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    Danke, dass du das so deutlich schreibst.

    ich mag eben dieses ablenken nicht und dieses schieben-wir-die-schuld-mal-auf-eine-gezielt-ausgewählte-personengruppe spiel.


    bei aleonors angst, gibt es im gegenzug zum auto aber noch andere erschwernisse. mit so einem baby ist man erstaunlich oft beim kinderarzt, man klappert die vorsorgeuntersuchungen ab, das baby hat mal hier oder da was. und jedesmal sitzt man im prall gefüllten wartezimmer beim kinderarzt umgeben von (klein)kindern, die rotzend, kotzend, keuchend, fiebernd jenen baustein anlecken, hier spazieren gehen, dort antatschen, nach hie rhusten und dort spucken.


    weder die meisten arzthelfer(innen) noch eltern erkennen heutzutage noch die "kinderkrankheiten" und so gelangen kinder mit windpocken, masern, scharlach usw. nicht ins isolationszimmer, sondern turnen zwischen all den anderen herum und können so prima andere anstecken.


    hab ich auch gehasst und tue ich heute noch. man fühlt sich da in so einer üblichen stunde ein wenig wie im krieg. ;-)

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    Bei Polio hat es geklappt und bei Masern war man mal nah dran....


    Für mich hat das nichts mit Allmachtsfantasie zu tun.

    Bei Masern wird auch offizielle angezweifelt, ob das derart möglich ist. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sie nicht zu 100 Prozent wirksam ist und daran, dass sie aufgefrischt werden muss, was im Erwachsenenalter kaum kontrollierbar ist.


    Hier aber nur mal ein Beispiel, was ich mit den Fragen zu möglichen Konsequenzen meine:


    http://www.derwesten.de/gesundheit/wuerzburger-forscher-warnt-vor-voelligem-ausrotten-der-masern-id7755149.html


    Ich will jetzt keine neue Diskussion über exakt den Inhalt des Artikels führen, sondern einfach nur zeigen, dass Impfungen und Ausrottung von Krankheiten neue Fragen aufwerfen können, über die aber ungern gesprochen wird.


    Wenn Impfungen als Allheilmittel propagiert werden und kritische Fragen nicht erlaubt sind, dann verunsichert mich das nicht weniger als die Weltverschwörungstheorien von unreflektierten Impfgegnern.

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    weder die meisten arzthelfer(innen) noch eltern erkennen heutzutage noch die "kinderkrankheiten" und so gelangen kinder mit windpocken, masern, scharlach usw. nicht ins isolationszimmer, sondern turnen zwischen all den anderen herum und können so prima andere anstecken.

    Was aber letztlich nicht den Ungeimpften in die Schuhe geschoben werden kann und darum geht es mir eigentlich nur.


    Ich kann die Angst ja durchaus nachvollziehen und habe dafür Verständnis. Umgekehrt würde ich mir aber auch für Menschen Verständnis wünschen, die eben andere Entscheidungen treffen als man selbst. @:)

    Um vielleicht die Ansteckungsangst ein wenig einzudämmen, erzähle ich mal, wie das bei uns im Kindergarten war, als es einen Verdacht auf Masern gab:


    Wie gesagt, es war erst mal nur ein Verdacht.


    Dieser wurde dem KiGa mitgeteilt.


    Daraufhin wurden alle Eltern informiert. Die ungeimpften Kinder durften den KiGa so lange nicht besuchen, bis der Verdacht widerlegt war.


    Das Problem hatten also ganz allein die Eltern der ungeimpften Kinder, die sich um eine anderweitige Betreuung kümmern mußten. Wenn eine Epidemie ausgelöst worden wäre, dann also nicht durch Ansteckung mittels der Ungeimpften, sondern bereits unmittelbar durch den ersten Fall. Wobei ich nicht weiß, ob dieses Kind geimpft war. Wenn man aber darauf verzichtet, fiebernden Kindern einfach ein Zäpfchen zu geben und so in den Kindergarten oder die Schule zu schicken, weil sie sich jetzt ja "gut fühlen", dann ist die Ansteckung anderer ziemlich unwahrscheinlich, denn die Masern werden erst ansteckend, nachdem das Kind sich schon mehrere Tage sehr krank fühlt.


    Um Säuglinge braucht man sich wegen des Nestschutzes eher wenig Sorgen zu machen, sagt der Pschyrembel, wenn ich mich richtig erinnere.

    @ Cleo:

    Klar das habe ich dir auch vorher geglaubt, ich wollte damit nur sagen, das es wohl 2006 anders ist als jetzt. (das galt aber den Menginokokken da impft man 1 mal ca mit 1 jahr).


    Die Pneumokokken sind in der inzwischen 7-fach impfung enthalten die wirklich sehr früh und 4 mal gegeben wird.

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    http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.pdf?__blob=publicationFile

    Ich persönlich würde immer impfen, bin wegen chronischer Krankheiten im Kindesalter kaum geimpft worden (machte man vor 25 jahren so, heute bekommen die sogar teilweise mehr z.b. Grippe)... wurde viel nachgeimpft vor ca 10 jahren.


    Bin aber leider auch ein halber non - responder.... heißt von MMR ist nur der Schutz von Masern und röteln vorhanden auch nach Nachimpfen... aber das sind mir auch die wichtigeren beiden... nehme ich in Kauf.


    für HepB hab ich 5 anläufe gebraucht ;-)


    Das einzige was ich etwas verurteile das aus der damals 4fach impfung inzwischen eine 7fach geworden ist... das man nur alles oder nix nehmen kann und das das doch glaub ich für so kleine Würmchen ne hohe Belastung ist... (auch wenn es wohl nach studien verträglicher ist als die vorgänger mit 5 und 6 fach?)


    Vorteil ist sicher das man weniger Termine wahrnehmen muss, denn oft verschiebt sich ja alles eh schon durch dauernde Infekte und keine Zeit... da müsste man ja noch 4-5 mal mehr zum Arzt wenn man alles trennt.

    Zitat

    Bei Masern wird auch offizielle angezweifelt, ob das derart möglich ist. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sie nicht zu 100 Prozent wirksam ist und daran, dass sie aufgefrischt werden muss, was im Erwachsenenalter kaum kontrollierbar ist.

    Ich denke dass es fast geschafft war spricht für sich. Und wenn die Anzahl der Erkrankten und ungeimpften sehr gering ist, funktioniert die Ansteckung zwangsläufig irgendwann nicht mehr.


    Den Link kann ich nicht öffnen, liegt an meinem Computer... manche Seiten bekomme ich nicht auf.


    Wenn man nur durchführen würde, was zu 100% garantiert werden kann, dann würden wir ziemlich wenig tun ;-)

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    Wenn Impfungen als Allheilmittel propagiert werden und kritische Fragen nicht erlaubt sind, dann verunsichert mich das nicht weniger als die Weltverschwörungstheorien von unreflektierten Impfgegnern.

    Ich weiß nicht, wen du meinst, für mich sind Impfungen kein Allheilmittel und ich traue er Mehrzahl der Eltern kritisches Denken durchaus zu. Sogar dann, wenn sie impfen.


    Und wer verbietet kritische Fragen? Mein KiA hat sie alle geduldig beantwortet.


    Aber mal ehrlich:


    Wer Trisomie 21, Autismus oder HIV als Impfschaden deklarieren möchte, wie in einem hier verlinkten Artikel beschrieben, den kann ich leider nicht ernst nehmen.


    Das ist doch eher Verschwörungstheorie als kritisches Nachfragen.


    Wie immer gibt es nicht nur Schwarz und Weiß, sondern eine ganze Menge dazwischen.

    Ach ja, mein Sohn und ich warten beim KiA grundsätzlich vor der Tür. Dort gibt es eine große Überdachung. Ins Wartezimmer bringen mich keine zehn Pferde.


    Und das, obwohl er geimpft ist.


    Trotzdem möchte ich ihm, wenn er sowieso schon was hat nicht noch alle anderen Keime im Wartezimmer zumuten.


    Für ganz gesunde Kinder, die zur U oder zum Impfen kommen, gibt es ein Extra Wartezimmer.

    Zitat

    Hier aber nur mal ein Beispiel, was ich mit den Fragen zu möglichen Konsequenzen meine:


    http://www.derwesten.de/gesund…der-masern-id7755149.html


    Ich will jetzt keine neue Diskussion über exakt den Inhalt des Artikels führen, sondern einfach nur zeigen, dass Impfungen und Ausrottung von Krankheiten neue Fragen aufwerfen können, über die aber ungern gesprochen wird

    Sehr geehrter Herr Noiceur,


    alle fünf in PLoS One erschienene Artikel mit Herrn Schneider-Schaulies als Koautor sind frei verfüg- und lesbar. In keinem einzigen wir diese, von in der Tagsezeitung offenbar nicht korrekt interpretierte, These so aufgeworfen.


    Man sollte sich gerade in dieser Diskussion davor hüten, verfälschende Aussagen zu übernehmen und in seine eigene Argumentation einzuarbeiten.

    Bei Trisomie 21 ist das natürlich Blödsinn und bei HIV auch, wenn - wie anzunehmen - neue Nadeln genommen wurden. Bei Autismus scheint die Frage aber nicht abschließend beantwortet zu sein.


    Ich verstehe aber nicht, wieso es gleich eine "Verschwörungstheorie" ist, wenn man annimmt, daß jemand nicht aus edlen Absichten, sondern aus Gewinninteresse handelt. Das ist doch ganz normal: Auch hinter Pharmafirmen stehen Menschen, die ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.


    Wenn ich jetzt sage, daß Dr. Oetker sein Puddingpulver nicht verkauft, um die Welt zu ernähren, sondern um sich zu ernähren - ist das dann eine Verschwörungstheorie? Oder ist das nicht vielmehr eine Selbstverständlichkeit?


    Ist es aber nicht allgemein bekannt, daß so mancher Pudding gesünder wäre, wenn bestimmte Inhaltsstoffe nicht drin wären - daß sie aber trotzdem reingetan werden, weil das Produkt so besser vermarktbar ist?


    Eine Verschwörungstheorie wird es erst dann, wenn ich behaupte, daß Dr. Oetker sich mit der chemischen Industrie zusammengetan hat, um z.B. einen besonders giftigen Farbstoff zu erfinden und unters Volk zu bringen in der aktiven und vorrangigen Absicht, die Menschheit zu vergiften.


    Ebenso kann ich getrost davon ausgehen, daß die Pharmaindustrie in allererster Linie Gewinne machen will und daher einen größeren Wert auf die Vermarktbarkeit als auf die Notwendigkeit und Sicherheit von Produkten legt. Einfach weil auf Gewinn angewiesene Produzenten das nun mal so machen. Informationen der Pharmafirmen und ihrer Vertreter selbst sind genau wie die Informationen der Dr Oetker-Kundenhotline als Werbeinformationen zu betrachten und NICHT als völlig objektive Information. Auch das zählt zu den Selbstverständlichkeiten unseres Wirtschaftssystems.


    Eine Verschwörungstheorie wird es erst, wenn ich behaupte, daß die Pharmaindustrie an dem bewußt gesetzten Ziel aktiv arbeitet, der Menschheit Schaden zuzufügen. Ich weiß, es gibt Leute, die das glauben. Die meisten Menschen, die Impfungen sehr kritisch sehen oder ablehnen (darunter übrigens auch eine ganze Reihe Ärzte), denken dies aber nicht. Sie gehen lediglich davon aus, daß es sich wie bei anderen Waren auch um ein Angebot handelt, das einem Gewinninteresse entspringt und dessen tatsächlichen Nutzen man daher prüfen sollte; wobei man eben auch zu dem Ergebnis kommen kann, daß es (wie leuchtend gelber Wackelpudding) mehr schadet als nützt. Das ist eine ganz sachliche und nüchterne Angelegenheit, die mit Hysterie, Verschwörungen und UFOS nichts zu tun hat.


    Wann und wo schon mal nachweislich (!) eine "Masernparty" stattgefunden hat, möchte ich übrigens gern wissen. Ich kenne darüber nur Meldungen, die sich im Nachhinein als Zeitungsenten herausgestellt haben und es würde auch so gar nicht zu den mir bekannten Eltern passen, die ihre Kinder nicht bzw. selektiv haben impfen lassen.

    Zitat

    Ich verstehe aber nicht, wieso es gleich eine "Verschwörungstheorie" ist

    deswegen:

    Zitat

    Bei Trisomie 21 ist das natürlich Blödsinn und bei HIV auch

    Weil offensichtlich Blödsinn behauptet wird, um die Theorie zu belegen ;-)


    Und die Theorie vieler Impfgegner (sicherlich nicht aller) lautet, dass die Pharma Industrie die schweren Verläufe der Krankheiten nur erfindet, um ihre giftigen Impfstoffe an den Mann zu bringen.

    Zitat

    Ich weiß, es gibt Leute, die das glauben

    Genau. Und ich vermute, das sind zu einem guten Teil die gleichen Leute, die Impfen mit einer Trisomie in Verbindung bringen.

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    Sie gehen lediglich davon aus, daß es sich wie bei anderen Waren auch um ein Angebot handelt, das einem Gewinninteresse entspringt und dessen tatsächlichen Nutzen man daher prüfen sollte;

    Wenn du meine Beiträge hier liest, dann wirst du feststellen, dass ich genau dies für gut und richtig und auch notwendig halte. @:)


    Noch mal, eine Sache wird nicht dadurch zu einer schlechten Sache, dass jemand daran verdient, sie wird dadurch nur teurer.

    @ noirceur:

    ich finde, damit macht man es sich im Impf/nicht Impf-fall aber etwas zu einfach. Andere Meinung schön und gut, aber in diesem Fall betrifft und gefärdert die eigenen Entscheidung ja auch andere.


    Ich wäre dann dafür, dass nicht geimpfte Kinder dann z.B. nicht in die Kita dürfen, bzw. nur geimpfte Kinder aufgenommen werden. Eigene Meinung: ja, aber dann bitte auch die Konsequenzen tragen, damit man andere nicht gefährdet.


    Außerdem:

    Zitat

    Bei Masern wird auch offizielle angezweifelt, ob das derart möglich ist. Das liegt vor allen Dingen daran, dass sie nicht zu 100 Prozent wirksam ist und daran, dass sie aufgefrischt werden muss, was im Erwachsenenalter kaum kontrollierbar ist.

    Wieso ist das nicht kontrollierbar? ??? Jeder bekommt einen Impfpass und da kann man dann nachgucken, wann es wieder soweit ist.

    Zitat

    Ich wäre dann dafür, dass nicht geimpfte Kinder dann z.B. nicht in die Kita dürfen, bzw. nur geimpfte Kinder aufgenommen werden. Eigene Meinung: ja, aber dann bitte auch die Konsequenzen tragen, damit man andere nicht gefährdet.


    Außerdem:

    Das hielte ich dann aus epdemiologischer Sicht auch für unbedingt erforderlich, wobei natürlich immer noch die Frage bleibt was diesen Menschen das Recht gibt ihre eigenen Kinder zu gefährden?

    Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Impfungen gefährlich finde oder sinnvoll. Laut Verschwörungstheorien werden zwar die Krankheiten tatsächlich geimpft, aber gleichzeitig werden auch Stoffe injeziert, die einen erst viele Jahrzehnte später krank machen, so dass es der Pharmaindustrie dann Geld bringt.


    Wenn das aber wirklich so wäre, hätten das sicher schon einige menschenfreundliche Mediziner überprüft und öffentlich gemacht.


    Die Theorie dagegen ist wiederum, dass manche das auch gemacht hätten, aber solche Informationen von den Medien nicht verbreitet werden (dürfen).


    Wie auch immer. Ich wurde geimpft und bist jetzt hat es mir auch noch nicht geschadet. Deshalb würde ich auch mein Kind impfen lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Ein Impfstoff der vielleicht 40 Jahre später zu Beschwerden führt (oder auch nicht) ist sicher besser als ein Kind das in jungen Jahren schon schwer erkrankt weil es sich irgendwo ansteckt.

    bellagia, ich kenne niemanden, der behauptet, daß z.B. Masern nicht gefährlich verlaufen können und keine dauerhaften Schäden bis hin zum Tod auftreten können. Meines Wissens behauptet das noch nicht mal z.B. Tolzien, der ansonsten gerne mal übertreibt oder unlogisch wird. Dagegen habe ich schon in Dutzenden von Zeitschriften Artikel gelesen, die sehr stark suggerieren, daß Masern etc. in aller Regel sehr gefährlich verlaufen würden und daß es bei Impfungen dagegen nur um einen kleinen Piks ginge. So daß man ja völlig irre sein müßte, wenn man seine Kinder nicht impfen ließe. Es wird auch gern suggeriert, daß ein Zusammenhang zu Gleichgültigkeit, Vernachlässigung und mangelnder Bildung bestünde.


    Die Realität sieht aber so aus, daß unter Eltern mit höherer Bildung die Nichtimpferquote höher ist als unter Eltern mit geringerer Bildung. Das ist statistisch gut belegt.


    Ob das nachweislich so ist oder nur mein persönlicher Eindruck, weiß ich nicht, aber zumindest in meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden, der nach den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt spontan gesagt hat: Impfen, och nö, kein Bock irgendwie... Diese Leute fragen, lesen, lesen, fragen i.d.R. jahrelang und machen sich schlaflose Nächte. Und was da gelesen wird, reicht von tatsächlich seltsamen Internetseiten (die einem nun mal als erstes entgegenspringen, wenn man google bemüht - als überwiegend studierte Leute wissen diese Eltern Informationen aber ganz gut einzuordnen) bis zu wesentlich ausschlaggebenderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Man kann ja Studien direkt nachlesen. Außerdem gibt es Literatur, die nichts weiter tut, als statistische Daten zusammenzufassen.


    Umgekehrt kenne ich persönlich (!) niemanden, der seine Kinder nach gründlicher Information so hat impfen lassen, wie die StIKo das empfiehlt. Selektiv: Ja. Nach Impfplan:Nein. Wer in meinem Bekanntenkreis nach Impfplan hat impfen lassen, hat das mit der Begründung getan, daß es der Kinderarzt eben empfohlen hat, die beste Freundin hat es auch machen lassen und in Köln war neulich eine Masernepidemie und früher sind ganz viele gestorben, also gibt es da nicht viel zu überlegen.


    Ich sage ja nicht, daß das generell so sein muß, daß Impfeltern sich schlechter informieren. Sondern ich will damit begründen, wieso es mich stört, wenn immer wieder (und von manchen auch in diesem Thread, auch wenn vielleicht nicht von dir) behauptet wird, Nichtimpfer seien einerseits immer oder meistens "Fanatiker" und "Verschwörungstheoretiker" und andererseits seien ihnen ihre Kinder wohl egal und sie selbst einfach zu faul, die Impftermine einzuhalten.


    Ich stimme dir vollkommen zu, daß eine Sache nicht zu einer schlechten Sache wird dadurch, daß jemand daran verdient. Aber ich kenne auch niemanden, der das behauptet. Ich weiß aber auch, daß man eben nicht etwas verkauft, um anderen zu helfen, sondern man verkauft, um Geld zu verdienen. Und es ist einfach eine bekannte Tatsache, daß manchen Produzenten ziemlich egal ist, ob sie damit anderen schaden oder nicht, solange sie nur verkaufen können. Unzählige "Lebensmittelskandale" beweisen das ja, ebenso giftige Farbstoffe in der Kleidung und so weiter. Nichts davon wird verkauft, UM anderen zu schaden. Es ist den Herstellern schlichtweg egal. Finde ich auch gar nicht so skandalös, aber es ist meine Aufgabe als Kundin, Nutzen und Risiko abzuwägen. Schlimm finde ich aber, wenn mit der Angst der Eltern gespielt wird. Gerade hier im Thread zeigt sich ja bei einigen, daß das sehr gut zieht: "Wenn du dein Kind nicht impfen läßt, gefährdest du sein Leben! Impfen rettet Leben!" - Ob Impfen tatsächlich Leben rettet, ist bis heute nicht stichhaltig bewiesen. Es gibt Indizien dafür, das ist alles. Mögliche Gefahren des Impfens werden leider nicht zuverlässig dokumentiert, und bei den Angaben über komplizierte Verläufe fehlen meistens Informationen darüber, ob das Kind geimpft oder ungeimpft war und v.a. wie es behandelt wurde; so daß eine echte sachliche Abwägung unmöglich ist und man letztlich nur entscheiden kann, womit man besser leben könnte: Tod oder Behinderung wegen einer aktiven Tat oder wegen einer Unterlassung.