Und was passiert, wenn das Soll erfüllt und das was-auch-immer-Dingsda gekauft ist? Was macht ihr, wenn sie dann wieder mit der gleichen Masche anfängt? Wenn das Belohnungssystem so umgehend funktioniert, kann man tiefere Ursachen, denke ich, ausschließen. Will heißen, ihr Verhalten war überflüssige Show.


    Wohlverhalten gleich Sticker gleich Belohnung: das KANN man natürlich so machen. Die Frage ist nur, wer hier wen erzieht.

    Zitat

    Mir fällt gerade noch ein dass 6-7 auch das Alter ist in dem Kinder eine neue Kategorie der ängste erfahren: nämlich dass die Eltern sterben könnten. Vielleicht hast sie Verlustängste?

    Der Gedanke an Ängste kam mir direkt beim Lesen des Eröffnungsbeitrags.

    Zitat

    Bei klar artikulierten Ängsten sehe ich das anders,

    Zitat

    wenn sie wirklich angst hat, kann sie das mit 6 artikulieren

    ich wunder mich gerade, dass das wiederholt kommt. Ängste kann man oft nicht klar artikulieren.

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    ich wunder mich gerade, dass das wiederholt kommt. Ängste kann man oft nicht klar artikulieren.

    Aber sie sagt ja nicht mal, dass sie Angst hat ":/ Auch wenn sie nicht weiß wovor, kann sie das so sagen

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    Aber sie sagt ja nicht mal, dass sie Angst hat Auch wenn sie nicht weiß wovor, kann sie das so sagen

    Klar, es ist natürlich auch nur eine Möglichkeit. Ich würde es lediglich nicht ausschließen, nur weil sie es nicht entsprechend artikulieren kann.

    Falls das mit der Belohnung keinen grundsätzlichen Erfolg bringt (wobei ich natürlich für Euch hoffe, daß der Spuk damit ein Ende hat): Liest sie sie selber Geschichten seit das anfing oder guckt sie Nachrichten?


    Mich hat in dem Alter völlig fertig gemacht, daß Black Beauty durchs dunkle Moor galoppiert ist und da Irrlichter waren, ganz zu schweigen vom Falkland-Krieg. Das waren sehr vage Ängste, die ich nicht ausdrücken wollte, weil ich wußte, dass es nur eine Geschichte ist und der Krieg nicht bis hierhin kommt. Angst hatte ich trotzdem, ich habe in der Zeit oft nicht einschlafen können, allerdings habe ich das mit mir selber ausgemacht.

    gauloise


    Ich würde das nun einmal mit der Belohnung veruschen, einfach eben um Ängste auszuschließen. Wenn das so umgehend funktioniert, das Soll erfüllt ist und es wieder von vorne losgeht würde Madame mich aber kennenlernen. ]:D

    Meine Tochter (auch 6) hat zur Zeit "angst vor der Dunkelheit", so dass sie uns abénds immer wieder in ihr ZImmer gerufen hat.


    Uns ist nicht klar woher das kommt; ob sie eventuell noch die Umstellung KiTa-Schule verkraften muss??


    Fakt ist, sie schläft ebenfalls nicht alleine ein. Wir machen es jetzt so, daß wir :


    gemeinsam lesen und hören anschließend noch eine CD bei der sie sich ganz feste an mich kuscheln darf.


    Wenn sie eingeschlafen ist gehe ich dann wieder raus.


    Ich höre schon die Aufscheie macher Mütter ... aber mein Gefühl sagt mir, meine Tochter braucht das jetzt einfach. Sie soll sich mit ihren Ängsten nicht allein gelassen fühlen

    @ Anitram

    Aus Deinen Beiträgen lese ich viel heraus von Erwartungen, Regeln... Das Kind ist mit 6 kein Baby mehr, das muß allein einschlafen können etc.


    Was ich da wenig erkenne, ist die Bereitschaft einfach mal zu akzeptieren, daß die kleine Bedürfnisse hat, die sie nicht artikulieren kann, aber offenbar doch deutlich zeigt: Sie will beim einschlafen nicht alleine sein.


    Mit Verlaub, sie ist 6. Die Schule ist ein RIESEN Schritt für ein Kind, so viel neues, Stress pur. Da gibt es viel zu verarbeiten im UNterbewusstsein. Unser Sohn ist auch 6, geht auch zur Schule und wollte noch NIE alleine einschlafen. Wir haben auch viel versucht, aber es geht nicht. Inzwischen ist so das Maximum erreicht, daß wir im Flur sein können und er einen von uns sieht...

    Zitat

    @Ochotonia Nein sie hat nicht 1,5 Stunden um Einschlafen gebraucht, ich wollte nur sicher sein, dass sie fest schläft. Sie hat so ca. 10 Minuten gebraucht

    Damm bleib doch da... 10 Minuten... So what. Wir sind auch heftig genervt, weil das bei uns mal eine halbe Stunde und länger dauert. Aber was nicht geht, geht nicht. Angst vor dem alleine sein kann man nicht weg-erzwingen.

    Das war bei mir bei beiden Kindern so ähnlich. Ich hab es meistens mit Geduld versucht und auf die Zeit gesetzt, sie werden ja größer :-).


    Ich hab mich auch einfach dazugekuschelt, ein kleines Licht und ein bisschen Musik angemacht, ein bisschen gekrault, dann ging es meistens (aber nicht immer ;-) ) recht schnell.


    Bei der großen war das dann irgendwann einfach wieder vorbei, der Kleine ist gerade mittendrin ;-).


    Ich weiß, dass das manchmal auch etwas an die Substanz gehen kann, aber es wird schon werden @:) .