Wahrscheinlich mache ich mir jetzt Feinde, aber trotzdem muss ich es schreiben:


    Auch Immunsupprimierte und / oder Eltern mit immunsupprimierten Kindern sind für sich selbst bzw. ihre Kinder verantwortlich. Man kann die Verantwortung nicht auf andere abwälzen und von ihnen verlangen etwas zu tun, dass ihren Überzeugungen fundamental widerspricht und das mit einem (und sei es auch noch so kleinen) Restrisiko verbunden ist.


    Ich bin selbst seit meiner frühen Kindheit ständig immunsupprimiert. Die erste Impfung gegen Tetanus/Diphterie/Keuchhusten bekam ich noch, dann wurde ich krank. Ich bin zu einer Zeit geboren, als man Masern/Mumps erst im Alter vor 6 Jahren vor Schuleintritt impfte (und erst die Mädchen mit 12 Jahren zusätzlich gegen Röteln) - zu diesem Zeitpunkt lebte ich bereits mit der Niere meiner Mutter und war deshalb schwerst immunsupprimiert, was Impfungen unmöglich machte (zur damaligen Zeit waren auch Totimpfungen "verboten", mittlerweile gilt dies nur noch für Lebendimpfungen, d.h. MMR+Windpocken).


    Meine Eltern haben mir von Anfang an klar gemacht, dass ich für mich und mein Leben selbst verantwortlich bin. Seit ich denken kann, habe ich niemals ohne Atemschutzmaske und Desinfektionsmittel das Haus verlassen. Ja, es sind Einschränkungen (es ist unbequem, man wird dumm angesehen etc.), aber die sind wahrlich gering im Vergleich zu den Folgen, die Masern oder dergleichen für mich hätten. Röteln und Windpocken hatte ich noch als Baby bevor ich krank wurde, allen anderen Infektionskrankheiten konnte ich so aus dem Weg gehen. Mittlerweile bin ich 28 und nach zwei Nierentransplantationen derzeit wieder an der Dialyse. Und das, was mir meine Eltern von klein auf eingetrichtert haben und was mir in Fleisch und Blut übergangen ist, funktioniert immer noch: auf meiner Dialysestation lagen dieses Jahr schon mehr als 90 % der Patienten sowie gut die Hälfte des Personals mit Grippe flach, da ja dieses Jahr die Impfung nicht oder kaum schützt. Ich bin verschont geblieben.


    Ich selbst kann keine Kinder bekommen, für mich stellt sich also die Frage nach dem Impfen nicht. Mein Bruder hat eine entzückende 9 Monate alte Tochter, die mich bisher nur mit Mundschutz kennt, da sie noch nicht gegen Masern geimpft ist. Mein Bruder ist übrigens von Impfungen absolut überzeugt und doch ist / wird seine Tochter nicht laut StiKo-Empfehlungen geimpft. Warum? Mein Bruder sagte zu mir: Niemand konnte mir bisher eine Antwort auf die Frage geben, warum ich einen Säugling gegen Hepatitis B impfen lassen soll ... und ich habe darauf auch keine Antwort.


    Worauf ich hinaus will: Würde ich mir wünschen, dass alle ihre Kinder impfen lassen und wir es schaffen, Masern und andere Infektionskrankheiten auszurotten? Ja, und wie! Aber ich bin der festen Überzeugung, dass diese Entscheidung jeder für sich / seine Kinder treffen muss. Wer nicht geimpft werden kann, muss sich der Verantwortung für das eigene Leben eben auf andere Weise stellen, auch wenn das oft mit Einschränkungen verbunden ist - das ist nicht fair, aber das Leben ist nunmal selten fair. Ich könnte jedenfalls nicht damit leben, jemanden zu drängen sein Kind zu meinem Vorteil impfen zu lassen und dann ist gerade dieses Kind das eine aus 1 Million oder 10 Millionen Kindern, das einen schweren Impfschaden davonträgt. Dazu ist mir selbst das geringste Restrisiko noch zu groß, als dass ich diese Verwantwortung auf mich nehmen würde.

    Zitat

    warum ich einen Säugling gegen Hepatitis B impfen lassen soll ...

    das Robert-Koch-Institut meint dazu:

    Zitat

    ... Obwohl das Erkrankungsrisiko für Säuglinge ohne familiäre Risiken relativ niedrig ist, empfiehlt die STIKO seit 1995 die Hepatitis-B-Impfung allen Säuglingen und Kleinkindern. Dies ist u.a. darin begründet, dass sich für die selten auftretenden Krankheitsfälle bei Säuglingen und Kleinkindern ein besonders hohes Risiko für eine chronische Verlaufsform ergibt. Während es bei 10% der erkrankten Erwachsenen zu einem chronischen Krankheits­verlauf kommt, liegt der Anteil bei einer Erkrankung im Säuglings- und Kindesalter bei bis zu 90%. Nicht immunisierte Kinder sollten die Impfung, die sehr sicher und effektiv ist, jederzeit nachholen. Für Kinder von Müttern mit einer chronischen Hepatitis B bzw. von Müttern mit einem unbekannten Hepatitis-B-Status ist sogar eine Impfung direkt nach der Geburt dringend empfohlen.


    ...

    http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/HepatitisB/FAQ-Liste_HepB_Impfen.html


    Obs überzeugt? ":/ :)*


    Da ich denke, daß das "riskante" an Impfungen idR nicht die enthaltenen Erreger (zumindest bei Totimpfungen) sondern die Zusatzstoffe sind, hab ich die HepB eben mitgenommen wenn sie schon im Mix drin sind, als Extraspritze hätt ich sie wohl auch nicht geben lassen. Mir war wichtig daß Diphterie, Keuchhusten usw abgedeckt sind, ob das HepB nun sein muß, jenun, mich hats nicht gestört. Rota hab ich zb nicht impfen lassen, ua weils mir zu riskant war mich an dem Impfstoff anzustecken.


    Ich bin nach wie vor gegen schwarzweiß, es sind sicher nicht ALLE Impfungen superduper, ganz bestimmt gibts noch Optimierungsmöglichkeiten selbst bei den "bewährten", genausowenig wie man Impfungen grundsätzlich verteufeln braucht. Sicher gibts Schwarze Schafe in "der Pharma", genauso wie die StiKo auch nur aus Menschen besteht usw. Aber deshalb grundsätzlich alles über einen Kamm zu scheren? Das halte ich sowohl von der einen Seite als auch von der anderen nicht für einen sinnvollen Ansatz.

    "Ein paar schwarze Schafe"?


    Deine Gutgläubigkeit möchte ich haben.

    Zitat

    Auch die die Bundesländer beratende Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin steht immer wieder in der Kritik. Denn die Mehrzahl ihrer Mitglieder verfügt über gute bis sehr gute Verbindungen zur Pharmaindustrie. Seit einiger Zeit sind sie allerdings verpflichtet, diese Verbindungen in Form von "Selbstauskünften" offen zu legen. Ergebnis: Nur drei der 16 Experten sind "pharma-frei".

    http://www.berliner-zeitung.de/archiv/drei-who-experten-erhielten-geld-von-herstellern--auch-in-deutschland-halten-viele-grosse-naehe-fuer-unvermeidlich-pharma-industrie-umgarnt-impfberater,10810590,10721738.html


    Eine unabhängige Impfberatung kann so nicht stattfinden.

    Der ehemalige Geschäftsführer eines schwedischen Pharmakonzerns hat in einer Fernsehsendung über die Pharmaindustrie ausgesagt:


    "Sie verkaufen Ihnen gefährliche Medikamente um Geld zu machen, nichts anderes. Falls Sie denken, dass die Pharmaindustrie Medikamente auf den Markt bringt um Ihnen zu helfen... vergessen Sie es."


    (John Virapen)

    Zitat

    du dürftest dann wirklich nicht mal ne einfache Aspirin kaufen

    Meinst Du mich?


    Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Medikamente gekauft.


    Rezepte fliegen in den Papierkorb.


    Ich würde nur in lebensbedrohlichen Fällen Medikamente nehmen.


    Wenn ich mal krank bin, gebe ich meinem Körper eine Auszeit, Ruhe und Hausmittel.


    Damit hat er es immer noch alleine geschafft, gesund zu werden.

    Mal gucken ob du immernoch so redest, wenn du mal ernsthaft krank geworden bist. So ein Krebs geht mit viel Ruhe und Entspannung bestimmt auch weg. Wie grausam von der bösen Pharmaindustrie, Heilmittel zur Verfügung zu stellen. Auf die verzichtest du dann sicher dankend und stirbst lieber ohne böse Chemie im Körper nach wenigen Monaten, anstatt noch viele schöne Jahre leben zu können.

    Muss ich dringend meiner Schilddrüse erklären. Komm chi, du haust dich gleich daneben und dann kurierst du deinen Rücken mit ein paar Umschlägen aus und unsere Schilddrüsen fangen dann auch von alleine an wie geplant zu arbeiten. 8-) 8-)

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    Nun, eine "gute Verbindung" zu haben, macht für mich noch kein Schwarzes Schaf, außerdem sprach ich nicht von "ein paar", da ich nicht weiß wie viele es sind, obs einzelne sind oder die ganze Herde, who knows? Und hey, immerhin ~18% der Kommission sind pharmafrei, das reicht zwar nicht für die Mehrheit, und sicher würde ich es auch gut finden wenn der Prozentsatz höher bis 100% wäre, aber es sind immerhin offiziell unmanipulierte Leute, die da mitreden dürfen, überhaupt drin...


    Ich lasse wie gesagt auch nicht blind nach Stiko impfen, aber daß die gesamte Kommission eine Verschwörung ist, denke ich auch nicht.


    Ich bin selbst "in der Wissenschaft" tätig, und weiß wie schwer es an Forschungsgelder ranzukommen. Klar freut man sich, wenn man einen Geldgeber findet, und "die Pharma" hat nunmal Geld (für mich nicht, dafür ist mein Gebiet zu uninteressant ;-D ). Daran finde ich primär nichts verwerfliches, solang das Geld nicht dafür benutzt wird, die Forschung so zu verbiegen daß es dem Geldgeber paßt. Was natürlich oft genug vorkommt, weswegen ich einer Studie, die zB die DFG finanziert hat, generell mehr Glauben schenken kann, als wenn sie zB von Hexal kommt. Deswegen würde ich trotzdem nicht alle Wissenschaftler "mit Verbindungen" pauschal als manipuliert betrachten, ja, so gutgläubig bin ich wohl tatsächlich, wahrscheinlich weil ich an der Uni und nicht in der Industrie sitze, hier hat man sich an "gute wissenschaftliche Praxis" zu halten.


    Ich wiederhole mich, es gibt mehr als nur schwarz und weiß.


    Was mich interessieren würde: Welche Empfehlungen gibt es denn in anderen europäischen Ländern, und wie sind diese zusammengekommen? Ich habe darüber tatsächlich noch nie nachgedacht. :)D

    Au ja, genau! Ich werd meiner Schilddrüse brav zureden, doch nochmal um gut 10ml zu wachsen, das Narbengewebe abzuschütteln und dann werden wir ganz dicke Freunde ;-D Ach halt! Oh danae, lass mich raten, du wurdest irgendwann in deinem Leben schon mal geimpft? Weil, dann geht das leider nicht. Du bist dann fortan ein Hoffnungsloser Fall - so wie ich - im Land der hoffnungslos verimpften Menschen, die nie wieder gesund sein können.


    Außerdem haben wir Unmengen Aluminium im Gehirn und das macht selbstverständlich blöd. Find ich aber einerseits auch wieder gut, denn wenn man uns wegen zu viel Geblödel verwarnen möchte, kann ich einfach auf das Aluminium in meinem Hirn verweisen und die Schuld auf meine bösen Eltern und die bösen Kinderärzte schieben, die sich natürlich die größte Mühe gegeben haben, mir meine Gesundheit zu versauen, weil man damit ja so viel Geld verdient. Wait - What? %:|

    chi, [...]


    Ich kenne sehr viele Menschen in meinem Umfeld, die an Krebs gestorben sind.


    Sie haben alle die Schulmedizinische Behandlung mitgemacht und sind trotzdem gestorben.


    Die Chemotherapie hat noch nicht einmal eine Verbesserung der Überlebenszeit gebracht - ganz im Gegenteil.


    [Fachlich unhaltbare Behauptungen zur Chemotherapie durch die Moderation gelöscht]

    Ja! Ich bin total naiv - klar, hab ja auch unter ner Menge Aluminium zu leiden. Schrecklich sowas. Ich kenn einige Krebsfälle, ich hab welche in der Familie und im Freundeskreis. Ich weiß, was das ist und ich kenne auch einige Heilungschancen. Mein Schwiegerpapa wurde geheilt und hatte jetzt erst quasi 10jähriges "gesund sein" feiern können. Ohne die Behandlung wäre er nicht geheilt und ich hätte ihn nicht kennenlernen dürfen.


    Und wie ist es mit dir? Du lehnst die giftige Heilung dann ja ab, so wie ich das verstehe.

    chi


    Wir könnten uns ja zu einer Ausleitung entscheiden. Mit genug Vertrauen in die Selbstheilungskräfte wird der Körper mit der Chlorbleiche schon auskommen. %:| %:|


    Maulwürfin


    Ja und der Gründer von Apple hat es nur auf den Alternativen Wegen versucht und bereute dies am Ende ziemlich bitter. Krebs ist eine fiese Krankheit, richtig dreckig und eine Chemo harter Tobak. Allerdings sind die Bestrahlungsdosen in den letzten 30 Jahren drastisch zurück gegangen, man hat viel dazu gelernt, was nicht heißt, dass da nicht mehr geht. Chemo ist mein Albtraum, aber meine Dozentin kann ihren beiden Söhnen nur noch eben wegen der Chemo eine Mutter sein.