Häufiges, starkes Erbrechen bei 10-Jährigem

    Hallo!


    Ich wende mich mal hilfesuchend an die Leute hier im Forum, da die Ärzte uns (bisher) nicht weiterhelfen konnten.


    Es geht um unseren 10-jährigen Sohn. Er leidet jetzt seit mittlerweile über 2 Jahren an starkem Erbrechen. Und zwar bricht er dann, wenn es einmal angefangen hat, 40-50 mal am Tag!!! Und das über 2-3 Tage bis sich das ganze wiederso langsam legt. Wir haben es immer mit Vomex-Zäpfchen versucht, hat aber gar nichts gebracht. Auch homöopatische Mittel haben total versagt. In letzter Zeit ist es immer schlimmer geworden und wir mussten mit ihm innerhalb der letzten 3 Monate schon 4x in die Kinderklinik, da wir es zu Hause gar nicht mehr in den Griff bekommen haben und er schon großen Flüssigkeitsverlust hatte. Jetzt ist er aktuell seit Mittwoch wieder im Krankenhaus und kam erst am Donnerstag der letzten Woche wieder aus der Klinik nach Hause. Diesmal ist noch schlimmer wie sonst. Er ist jetzt total geschwächt und redet kaum. Sämtliche Untersuchungen waren bisher ohne Befund. Es wurden bisher folgende Untersuchungen gemacht:


    - Magenspiegelung


    - Lebensmittelunverträglichkeit


    - Ultraschall


    - MRT


    - Hirnwasser


    - Diverse Blutuntersuchungen


    - Urin


    Wie gesagt, die Ärzte wissen nicht weiter und mittlerweile schiebt der Herr Oberarzt alles auf die Psyche. Wir können uns aber beim besten Willen nicht vorstellen, was so eine körperliche Reaktion auslösen könnte! Wir hatten schon mit einem Psychologen ein Gespräch, aber der Meinte, das Kind wäre total in Ordnung.


    Vielleicht hat ja hier im Forum eine Idee zu der ganzen Geschichte. Es kann ja irgendwo nicht sein, dass er in ein paar Tagen einfach wieder nach Hause geschickt wird und dass wir dann nur wieder darauf warten, dass es wieder los geht, ohne irgendeine Idee zu haben, was wir noch unternehmen können!!!


    Viele Grüße


    stebra

  • 27 Antworten

    %-|

    40x am tag:-o das habe ich bis jetzt noch nie göhrt. das arme kind!


    hm


    das einzige was mir dazu einfällt ist das "acetonämische erbrechen"


    dabei kommt es zu einem anfallsweisem erbrechen was meist bei klieinkindern und schulkindern auftritt. das acet. erb. findet sich v. a. bie vegetativ labilen kleinkindern sowie zarten schlanken kindern oder sensibel neuropathischen kindern.


    augelöst wird es u.a. durch diätfehler, nahrungsmittelallergie, wurmbefall, infekte.


    symptome:


    nach anfänglichen kopfschmerzen mit appetitlosigkeit u. übelkeit kommt es zu einer acetonausscheidung in atemluft u. harn (es liegt ein "obstgeruch" in der luft) sowie zu heftigen meist unstillbarem erbrechen , apathie, vertiefter atmung (kußmaulatmung), austrocknung (dehydration).


    therapie:


    zufuhr von elektrolyten, wasser, glukose u. a.


    ich schlage vor die ärzteschaft da nochmal drauf anzusprechen. auch solte eine stoffwecheluntersuchung sowie eine kinderpsychologische untersuchung durchgeführt werden.


    gruss

    hab noch Infos zu dem von Hyperion erwähnten Erbrechen gefunden:

    Quelle: http://home.dgn.de/fjuenger/EigeneDateien/diaet.htm


    und hier noch was, vielleicht hilft dir irgendwas weiter?


    http://www.akh-consilium.at/daten/erbrechen_kind.htm

    Vielen Dank für die bisherigen Antworten. :-)


    Acetonämisches Erbrechen wurde von den Ärzten auch vermutet. Allerdings haben das die Ärzte auch ausgeschlossen. Es wurde bisher auch noch keine Möglichkeit gefunden, diesen Kreislauf des Erbrechens zu durchbrechen. Selbst wenn er am Tropf hängt und da wieder Flüssigkeit bekommt, bricht er ständig weiter.


    Die ersten 2-3 Tage ist es immer ganz schlimm, dann wird es langsam besser. Nach 6-7 Tagen ist er dann wieder halbwegs fitt. So war es bisher immer, egal was man im gegeben hat.


    titatü:


    Unverträglichkeiten sind nur die Standardsachen getestet worden. Eine umfassende Analyse wurde bisher immer aus KOSTENGRÜNDEN abgelehnt!!! Ich finde, dass ist eine Sauerei. Diesbezüglich waren wir schon bei mehreren Ärzten. Aber irgendwie hat hier keiner eine Notwendigkeit gesehen.


    -Hase-:


    Klar kann Stress auch Übelkeit auslösen. Aber im Falle meines Sohnes ist das doch schon etwas extrem, oder? Außerdem hat er in der Schule keine Probleme und auch zu Hause hat er keinen Stress. Die Psychologen sagen, er wäre total unauffällig und sehen keinen Sinn für eine Therapie. Er ist ja schon seit geraumer Zeit bei einer Heilpädagogin in Behandlung. Auch die konnte nichts finden...


    Viele Grüße

    Hallo Stefan


    Wenn du dich bezüglich Nahrungsmittelunverträglichkeiten informieren möchtest,kann ich dir diese Seite empfehlen:


    http://www.libase.de


    Hat er im KH Glucose über den Tropf bekommen?Wenn ja,würde ich zu Fructoseintolleranz tendieren (findest du auch bei libase im Forum)


    Ansonsten fällt mir noch Hiatushernie ein....


    Alles Gute !

    %-|

    Zitat

    eine umfassende analyse aus kostengründen abgelehnt

    das ist ja unglaublich!!!


    sowas kann ich garnicht nachvollziehen. vieleicht könnte man durch eine umfassende analyse endlich herausfinden warum dein sohn sich immer so erbrechen muss.


    also, da müsst ihr auf jedenfall nochmal druck machen. denn so kann es ja nicht weitergehen und das nur weil die kosten für eine umfangreiche analyse zu hoch sind.


    besteht auf diese umfangreiche analyse, geht zur krankenkasse usw.


    gruss

    So wie es jetzt ausschaut, haben die Ärzte endlich herausgefunden, woran unser Sohn leidet. Man nennt es "Zyklisches Erbrechen" und ist bei Kindern die Vorstufe zur Migräne. Dabei haben viele Kinder noch nicht mal Kopfschmerzen, sondern "nur" Übelkeit und Erbrechen.


    Ist zwar keine tolle Nachricht, aber zumindest wissen wir jetzt womit wir es zu tun haben.

    Na ja, mittlerweile bin ich von der Diagnose nicht mehr so überzeugt. Heute Morgen hat er wieder über Bauchweh geklagt. Da haben sie ihm gleich ein Medikament gegeben, damit es nicht wieder anfängt. Angeblich sollte das "auf jeden Fall" helfen.


    Hat es aber nicht. Auch dieses Medikament wirkt nicht. Er hat heute Mittag wieder angefangen zu erbrechen. Mittlerweile wieder im 30 Minuten Takt. :-(


    Heute Nachmittag war den der Herr Oberarzt da und meinte nur, dass er mal aufstehen solle, seinetwegen auch raus auf den Spielplatz, dann würde es ihm schon besser gehen. Er würde sich das alles nur einbilden und sich reinsteigern. Hier würde auch kein Psychologe mehr helfen, sondern gleich ein Psychater ans Werk. >-(


    Ich bin stinkesauer auf den Typ. Der kann froh sein, dass ich nicht dabei war!!! Meine Frau war so baff, dass sie in dem Moment gar nichts sagen konnte.


    Sa kann man doch mit einem kranken Kind nicht umgehen!!! Soll der doch 40 mal am Tag kotzen. Da geht der auch nich raus und spielt Fussball!!! UNGLAUBLICH!!!!!!!


    Am liebsten würde ich unseren Sohn einpacken und in eine andere Klinik gehen! Aber dafür geht es ihm jetzt wieder zu schlecht.

    in

    welcher klinik seid ihr denn? eine kinderklinik oder eine normales krankenhaus für jung und alt?


    sobald es ihm wieder etwas besser geht solltet ihr die klink und den arzt wechseln.


    am besten in eine kinderklinik die spezialisiert sind auf kleine patienten.


    gruss

    Wir sind ja in einer Kinderklinik (in Siegen). Der Stationsarzt ist ja auch ganz in Ordnung. Mit ihm kann man reden. Aber bläßt halt irgendwie ins gleiche Horn wie sein Chef. Ich hab manchmal das Gefühl, dass er sich nicht traut was gegen seinen Boss zu sagen.


    Fakt ist aber, dass bisher in dieser Klinik noch kein solcher Fall, wie der unseres Sohnes, aufgetreten ist. Dann sollte man aus ärztlicher Sicht auch so ehrlich sein und sagen, dass sie hier mit ihrem Latein einfach am Ende sind und nicht einfach sagen, das liegt alles an der Psyche.


    Ich will die psychische Sache ja gar nicht so weit weg schieben. Aber ich frage mich die ganze Zeit, was ein Kind so belasten kann, dass es derartige Kotzanfälle bekommt!


    Die beiden Psychologen, die in bisher in der Klinik gesehen haben, meinten da wäre überhaupt nichts Auffälliges und man solle auch nicht einfach ein Problem heraufbeschwören wo keins ist.


    Der Eine sagt also so und der Andere wieder anders. Wo soll man jetzt ansetzen?

    hm

    natürlich gibt keiner gerne zu das man mit einer problematik überfordert ist, insbesondere ärzte wenn sie nicht weiter wissen oder keine erfahrung mit seltenen krankheitsbildern gemacht haben.


    (und wer sagt schon gerne was gegen seinen boss;-))


    ich denke es ist das beste eine andere kinderklinik aufzusuchen. ich schlage vor deinen sohn in eine uniklinik zu verlegen. hier gibt es ärzte und professoren wie sand am meer. eine uniklinik hat meist mehr erfahrung und auch mehr diagnostische möglichkeiten.


    beispiel:


    http://www.zki.uni-frankfurt.de/


    oder


    http://www.uni-essen.de/kinderklinik/


    am besten mal googeln.


    :-)

    Yannick hatte wieder die ganze Nacht durch erbrochen. Da haben sie ihm heute Morgen eine Beruhigungsspritze gegeben. Ab diesem Zeitpunkt hat er heute nicht mehr erbrochen.


    Dies hat mich schließlich zu der Überzeugung gebracht, dass es wohl doch eher etwas mit der Psyche zu tun hat.


    Wir werden dann wohl eher auf dieser Schiene weiterfahren. Man hat uns in der Klinik einen Platz in der Vollzeitbetreuung angeboten. Das werden wir wohl auch tun. Auch wenn das bedeutet, dass er für einige Wochen nicht mehr nach Hause darf. :-(