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    soweit ich weiß, kann man gegen Keime nicht impfen, wohl aber gegen Viren.

    Das ist nun wirklich absolut falsch! Beispiel gefällig? Die Meningokokken-Impfung.


    Das sind Bakterien, umgangssprachlich Keime genannt.


    [...]

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    Ich verstehe, dass Menschen die nicht impfen können, obwohl sie wollen das anders sehen und emotionaler diskutieren.

    Ich hatte nicht den Eindruck, dass hier nur Menschen emotional geworden sind, die impfen wollen, aber nicht können.

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    Allerdings ist dieser Punkt doch nur eine Vermutung. Man kann sich gleichzeitig mit allen möglichen Dingen auseinandersetzen.

    Ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Mich erschreckt trotzdem das Stammtischniveau, auf dem diese Diskussion angefacht von Medien und Politik geführt wird.

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    MRSA ist ein Keim, kein Virus, soweit ich weiß, kann man gegen Keime nicht impfen, wohl aber gegen Viren.

    Ich glaube nicht, dass du verstanden hast, was ich damit sagen wollte.


    Wir haben ein schwerwiegendes Problem mit unserem Gesundheitssystem. Ich will sagen, dass der kollektive Aufschrei zu den Masern nicht im Verhältnis steht zu anderen medizinischen Bedrohungen, denen wir ausgesetzt sind. Bei uns im Büro sind es aber die gleichen Leute, die gerade Impfgegner mit üblen Vokabeln bepöbeln die, die nur achselzuckend "Na und, interessiert mich nicht." sagen, wenn sie MRSA hören. Von denen ist keiner auf die Straße gegangen, als Krankenhäuser privatisiert wurden und es war den meisten auch keinen Forenbeitrag wert.

    Erstens: es ging um MRSA. Kann man dagegen auch impfen?


    Zweitens: deswegen habe ich gesagt, soweit ich weiß. Danke für's anmerken. Wieder was dazugelernt.


    Wenn es jetzt noch geklappt hätte das in einem Tonfall zu machen, dass ich mir nicht komplett blöd vorkomme, das wäre toll gewesen. Aber man kann nicht alles haben.


    Ich hatte jetzt nicht gegooglet welche der klassischen Impf-Krankheiten (Polio, Mumps, Röteln, Masern, Tetanus) Viren oder Bakterien sind.

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    Bei mir ist das kein Hass, sondern Angst. Ich habe Angst vor ungeimpften Menschen weil ich mein Baby schlicht noch nicht impfen kann um es zu schützen. Ich bin darauf angewiesen das genug andere so vernünftig sind.

    kann ich grundlegend komplett nachvollziehen.


    mich stört jedoch auch in anderen beiträgen, aber noch viel massiver in der presse, dieses stilisieren des feindbildes "ungeimpfter" und das aufscheuchen des mobs.


    es sollte an derr stelle angesetzt werden, an der das problem entsteht: aufklärung (nicht nur der gelbe zettel mit 20% der tatsächlich möglichen nebenwirkungen, ein viel strengeres nachhalten der meldepflicht von impfschäden und -reaktionen und strikte sanktionen bei verstoß durch den arzt, da finge es an.


    wenn nie oder kaum die reaktionen gemeldet werden, dann kann der hersteller nicht optimieren und dann fühlt man sich als betroffener einfach mal ganz heftig allein gelassen. das hinterlässt einen faden beigeschmack und ist nicht vertrauenserweckend.


    ich reagiere heftigst auch die gängigen impfungen, hatte ich in dem faden schonmal näher ausgeführt, mein kind macht es mir nach. die rennerei, die man genau da hat, wo man dann wagt, auszusprechen, dass 14 tage halbseitige lähmungserscheinungen, die wenige stunden nach der imfpung begannen, wohl von dieser kamen, die gönne ich keinem.


    und solange man bei nebenwirkungen munter im regen stehen gelassen wird, wird auch niemand eine pflicht zur impfung durchsetzen können.


    das sind seltene reaktionen, der nutzen überwiegt, komplett klar. gegen masern, tentanus, keuchhusten usw. habe ich trotz allem impfen lassen, das hat der klare menschenverstand entschieden.


    dennoch sehe ich den fehler im system nicht bei leuten, die eine entscheidung treffen, weil ihnen vertrauen fehlt, sondern da, wo mit zwang und druck reagiert wird, anstatt die ursachen zu ergründen.

    Probleme mit dem Gesundheitssystem seien mal dahin gestellt, aber darf man den dann gegen keine Krankheit prophylatisch vorgehen, weil es auch andere Krankheiten gibt, wo die Prävention komplizierter ist?


    Bei MRSA sind zum Beispiel Bakteriophagen spannend. Leider kaum zuzulassen nach bestehendem Recht. Aber bei großen bakteiteriellen Infektionen sollte man da vielleicht mal nachlesen.

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    Wäre ein herber Verlust für die Pharma Industrie, wenn wir auch auf Masern und Co verzichten könnten.

    Da steckt aber die Illusion dahinter, wir könnten jeden Erreger kontrollieren und ausrotten.


    Ein Erreger ist gefährlicher, je unangepasster der Wirt ist. Krankheiten, die altbekannt sind und mit denen sich unser Körper über Wildstämme immer mal wieder konfrontiert sieht, sind meist weniger schlimm im Verlauf. Ein Erreger hat keinen Nutzen davon, wenn sein Wirt stirbt. Ich sehe Impfungen insofern tatsächlich kritisch, weil ich eben nicht denke, dass man damit alles ausrotten kann. Stattdessen wird es dann Mutationen oder gänzlich andere Erreger geben, die meist weitaus gefährlicher sind als der Ursprungserreger.


    Natürlich haben Impfungen ihren Sinn und ihre Daseinsberechtigung. Aber diese Allmachtsphantasie, wir könnten uns damit vor allem schützen und hätten die Natur quasi im Griff, ist überheblich und nicht realitätsnah. Man darf sich durchaus die Frage stellen, ob wir damit nicht einen Selektionsdruck in eine Richtung aufbauen, deren Konsequenzen wir überhaupt noch nicht überblicken können.


    Zumindest sind das Fragen, die ich mir stelle. Die ich aber nicht beantwortet bekomme, weil niemand auf dieser Ebene überhaupt über Impfungen spricht. Nachfragen nach Nebenwirkungen sind ebenfalls nicht erlaubt, alles verpasst einem sofort den Stempel "IMPFGEGNER" und schon darf man zusammen mit Feministinnen, Esoterikern und Ewiggestrigen in die Ecke und sich schämen.


    Das nervt. Ich würde mir eine offene Diskussion wünschen, in denen man die Fragen und Überlegungen der anderen ernst nehmen könnte.

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    Ich hatte jetzt nicht gegooglet welche der klassischen Impf-Krankheiten (Polio, Mumps, Röteln, Masern, Tetanus) Viren oder Bakterien sind.

    Die meisten Krankheiten, gegen die geimpft werden kann, sind nun mal Viruserkrankungen. Bakterielle Krankheiten die impfbar sind, sind relativ gering in der Anzahl. Beispiel Tetanus. Die Krankheit wird durch ein Stoffwechsel produkt eines Bakterium (Clostridium tetani) hervorgerufen. Geimpft wird also gegen diesen Stoff, das Tetanustoxin.


    Keuchhusten (Bordetella pertussis) ist auch impfbar, ebenso HiB (Haemophilus influenzae), Diphtherie (Corynebacterium diphtheriae), Pneunokokken und Meningokokken.


    Fast alles andere gängige impfbare, MMRV, Polio, Hepatitis, Rota, Grippe, HPV, FSME, sind virus-verursachte Krankheiten.

    Also ich hab jetzt den Impfstoff nachgeschaut und das Gekritzel quer im gelben Impfpass der Ärztin war Pneumokokken. Damaliger Impfstoff Prevenar. Da habe ich mich insoweit verlesen dass ich die falschen Kokken geleaen habe. Mir auch wurscht... Ich bin nicht begeistertert von der.

    Kurz noch: Ausrotten kann man nicht jede Krankheit. Das geht nur bei bestimmten Voraussetzungen.


    Eine davon ist zum Beispiel, dass der Mensch das einzige Reservoir für den betreffenden Erreger ist, und dass der Erreger eine geringe Variabilität hat. Dann kann man nämlich davon ausgehen, dass es nicht mehr aufflammt. (Ich wiederhole: Pocken)


    Die Masern hätten bei einer konsequenten Impfquote von 95% vor Jahren schon ausgerottet sein können.


    Keuchhusten z.B. hat auch nur das menschliche Reservoir.


    Das ist auch der Grudn dafür, wieso man Tetanus nie ausrotten kann und die Grippe auch nicht.

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    Da steckt aber die Illusion dahinter, wir könnten jeden Erreger kontrollieren und ausrotten.

    Bei Polio hat es geklappt und bei Masern war man mal nah dran....


    Für mich hat das nichts mit Allmachtsfantasie zu tun.


    Natürlich können wir uns nicht vor Allem schützen und es wird auch immer wieder neue Erkrankungen geben. So oder so wird es sie geben.


    Ich glaube das weiß jeder und man muss sich damit abfinden.


    Das Nachfragen nach Nebenwirkungen finde ich nicht nur in Ordnung, sondern wichtig. Fragt danach nicht jede Mutter beim Arzt?


    Auch die Frage, ob man gleich sechs Impfungen auf ein Mal geben muss, oder ob das nicht sanfter geht.


    Immerhin wäre es dann auch leichter einzelne Impfungen auszuschließen, die man nicht für notwendig hält.

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    dennoch sehe ich den fehler im system nicht bei leuten, die eine entscheidung treffen, weil ihnen vertrauen fehlt, sondern da, wo mit zwang und druck reagiert wird, anstatt die ursachen zu ergründen.

    Danke, dass du das so deutlich schreibst.


    Aleonor, du schreibst:

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    Bei mir ist das kein Hass, sondern Angst. Ich habe Angst vor ungeimpften Menschen weil ich mein Baby schlicht noch nicht impfen kann um es zu schützen. Ich bin darauf angewiesen das genug andere so vernünftig sind.

    Du wirst immer darauf angewiesen sein, dass andere vernünftig sind und trotzdem hast du keinen Einfluss darauf. Bist du auch so voller Wut, wenn jemand einen Autounfall mit Personenschaden auf einer Strecke verursacht, die er auch hätte zu Fuß gehen können? Alle Menschen müssen individuelle Entscheidungen treffen, die wiederum andere Menschen potentiell in Lebensgefahr bringen.

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    Das Nachfragen nach Nebenwirkungen finde ich nicht nur in Ordnung, sondern wichtig. Fragt danach nicht jede Mutter beim Arzt?


    Auch die Frage, ob man gleich sechs Impfungen auf ein Mal geben muss, oder ob das nicht sanfter geht.


    Immerhin wäre es dann auch leichter einzelne Impfungen auszuschließen, die man nicht für notwendig hält.

    Es ist kaum noch möglich, etwas auszuschließen, weil unübliche Impfstoffe kaum noch getestet und/oder vertrieben werden. Auch so etwas, das mich sehr nervt.


    Entweder man impft das komplette Programm oder man darf sich wieder in die Impfgegner-Ecke stellen.

    Ich hatte als Kind die Masern und ich fand sie verdammt fies.


    Ebenfalls Röteln, Windpocken und Influenza Grippe.


    Aber die Masern hatten mich geschafft.


    Daher lasse ich meine Kinder impfen, diese Krankheiten sind Dinge die sie selbst nicht unbedingt erfahren müssen.


    Gut, gegen die Grippe sind sie nicht geimpft, ebenfalls nicht gegen Windpocken.


    Der Kinderarzt hat mich über mögliche Risiken aufgeklärt und ich habe mich darüber informiert im vorfeld, aber ich bin für impfungen.


    Nicht für den Zwang, aber in Einrichtungen wie Kindergarten, Hort usw. finde ich es angebracht das Kinder geimpft sind.