An funda1

    Hallo funda1,


    ich habe von Dir eine Nachricht bekommen bezüglich Deines 2,5 jährigen Sohnes.


    Mein Enkel geht seit Okt. 2005 in einen Sprachheilkindergarten. Vorige Woche ist er 6 geworden. Sollte eigentlich dieses Jahr zur Schule. Aber das wird leider nichts. Er spricht zwar um einiges besser, aber bei weitem nicht richtig verständlich für jedermann. Leider, leider. Auch dieser Sprachheilkindergarten ändert daran nicht so sehr viel. Der einzige Unterschied zu einem normalen Kindergarten ist, daß hier eben nur solche Kinder mit Sprachproblemen sind und einmal wöchentlich eine logopädische Stunde stattfindet. Das bringt zu meinem Bedauern nicht den gewünschten Erfolg. Ein solches Kind müßte mindestens zwei- dreimal wöchentlich richtige Spracherziehung bekommen. Die heutige Logopädie läuft m. E. nur so larifari als Spielstunde ab. Nach dem Motto "spielerisch lernen". Aber spielen tun die Kinder im Kindergarten den ganzen Tag. Sie sollen sprechen lernen! Ich habe den Eindruck, daß das gewollt ist, da so der Logopäde ja viel länger dran verdient. Anders kann ich mir das nicht erklären. Nun muß mein ansonsten eigentlich ziemlich intelligenter und begabter Enkel noch ein Jahr in den Kindergarten. Nächstes Jahr Februar wird er 7 und kommt im September mit 7,5 Jahren in die Schule. Das ist doch nicht normal, daß ein Kind in einem Sprachheilkindergarten innerhalb von zwei Jahren keine nennenswerten Fortschritte macht. Ich bin maßlos enttäuscht. Das Ergebnis wird sein, daß er auch in die Sprachheilschule muß und so eine ziemlich verkümmerte Bildung zu erwarten hat. Das ist übertrieben, wird manch einer denken? Ist es nicht. Man muß sich nur mal in der Sprachheilschule umsehen und die Kinder ansehen, die dort hingehen müssen. Dann weiß man Bescheid. Ich darf gar nicht näher drüber nachdenken. Alles nur aus gesundheitspolitischem Sparzwang. Gesonderte Logopädie wird vom Arzt verweigert - weil, er geht ja schon in einen Sprachheilkindergarten, das muß reichen.


    So werden Eltern nach und nach mutlos und geben eben auf. Was sollen sie auch tun?


    ASD

    Danke ASD

    Vielen Dank für die schnelle Antwort, ASD. Hört sich nicht sehr vielversprechend an, anscheinend werden wir einen langen Leidensweg vor uns haben. Es tut mir so unendlich leid für deinen Enkel, jeder hat doch ein Recht auf adäquate Förderung und Bildung. Ich kann deine Wut gut verstehen.


    Ich habe jetzt alles in Bewegung gesetzt, um die Entwicklung zu beschleunigen, wir gehen ins SPZ, bei der Ergotherapie und Logopädie ist der Platz reserviert.


    Ich frage mich immer nur, ob es meine Schuld ist, weil ich mich wohl nicht genug um ihn gekümmert habe.


    Aber er ist der Dritte im Bunde und die Großen brauchen auch ihre Aufmerksamkeit. Es macht mich so unendlich traurig, weil ein ganz großer Teil seiner Person uns vorenthalten bleibt.


    Hat dein Enkel die Buchstaben beibehalten? Mein Kleiner hat die Buchstaben im Dezember beendet, er kann sie alle (bis auf XYZund C, Z ist ein N und C ist ein U) und hat es jetzt mit den Zahlen. Seine liebste Lektüre ist das Telefonbuch, da sind Zahlen und Buchstaben vereint.:-).


    Bis hoffentlich bald ASD, liebe Grüße funda1

    Hallo funda1,

    ich wünsch Dir viel Glück und Ausdauer. Und vor allem: Dranbleiben, immer drängeln! Im übrigen glaube ich nicht, daß es unbedingt an Dir liegt, sind die anderen beiden Geschwister oke in dieser Hinsicht?


    Was meinst Du damit, ob mein Enkel die Buchstaben "beibehalten" hat? Das verstehe ich nicht ganz. Mein Enkel ist ein ganz normal entwickeltes Kind mit einem Unterschied, daß er nicht richtig spricht. Er beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Buchstaben oder Zahlen oder was auch immer (in gewisserweise authistisch?). Er kennt die Buchstaben und auch die Zahlen alle. Er kann sie auch einigermaßen schreiben - OMA, OPA, MAMA, JONATHAN (sein Name). Er zählt fast durchgängig bis 20, spielt, baut, malt, tobt, klettert (vielleicht etwas vorsichtiger als andere seines Alters) - er macht alles mehr oder weniger ausgeprägt wie andere Kinder auch. Er kann nur eben nicht richtig für jedermann verständlich sprechen.


    Du mußt auf jeden Fall dranbleiben, nicht aufgeben zu üben und vor allem den Kleinen nicht so viel mit sich allein lassen. Ist er denn authistisch veranlagt, weißt Du darüber etwas?


    Viele Grüße


    ASD

    Neuigkeiten an ASD

    Hallo ASD,


    wir wissen jetzt was mit Justus los ist. Wir haben ein EEG gemacht und dabei hat sich herausgestellt, dass er hat Absencen-Epilepsie hat. Das ist sehr traurig, kann aber auch die Ursache für die Sprachentwicklungsverzögerung sein. Ich hoffe also wieder, dass er doch noch sprechen lernt.


    Habt ihr das auch machen lassen?


    LG funda1

    ^bin neu im forum...


    mein sohn jason (3 1/2) spricht nicht und steht in verdacht avws zu haben....der kindergarten hat sich gegen ihn ausgesprochen...bin stinke sauer...nennt sich "familienzentrum"...außer der ursachenforschung darf man jetzt noch eine neue hort suchen...habe die stadt schon eingeschaltet....ist stress pur...

    der kindergarten hat auch integrationsplätze....4 sind belegt....der 5 te platz muss nicht belegt werden....liegt in ermessen der leiterin...bedeutet...jason muss wechseln...habe ein halbes jahr zeit...sind dabei jason in ein spz vorzustellen

    integrationskindergärten sind schön und gut, aber wenn er eine auditive verarbeitungs- und wahrnehmungsstörung hat (was man im grunde in dem alter noch nicht wirklich diagnostizieren kann, hat aber was damit zu tun wie mans definiert), dann sollte er mindestens einmal wöchentlich auch ambulant von einem logopäden gefördert werden. theoretisch sollten auch I-Kigas entsprechende therapeuten (ergo/physio/logo) haben, aber oft werden die kinder nur unregelmäßig behandelt oder mitten in der gruppe (im normalen kinderlärm), oder in einer kleingruppe (was nicht besonders individuell ist), was für den fortschritt nicht förderlich ist.


    guck dir genau an, was in dem neuen kiga passiert und versuche deinen kinderarzt davon zu überzeugen, dass da -wenn du nicht zufrieden bist- noch mehr passieren muss! und melde dich am besten schon jetzt bei einer (oder mehreren) logopädin/nen an, da die wartezeiten oft lang sind. in manchen bundesländern ist es allerdings schwierig zu der pädagogische förderung auch noch ambulante therapie zu erhalten, weil kinderärzte sich weigern (müssen), sowas zu verschreiben.


    aber sprachförderung ist nicht das gleiche wie sprachtherapie!!!


    gruß!

    bin erst am anfang...spz kommt nächste woche...habe ein termin innerhalb einer woche bekommen...ist wohl ein wunder...avws oder kiss syndrom...alles ist möglich...frühförder hat jason seit 2 monate...hno arzt kommt montag...denke an krankengymnastik und verbesserung der mundmotorik...logopäde ist übernächste woche...aber die diagnose des spz ist das wichtigste...denke, ich werde mir ein therapieplan erstellen lassen.jason's pädergogin kommt auch nach hause...kindergarten ist nicht kooperativ...was ist den mit eine heilpädagogische einrichtung

    sind die nicht besser....

    man kann natürlich nicht alle einrichtungen über einen kamm scheren. ich bin logopädin und habe selber mal in einem sonderkindergarten mit sprachheilgruppe gearbeitet und weiß daher um die umstände dort. meist hat man nur wenige stunden um zu viele kinder zu behandeln. wenn eltern nicht in der lage sind, ihre kinder zusätzlich zum kiga auch noch zum logopäden (oder zu anderen therapeuten) zu bringen, ist natürlich die förderung in einer sondereinrichtung besser als nichts, aber optimal ist das nicht! wie gesagt: häufig müssen zu viele abstriche gemacht werden, was zeit und durchführung angeht. in einer praxis kannst du dich wenn du einen festen platz hats darauf verlassen dass die therapie regelmäßig stattfindet (außer bei urlaub oder krankheit natürlich) und du kannst viel mehr dran teilhaben, weil du nach jeder stunde oder sehr regelmäßig ein feedback über fortschritte/entwicklungsstand bekommst. die logopädin kann dir dort in der regel auch mehr unterstützung geben, was die förderung im alltag anbetrifft.


    generell ist es aber natürlich bei kindern, die in verschiedenen bereichen förderung brauchen auch wichtig zu beachten, dass diese nicht übertherapiert werden. das heißt, dass sie NICHT von einem therapeuten zum nächsten geschleppt werden. in dem fall kann eine in den kindergarten alltag integrierte therapie auch sinnvoll sein. und man sollte abwägen welche therapie jeweisl im vordergrund steht, um die gesamtentwicklung deines sohnes zu fördern.


    du merkst schon dass es keine generelle antwort dafür gibt.


    wichtig ist, dass dein sohn sich bei den therapeuten wohl fühlt, dass DU dich aufgehoben und gut beraten fühlst und dass die therapeuten sich auch für die anderen bereiche interessieren, also nachfragen was noch alles läuft, und sich interdisziplinär auseinandersetzen, d.h. sich mit den anderen therapeuten/pädagogen/ärzten austauschen.


    viel erfolg! das wird sich alles bald regeln. wichtig ist, dass dein sohn nicht übermäßig das gefühl bekommt, mit ihm sie was nicht in ordnung...

    vielen dank für deine hilfe:-)


    bin beim spz essen gewesen...sehr guten eidruck bekommen...kümmern sich nicht nur um eine diagnose,sondern auch um die angehörigen...danach wir ein therapieplan erstellt....bin bein logopäde gewesen...jason geht jetzt erstmal dort hin...außer frühförderstelle(ist ja mehr spielerisch,jason hat dabei sehr viel spaß)....mein größstes problem ist der kindergarten...sie wollen das kind nicht in ihre einrichtung...leider...kinder sind sehr feinfühlig...jason möchte


    jetzt schon nicht mehr hin...denke auch an einen kindergarten,der kleiner ist,wo ein kind zeit zum entwickeln hat...wo die erzieherinen noch multiviert sind nach...aber es wird schon..habe schon kontakte zu anderen kitas gemacht...ich weiß aus erfahrung(habe schon zwei kinder 18,20)das bei mir zu hause der alttag eine primäre rolle spielt...habe schon vor monaten angefangen mit meinen sohn anders zu sprechen...intensiver,spielerischer und ruhiger...und erfolge habe ich auch schon...MUTTERTAG...jason hat zum ersten mal ohne aufforderung einen ganzen satz gesprochen...ist das schönste muttertaggeschenk,was ich je bekommen habe...doch wie gesagt...bin erst am anfang....:)^

    Hallo, besonders an ASD

    mit grosem Interesse habe ich die Beiträge über Sprachentwicklungsprobleme gelesen, besonders von ASD. Man könnte meinen von meinem Sohn ist die Rede. Mein Filius wird im Juli 6.


    Kurz nach der Geburt, vier Wochen zu früh, wurde ein AGS (adrenogenitales Syndrom) mit Salzverlust diagnostiziert. Diese Krankheit haben wir jedoch durch 3 x tägliche orale Medikation gut im Griff. Danach lief alles relativ normal, bis er ca. 2 Jahre alt war. Dann viel uns auf, dass er nach den ersten Worten; Papa, Mama, stagnierte. Es kam nichts mehr und es war wie schon in anderen Beiträgen gesagt, Ärzte und Therapeuten sagten: Das kommt schon noch.


    Im Sommer '04 kam er in eine integrative Kita, von der wir eigentlich recht überzeugt sind. Dort bekam er auch Logo, Physio, etc. Wir hofften natürlich es würde nun vorwärts gehen, aber große Fortschritte gab es nicht. Bis letztes Jahr Sommer sprach mein Sohn vielleicht 25 Worte, alle undeutlich, konnte sich mit Mimik und Gestik jedoch bestens verständigen in Kita und Familie. Die aktive Sprache war eklatant schlecht; keine Sätze, kaum Verben, kein konjungieren, keine Zeiten, keine Grammatik.


    Dann hatte ich genug und habe gegen den Rat aller so genannten Spezialisten angefangen mit meinem Sohn ganz intensiv zu lernen. Jeden Tag 20 - 30 Minuten. Wir haben mit Finger- und Zungenübungen angefangen, später Wort für Wort. Inzwischen hat sich sein Wortschatz auf ca. 300 vergrößert. Es ist eine echte Verbesserung zu erkennen, auch wenn der Satzbau noch sehr schlecht ist. Heute bereue ich, dass ich nicht schon früher angefangen habe, auch wenn es oft ein Kampf war, der in Tränen und Geschrei endete. Inzwischen ist es jedoch recht harmonisch. Eigentlich sollte er dieses Jahr eingeschult werden, wir haben ihn allerdings zurück stellen lassen. Ich hoffe immer noch, dass er auf eine Regelschule gehen kann und nicht in die Sprachheilschule.


    Noch zu erwähnen wäre, dass die große Schwester (14 Monate älter) zweisprachig erzogen wurde. Sie kommt jetzt in de 2. Klasse, kann Deutsch und Russisch in Wort und Schrift perfekt.


    Natürlich haben wir die bilinguale Erziehung unseres Sohnes gestoppt, als sich die Sprachprobleme zeigten.


    Da meine Frau selbst Ärztin ist, haben wir natürlich auch alle nur denkbaren medzinischen Ursachen versucht aus zu schliessen; HNO mit Phonographie, Zahnarzt, SPZ, EEG, CT, verschiedene Logopäden, etc, etc,......... alles ohne auffälligen Befund.


    Was mir noch niemand abschlißend beantworten konnte :


    - Kann es einen Zusammenhang geben zwischen dem AGS und den Sprachentwicklungsproblemen ?


    - Sind ähnliche Fälle bekannt mit Diagnosen, denen man nachgehen könnte ?

    AGS - SES???

    hallo!


    (ich antworte jetzt als logopädin, nicht privat)


    ich kenne das AGS nicht, habe aber gerade ganz kurz im internet recherchiert, worum es sich dabei handelt.


    mir ist nicht bekannt, dass es einen zusammenhang zwischen diesem syndrom und sprachentwicklungsstörungen gibt.


    allerdings ist in den meisten fällen von sprachentwicklungsstörungen (SES) die ursache unbekannt/unklar.


    eine frühgeburt alleine, ist jedoch schon ein risikofaktor für SES.


    und typischerweise sind untersuchungen wie CT/EEG etc. ohne befund.


    dein sohn hat zur zeit (wenn die angabe von 300 wörtern stimmt), den wortschatz eines zweijährigen! es ist sehr unwahrscheinlich (fast unmöglich) dass er im kommenden jahr soviel aufholt, dass er in eine regelschule gehen kann.


    unklar ist mir, was die aussage bedeutet, die logopäden hätten keinen auffälligen befund festgestellt. (dafür muss ich doch in diesem fall nicht logopäde sein, um festzustellen, dass es nicht altersgemäß ist)


    oder bezieht sich das nur auf die ursache?


    auch wenn die übungen geholfen haben, ist meines erachtens eine ambulante zusätzliche förderung ganz dringend erforderlich, da die bisher stattfindende logopädie nicht ausreicht!


    was hat denn die logopädin gesagt? welche übungen hat sie gemacht? nach welchem konzept hat sie gearbeitet. gab es regelmäßige gespräche?


    oder handelt es sich eventuell garnicht um eine logopädin? sondern um eine sprachheilpädagogin?


    ich beantworte gerne fragen!


    gruß! :-)