Ausserdem kriegst du ohne definierte Diagnose keine Zuschüsse oder Helfer bewilligt...und DAS kann sich verdammt schnell als Riesenproblem rausstellen - wenn du dann nämlich Monate auf Termine warten musst und deshalb kein Geld kriegst oder siehst wie dir die betreuten Schulplätze (oder Kiga) "davonlaufen" weil du dann erst draufkommst dass du eine Grunddiagnose brauchst....


    Und dann sagt keine Behörde "Och, das haben Sie nicht gewusst? Keine Sorge...da kann man noch was machen!"....


    Da hast du dann erst mal Pech gehabt.... :=o

    Liebe HolliWood,


    Ich finde es super, dass du auf den Rat des Kinderarztes gehört hast einfach erstmal abzuwarten. Bei Kindern wächst sich sehr, sehr vieles tatsächlich aus und es ist nicht sinnvoll mit jedem Schnupfen zu allen Spezialisten zu rennen. Bei deinem Sohn denke ich hingegen wäre es womöglich angebracht ihn medizinisch anzuschauen. Was mich stutzig macht ist die andauernde Appetitlosigkeit von der du berichtest wie auch dass er zeitweise gar nicht mehr mit dir spielen wollte. Das sind eigentlich zwei Warnzeichen für mögliche körperliche Beschwerden die über die üblichen Variabilitäten zwischen Kindern hinausgehen. Hast du deinem Kinderarzt von der Appetitlosigkeit erzählt?


    Zudem würde mich auch interessieren: Bist du von Anfang an mit deinem Sohn beim selben Kinderarzt? Denn ob der Arzt das Kind von Geburt kennt oder nicht macht einen riesigen Unterschied. Kinder kann man sehr schwierig punktuell beurtselbst erlebt hat könnte er ihn falsch beurteilen.


    Hast du eine Wachstumskurve mit Grösse und Gewicht deines Sohnes? Wäre es vielleicht möglich ein Bild davon hochzuladen? Wenn er normal wächst ("normal" bedeutet wieder, dass er seine Kurve schön hält, das kann man nicht punktuell beurteilen) ist das schon gut und es deutet auf etwas psychisches hin, wenn er jedoch in seiner Kurve abgefallen ist deutet das darauf hin, dass tatsächlich körperlich mit ihm etwas nicht in Ordnung ist.


    Ich finde es wirklich toll, dass du dich nicht auf etwas körperliches versteifst sondern abwarten kannst ob es sich auswächst. Es gibt genügend Eltern die das Gefühl haben, man müsse doch die Probleme ihres Kindes körperlich erklären können und dabei verpassen ihr Kind so zu akzeptieren wie es ist. Aber bitte vertraue auch deinem mütterlichen Bauchgefühl und lass deinen Sohn medizinisch abklären um nicht etwas zu verpassen. Mir fallen spontan mindestens zwei körperliche Dinge ein die er haben könnte und seine Symptome erklären könnten. Damit meine ich nicht seltene Krankheiten sondern Krankheiten, die bei Kindern durchaus häufig vorkommen.

    Zitat

    Kinder kann man sehr schwierig punktuell beurtselbst erlebt hat könnte er ihn falsch beurteilen.

    Korrektur: Kinder kann man sehr schwierig punktuell beurteilen. Wenn der Kinderarzt die Verschlechterung nicht selbst erlebt hat könnte er deinen Sohn unter Umständen falsch einschätzen.

    naja,


    aber das Gegenteil von "sich auswachsen" ist doch Regression - und das ist eine der Hauptauffälligkeiten am Kinde, warum die Mutter hellhörig ist.


    Und ich finde, als Muter eines Autisten, auch zu Recht. Mir wäre die Diagnostik drei Jahre früher im Nachhinein lieber gewesen - hätte uns einiges erspart. Und meinem Sohn auch.

    Dann ist das in meinem Beitrag falsch rüber gekommen. Viele Dinge wachsen sich aus, aber in HolliWoods Fall jedoch ist genau wie du sagst die Regression besorgniserregend und deshalb würde ich hier nicht darauf warten, dass es sich auswächst.


    Ich rate ebenfalls dazu vernünftige Diagnostik zu betreiben, Autismus ist nur eine von mehreren möglichen Diagnosen.


    Regression in der Entwicklung, Appetitlosigkeit und Verlust des Spieltriebs sind drei Warnzeichen die man nicht ohne Erklärung ignorieren sollte.

    Hallo yelectra. Mein Sohn hat schon immer schlecht gegessen, nur zur Zeit ist es besonders schlecht. Er isst hauptsächliches weiches Brot oder im Kindergarten ein bisschen. Welche Krankheiten meinst du denn?

    Zitat

    Hallo yelectra. Mein Sohn hat schon immer schlecht gegessen, nur zur Zeit ist es besonders schlecht. Er isst hauptsächliches weiches Brot oder im Kindergarten ein bisschen. Welche Krankheiten meinst du denn?

    Ich habe etwas neurologisches und etwas immunologisch/gastroenterologisches im Sinn, aber ich möchte nicht näher darauf eingehen um nicht weitere Spekulationen loszutreten. Niemand hier kann per Forum sagen, was dein Sohn hat. Das kann nur ein Arzt. (Wobei das natürlich auch nicht immer möglich ist und vom Arzt abhängt, aber das ist ein anderes Thema.)


    Wie auch schon jemand vor mit erwähnt hat ist es sowieso am besten du hast eine Diagnose eines Arztes damit allfällige Kosten von der Krankenkasse getragen werden.

    Zitat

    Und ich finde, als Muter eines Autisten, auch zu Recht. Mir wäre die Diagnostik drei Jahre früher im Nachhinein lieber gewesen - hätte uns einiges erspart. Und meinem Sohn auch.

    Die meisten Regierungspräsidien lassen mittlerweile Unikliniken eine alternative Testung durchführen, wenn Eltern (privatversichert gerne auf Kosten der Solidargemeinschaft) Diagnosen über erfundene Diagnosen (Asperger als Grund für schulische Minderleistung) schulisch geltend machen wollen.


    Autismus ist natürlich in der "richtigen" Form eine wirkliche Störung.


    Aspergerautismus ist derweil einfach keine Krankheit, die man vor 17 Jahren diagnostiziert hätte. Eine Verhaltenstherapie ,"um jemandem in die Augen zu schauen ",ist schon aufgrund der NW der Psychotherapie nicht ratsam. Die einzige therapeutische Aktion ,die mir bei Asperger einfällt, ist in diesem Falle eigentlich sinnlose Pschotherapie, da der Asperger ja von Natur aus besser an die Umwelt angepasst ist.

    @ Mischtechnik

    Hast du dir den ganzen Faden durchgelesen?


    Hier geht es darum, dass eine Mutter sich Sorgen macht um ihren Sohn und wissen will, was mit ihm los ist. Und Autismus ist nun mal eine Erkrankung, die nicht jeder Arzt gut erkennen kann und wo man sich an Profis wenden sollte.


    Und eine gesicherte Diagnose ist, wenn es Autismus sein sollte, nun mal für die weitere Förderung des Kindes zwingend notwendig.

    @ Mischtechnik,

    Zitat

    Die meisten Regierungspräsidien lassen mittlerweile Unikliniken eine alternative Testung durchführen, wenn Eltern (privatversichert gerne auf Kosten der Solidargemeinschaft) Diagnosen über erfundene Diagnosen (Asperger als Grund für schulische Minderleistung) schulisch geltend machen wollen.

    sorry, aber wo kommt dein Ärger über Ärzte her? In nahezu jedem Faden, in dem ich etwas von dir lese, beschwerst du dich entweder über das Unwissen deutscher Mediziner oder über Diagnostiken oder Behandlungen "auf Kosten der Solidargemeinschaft".


    In speziell diesem Faden wäre es sicher nützlich gewesen, wenn du den ganzen Faden und auch die vorherigen Fäden der TE gelesen hättest. Hier sucht eine Mutter Hilfe. Und nein - sie möchte sich nicht irgendwelche Diagnosen oder Behandlungen auf Kosten der Solidargemeinschaft erschleichen.

    wie schreibt man hier ein at?


    Ich will nur ausdrücken, dass es einen Unterschied zwischen AspergerA und normalem Autismus gibt.


    Bis vor ein paar Jahren waren Autisten absolute Ausnahme.


    Für AspergerA ist auch die "Diagnose" nicht für die "Förderung des Kindes" notwendig.


    Unter gleichem Vorwand bekommen 99 Prozent der ADHSler Medikamente einfach um bessere Noten zu bekommen, obwohl die Erkrankung nicht valide festgestellt werden kann.


    (Jeder lernt auf Ritalin schneller und wenn alle dopen, wie das mittlerweile in manchen Alterskohorten dank Helicoptermamas eben der Fall ist, dann muss man sich schon überlegen, ob eben alle was einwerfen sollen, sodass die Abstände wieder stimmen)

    Mischtechnik, mir erschließt sich der Sinn deiner Postings nicht?! Merke, wie gerade Wut in mir aufsteigt.


    Holliwood macht sich Sorgen um ihren Sohn und darüber, was das richtige für ihn ist. Deine Haltung zum Thema Diagnostik bringen sie kein Stück weiter. Und ja, zwischen Asperger-Autismusvund frühkindlichen Autismus liegt ein Unterschied. Nichts desto trotz ist eine vernünftige Diagnostik unerlässlich, um in der Zukunft vernünftig und dem Störungsbild entsprechend zu handeln.


    Wenn ich deinen letzten Post lese, Mischtechnik, dann kommt bei mir an, dass du der Meinung bist, viele Diagnostik en fänden nur statt, um sich ungerechtfertigte Vorteile zu erschleichen. Den Eindruck habe ich bei der TE nicht. Im Gegenteil, sie macht sich sehr viele Gedanken darüber, ob sie diese ihrem Sohn zumuten kann oder soll. Jemand, der nur auf die Vorteile aus ist, würde vermutlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um möglichst schnell in den Genuss der Vorteile zu kommen.

    Zitat

    Merke, wie gerade Wut in mir aufsteigt.

    In mir auch sunny... aber ich hatte inzwischen 17 Jahre Zeit mir das Diskutieren mit Leuten die sich nur wichtig machen abzugewöhnen...


    Muss man ignorieren...genauso wie die Leute die z.B. einen 6Jährigen im Kaufhaus anreden warum er noch eine Windel trägt... :(v