuit Grönlands oder im Norden von Kanada haben trotz ihrer etwas dunkleren Pigmentierung, aber dank ihrer seefischreichen Ernährung fast nie Vitamin-D-Mangel. Zudem verbringen sie viel Zeit im Freien, auch wenn überwiegend keine Sonne scheint.


    Kürzlich nannte mein Hausarzt den immer häufiger auftretenden Vitamin-D-Mangel bei jungen Menschen als "Stubenhocker-Syndrom". Wer im Winter kaum rausgeht, sich hauptsächlich mit Smartphone und Tablet beschäftigt und sich zudem falsch ernährt, muss sich im Winter über einen Vitamin-D-Mangel nicht wundern.

    Monsti schrieb:

    Einem Vitamin-D-Mangel kann man mit viel Bewegung im Freien entgegenwirken - selbst in mitteleuropäischen Wintern. Um genügend Vitamin D zu bilden, genügen im Winter locker ca. 20 min. im Freien. Ansonsten sollte 1-2x wöchentlich fetter Seefisch (z.B. Lachs) auf dem Speiseplan stehen.

    1. Im Wintermonaten, selbst im Süden(Mittelmeerraum) kann über die Haut KEIN Vitamin D gebildet werden. Es geht höchstens bei strahlender Sonne zu Mittag in Hochgebirge.

    2. Fisch ja ist einzige relevante Vitamin D Lieferant im Winter. Aber auch da durch künstliche Züchtung ist es immer weniger geworden und selbst Lebertran ist nicht mehr zu empfehlen.


    Durch Essen kann man also kein Mangel beheben. Bei einem labortechnisch nachgewiesenem Mangel sehe ich im Winter keine andere Möglichkeit als Vitamin D Zugabe durch Essen. Für Kinder gibt's z.B. in DM Lutschtabletten.


    Und ja Gelenkschmerzen könnten durch den Vitamin D Mangel kommen. Es ist ja nicht bekannt wie lange der Mangel besteht.

    Hallo,

    Gelenkschmerzen sind bei Kindern sehr häufig. Sowohl entzündliche als auch nicht entzündliche Symptome können mit Gelenkschmerzen zusammenhängen. Die Schmerzen können durch Vitamin D Mangel verursacht werden.

    Die D-Vitamine, die für uns Menschen besonders von Interesse sind, sind die Vitamine D2 und D3. Vitamin D3 kann man über die UV-Strahlung aufnehmen, die auf die Haut kommt. Vitamin D2 wird normalerweise durch Lebensmittel aufgenommen. Falls ihr euch darüber informieren wollt, hier gibt es weitere Informationen über Vitamin D.