sorry, wurde gerade unterbrochen, und wahrscheinlich sind hier noch ein dutzend weitere Beiträge... Drum schreib ich hier normal auch nicht mit ;-D

    Zitat

    "Sie verkaufen Ihnen gefährliche Medikamente um Geld zu machen, nichts anderes.

    äh, ja? Und? Verkauft der Obsthändler Äpfel, damit ich gesund bleibe, oder damit er GEld verdient? Verkauft der Autohändler Autos, damit ich schneller fahren kann, oder damit er Geld verdient? Verkauft der Bettenverkäufer Matratzen, damit ich gut schlafen kann, oder damit er Geld verdient? Ist Geld verdienen moralisch verwerflich? Klar, wenns um Millardenbeträge geht wird nur noch selten sauber gearbeitet, aber ist deshalb "Um Geld zu machen" ein Argument an sich? ":/

    @ registrierterSenf

    Du kannst die eine Wissenschaft nicht mit der anderen vergleichen.


    Ich bin mir auch sicher, dass es viele Wissenschaftler gibt, die ihre Arbeit aus Überzeugung machen und etwas Gutes erreichen wollen.


    Die Pharmabranche ist etwas anderes.


    Das sind keine Familienbetriebe, keine kleine Firmen, das sind Konzerne. Es geht um Billionengewinne.


    Der einzelne Forscher hat keinen Einfluß. Der muss seine vorgegebene Arbeit machen oder er fliegt.


    Wenn es um Billionengewinne geht, dann sind viele Menschen beteiligt, die mit hohen "Prämien" bei der Stange gehalten werden und ihr Fähnchen nach dem Wind richten.


    Bei Gewinnen in Billionenhöhe schmerzt eine Ausgabe von einer Million nicht. Das fällt unter das Etat für die Vermarktung der Produkte.


    Die Universitäten, an denen Medizin studiert wird, erhalten ihre Mittel überwiegend von der Pharmabranche. Es ist kein Zufall, dass das Studium im Sinne der Industrie gestaltet wird.


    So werden die angehenden Mediziner gleich in die richtige Richtung gebracht.


    Wer das nicht glauben mag, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

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    Wahrscheinlich mache ich mir jetzt Feinde …

    Ich nehme es nicht persönlich ;-)

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    Auch Immunsupprimierte und / oder Eltern mit immunsupprimierten Kindern sind für sich selbst bzw. ihre Kinder verantwortlich. Man kann die Verantwortung nicht auf andere abwälzen …

    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Autorin diesen Aspekt auf die leichte Schulter nimmt und Verantwortung abwälzen möchte. Sie möchte andere Möglichkeiten, Menschen zu schützen, als sie vom öffentlichen Leben auszusperren.

    Zitat

    … und von ihnen verlangen etwas zu tun, dass ihren Überzeugungen fundamental widerspricht und das mit einem (und sei es auch noch so kleinen) Restrisiko verbunden ist.

    Hier ist für mich das Problem: der irrationale Umgang mit Risiken. Bevor geimpft wurde, erkrankten fast alle Kinder an Masern. Die Sterblichkeit wird mit 300-1000 pro Million Erkrankte angegeben (Quelle). Wenn wir von 500 Todesfällen pro Million ausgehen, dann heisst das: in einer ungeimpften Bevölkerung stirbt 1 Kind von 2000 an Masern. Dieser Zahl gegenüber steht das Risiko, an der Impfung zu sterben: weniger als 1 pro Million.


    Nicht nur die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalls, sondern auch die einer Komplikation ist bei der Erkrankung um ein Vielfaches höher als bei der Impfung, ebenfalls hier nachzulesen.


    Werden diese Zahlen nicht von den Imfgegnern zur Kenntnis genommen? Oder denken sie, dass für ihre Kinder andere Wahrscheinlichkeiten gelten?


    Ich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass eine gesetzliche Impfpflicht bestehen soll. Aber ich finde es auch nicht in Ordnung, dass diejenigen, die durch die vermeidbare Erkrankung von anderen gefährdet sind, einfach schön zuhause bleiben oder im Wald spazieren gehen sollen.

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    So werden die angehenden Mediziner gleich in die richtige Richtung gebracht.

    das mag gerne sein, sehn wirs ja am Beispiel Pille, wie die von vielen Gyns als Lifestyleprodukt und nicht als Medikament an die Frau gebracht wird. Ich glaube trotzdem gern an den Weihnachtsmann bzw daß NICHT ALLE MEdiziner/Forscherusw käuflich sind sondern manche noch ihr Hirn einschalten. Unsere alte Kinderärztin macht zB auch Impfberatungen, und meinte, als ich sagte, kein Rota, Windpocken wenn dann später, sie müsse offiziell nach Stiko beraten, aber sie hätte ebenso entschieden, weil blablabla, genau die Argumente die ich auch zusammengetragen hatte um die evtl vorzubringen falls sie sich an Stiko halten will...


    Um mich nochmal zu wiederholen und dann aus dem Faden wieder auszusteigen: Nur weil die Stiko oder wer auch immer nicht unabhängig ist (was natürlich zu bevorzugen wäre wenn doch), heißt das nicht daß das nur geschmierte Marionetten sind und alles Schwachsinn wäre. Die Studien nach denen die ihre Entscheidungen fällen kann man ja einsehen (oder??) und danach entscheiden, ob man den Studien traut oder nicht bzw überzeugend findet oder nicht, was will man als "Laie" denn sonst machen? Alle sind böse rufen ist auch keine Lösung. Es gibt mehr als nur schwarz und weiß. *:)

    In nem anderen faden schreibt auch jemand medizinische berufe macht man nicht um Geld zu verdienen sondern um zu helfen... er wurde zum Glück ausgelacht..


    Und hier ebenso. Natürlich sind pharmakonzerne wirtschaftsunternehmen. .die Chemiker arbeiten nicht für lau und die Entwicklung eines Medikamentes oder Impfstoffs Kann bis zur Zulassung Milliarden kosten.. schon komisch das die dann auch Geld erwirtschaften wollen um die Kosten zu tragen... sehr seltsam im Supermarkt Krieg ich ja alles gratis.. lach


    Das du überhaupt keine Medikamente nimmst passt zu meinem Bild von dir. Da bleibt nur zu beten das du nie wirklich krank wirst.

    @ registrierterSenf

    Wer hat geschrieben, dass Geldverdienen verwerflich ist? Jeder muss von etwas leben.


    Aber jeder Kunde weiss, dass Firmen Geld verdienen wollen, dass sie ihre Waren als besonders gut darstellen.


    Als Verbraucher bleibt man meistens kritisch. Bei der Pharmaindustrie ist das scheinbar anders.


    Die wird in einen heiligen Glorienschein gehüllt.


    Wie kann man so naiv sein?


    Der einzelne Wissenschaftler möchte vielleicht nur Medikamente entwickeln, die besonders gut verträglich sind. Dem Konzern der Pharmariesen ist das egal.


    Nochmal zur Erinnerung:

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    Etwa Schmerzmittel wie Vioxx, von denen bekannt war, dass sie ein Herzinfarktrisiko darstellen und zum Tod führen können. Vioxx kam ohne ausreichende klinische Dokumentation auf den Markt, weshalb Merck vor Gericht stand und 2011 immerhin 950 Millionen Dollar zahlen musste.


    Wissenschaftler der Food and Drug Administration (FDA), also der US-Zulassungsbehörde, haben geschätzt, **in den USA könnte Vioxx bis zu 56 000 Patienten getötet haben . . .

    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631


    Das ist kein Einzelfall, sondern Alltag.


    Wenn etwas vor Gericht landet, dann zahlt die Pharma halt die 950 Millionen Strafe und nimmt das strittige Produkt vom Markt.


    Das Geld hat sie doch vorher schon tausendfach verdient mit dem Medikament.


    Das ist alles einkalkuliert.


    Leute, wacht mal aus eurem rosaroten Traum auf!

    Zitat

    Die Studien nach denen die ihre Entscheidungen fällen kann man ja einsehen (oder??) und danach entscheiden, ob man den Studien traut oder nicht bzw überzeugend findet oder nicht, was will man als "Laie" denn sonst machen?

    Als Laie, und das sind nun mal die Allermeisten, ist man kaum in der Lage, irgendwelche Studien zu beurteilen. Und wenn die Ärzte offizell nach Stiko beraten müssen (das alleine finde ich schon dubios) und die Stiko offensichtlich nicht unabhängig ist, dann ist man als Laie letztlich ziemlich allein gelassen.

    Zitat

    Verkauft der Obsthändler Äpfel, damit ich gesund bleibe, oder damit er GEld verdient? Verkauft der Autohändler Autos, damit ich schneller fahren kann, oder damit er Geld verdient? Verkauft der Bettenverkäufer Matratzen, damit ich gut schlafen kann, oder damit er Geld verdient? Ist Geld verdienen moralisch verwerflich?

    Im Grunde sagst du mit deinem Beitrag das Gegenteil von dem, was du sagen wolltest. ;-D


    Ganz recht, sie alle, einschließlich der Pharmaindustrie, üben ihre Tätigkeiten aus, um Geld zu verdienen. Das bedeutet, sie verfolgen ihre Interessen und nicht deine oder die ihrer Kunden. Und deshalb ist Misstrauen durchaus angebracht.

    Zitat

    Meine Freundin hat überlebt, sie hat seit 30 Jahren schwer mit den Folgen der Chemotherapie zu tun.


    Sie hat zwar keinen Krebs mehr, aber sie ist nun schwer krank.


    Maulwürfin

    Was wäre denn deine Empfehlung für sie gewesen?

    Zitat

    Ich glaube trotzdem gern an den Weihnachtsmann bzw daß NICHT ALLE MEdiziner/Forscherusw käuflich sind

    registrierterSenf


    Nochmal:


    Ich halte sehr viel von der Schulmedizin, wenn sie unabhängig ist.


    Ich habe in meinem vorigen Beitrag extra betont, dass nicht der einzelne Mediziner oder Forscher verantwortlich zu machen ist. Die Konzerne sind so mächtig, dass sie nur wenige Menschen gut bezahlen müssen, die den entsprechenden Einfluß im Gesundheitswesen haben.


    Die Mediziner wissen gar nicht, dass sie eigentlich von der Pharmaindustrie ausgebildet wurden.


    Sie glauben, dass sie im Sinne der Wissenschaft ausgebildet wurden.


    Nur langsam wird einigen bewusst, dass es anders ist.

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    Nur weil die Stiko oder wer auch immer nicht unabhängig ist (was natürlich zu bevorzugen wäre wenn doch), heißt das nicht daß das nur geschmierte Marionetten sind und alles Schwachsinn wäre.

    Du kannst davon ausgehen, dass die Stiko das empfiehlt, was auf den Markt kommen soll.


    Zum Beispiel die HPV-Impfung wird immer noch von der Stiko empfohlen, obwohl etliche Professoren div. Universitäten ausdrücklich neue Studien fordern, weil der Nutzen der Impfung nicht belegt wurde und die Risiken heruntergespielt wurden.


    Die Impfung bringt dem Hersteller pro Jahrgang junger Frauen eine halbe Milliarde Euro.


    Was kann man da ausgeben, um 13 Mitglieder der Stiko von der Notwendigkeit der Impfung "zu überzeugen"?


    Selbst 500.000 Euro pro Mitglied würde nicht weh tun.

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    Ganz recht, sie alle, einschließlich der Pharmaindustrie, üben ihre Tätigkeiten aus, um Geld zu verdienen. Das bedeutet, sie verfolgen ihre Interessen und nicht deine oder die ihrer Kunden. Und deshalb ist Misstrauen durchaus angebracht.

    So weit, so richtig.


    Und deshalb ist die pharmazeutische Industrie die am stärksten kontrollierte und regulierte Branche überhaupt, vielleicht knapp hinter den Herstellern von Atomwaffen.


    Arzneimittel unterliegen einer staatlichen Zulassungspflicht. Keineswegs dürfen Unternehmen Arzneimittel nach gutdünken auf den Markt bringen. Zuständig ist das BfArM

    Zitat

    Und deshalb ist die pharmazeutische Industrie die am stärksten kontrollierte und regulierte Branche überhaupt

    Ganz im Gegenteil. Sie kontrolliert sich selbst und ist im bereits genannten sehr lesenswerten Link zurecht als Mafia bezeichnet.


    http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/kritik-an-arzneimittelherstellern-die-pharmaindustrie-ist-schlimmer-als-die-mafia-1.2267631

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    Eigentlich bin ich schon weg

    Zitat

    Im Grunde sagst du mit deinem Beitrag das Gegenteil von dem, was du sagen wolltest. ;-D

    Findest Du? ":/ Ich wollte sagen daß jeder Geld verdienen will, und wir somit alle schlecht und böse sind, bzw daß deshalb "geld verdienen wollen" kein alleinstehendes Argument ist. Natürlich ist Mißtrauen angebracht, hab ja auch nichts anderes gesagt? Ich glaub nicht daß ALLE böse sind, genausowenig wie ALLE gut sind, lalala, es gibt mehr als schwarz und weiß. Und grade weil die Mehrheit im Studienjungel NICHT zurecht kommt finde ich es gut, daß es so was wie die Stiko gibt die eine gewisse Vorauswahl trifft, nicht um ihr blind zu trauen, sondern daß man was hat von dem man anfangen kann. Natürlich ists schöner wenn die KOmmission unabhängig ist, aber "die sind alle böse" rufen ändert an dem Mißstand doch genauso wenig?! In dem Zusammenhang interessiert mich wirklcih, wie andere Länder das regeln, aber da muß ich wohl selber recherchieren. :)D


    ich bin iü für ein Gesundheitssystem (gabs im Alten China?), wo der Arzt so lange bezahlt wird wie man gesund ist, sobald man krank ist kriegt er kein Geld mehr. DANN würden sich die Ärzte wirklich um die Gesundheit ihrer Patienten bemühen. ;-D