Gerade frisch erfahren:


    Tochter einer Bekannten darf nicht mit auf Klassenfahrt, weil kein Impfpass vorliegt (die Kleine ist gegen nichts geimpft, nicht einmal Tetanus) – versicherungsrechtliche Gründe wurden von der Schule genannt.

    Erfahrungsgemäß bringt dieses Thema immer Ärger. Weil Jeder glaubt, dass er das Richtige tut und auf der "richtigen" Seite steht.


    Was ist richtig was ist falsch? Wie so oft im Leben gibt da keine Pauschalaussage!!!! Imbefürworter oder Kritiker.... wer hat Recht? Beide, irgendwo!


    Es gibt zahlreiche Rückschlüsse darauf, die die Sterblichkeit an Tetanus schon lange vor dem Impfen belegen und eine Herdenimmunität bei Polio lässt sich natürlich auf das Impfen zurückführen. Wobei auch schon in geimpfte Gebiete Polio ausgebrochen ist, da Hygiene und Co. doch einen recht großen Einfluss genießen!


    Mein Tipp, für Alle die nicht bzw. das ganze Programm machen wollen....


    Geht zu einem guten Kinderarzt der Individuale Impfberatung anbietet und deckt Eure Fragen ab!


    Meiner sagte mir, er würde mir Tetanus empfehlen ( war auch mein Gefühl ) und andere Impfungen könnten wir auch gut erst in 2-3 Jahren machen. Für mich waren die Masern noch wichtig, also haben wir uns vorerst auf die Impfungen geeinigt.


    Keuchhusten und Pocken sind für mich Krankheiten die sehr wohl durchgemacht werde dürfen und daran kann ein Kind bzw. Immunsystem wirklich wachsen, es lernt ja durch Krankheiten und Pneumo, Hib und co. sind mir viiiiel zu wenig auf Langzeit getestet, als dass ich sie einen Säugling verabreichen würde. Das Risiko eines Impfschadens wäre mir hier persönlich zu hoch.


    Noch dazu impfe ich lieber unkombiniert, da ich dann tatsächlich eher Rückschlüsse ziehen kann, sollte doch mal was sein.


    Fazit: Es gibt sicherlich sinnvolle Impfungen die unseren Kindern gut tun und von Bedeutung sind, nur leider gilt das nicht für Alle, siehe Fsme!! Oder Andere die bereits wieder vom Markt genommen wurden.


    Es rein als Luxusproblem darzustellen finde ich äußerst unpassend , wenn man bedenkt, wie oft man von Presse, Politik oder sonstigen wirtschaftlichen Unternehme ( auch Pharma) an der Nase herum geführt wird. Seine paar Synapsen ab und an mal an zu schalten und nicht blindlings Alles mit zu machen, weil man es schon immer so gehalten hat, finde ich persönlich wichtig!


    Ganz ehrlich zum Glück haben wir den Luxus Entscheidungen für unsere Kinder zu treffen, die nicht aus einem Zugzwang heraus resultieren sondern auf Überlegung basieren. Ein großes Gut aus dem ich nicht schöpfen soll? Nein danke, lieber kein Pc, Handy und schickes Auto, als mein Recht zu verlieren, zu Hinterfragen und meinetwegen auch zu Philosophieren..... ;-) Die übertrieben viele Reissorten im Einkaufsladen halte ich vielmehr als ein Luxusproblem ]:D


    Jedenfalls meine Kinder kriegen das was ich für richtig halte, zur richtigen Zeit, was es auch immer sein mag. Und das sollten Eltern unter guter Beratung auch immer guten Gewissens entscheiden dürfen. So jedenfalls meine Meinung. Gute Nacht *:)

    Zitat

    Keuchhusten und Pocken sind für mich Krankheiten die sehr wohl durchgemacht werde dürfen und daran kann ein Kind bzw. Immunsystem wirklich wachsen

    An Pocken würde dein Kind eher sterben oder arg vernarbt daraus hervorgehen, anstatt zu wachsen.

    ahja ;-)


    Ok ich find trotzdem das Keuchhusten beim Säugling arg gefährlich ist, da sind schon kleinste dran gestorben... ob man das "wachsen" nennen kann? gibt doch genug viralen Krams wo sie eh durchmüssen und schlaflose Nächte und Geweine etc um den Charakter zu Stärken ;-)


    Aber ja.... sollen andere ruhig andere Meinungen haben.

    Zitat

    natürlich Windpocken ;-) dachte ihr werdet schon wissen, welche ich meine! :=o

    Soll das jetzt eine ernstzunnehmende Diskussion sein? Dann finde ich diese Äußerung ziemlich fehl am Platze. Wenn jemand im Zusammenhang mit Impfungen und Impfschäden schreibt, dass sein Kind die Pocken ruhig haben soll, dann fasst man sich doch automatisch erst mal ans Hirn. Und wenn da nicht gezielt nachgefragt worden wäre, hätten andere das womöglich noch wortwörtlich genommen.

    Zitat

    Es gibt sicherlich sinnvolle Impfungen die unseren Kindern gut tun und von Bedeutung sind, nur leider gilt das nicht für Alle, siehe Fsme!! Oder Andere die bereits wieder vom Markt genommen wurden.

    FSME siehst du nicht als sinnvoll? :-/ Würde mit der Aussage vorsichtig sein.


    Kommt vor allem auf die Region an. Das ich diese Impfung in der Antarktis nicht brauch ok, lass ich mir eingehen.. aber wir haben bei uns im Krankenhaus pro Sommer 4-5 Fälle mit Kindern die an einer Frühsommermeningitis erkranken und davon ist meistens leider auch ein Kind dabei, dass es nicht überlebt, alle weil sie nicht geimpft wurden. Hatten noch kein Kind dabei, dass es trotz Impfung erwischt hätte.


    UND ich leb jetzt nicht in einer Region die übervölkert ist von Zecken, oder in der eine gezielte Warnung ausgesprochen worden ist (wie teils zb in Österreich Kärnten)

    Mir hat das was die Große aus der Kita im letzten Winter abgeschleppt hat uach so total gereicht. :-| Da sie diesen Winter trotz neuer Betreuungseinrichtung kaum krank wurde nehme ich mal an das war quasi das Bootcamp für ihr Immunsystem.

    @ Silent_Water:

    Wer allen Ernstens meint die Windpocken wären harmlos, der hat noch nie die Windpocken durchgemacht oder auch nur gesehen wie sich ein Kind damit quält.


    Ich habe als ich so 7 oder 8 war die Windpocken bekommen da gab es meines Wissens nach entweder keinen Impfstoff oder die Impfempfehlung war dafür nicht rausgegeben und ich wünsche niemanden diesen ekligen Ausschlag, das Fieber und alles was ich noch durchgemacht habe.


    Diese Krankheit kann genauso wie jede andere Kinderkrankheit hochgradig gefährlich werden und ich finde nicht das man eine einzige davon durchmachen muss wenn es Impfstoff dafür gibt.

    @ Rightnow

    Doch. Ich hatte Windpocken, mein Mann hatte sie und zwei unserer drei Kinder auch schon. Und bei UNS waren es total unspektakuläre Krankheiten, jedes MD Virus war schlimmer.


    Dass es auch anders sein KANN, ist uns bewusst. Aber die MEISTEN ( nicht alle !!!) Verläufe bei Kindern (!!!) sind leicht oder mittel. Bei Erwachsenen sieht es anders aus.

    Zitat

    Wer allen Ernstens meint die Windpocken wären harmlos, der hat noch nie die Windpocken durchgemacht oder auch nur gesehen wie sich ein Kind damit quält.

    Meine Tochter hatte sie mit einem Jahr, angesteckt vom Sohn der Tagesmutter. ich will ja nicht sagen, dass es spaßig war, aber es war wirklich nicht so tragisch. Wir haben uns mit juckreizhemmendem Zeug aus der Apotheke eingedeckt, sie hatte Fieber und hat recht viel geschlafen – nach ein paar Tagen ist alles abgeklungen.

    Zitat

    Und dann verlässt man sich drauf das es einfach abläuft?

    Schon, ja. In vielen Bereichen hoffe ich einfach das Beste, sei es das durchstehen einer Krankheit oder auch, dass mein Kind nach einer Impfung keinen Schaden davonträgt.

    Gerade bei Windpocken sind die gefährdetsten Gruppen kleine Säuglinge, alte Menschen mit oder ohne Vorerkrankung und immunsupprimierte Menschen.


    Säuglinge werden aber meist erst ab dem 11 Monat gegen Windpocken geimpft, und immunsupprimierte Menschen kann man oft nicht mehr impfen.


    Somit ist es gerade für die Personen die mit Säuglingen, kranken und alten Menschen oder immunsupprimierten Menschen zu tun haben die Hauptaufgabe sich selbst als potentiellen Überträger auszuschalten.


    Als Beispiel: Es wird ja auch nicht akzeptiert wenn ein Arzt im Krankenhaus mangels nötiger Desinfektion der Hände eine Wunde infiziert oder wenn eventuell sogar der Arzt der Überträger einer Windpocken-Infektion auf einen Säugling ist. Der Arzt wird sofort verklagt, er hat fahrlässig gehandelt, soll sein Berufsrecht entzogen bekommen usw (was in diesem Fall dann auch mehr als verständlich ist, keine Frage!)


    Aber man soll akzeptieren wenn sich Mütter nicht impfen lassen und ein Säugling dann an Windpocken erkrankt und womöglich daran stirbt.


    :-/

    Also, als ich die Windpocken hatte, da war ich 9 und in der 3. Klasse. Ich musste 3 Wochen von der Schule fern bleiben und durfte nicht raus - für mich als notorischen Stubenhocker war das damals kein Problem. Wir hielten uns an die Anweisungen - und alles verlief in sehr erträglichen Bahnen. Ich hatte auch kein Fieber, sonst hätte man mir Bettruhe verordnet. - Dies fand ich am coolsten: Nicht im Bett bleiben zu müssen. Ich konnte mich schon immer gut allein unterhalten, von daher sah ich diese 3 Wochen "Quarantäne" sehr gelassen - ich empfand es eher wie 3 Wochen zusätzliche Ferien!

    Ach ja noch was: Wir haben damals nie bei solchen Infektionskrankheiten andere gefährdet - Wartezimmer usw. - wir hatten damals einen super Kinderarzt, der bei so was IMMER ins Haus kam - sind Hausbesuche bei Kinderärzten eigentlich heute aus der Mode gekommen?

    s ist mehr so das kaum ein Arzt noch die Zeit für Hausbesuche hat. Unser Kinderarzt kommt zur U2 zu den Kindern nach Hause damit sie zumindest so ganz frisch noch nicht in die Gefahrenzone müssen, aber mit krankem Kind muss man in jedem Fall hin sonst schafft der gar nicht genug Patienten pro Tag und das ohne Fahrtkosten miteingerechnet. Früher übernahmen die Krankenkasse Hausbesuche noch, heute ist das fast unmöglich. Meine Eltern sind Physiotherapeuten und der einzige Patient der noch einen Hausbesuch genehmigt bekommt ist der Mann der beidseitig Beinamputiert ist. Selbst die Oma mit der künstlichen Hüfte muss nach den ersten sechs Behandlungen selber sehen wie sie in die Praxis kommt, Kasse zahlt da nichts mehr.