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    Naja, das habe ich so noch nie gehört, dass es Kinder gibt, die auf dem Klo vergessen, auch zu machen, und das das ein separater Entwicklungsschritt sein soll.

    Ich hab nur 3 Monate Praktikum in einer klinischen Abteilung eines Kinderkrankenhauses in einer Großstadt gemacht, aber allein in den 3 Monaten kam jede Woche mindestens ein Kind mit dieser oder einer ähnlichen Problematik.


    Und es kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Das ist wirklich nicht ungewöhnlich. Dass es sich bis in die Grundschule hineinzieht ist schon seltener, aber auch kein Einzelfall.

    Hast du schön mal über einen Grundschul- und Betreuungswechsel nachgedacht? Ich finde die Haltung der Schule völlig unpädagogisch und diskriminierend. Sie schaden deinem Kind damit. Vielleicht wäre ein Neuanfang mit Einlagen.,si dass niemand davon erfährt, überlegenswert, falls deine Tochter möchte.

    Hallo Liebe TE,


    danke für deine nette Rückmeldung und dein Interesse. Wobei es mir gar nicht unbedingt darum ging, mein Problem hier zu besprechen, sondern dir eher zu zeigen, dass es auch andere mit dieser Herausforderung gibt.


    Aber gerne antworte/schreibe ich ein wenig ausführlicher.

    Zitat

    Wie ist es denn bei euch mit der Schule? Nässt er auch da ein? Und wie gehen die Leherer mit euch um?

    Ja, er nässt auch in der Schule ein, bislang gab es noch keine Rückmeldungen von Lehrkräften dazu. mein Sohn wurde auch gerade erst im September eingeschult. Bei meinem Sohn ist es außerdem so, dass er meist nicht plötzlich eine große Menge verliert, sondern eher kontinuierlich kleinere Mengen, die dann wieder trocknen. Klar riecht das, aber die Jeanshose ist meist nur etwas feucht. Wir suchen auch extra Hosen, bei denen es nicht so offensichtlich ist. Entweder schwarz oder so stark "used look", dass dunklere Flecken nicht so sehr auffallen. Oder ein langes Shirt drüber.


    Mir wäre nicht bekannt, dass es bei uns in der Familie eine ähnliche Entwicklung gegeben hätte - meine Eltern und Schwiegereltern wissen von der Situation meines Sohnes und die haben sich nicht in diese Richtung geäußert. Ich weiß von mir allerdings, dass ich meinen Urindrang nie gut halten konnte. Wenn ich auf Toilette muss, dann sofort (natürlich hat sich diese Thematik nach den beiden Geburten extrem verschärft). Bei mir ist es aber klar der Beckenboden. Und wie gesagt: Bei meinem Sohn konnte man medizinisch nichts feststellen.


    Gestern Abend beim Umziehen ist er mal wieder in Tränen ausgebrochen, weil er so traurig darüber war, dass die Hose nass war. Dass er es nicht hinkriegt. Er tut mir echt unendlich leid. Aber wir werden es gemeinsam schaffen. Irgendwann wird er für sich eine Strategie entwickeln können, da bin ich sicher.


    --> Ich vermute sogar, dass er einen ersten Schritt gemacht hat, weil die Hose eben nicht mehr patschnass ist. Also irgendwas hat sich da schon auch getan ":/

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    Eine Mutter sucht nach Antworten, Tipps und ggf. ebenfalls Betroffenen, um eine für ihr Kind und ihre Familie schwere Situation bewältigen zu können. Alle, denen es an Wissen oder Empathie fehlt, sich hier hilfreich einzubringen, bitte ich, sich aus der Diskussion rauszuhalten.


    Ich habe zwei unpassende Beiträge gelöscht.

    Einnässen kann auch ein Zeichen sein, dass sie von irgendeiner Person sexuell missbraucht wird.


    Kann dies bei deinem Kind sein ?


    http://www.kindergynaekologie.de/fachwissen/korasion/2005/gibt-es-verhaltensindikatoren-fuer-sexuellen-missbrauch/

    ms92


    Ja, darüber nachgedacht habe ich schon aber, die nächste Schule ist nur mit der Bahn erreichbar und ich könnte sie nicht dorthin begleiten, was mit ihrem 7 Jahren leider keine Option ist.

    Allgemein denke ich aber schon dass der Urologe recht haben könnte. Das Gespräch zwischen ihm und meiner Tochter scheint nämlich etwas bewegt zu haben unser Pipikalender hat jetzt seit drei Tagen hintereinander Trocken stehen, was für uns eine große Veränderung ist. :-)

    Das hat meine Tochter auch. Sie wird im Dezember 6. Allerdings pullert sie nicht komplett ein, es gehen immer nur die ersten Tropfen (oder etwas mehr) in die Hose. Sie sagt, sie "merkt nicht, dass sie muss". Und genau wie bei Euch, gibt es manchmal eine ganze Woche, wo sie komplett trocken ist, und dann geht es wieder los, viermal am Tag umziehen. Wir waren beim Urulogen und es wurden jede Menge Messungen, Ultraschall etc. durchgeführt. Das Ergebnis war, dass der Reiz vom Gehirn, dass die Blase voll ist, bei ihr viel früher kommt, als die Blase tatsächlich voll ist, und das Gehirn gibt den Befehl, "Blase entleeren" stärker als bei normalen Kindern. Die Blase zieht sich so stark zusammen, dass sie nicht dagegen ankommt. Dafür spricht, dass sie sich manchmal auf den Boden wirft und es mit der Ferse zurückhalten muss und nicht aufstehen kann, und dann kommen schließlich nur kleine Mengen, wobei man denken würde, sie müsste strullen wie ein Pferd. Man kann das medikamentös behandeln, oder auch mit Training, wir haben das noch nicht entschieden, gehen nächste Woche wieder hin.


    Allerdings kann ich überhaupt nicht verstehen, warum dir das peinlich ist, es ist eine "Krankheit" wie jede andere und keiner kann was dafür.


    Ich wünsche Euch alles Gute!

    Danke für deine Antwort ^^

    Zitat

    Allerdings kann ich überhaupt nicht verstehen, warum dir das peinlich ist, es ist eine "Krankheit" wie jede andere und keiner kann was dafür.

    Das sieht nicht jeder so, was man auch hier im Faden lesen kann und teils von der Administration eingegriffen werden musste.


    Ich denke aber bei meiner Tochter ist es tatsächlich nur die mangelnde Gedult und Weitsicht, die sie momentan übt. Wir hatten jetzt in den vergangenen zwei Wochen nur zwei Mal nasse Hosen und das auch nur weil sie ein Mal in der Schule von anderen Kindern abgehalten wurde, wollten noch weiter mit ihr spielen und einmal beim Bahnhof, als Papa nach zwei Wochen wieder aus der Kaserne zurückkehrte und sie wohl einfach zu aufgeregt war. Ich bin momentan zufrieden und auch in der Schule hat sich die Situation gebessert. :-)

    Alias, das klingt großartig! Ich drücke euch alle Daumen ganz feste, dass es so gut weitergeht.


    Bronka, vermutlich steht bei euch auch ein Blasenspasmolythikum a la Mictonetten im Raum? Wägt gut ab, wenn es anders geht durch Verhaltenstraining, ist das sicher der bessere Weg. Und auch bei medikamenteller Unterstützung geht es natürlich nicht ohne Verhaltenstraining. Die Tabletten erleichtern das enorm, weil die Blase nicht mehr so hyperaktiv ist. Aber irgendwann will man die ja auch wieder absetzen, und dann hängt der Erfolg eben auch mit daran, ob die alten Verhaltungsmuster überwunden sind.


    Wir haben grade wieder 2 Tage Miktionsprotokoll hinter uns. Sieht gut aus, finde ich. Mal sehen, ob die Urulogin meint, wir können die Dosis langsam runterfahren.

    @ LU

    was meint denn bei euch der Arzt dazu, dass es nicht besser wird? Ich habs nicht mehr im Kopf: Ist das Blasenvolumen altersgerecht und sind Fehlbildungen definitiv ausgeschlossen worden? Das muss beides unbedingt abgeklärt werden, notfalls auch durch ein bildgebendes Verfahren mit Kontrastmittel.

    Nach über drei Monaten ein Update.


    Die kurze Version, sie ist nun Tagsüber komplett trocken, hatten in knapp zwei Monaten nur einen Unfall, an einem, für sie, sehr stressigen Tag und Nachts ist sie immer öfter trocken, jetzt drei Tage am Stück und steht auch selber auf um auf Toilette zu gehen, so wie eben schon.


    Die lange Version. Wir waren bisher drei Mal beim Urologen, einmal sollten wir sechs Wochen lang Tagsüber notieren wann sie einnässt und wann sie Trocken blieb, das war dann gegen Ende so gut, dass beim nächsten Termin der Urologe vorschlug das nun auf die Nacht aus zu weiten. Tagsüber hatten wir immer weniger Unfälle und für die Nacht sollten wir ihr gegen Abend nichts mehr zu Trinken geben, sie auf dem Klo Zähne putzen lassen, sie nur mit Höschen schlafen lassen und mitten in der Nacht ein Mal wecken. Da wir genau das schon gemacht hatten, bevor ich mich an das Forum wand, hatte ich wenig Hoffnung, dass das etwas bringen würde und das wurde auch bestätigt. Es gab wenige Nächte in denen sie trocken blieb, doch es waren nach den sechs Wochen nur etwa fünf Tage. Worauf hin uns der Arzt ein Klingelhöschen verschrieb. Nach knapp zwei Wochen, erhielten wir die Höschen vom Sanitätshaus und meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Für die, die nicht wissen was das ist. In den Höschen ist ein Sensor (sieht aus wie ein dunkler Faden) der kleine Mengen Feuchtigkeit registriert und ein Signal an ein Band schickt, das mit dem Höschen, durch Druckknöpfe, verbunden ist und das Band, dessen Ende am Kragen des T-shirts oder Unterhemds befestigt ist, gibt einen sehr lauten und penetranten Ton von sich. Das soll dafür sorgen, dass das Kind wach wird, bevor alles im Bett endet. In der ersten Woche fand ich dann heraus warum es vorher nichts brachte sie ein Mal pro Nacht zu wecken, da sie drei bis vier Mal musste. Sprich, etwa alle zwei bis drei Stunden ging der Alarm los und wir alle standen im Bett. Sie brauchte ein paar Tage um zu verstehen, wenn es klingelt, den Urin an zu halten und schnell auf Toilette zu gehen aber in der zweiten Woche merkten wir schon eine Verbesserung, es klingelte seltener und inzwischen klingelt es meist gar nicht oder nur ein Mal und sie wird selbstständig Wach, wenn sie muss.


    Komplett trocken ist sie somit noch nicht, doch wir sind auf dem Weg der Besserung und deswegen auch das Update. :-)