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    Und laut unserem KiA bietet die Impfung keinen Schutz vor Gürtelrose.

    Das vermag ich nicht zu sagen, müsste ich mich einlesen. Ich wollte lediglich kurz anmerken, dass nicht für jeden eine Gürtelrose eine Lappalie war.

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    Impfnachweise für die Schule kann es nicht geben, denn es herrscht Schulpflicht, aber es gibt Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Müssen die dann in eine Extra Schule?

    Nein, auch Leute, die nicht auf Impfungen reagieren, ein zu geringes Alter haben, deren Immunsystem zu schwach ist. Lässt sich tatsächlich alles attestieren.


    Jemand anders hatte es schon geschrieben, dass sie in ihre Kindergruppe keine nicht-geimpfte Kinder aufnimmt, was ich legitim finde. Im übrigen gibt es in manchen Ländern eine Impfpflicht, in Deutschland auch keine neue Erfindung, gab es alles mal.


    Ich befürworte derzeit auch noch eine freiwillige Regelung, bin aber dafür, dass Institutionen die Werkzeuge erhalten, um selbst einen Rahmen festzulegen. Und Eltern, die Masern-Partys veranstalten, sollte man viel stärker bestrafen können.

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    Auch einem brav Tempo 30 fahrenden Menschen kann ein Kind vor die Haube springen, das Auto ist auch bei korrekter Handhabung eine Gefahr!

    Und du hast als Autofahrer in solchen Fällen immer eine Teilschuld. Und noch einmal: Es gibt dort ein Regelwerk, in Sachen Impfungen im Privatleben fast noch grüne Wiese, darum geht es mir.

    Noch zu Thema Impfpflicht:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Impfpflicht


    Gürtelrose und Impfung:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_Zoster


    Im Übrigen hätte ich mit meiner Gürtelrose auch so manch eine Schwangere in Verzückung geraten lassen, wäre sie Impfgegner gewesen und nicht immun gegen dieses Virus gewesen. Aber glücklicherweise habe ich da mehr an die Allgemeinheit als an mein Wohlgefühl gedacht und habe jeglichen Kontakt mit Menschen gemieden, beim Arzt saß ich in einem separaten Raum.

    Wir drehen uns im Kreis. Ich finde, das Persönlichkeitsrecht steht über anderen Belangen.


    Dass ich einen WP Schutz für Erwachsene (inclusiv schwangere) wichtig finde, habe ich mehrfach gesagt.


    Bei Wiki habe ich bzgl Gürtelrose jetzt keine Neuigkeiten gefunden (außer dass mein KiA Recht hat mit der Aussage, dass Varizellenimpfung nicht davor schützt) Warum verlinkst Du einen Artikel, ohne zu schreiben, welcher Punkt da interessant ist, die Diskussion beeinflussen kann? Googeln kann ich selbst.


    Du verstehst meine Auto-Argumentation nicht. Ich versuchs noch mal:


    Manche Krankheiten sind mehr oder weniger gefährlich. Wer will, kann sich durch Impfung schützen. Wer nicht will, muss mit dem Risiko leben.


    Autos sind gefährlich. Davor kann sich leider niemand schützen.


    Wer etwas für die Unversehrtheit anderer tun möchte, sollte also nicht Auto fahren. Das ist für andere eine genauso große Gefahr (oder größer, weil u.U. tödlich) als ein Kind mit WP, das vielleicht auch andere Personen infiziert. Diese hätten sich davor schützen können mittels Impfung. Vorm Autorisiko kann man sich leider nicht schützen.


    Die VerkehrsRegeln helfen rein gar nichts, wenn ein Kind unbedacht auf die Straße rennt!!! Die Impfung schützt ziemlich zuverlässig die Personen, die keine WP haben möchten.


    Ich bleib deshalb dabei: Autofahren ist verwerflicher, als sein Kind nicht gegen WP impfen zu lassen.

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    Wir drehen uns im Kreis. Ich finde, das Persönlichkeitsrecht steht über anderen Belangen.

    Da ist doch der Punkt, um die sich all diese Pro/Conrta-Impfthreads primär drehen: Welches Persönlichkeitsrecht ist höher zu werten? Das der Person, die aus Grund XY nicht impfen will, oder das der Personen, die dadurch eine erhöhte Gefährdung erfahren, wie z.B. Säuglinge, schwangere Frauen, alte Menschen, Menschen mit Immunschwäche etc.?


    Man muss ja nur mal der Thread hier querlesen um selbst als Laie zu erkennen, dass einige "Meinungen" auf blanken Fehlinformationen oder purem Glauben gründen.


    Man kann auch zum Mann im Mond um Erleuchtung beten. Menschen mit vorgefasster "Meinung", und dazu zähle ich auch viele viele, die möglicherweise ernsthaft glauben, dass sie unvoreingenommen sind, tendieren sehr stark dazu, bestimmte Informationen höher zu bewerten als andere. Das ist zwar menschlich, aber nur bedingt entschuldbar, wenn man ernsthaft zu einer Diskussion beitragen und ernstgenommen werden möchte.


    Thread wie dieser kommen regelmäßig alle Monate auf, nur um nach ewig langen Grundsatzdiskussionen wieder im Boden zu verschwinden. Dieser hier wird keine Ausnahme sein.


    Übrigens, wo ich dabei bin, muss ich dringend mal zu meinem HA und über sinnvolle Impfauffrischungen sprechen. Die letzten Impfungen hatte ich vor etwa 18+/-Jahren in meiner Schulzeit ":/ ;-D

    Ich sagte nicht per se das eine varizellen impfung vor Gürtelrose schützt. .


    aber das wer mit wp bei anderen gr auslösen kann wie auch umgekehrt. . Und wenn jeder geimpft wäre wäre die kette natürlich unterbrochen. . Da gibts dann nur noch den spontanausbruch.. und der ist nach meinem Wissensstand selten.

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    Ich finde, das Persönlichkeitsrecht steht über anderen Belangen.

    Dann lies dir mal das Infektionsschutzgesetz aufmerksam durch. In bestimmten


    Situationen können Menschen in Zwangs-Quarantäne genommen werden, oder


    auch Zwangsbehandelt werden (z.B. TBC).


    Und das ist auch gut so.


    Ich stimme die soweit zu, dass weiterhin jeder selbst über Impfungen bestimmen sollte.


    Nur sollte man den nicht-geimpften den Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen verbieten.


    Schlimm genug das wir im Krankenhaus ständig Betten sperren müssen, weil


    Patienten mit durch Impfung vermeidbaren Infektionen isoliert werden müssen.

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    Genau, in bestimmten, extrem seltenen und genau definierten Situationen. Und sonst nicht. Da haben sich die Gesetzgeber unseres Landes schon was bei gedacht.

    '


    Das stimmt doch gar nicht mit dem "extrem selten". Die Impfpflicht umfasste einige Krankheiten in Deutschland. Wenn du nun auf dieser Schiene argumentierst, dürftest du einer Impfpflicht ja ziemlich aufgeschlossen sein, schließlich gab es diese bereits und daher muss sich der "Gesetzgeber ja was dabei gedacht haben".


    Und Staph.aureus hat noch etwas anderes geschrieben, was du nicht erwähnt hast:

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    Ich stimme die soweit zu, dass weiterhin jeder selbst über Impfungen bestimmen sollte.


    Nur sollte man den nicht-geimpften den Zutritt zu öffentlichen Einrichtungen verbieten.

    Da sind er und ich uns nämlich einig und nichts anderes hatte ich vorhin geschrieben: Wenn die Eltern nicht impfen wollen oder gar Masern-Partys feiern möchten, dann sollen sie, aber ich möchte, dass sich die Kindergärten und Krippen ihre Kinder aussuchen können. Sprich, kein nachgewiesene Impfung ohne Begründung, dass sollen sie das Recht haben, das Kind ablehnen zu dürfen. Dann hast du dein Persönlichkeits-Recht, unter dem aber nicht die anderen Kinder leiden müssen im Krankheitsfall.

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    (1) Die zuständige Behörde hat anzuordnen, dass Personen, die an Lungenpest oder an von Mensch zu Mensch übertragbarem hämorrhagischem Fieber erkrankt oder dessen verdächtig sind, unverzüglich in einem Krankenhaus oder einer für diese Krankheiten geeigneten Einrichtung abgesondert werden. Bei sonstigen Kranken sowie Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen und Ausscheidern kann angeordnet werden, dass sie in einem geeigneten Krankenhaus oder in sonst geeigneter Weise abgesondert werden, bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen, befolgen können oder befolgen würden und dadurch ihre Umgebung gefährden.


    (2) Kommt der Betroffene den seine Absonderung betreffenden Anordnungen nicht nach oder ist nach seinem bisherigen Verhalten anzunehmen, dass er solchen Anordnungen nicht ausreichend Folge leisten wird, so ist er zwangsweise durch Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus oder einem abgeschlossenen Teil eines Krankenhauses abzusondern. Ansteckungsverdächtige und Ausscheider können auch in einer anderen geeigneten abgeschlossenen Einrichtung abgesondert werden. Das Grundrecht der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz) kann insoweit eingeschränkt werden. Buch 7 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt entsprechend.

    Hier nochmal zum Nachlesen....