Das hatte ich ja schon erfragt und man könnte es mir nicht genau erklären. Man könnte das erst nach dem erstgespräch einschätzen, welche Stationen mit eingebunden werden müssten.


    Heute morgen habe ich mit der Erzieherin von ihm gesprochen und auch ihr fällt einiges auf. Sie konnte mir konkrete Momente nennen, so wie ich sie zuhause auch sehe. Weil es generell ein etwas anderer Kindergarten ist, der auch behinderte Kinder aufnimmt, gibt es dort eine Heilpädagogin, die in solchen Fällen auch in die Gruppe kommen kann und das Kind beobachtet, bzw Kontakt aufnimmt. Mein Mann und ich haben das auch besprochen und werden es wohl in Anspruch nehmen. Einfach um nochmal eine Meinung einzuholen. Die Erzieherin selbst würde auch warten, alleine um ihm die Chance zu geben erstmal anzukommen. Das sehe ich auch so.

    Das mit der Heilpädagogin finde ich super! Das bringt sicher nochmal Ruhe rein und das mit dem Bauklotz, also so wie krille meint, würde ich auch mal versuchen. Meine hat zeitweise auch Probleme gehabt zu sprechen, gerade wenn sie unter Druck stand. Da hab ich sie klatschen lassen, rechte hand einschlagen hieß "ja", linke "nein" und so haben wir uns durch Fragen gearbeitet. Mühsam, aber besser als raten und es fiel ihr viel viel leichter so.

    Die Idee mit dem Klotz finde ich auch super. Nur ist er vom Verständnis her noch absolut lange nicht so weit, dass ich ihm dass verständlich machen könnte. Er teilt sich auch nicht mit wenn er sich wehtut. Nur wenn er sich wirklich stark verletzt weint er und kommt zu mir.

    Ja, das kommt mir bekannt vor, nicht so ausgeprägt, aber die Grundtendenz. Ich würde es trotzdem versuchen. Meine hat mich sehr überrascht, ich hätte damals nie geglaubt das sie versteht was ich sage und von ihr will, aber das hat sie sehr gut. Sie konnte sich nur nicht ausdrücken und deshalb dachte ich immer sie versteht nicht. Sie muss damals sehr frustriert gewesen sein, nehme ich ihren heutigen Frust als Maß wenn sie mal wieder ins Schweigen rutscht.

    Ich versuche es mal. Aber ich glaube nicht, dass es klappen wird.


    Heute hat er einem jungen ein schweres Holzpferd ins Gesicht geworfen. Nicht um ihm wehzutun. Er hat es nicht gemerkt, dass es dem anderen Kind wehtat, hat nichtmal hingeschaut. Als der Junge geweint hatte, hat er auch nicht hingesehen und ist weggegangen als wäre nichts gewesen. Ich bin froh, das ich heute morgen mit seiner Erzieherin gesprochen habe, sodass sie darauf passend eingegangen ist. Mir tat der Junge so leid.

    Nach allem, was ich gelesen habe, fällt mir nur ASS ein. Ich bin selber betroffen (Asperger-Syndrom), wurde aber erst mit 58 Jahren diagnostiziert, nachdem mir mein Mann nahegelegt hatte, mich um eine Diagnose zu bemühen. Probleme im sozialen Miteinander hatte ich immer.


    Dass man dem anderen nicht direkt in die Augen schaut, hat natürlich rein gar nichts mit Angst zu tun. Die Augen sagen mir aber nichts. Deshalb schaue ich in Gesprächen vor allem auf den Mund. Da man mir eingetrichert hatte, wie wichtig es ist, einem anderen in die Augen zu schauen, gucke ich oft in wichtigen Situationen zwischen die Augen. Mein Gegenüber merkt das nicht.


    Ich finde, Du machst alles richtig. Zum Glück gibt es heute ganz andere Möglichkeiten und Kenntnisse als früher. Als Kleinkind spielte ich fast immer alleine. Lt. meiner Mutter wehrte ich mich vehement, wenn sie mir zu nahe kam. Gesprochen hatte ich nur selten. Mit 3 Jahren zeichnete ich aber schon perspektivisch, und mit 4,5 konnte ich lesen, mit 7 Jahren entwickelte ich die erste Geheimschrift, die in den Folgejahren noch ausgebaut wurde.


    Sobald zusätzlich zu den anderen Auffälligkeiten derartige Spezialinteressen deutlich werden, sollte ASS sicher sein.


    LG

    Ein Versuch kann nicht schaden. Gerade wenn er sich so schwer mit Kommunikation tut könnte es ja auch sein das es ihn sehr erleichtert wenn er einen klaren Weg gezeigt bekommt. Und wenn nicht seit ihr deswegen ja nicht weniger weit als vorher. :)_

    Er ist heute zuhause geblieben. Bzw. habe ich es versucht ihn hinzubringen. Er wollte sich schon nicht anziehen lassen und auf dem Weg zum Kindergarten hat er ein paar Meter vor dem Tor erbrochen. Ich bin dann schnell mit ihm nach Hause, habe ihn gebadet und ins Bett gesteckt. Seither hat er nicht mehr gebrochen und isst wieder normal. Morgen früh werde ich es nochmal versuchen. Erbricht er wieder oder ist wieder komisch, muss ich mit der Erzieherin sprechen

    Hallo Holliwood. Ich habe hier schon eine ganze Weile nicht mehr reingesehen und geschrieben. Umso mehr bin ich gerade schockiert, daß Du offenbar mit der Diagnostik immer noch kein Stück weiter bist. Weder SPZ noch Neurologe oder Psychologe? Immer noch nur der Kinderarzt, der so gerne abwartet? Der Thread hier ist vom September. Seidtdem NICHTS? Was ist los mit Dir? Du machst ansich nicht den Eindruck, daß Dir dein Kind egal ist. Trotzdem ignorierst Du das Problem konsequent und meinst, das alles sich von alleine löst?


    Ein Gespräch mit dem Psychologen ist nichts, was das Kind belastet. Im Gegenteil, unser Sohn hat sich von Anfang an dort endlich mal verstanden gefühlt. Gleichzeitig ist der Psychologe in der Lage Euch unendlich viel an Hilfe zu geben. Er kann Euch erklären, was in dem Kind vorgeht, warum und vor allem wie man damit umgeht. So umgeht, daß es für das Kind leichter wird und auch für seine Umgebung. Diese Ausbildung haben Kindergärtner nicht. Und auch nicht der Kinderarzt. Und ich schon gleich gar nicht.


    :(v

    Diese Aussage gerade ist etwas unfair. Ich ignoriere keinesfalls die Situation, im Gegenteil. Ich habe gestern schon geschrieben, dass ich die Heilpädagogin mit ins Boot ziehen möchte und ihre Einschätzung hören möchte. Auch die Ohrenärzten, die öfter damit zu tun hat, hat mir gesagt, dass eine Vorstellung beim SPz und phoniologen nur geringen Erfolg haben wird. Er ist einfach so klein und überall wird einem auch mitgeteilt, dass es in seinem Alter sehr sehr schwer ist, so etwas zu diagnostizieren. Das ist der Grund, warum wir zunächst den einfacheren und für ihn angenehmeren weg gehen.

    1. das SPZ ist für Dein Kind KEIN unangenehmer Weg - offenbar eher für Dich.


    2. sollen doch bitte die Spezialisten im SPZ selbst entscheiden, ob ihr da an der richtigen Stelle seit. Und nicht irgendwelche selbsternannten Auskenner. Hast Du eine Ahnung, was für teilweise undurchsichtigen Vernetzungen im Gesundheitssystem es gibt. Da überweist A grundsätzlich zu B, auch wenn vielleicht C die richtige Wahl wäre für den speziellen Fall...


    Hör auf, Dir irgendwelche Rechtfertigungen zurecht zu legen, und geh ins SPZ. Dort sind Spezialisten verschiedener Disziplinen, die sich gemeinsam (!!!) ein umfassendes (!!!) Bild machen. Alles andere ist bei dem, was Du über Wochen und Monate hier beschreibst, nur Zeit- und Ressourcenverschwendung.

    Ich krieg auch schön langsam das Gefühl du schämst dich für deinen Kleinen und ziehst das Ganze in die Länge....


    Hast du jetzt einen Termin im SPZ gemacht oder nicht?


    Versteh mich nicht falsch, ich kenne das Gefühl....mehr als mir lieb ist - aber ihr tut euch keinen Gefallen mit diesem Rumgeeiere....!


    Die wissen durchaus wie sie Kleinkinder einschätzen - mein Kleiner war übrigens 14 Monate als er das erste mal "durchgecheckt" wurde...das geht....glaub's mir....


    Oder hast du Angst es kommt was raus was nicht soll?


    Ich meine das NICHT BÖSE...aber du scheinst einen kleinen Tritt zu brauchen.... :-X Ihr verliert verdammt wertvolle Zeit - und auch unnötig Nerven....


    Lg Lieselotte

    Zitat

    Auch die Ohrenärzten, die öfter damit zu tun hat, hat mir gesagt, dass eine Vorstellung beim SPz und phoniologen nur geringen Erfolg haben wird.

    Die HNO-Ärzte überschätzen hier ihre Kompetenz "ein klein wenig". :-o

    Zitat

    Ich habe gestern schon geschrieben, dass ich die Heilpädagogin mit ins Boot ziehen möchte und ihre Einschätzung hören möchte.

    Einschätzungen von jemanden, der sich euren Sohn "mal so anguckt" bringen euch leider nicht weiter. Im Gegenteil, sie können fatal sein, wenn sie in eine falsche Richtung gehen und ihr euch vorerst darauf stützt.




    Ich persönlich finde, eine frühe Diagnostik muss nicht sein ??unser Sohn war auch schon immer auffällig und speziell, wir haben das aber erst mitSchuleintritt in Angriff genommen. Für uns hat es so ganz gut gepasst. Jetzt würde ich aber auch dazu raten, es etwa 6-12 Monatenvor Schulbeginn zu klären, einfach um mit Klarheit für alle Beteiligten in die Schule zu starten.??, aber nachdem dir bereits einzelne, nicht unbedingt ungewöhnliche Handlungen deines Sohnes Sorgen bereiten und dich das Thema sehr beschäftigt, würde ich auch zu einer umfassenden und zeitnahen Abklärung raten. Findet raus, wie ihr euren Sohn unterstützen könnt! Aber nicht indem ihr mal mit dem redet, mal mit dem, sondern im Rahmen einer disziplinübergreifenden Diagnostik durch erfahrene Fachleute!

    Zitat

    Ich habe keine Angst davor, dass er autist sein könnte. Mir macht nur Angst, was damit einhergehen könnte.

    Dass was damit einhergehen würde, ist doch das was ihn dann zum Autisten machen würde.


    Wäre es nicht besser, endlich Gewissheit zu haben?

    Zitat

    2. sollen doch bitte die Spezialisten im SPZ selbst entscheiden, ob ihr da an der richtigen Stelle seit. Und

    Die Spezialisten - und er wurde von mehreren untersucht - haben keine Diagnose gestellt. Es war viel zu früh, nur Beobachtungen mitgeteilt, die ich selber schon gemacht hatte. Es war ein absolut sinnloses Unterfangen.

    Zitat

    1. das SPZ ist für Dein Kind KEIN unangenehmer Weg - offenbar eher für Dich.

    Doch, das war es sehr wohl.

    Holliwood

    Ich finde, du machst es genau richtig.

    Mein grosser Sohn wurde (nachdem er mit 20 Monaten immer noch nicht lief geschweige denn wirklich krabbelte) von unserem Kinderarzt auf die Füsse gestellt, es wurde gesagt "die Fussstellung ist normal - ist halt ein Bub, die sind manchmal langsam!"....damit wurde ich nachhause geschickt.


    Hätte ich das akzeptiert hätte ich heute wahrscheinlich einen Pflegefall hier...

    PS: Und du wirst die "Grunddiagnose" vom SPZ für jede weiter Förderung brauchen. Kein Physio, Ergo oder Sonstwas-Therapeut wird ohne mit ihm ernsthaft arbeiten...und dann wartest du wieder auf den Termin dort....


    Auch jegliche finanzielle Hilfe hängt da dran (zumindest in Österreich - wird in Deutschland wohl nicht anders sein)....